So wird aus dem Frühlingserwachen ein Herzmuskeltraining
Musicals
„Der Da Vinci Code – Sakrileg“ im Deutschen Theater
Harvard-Professor Robert Langdon wird in den Louvre gerufen, um den Tatort eines schauerlichen Mordes zu begutachten. Er findet geheime Hinweise vor, die immer stärker in eine Richtung deu- ten – eine Kirchen-Verschwörung, bei der es um die größten Mysterien geht. Und in den Kunstwerken von Leonardo finden sich die entscheidenden Codes. Der Klassiker von Dan Brown – verfilmt einst mit Tom Hanks in der Hauptrolle – kommt mit einem großartigen Soundtrack auf die Musicalbühne.
„Lady Hotdog“ im Hofspielhaus
„So wie Cats, nur mit mehr Wau“: Christiane Brammer, Theaterchefin und Regisseurin des neuen Hunde-Musicals, beweist Humor. Sie scheucht einen Königspudel, der aussehen soll wie Sonnenkönig Ludwig XIV, eine Pinscherdame (eigentlich: eine verkleidete Katze) und eine bayerische Bulldogge über die kleine Bühne. Es geht darum, seine Träume auszuleben – ohne Maulkorbzwang. Brammer hat zudem auch ein weites Herz: Sie widmet ihr Musical allen Tieren weltweit. Wie schön.
„This is the Greatest Show“ im Deutschen Theater
Wenn man die Hits aus „Moulin Rouge“, „Rock Me Amadeus“, „Tanz der Vampire“, „Wicked“, „Mamma Mia“, „Back to the Future“ oder „Maria Theresia – Das Musical“ zusammenführt, kann doch nichts schiefgehen. Oder nicht? Eben!
Cabaret im Residenztheater
In die schillernd freizügige Welt des Berliner Kit-Kat-Clubs der 1930er Jahre. Ja, es wird schon auf dem Vulkankraterrand getanzt. Draußen toben die SA-Schlägerbanden. Im schwülen Schutzraum wird die Atemluft langsam knapp. Der junge Amerikaner Clifford Bradshaw lässt sich nicht beirren. Er hängt der Sängerin Sally Bowles an den Lippen.
Carmen – Geschöpf der Leidenschaft in der Drehleier
Michael Tasche weiß, wie man es richtig macht: Er konzentriert sich auf geballte weibliche Ausstrahlung – und lässt die üblichen anderen 148 Darsteller einfach mal weg. Außerdem ersetzt er für seine schmissige Musical-Fassung des Opernklassikers die weniger aufregenden Arien durch Hits von Julio Iglesias und Ricky Martin. Caramba: Das hat Feuer.
„Janosch: Oh, wie schön ist Panama“ im Deutschen Theater
„Wie gut, wenn man einen Freund hat, der ein Floß bauen kann. Dann braucht man sich vor nichts zu fürchten.“ Sagt der Tiger. Und wie nicht nur die Jüngsten wissen, der Tiger hat immer recht. Das Janosch-Musical ist ein potenzielles Erweckungserlebnis, das lebenslange Begeisterung auslösen könnte. Auch sonst ist es natürlich ein charmanter kleiner Kracher.
„Life is a Musical“ in der Drehleier
Drei Stimmen – eine Show: Die Musicaldarstellerinnen Jasmin, Verena und Yvonne drehen kess lächelnde Pirouetten, mit denen sie durch die „Cabaret“-, „Chicago“-, „42nd Street“-, „Sound of Music“-, „Rocky Horror Show“-, „Fame“, „Wicked“- und „Hamilton“-Galaxie tänzeln. Unglaublich charmant.
Dorian Gray im Deutschen Theater
Es ist der Traum von der ewigen Jugend. Und der Wahn, perfekt zu erscheinen, der vor Grausamkeit nicht zurückschreckt. Enrique Gasa Valga hat für seine Tanzgala den Klassiker von scar Wilde neue interpretiert. Musika- lisch treibt eine siebenköpfige Band das Geschehen voran – in einem Musical-Ar- rangement von ebenfalls, versteht sich, unsterblichen Klassikern.
„Völlig losgelöst“ in der Drehleier
Ab in die Zeitmaschine! Der geniale Professor, die patente Rosemarie, die nai- ve Tina und der traurige Fred befinden sich auf einer Mission: Sie düsen zurück in die 80er – im Sauseschritt. Dort müssen sie eine Kassette finden, auf der – mit leichtem Rauschen – die Formel zur Rettung der Menschheit archiviert wurde. Sie haben an Bord dabei: eine kleine Taschenlampe und die Zutaten für Spaghetti Carbonara. Sie folgen den Fußstapfen von Major Tom, entfliehen in die Südsee, bis sie – irgendwo, irgendwann – unterm Sternenhimmel ankommen. Da, da, da! Man ahnt es: Das wird ein grandioser Spaß für alle NDW-Nostalgiker und ein mitreißendes Musical, das in die Tanzbeine fährt.
