Long driftwood installation spanning the gallery floor in front of wall-mounted screens showing nature scenes; two backlit panels read 'DIE' and 'LOVE'.

Ausstellungen im Mai

Von neuen Ausstellungen in großen Museen bis zu Vernissagen in kleinen Galerien gibt es viel zu entdecken… bei den neuen Ausstellungen im Mai.

IN München präsentiert die Ausstellungs-Highlights des Monats.

Neue Ausstellungen im Mai

Antony Micallef – The Future is Stupid“ im MUCA

Malerei, Skulptur, Animation und politisches Engagement. Dabei stets in voller Entfaltung des kritischen Potenzials des Mediums – dafür steht Micallef. So z.B. die anhaltende Auseinandersetzung des Künstlers mit der Dynamik der modernen Politik, u.a. das Trump-Projekt. Bei dieser Intervention veröffentlichte der Künstler ein hochauflösendes Bild eines Gemäldes, das den US-Präsidenten darstellt, verpackt als Marlboro-Zigarettendesign.

8.5. – 18.10.


Zwei Leben für die Kunst“ im Atelier Zierputz

Die Leipziger Künstlerbrüder Peter und Axel Pfefferkorn zeigen erstmals in München zentrale Werke ihres jahrzehntelangen Schaffens. Axel Pfefferkorn, Bühnenbildner mit über 40 Jahren Erfahrung, zeigt Entwürfe, Modelle und Zeichnungen aus seiner Arbeit für zahlreiche Theaterinszenierungen. Sein Bruder Peter Pfefferkorn, Holzstecher und Maler, präsentiert Ausschnitte aus seinem grafischen und malerischen Œuvre.

Bis 29.5.


Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv in der Monacensia

Rachel Salamander gründete 1982 mit der Literaturhandlung die erste Buchhandlung für Literatur zum Judentum in Deutschland nach 1945. In über 1000 Lesungen und Diskussionen brachte sie Autor*innen und Publikum zusammen und machte sich international einen Namen. Zu Gast waren Louis Begley, Lily Brett, David Grossman, Batya Gur, Ruth Klüger, Amos Oz, Robert Schindel, Zeruya Shalev und viele mehr. Die Ausstellung dokumentiert Rachel Salamanders Wirken und gibt Einblicke in ihr Archiv, das sie 2022 der Monacensia schenkte.

Ab 23.5.


Offene Ateliers in der Wiede-Fabrik

Seit Mitte der 1990er Jahre arbeiten in der Wiede-Fabrik im Münchener Osten rund 25 Künstler*innen in verschiedenen Ateliers und Werkstätten. In den Gebäuden der ehemaligen Wiede-Acetylen-Werke wurde aus privatem Engagement ein Freiraum für künstlerisches Arbeiten geschaffen. Sehr außergewöhnlich für die Ateliersituation in München ist die Idee einer inhaltlich motivierten, langfristigen Nutzung als Ateliergelände. So entstanden auf dem weitläufigen Gelände im Lauf der Zeit individuell gestaltete Atelierräume, in denen sich oft noch der Charme der historischen Industrieanlagen der Fabrik findet. Die offenen Ateliers gewähren Einblick in vielfältige Positionen zeitgenössischer Kunst und ermöglichen das persönliche Gespräch mit den AkteurInnen eines ganz besonderen Ortes.

7. bis 10.5.


„Carrying“ im Museum Brandhorst

Bereits der Titel verweist darauf, wie Orte bestimmte Geschichten mittragen. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt aktiviert verschiedene Räume inner- und außerhalb des Museums. Internationale Künstler*innen, darunter Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce, besetzen historisch aufgeladene Orte – wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder das sogenannte Türkentor. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht.

Ab 14.5. bis 8.11.


Shift of Vision – Neue Wege der Abstraktion in der Kunsthalle Augsburg

Die Kunsthalle Augsburg präsentiert drei Positionen der zeitgenössischen abstrakten Malerei: Während Jutta Haeckels die Leinwände mit linearen Rastern, flirrenden Farbfeldern und feinen Strichlagen überzieht und ihre Werke dadurch sowohl kartografisch als auch imaginär wirken, entstehen Peter Krauskopfs Werke durch ein bewusstes Spiel mit Schichtung und Abtragung. In einem Akt kontrollierter Zerstörung trägt er obere Farbschichten teilweise wieder ab und legt das darunterliegende Bild offen. Moritz Neuhoffs Arbeiten sind dagegen klar von digitalen Bildkulturen beeinflusst und wirken teilweise wie generierte oder digital manipulierte Bilder oder flirrende Computerscreens, entstehen aber auf der Leinwand in einem mehrstufigen malerischen Prozess.

