Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 4. März

Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 4. März

Neues aus dem Hause Pixar, der Gewinner des goldenen Bären sowie böshumoriges und einfühlsames aus Frankreich und noch mehr… in den Filmstarts der Woche.

IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

Hoppers

R: Daniel Chong. USA.

Biber sind grad in: WissenschaftlerInnen haben entdeckt, wie das menschliche Bewusstsein in lebensechte Robotertiere „hoppen“ kann, was es Menschen erlaubt, mit Tieren als Tiere zu kommunizieren! Große Neuigkeiten für Mabel, eine Tierfreundin, die die Gelegenheit ergreift, die Technologie zu nutzen, wobei sie Mysterien des Tierreichs enthüllt, die weit über das hinausgehen, was sie sich je erträumt hätte. Der neueste Streich des Studios Pixar (Toy Story, Findet Nemo etc.), das verlässlich schlaue Kinderfilme produziert.

Für jene, die sich nach „Hundreds of Beavers“ die Rache der lieben Nager wünschen.

Monsieur Robert kennt kein Pardon

R: Pierre-François Martin-Laval. F.

Endlich kann Robert Poutifard in Rente gehen. Nach über 30 Jahren treuer Dienste als Lehrer an einer Grundschule könnte er nun seinen verdienten Ruhestand genießen. Aber er hat da noch drei Rechnungen mit ehemaligen Schülern offen, die ihm besonders übel mitgespielt haben. Sie waren es, die ihn um die Liebe seines Lebens zu einer Kollegin aus Québec gebracht haben. Und Robert Poutifard will keine süße Rache, sondern den kleinen vorlauten Gören von damals die Karriere und ihr erfolgreiches Leben zerstören. So hat er den erfolgreichen Chefkoch Anthony, die inzwischen populären Influencer-Zwillinge und Audrey, eine Pop-Diva im Visier.

Für Freund*innen schwarzen Humors mit einer Messerspitze Savoir Vivre beigemengt.

The Bride! – Es lebe die Braut

R: Maggie Gyllenhaal. USA.

Frankensteins einsames Monster (Christian Bale) reist ins Chicago der 1930er-Jahre, um die geniale Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening) zu bitten, eine Gefährtin für ihn zu erschaffen. Die beiden reanimieren eine ermordete junge Frau – „die Braut“ (Jessie Buckley) ist geboren. Doch was sich daraufhin entfaltet, sprengt all ihre Erwartungen: Mord! Besessenheit! Eine entfesselte, radikale Kulturbewegung! Und mitten in diesem Strudel ein geächtetes Paar, verstrickt in eine Romanze, deren heiße Glut zugleich entflammt und zerstört.

Für jene, die sich bei „Wuthering Heights“ mehr Untote gewünscht haben.

Jeunes mères – Junge Mütter

R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne. FR.

Zwei alte weiße Männer drehen einen Film über eine Gruppe junger Mütter: Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen. Die Regie führenden Dardenne-Brüder stehen für empathisches Kino jenseits identitärer Diskurse und haben in dieser Rolle schon oft bewiesen, dass es möglich ist engagiert Geschichten außerhalb des eigenen Erfahrungshorizonts zu erzählen ohne, dass es zum bloßen „Virtue Signalling“ verkommt.

Für Fans bedächtig-wuchtigen Erzählkinos.

Gelbe Briefe

R: İlker Çatak. D, FR, T.

Derya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.

Nicht nur für Fans von Çataks 2023er Hit „Das Lehrerzimmer“.


Die Filmstarts vom 26.2.

Father Mother Sister Brother

R: Jim Jarmusch. USA

Der Meister der Coolness und Zwischentöne mit einem Spielfilm als Triptychon. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: Im Nordosten der USA; in Dublin und in Paris. In den ruhigen Charakterstudien treten unter anderen Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling, Cate Blanchett auf.

Für Fans von Filmen in denen beinahe nichts passiert.

Marty Supreme

R: Josh Safdie. USA

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren.