„Alles Märchen“ im Deutschen Theater
Rapunzel lässt ihr Haar herunter. Der Prinz bezirzt die Prinzessin. Und unvermeidlich steuert alles auf einen glücklichen „Und wenn sie nicht gestorben sind“-Ausgang zu. Da darf dann auch das Gute über das Böse triumphieren. Michael Bellmann hat zu Texten von Ralf Rühmeier ein Märchen-Musical kompo- niert.
„A DRAGstory“ im Münchner Künstlerhaus
Eine schillernde Reise durch die Zeit: Pinay Colada und Olga Flixpuss nehmen das Publikum mit auf eine Musik-beschwingte Erkundung der unterschiedlichsten Spielarten, sich mit Geschlechterrollen auseinanderzusetzen – vom elisabethanischen Theater in England bis in die Gegenwart. Damals war die Pikanterie besonders groß: Junge Männer „dressed as a girl“ („drag“) spielten Frauenrollen und schmachteten andere Männer an. Herauskommt ein kulturgeschichtlich fundiertes, enorm spannendes queeres Musical.
„Susi oder so – Kaiserin von Österreich“ in der Drehleier
Musical im Reifrock: Im Provinztheater sollte eigentlich eine Austropop-Band auftreten. Doch dann wurden die Termine vertauscht. Eine resolute Putzfrau greift ein und treibt die Musiker auf die Bühne. Dann sollen sie eben „Sissi“ spielen. Oder eben „Susi“.
„Beatles on Board“ im Hofspielhaus
Heftige Turbulenzen: Drei kesse Stewar- dessen sorgen dafür, dass es zu keinem Druckabfall kommt. Wie auch? Das Mu- sical-Medley der schönsten Songs hebt die Stimmung im Nu.
Les Misérables im Gärtnerplatztheater
Eines der schönsten, bewegendsten und traurigsten Musicals aller Zeiten – basierend auf dem Roman von Victor Hugo und in Szene gesetzt vom Gärt- nerplatzintendanten Joseph E. Köpplin- ger höchstpersönlich. Erzählt wird eine französische Geschichtsstunde und eine Erzählung großer Liebe: Jean Valjean saß jahrelang im Gefängnis, weil er für seine hungernde Familie ein Laib Brot gestoh- len hatte. Als er 1815 endlich auf Bewäh- rung freikommt, trifft er auf eine bruta- le Umwelt. Alle halten Valjean für einen gewissenlosen Verbrecher. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als in den Unter- grund abzutauchen – gnadenlos gejagt von Polizeiinspektor Javert. Doch der Ex- Häftling kommt zu Wohlstand und zu ei- ner Art Lebensglück: Er nimmt die junge Cosette, die Tochter der Arbeiterin Fan- tine, in seine Obhut. Gemeinsam geraten sie jedoch später in den Pariser Juniaufstand 1832, der alles radikal verändert. Es geht eben um alles in diesem Stück: um Leidenschaft, Verrat, Aufopferung, Rache, geplatzte Träumen und unerfüllte Liebe. Schnüff, schnüff!
„Der kleine Horrorladen“ im Deutschen Theater
Was für eine Diva! Audrey, die fleischfressende Pflanze im Blumenladen, gibt sich nicht mit Wasser und Licht zufrie- den. Sie fordert von ihrem Besitzer Seymour mehr als nur Aufmerksamkeit. Und von Sekunde zu Sekunde wird sie mächtiger – und gruseliger. Wer Freude an rabenschwar- zem Humor und einer turbulenten Story mit Biss hat, kommt im weltberühmten Broadway-Klassiker natürlich voll auf Touren. Und legendäre Hits wie „Downtown“, „Ir- gendwo im Grünen“, „Zahnarzt“ oder „Jetzt hast du Sey- mour“ hört man immer wieder gern.
Shows
Seasons im GOP Theater
Eine Feier der Vielfalt, der bunten Jahreszeiten und des Miteinanders: Die neue Varieté-Show bringt das Beste zusammen, was man auf den weltberühmten kanadischen Athletenschu- len lernt – dazu einige Nummern mit extra viel Mut, Nervenkitzel und Poesie, wie man sie noch nie gesehen hat. Das Besondere dies- mal: Anstatt auf eine Revue-Abfolge einzelner Nummern zu setzen, ist das jugendliche Neun- Köpfe-Ensemble fast durchweg gemeinsam auf der Bühne. Dabei geht’s von einer Jahres- zeit in die nächste: Die Zeit vergeht wie im Flug. Und dann kann man auch mal romantisch im Regen tanzen oder Flirten im Schneegestö- ber. Es wird jongliert, getanzt, gesprungen und abgehoben. Ein Fest der Schwerelosigkeit. Und beim großen Höhepunkt am Trampolin – dem Markenzeichen der Truppe Flip Fabrique – gibt’s dann kein Halten mehr.