Bis 11.10. 2027


„Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen“ im Jüdischen Museum

Mal romantisiert, mal verdrängt, mal dämonisiert und bekämpft – blickt das Zusammenspiel arabisch-jüdischer Lebenswelten auf eine lange Beziehungsgeschichte zurück. Erst mit dem wachsenden Selbstbewusstsein von Jüdinnen und Juden aus dem Nahen Osten und anderen Teilen Nordafrikas nach der Ankunft in in Israel rückte die arabisch-jüdische Geschichte wieder ins öffentliche Bewusstsein. Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Künstler*innen jüdischer Herkunft, deren Biografien und Perspektiven sich im Kontext arabisch-jüdischer Identitäten verorten lassen. Die künstlerischen Positionen dienen dabei als richtungsweisende Blickwinkel, um den historischen, politischen, religiösen und kulturellen Dimensionen arabisch-jüdischer Geschichte nachzuspüren. In der Auseinandersetzung mit Selbstverständnissen heutiger arabisch-jüdischer Communitys eröffnet die Ausstellung neue Impulse zu Fragen von Selbst- und Fremdbild, Identität und stereotypem Denken.

Bis 1. März 2027


Krishna. Religion, Kunst und Popkultur“ im Museum Fünf Kontinente

Die Sonderausstellung „nimmt die Besucher*innen mit auf eine Reise durch die facettenreiche Welt der hinduistischen Gottheit Krishna, die seit Jahrhunderten als Held, Liebhaber und Lehrer verehrt wird. Anhand von über 100 Objekten – darunter Skulpturen, Malereien und Ritualgegenstände – zeigt die Ausstellung die Vielfalt der Darstellungen Krishnas in unterschiedlichen Regionen und Medien. Zu den Highlights zählen eine prächtige Schaukel aus Rajasthan und ein tragbarer Klappaltar aus Tirupati. Dabei werden zentrale Episoden der Lebensgeschichte der Gottheit aufgezeigt und man erhält spannende Einblicke in religiöse Praktiken – von der häuslichen Verehrung bis zu großen Festen wie Janmashtami und Holi, alles unterstützt durch audiovisuelle Installationen. Den Abschluss bildet Krishnas Rolle in der globalen Popkultur als Symbol für Spiritualität und Sinnsuche.

Bis 8. November


„Convivium. Nahrungssysteme am Limit“ in der Pinakothek der Moderne

Von High-Tech-Gewächshäusern und Ställen, in denen Tiere nur noch lebende Produktionsmaschinen sind, über den Anbau tropischer Früchte in Sizilien, bis zu brasilianischem Soja und dem Oktopus-Fang in Portugal. Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln anschauliche Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden und welche Auswirkungen die Produktionen auf ihre Umgebungen haben. Der Blick richtet sich dabei vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, für die Besucher*innen sichtbar zu machen, welche räumlichen und technischen Grundlagen es für unsere Nahrungsproduktion gibt – und welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Bis 18.10.2026


Feld. / Damenporträt à la japonaise / No Single View / Zehn Leben“ in der Villa Stuck

Die Villa Stuck eröffnet am 14.5. wieder und startet mit gleich vier Ausstellungen ins neue Sein! In „Feld.“ beschäftigt sich Künstler Philipp Messner mit komplexen Fragen der Wahrnehmung. Mit dem Damenporträt à la japonaise präsentiert die Villa Stuck eine bedeutende Neuerwerbung. In „No Single View“ sieht man Videoarbeiten, die die Künstlerin Ilit Azvolay während der Sanierung des Museums erstellt hat. Und in „Zehn Leben“ beschäftigen sich Schauspieler, Autor und Fotograf Delschad Numan Khorschid und Künstler Jan-Hendrik Pelz mit Flucht, Trauma und Sehnsucht.

Ab 14.5.