Gastro-Kritik

Little Daruma: Kleine Tüte, großer Genuss

Little Daruma in der Rumfordstr. 7

Im Little Daruma in der Rumfordstraße hat sich ein Matsuhisa-Koch selbstständig gemacht mit handgerollten Temaki.

Sie sind ein Team: Marco Kühnhold, der Sushi Chef und Inhaber, Hoang Van Huy im Service, Hoang Nhu Mai, die Architektin und Hund Haku, ein Shiba Inu. Kühnholds letzte Station war gleichzeitig auch das Maß aller Dinge was internationale japanisch-peruanische und Sushi-Küche in München betrifft - er arbeitete im Matsuhisa im Mandarin Oriental. 

Gerade vor ein paar Wochen konnte sich Prominenz, Presse und Gastronomie bei der großen Hanami-Feier vor Ort wieder in Anwesenheit des Gründers und Starkochs Nobu Matsuhisa von der Qualität dieser Küche überzeugen, ein ausgelassenes Fest und gesellschaftliches Ereignis bot das Team des Hotels und des Restaurants den rund 250 Gästen, u.a. auch den Bayern-Spielern Thiago und Lewandowski sowie den Sterneköchen Bobby Bräuer und Jan Hartwig. Für Marco Kühnhold gab es nach dem Matsuhisa nur zwei Möglichkeiten - entweder Ausland oder Selbstständigkeit. Zweites praktiziert er nun in seinem kleinen, hübsch eingerichteten Laden, eine klare Linie und helles Holz dominieren hier, von oben lachen die namensgebenden japanischen Daruma-Glücksbringer-Püppchen auf die Gäste herab. 

Kühnhold hat sich spezialisiert und auch hier gibt es kein Sushi im herkömmlichen Sinn sondern Temaki. Als einzige Temaki-Bar Deutschlands bietet das Little Daruma eine große Auswahl an diesen handgerollten Nori-Blättern (Sushi-Hand-Roll) in Eistütengröße an, gefüllt werden diese mit Reis und nach einer eigenen Auswahl aus rund 30 Zutaten oder nach den Empfehlungen des Hauses, ähnlich wie in den Poke Bowl Bars.

Mango Tango und Spicy T

Beim Selbstzusammenstellen kann man 1 x Protein (Fisch, Fleisch, Ei, Tofu) mit 2 x Grün (Avocado, Gurke, jap. Schwarzwurzel, Schnittlauch etc.) mit 1 x Soße (Soja, Wasibi Cream, Ponzu, Unagi etc.) und 2 x Topping (Kresse, Sesam, Crunchies, Algen, Chlifäden etc.) verbinden, ein Temaki kostet 5,90 Euro, mittags gibt es zwei für 11,90 Euro inkl. Miso-Suppe und abends einen „Dreier“ für 15,90 Euro.

Karte im Little Daruma

Sehr empfehlenswert sind die „Chefs Choice“-Variationen: „Mango Tango“ versammelt Lachs, Avocado, Mango, Orangensoße und getrocknete Algen, erfrischender Genuss ist das, sehr sommerlich. Oder „Spicy T“ mit Thunfisch, Frühlingszwiebeln, Schnittlauch, Chilifäden und –Cream und Sesam. Ein Favorit, der wirklich japanisch-exotisch schmeckt, ist „Little Daruma“ mit Aal, japanischer Schwarzwurzel, Perilla, Unagi-Soße, Crunchies und Sesam. 

Die Tamaki werden nicht ausgeliefert, man sie kann aber telefonisch oder online bestellen und selbst abholen. Oder vor Ort genießen und ein bisschen was fürs Karma tun - unter den mystischen Blicken der Daruma-Püppchen, die einst nach Bodhidharma, dem Gründer der buddhistischen Zen-Tradition modelliert wurden.

Autor: Rainer Germann

Little Daruma, Rumfordstr. 7
Mo-Sa: 11.30 bis 21 Uhr, www.littledaruma.de

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