The Filly Follies Velvet Voyage Burlesque in der Drehleier
Ja ist denn schon wieder Sommer? Wenn Aph- rodite DeVine, ChiChi Bouvet und Diva DeSaster einheizen, beginnt natürlich das sinnliche Schwitzen. Es wird heiß im Saal. Und da ist es dann natürlich auch ganz naheliegend, wenn das Entblättern beginnt. Apropos: Die „Summer Madness“-Show hat diesmal auch eine dezidiert florale Note. Immerhin spielen Teile der Handlung in einer Münchner Kleingarten- anlage. Warum auch immer.
Die Lange Nacht der Zauberei im Theater Und so fort
Hex, hex: Zum Auftakt der Zauberwoche verwandeln Ben Profane, Gaston und Thomas Fraps den üblichen „Magic Monday“ von Zau- berhand in eine lange „Magic Monday XXL“- Nacht. Wahnsinn!
Meister-Magier-Mix im Theater Und so fort
Die Giganten ihres Fachs geben sich den Hasen in die Hand, bei der „Magic Jam Session“.
Guy Hollingworth im Theater Und so fort
Unter den ganz Großen ist er einer der Größten: Der gefeierte Magier aus London begeistert mit seiner unwiderstehlichen Aura – und mit dem landesüblichen staubtrockenen Humor. Hollingworth wurde von der Academy of Magical Arts in Hollywood zum Magier des Jahres gekürt.
Markus Laymann in der Drehleier
„Reise ans Ende des Verstandes“: Nichts glauben. Den Augen nicht trauen. Und doch entspannen. Dann ist man bei der emotionalen Achterbahnfahrt mit dem magischen Tourguide und selbsternannten „Wirklichkeitsverkäufer“ Markus Laymann bestens aufgehoben. Was bei normalen Butterfahrten eher nervt, ist hier Gipfel des Vergnügens: Man wird nach allen Regeln der (Zauber-)Kunst getäuscht.
Austrofred in der Lach & Schieß im Fat Cat
Es ist ein wirklich großes Thema. Die sogenannte „BÖF“, die bayerisch-österreichische Freundschaft. Vermeintlich meint man alles über sie zu wissen. Doch der Mann, der sich Austrofred nennt und der als weltweit bester Freddie-Mercury-Wiedergänger natürlich ein wandelnder Superlativ („feschester Ösi aller Zeiten“) ist, weiß es besser. Was viele bislang gar nicht so genau wussten: Der Wiederbeleber des Austropops ist auch ein ernstzunehmender Literat. Und seine Spezialität liegt für den Mann mit Zweitwohnsitz München natürlich auf der Hand. Es sind die subtilen Unterschiede in allen Fragen rund um Liebe, Tod, Kunst, Humor, Bier und Esoterik, die die beiden Völkchen mehr trennen als verbinden. In seiner augenöffnenden neuen Show mit dem zeitlosen Titel „Greatest Hits – Latest Hits“ streift der Austrofred neben dem Songschaffen natürlich auch allerlei Kulturkritisches – darunter auch Aussagen zum Stilempfinden und sogar zur Gastronomie. Obwohl letzteres für ihn eher unergiebig ist. Denn daran, dass ein Schnitzel ein der Weißwurst um Lichtjahre überlegenes Nationalgericht ist, sollte kein Zweifel bestehen.
…efa Improtheater im Fraunhofer
Ein Gag nach dem anderen. Einfach so rausgehaut. Seit 25 Jahren stellt sich das Impro-Ensemble schon den Zurufen aus dem Publikum und verwandelt sie in pures Humor- und Show-Gold. Die Synapsen knistern und singen. Immer wieder toll.
Cirque du Fleur im Werksviertel
Die Flower-Power-Show erweckt Hippies wieder zum Leben. Einmal kurz die langen Haare ausschütteln, den Traumfänger neu justieren – und schon düst man wieder mit, auf dem Weg nach Woodstock. Die mitreißende Show mit preisgekrönten Athletinnen und Athleten bringt Weltklasse-Körperkunst mit Comedy-Spaß zusammen. Und die großen Hits der 1960er und 1970er Jahren dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Tonic Sisters im Schlachthof
Vintage Entertainment. Oder wie der weltgewandte Münchner sagt: Wia in der guaden oiden Zeit. Nostalgisch umhaucht ist die Bühnenshow der eleganten Schwestern, die in ihrer „The Good Old Times Are Back“-Revue nicht nur charmant singen, sondern auch sau- ber choreografieren. Eine Zeitreise für Augen und Ohren.