Für Fans des zumindest auf der Leinwand erlebbaren amerikanischen Traums

Night Stage

R: Filipe Matzembacher & Marcio Reolon. BRA

Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden – sei es auf der Bühne oder beim nächtlichen Sex in der Öffentlichkeit mit dem Politiker Rafael. Letzterer will Bürgermeister von Porto Alegre werden, und beiden liegt viel daran, ihre Beziehung zugunsten ihrer jeweiligen Karriere geheim zu halten. Trotzdem probieren sie immer wieder aus, wie weit sie bei ihren gemeinsamen Abenteuern gehen können: im Park, im Auto, im Büro oder im Hinterhof. Wohl wissend, dass Rafaels Geldgeber zu allen Mitteln greifen würden, um dieser Affäre ein Ende zu setzen.

Für Fans schwitzender Körper in blau-rotem Neonlicht


Die Filmstarts vom 19.Februar

Souleymans Geschichte

R: Boris Lojkine. FR.

Souleymane ist aus Guinea geflüchtet und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Food Delivery Service in Paris über die Runden. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zu seinem entscheidenden Termin beim Migrationsamt.

Für… No Border, No Nation! Refugees Welcome!

Dust Bunny

R: Bryan Fuller. USA.

Der Serienschöpfer von Hannibal und Pushing Daisies gibt sein Spielfilmdebüt: Ein zehnjähriges Mädchen verbündet sich mit ihrem namenlosen Nachbarn (Mads Mikkelsen), um sich gemeinsam ihren inneren und äußeren Monstern zu stellen. Aurora ist überzeugt: Ein Monster hat ihre Familie verschlungen. Ihre letzte Hoffnung ruht auf dem unheimlichen Mann von nebenan – von dem es heißt, er töte „echte“ Monster. Was als skurrile Geschichte beginnt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Geflecht aus Gewalt, Schuld und kindlicher Vorstellungskraft.

Für Fans von „Pan’s Labyrinth“ und „Léon – Der Profi“

Das Flüstern der Wälder

R: Vincent Munier. FR.

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier, Vater des Filmemachers Vincent, auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend – immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.

Für Fans von Muniers „Der Schneeleopard“ und anderen eindrucksvollen Naturdokumentationen


Die Filmstarts vom 12. Februar

Das Beste liegt noch vor uns

R: Nanni Moretti. IT.

Nanni als Giovanni, ein bekannter italienischer Regisseur, der gerade sein Magnum Opus plant. Aber nicht nur muss er seine Hauptdarstellerin überzeugen, dass das Werk über die Gründung der italienischen kommunistischen Partei mitnichten ein Liebesfilm werden wird, aber auch seine Frau will ihn nach langen Jahren verlassen, seine Tochter hat eine Beziehung mit einem Mann, der viel älter ist als er selbst und sein bankrotter französischer Produzent hofft, dass ein Netflix Deal sie alle retten wird. Doch Giovanni wäre nicht Nanni, wenn er nicht mit seiner altmodischen Ironie alle Fäden zusammenhält und sie alle in eine glückliche Zukunft führt. 

Für Fans italienischer Tohuwabohu-Komödien in der Tradition von Don Camillo und Peppone.

Wuthering Heights – Sturmhöhe

R: Emerald Fennell. USA.

Und noch eine lang ersehnte Literaturverfilumg. Fennell, Regisseurin des Überraschungshits Saltburn, nimmt sich Emily Brontës Romantik-Klassiker vor. Mit Margot Robbie als Catherine und Jacob Elordi als Findelkind Heathcliffe in einer leidenschaftlichen aber zerstörerischen Liebe. Das alles in opulenten Kostümen, engebettet in ebensolche Setdesigns. Perfekt um der Dunkelheit der täglichen Nachrichten für 136 Minuten zu entfliehen.

Für Fans von schönen Menschen, Period-Dramas, Eskapismus und vielem mehr.

Crime 101

R: Bart Layton. USA.

Davis (Chris Hemsworth) ist ein schwer fassbarer Juwelendieb, dessen Überfallserie die Polizei vor ein Rätsel stellt. Als er gerade den Coup seines Lebens ins Visier nimmt, trifft er auf die desillusionierte Versicherungsmanagerin Sharon (Halle Berry), die selbst an einem Scheideweg steht. Überzeugt davon, ein Muster entdeckt zu haben, kommt währenddessen der unerbittliche Detective Lt. Lubesnik (Mark Ruffalo) der ganzen Operation immer näher und erhöht damit das Risiko noch weiter. Als der große Raubüberfall kurz bevorsteht, beginnt die Grenze zwischen Jäger und Gejagten zu verschwimmen.

Für Fans von erfrischend zeitlosem Krimi-Kino