Interview

Happy Birthday: 10 Jahre Schlachthofbronx

Schlachthofbronx

Das Münchener DJ-Duo feiert groß und ausschweifend am 1. Dezember den 10. Geburtstag in der Roten Sonne. Wir haben mit Bene und Jakob in ihrem Studio in Schwabing gesprochen:

Wie fühlen sich zehn wahnsinnige Jahre an?

Bene: Es fühlt sich an wie drei Jahre, tatsächlich!
Jakob: Klar gibt es immer Innen- und Außenwahrnehmung. Aber alles ging bisher total schnell, so wie immer in einer guten Beziehung.

Wie werdet Ihr Euren Geburtstag groß feiern?

Jakob: Es ist ein Doppel-Geburtstag zusammen mit Hypie Hypie! Dafür kommt eine Kollegin aus New York, die wir sehr schätzen. Es ist Jess Gentile alias Jubilee, die bei Mixpak N.Y., einem future Reggae Dancehall Label, unter Vertrag ist.
Bene: Uns verbindet eine gemeinsame Liebe für Miami Bass, wir haben auch vor ein paar Jahren einen Tack zusammen gemacht. Dann spielt noch der Münchner Produzent Top Shotta, der das Ruffhouse Label betreibt. Und wie immer bei jedem Hypie Hypie ist auch Taming The White Rhino am Start.

Jakob: Das wird alles sehr familiär - und meine Mama kommt auch vorbei.

Ihr habt bis jetzt vier Platten herausgebracht. Wie beschreibt Ihr Euren musikalischen Werdegang?
Bene: Das erste Album „Schlachthofbronx“ ist ein Sammelsurium an Ideen und Prototypen. Retrospektiv gesagt ist es sehr verspielt. Dann hat sich alles aber immer mehr in eine Richtung entwickelt, wo man wusste, was man auf keinen Fall machen will.

Jakob: Stark ist auch unsere DJ-Perspektive: Was wollen wir überhaupt spielen? Und ein Aha-Moment, das gibt es noch nicht, also dann muss man es selber machen! Das ist unser großer Impuls, Musik auch selber zu machen.

Bene: Unsere Musik soll nach vorne denken und der Zeit voraus sein. Es gibt nichts uninspirierendes, als jemand, der etwas kopiert, das schon einmal da gewesen ist. So haben wir eine Zeit lang zum Beispiel die klassischen Club-Tempi einfach dogmatisch ausgeschlossen, wirklich alles, worauf man in Westeuropa tanzt. Inspirierend hingegen ist unser Umfeld von Afrika über England zu Mittel- und Lateinamerika.

Jakob: Wir machen Musik, die uns unterhält - im Idealfall ist sie für die anderen Leute dann auch interessant.

Bene: Wenn es bei uns einen roten Faden gibt, dann ist es die Kompromisslosigkeit!

Wie seid Ihr denn als Produzenten engagiert?
Bene: Man lernt jeden Tag dazu!

Jakob: Vieles ist in der Mache, gerade eine Geschichte in England. Aber wir haben auch für größere Acts schon etwas gemacht: Da war zum Beispiel Snoop Dogg dabei - aber das ist eine andere Welt.

Bene: Bei den Amerikanern ist es eigentlich immer so: Es gibt tausende Anwälte und im Prinzip kaufen sie dann nur vier Kongas und einen Topliner. Es klingt tatsächlich toller, als es ist.

Jakob: Es macht mehr Spaß mit Leuten, mit denen man eine gute Zeit hat. Auch langfristig gesehen ist das für die Musikerseele entspannter und cooler.

Welche Venues bespielt Ihr?
Bene: Anything goes. In München neben der Roten Sonne die Muffathalle mit Blurred Vision und der großen Anlage; eine Release-Party hatten wir im Blitz Club. Dazu kommt das Kesselhaus.

Jakob: Wir haben sogar schon auf der Wiesn gespielt mit den Landlergschwistern im Herzkasperlzelt. Das war verrückt!

Bene: Wir sind auch auf einem Techno-Festival in Holland gelandet, oder auf einem Dub-Festival in Frankreich. Das lustigste dabei ist, dass uns jeder internationale Festival-Runner hasst, weil er unseren Namen nicht aussprechen kann. „The Bronx Boys“ war eines der Highlights. Wir haben auch eine Liste mit den potentiellen Namen für unsere zukünftigen Punk-Bands, die wöchentlich wächst…

Jakob: Auch, wenn wir nicht vorhaben, jemals eine Punk-Band zu gründen!

Interview: Birgit Ackermann

10 YRS Schlachthofbronx, Rote Sonne, Maximiliansplatz 5
Sa., 1.12., ab 23 Uhr

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