Konzerte im April: Thank you for the music!

Konzerte im April: Thank you for the music!

Die `Rock Meets Classic´-Reihe hört auf, Johannes Oerding hat eine „Kehle aus Gold“, ENNIO spendiert der Isar einen Song und Kapa Tult fordern Lecktücher im Supermarkt

Iggi Kelly

Noch ein Kelly-Spross, der mit seinem Solo-Projekt versucht in die Fußstapfen des großen Bruders zu treten: Iggi Kelly trägt aber nicht nur einen großen Namen – er verbindet auch groß angelegten Modern-Pop mit seiner klaren Stimme und viel Gefühl. Erste Aufmerksamkeit gab’s 2017 bei „The Voice Kids“, inzwischen stehen divers Radiohits auf seiner Habenseite. Auch live hat er sich bereits bewährt, etwa als Support für Lionel Richie oder Ronan Keating. (23.4. Backstage Club)


Dÿse

Ganz oben auf dem Scheitelpunkt der „New Wave of German Noise Rock“-Welle surfen derzeit Dÿse. Das Duo aus Jena mischt Noise, Post-Punk und eine gesunde Portion Humor zu einem Sound, der gleichzeitig sperrig und dennoch aber erstaunlich eingängig ist. Laut, chaotisch, hochenergetisch all das: Zwei Leute, ein erstaunlich fetter Bandsound – und jede Menge Selbstironie. (23.4. Hansa 39)


5 Seconds of Summer

„Everyone’s A Star!“. Nun denn: Word! So also auch 5 Seconds of Summer kurz 5SOS. Die Australier starten mit neuem Material in die nächste Schaffensphase, vermeiden dabei aber gekonnt jegliche modische Verrenkung und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein. Die aktuellen Songs vermitteln eine Unmittelbarkeit und wirken dabei immer auch erstaunlich ungekünstelt und homogen: Pop mit Kante, Herz und ordentlich Live-DNA. (27.4. Olympiahalle)


Miguel

Seit seinem mit Grammy prämierten Hit „Adorn“ zählt Miguel zu den spannendsten Stimmen des modernen R&B: soulig, stiloffen und stets ein bisschen futuristisch. Mit „CAOS“ setzt er diese Reise nun konsequent fort – live erwartet uns daher einmal mehr ein tief unter die Haut gehender, emotionaler Mix aus modernem Pop und urbanen Grooves. (27.4. Muffathalle)


Aymen & Amo

Nach erholsamen Schlaf klingt Aymen & Amos „Melatonin“ selbstredend nicht. Es ist der Opener ihres gemeinsamen Kollab-Albums „AYMO“, das Ende letzten Jahres gleich durch mehrer Decken ging. Warum? Keine Ahnung! Aber der Hype ist der Hype ist der Hype, weswegen die beiden aufstrebenden Deutsch-Rapper auch gleich mal die größten Arenen des Landes bespielen dürfen. (28.4. Olympiahalle)


Sofiane Pamart

Sofiane Pamart ist Klassikstar – allerdings keiner von der geschniegelt-konservativen Sorte. Der virtuos ausgebildete Pianist tritt lieber mit der Aura eines Luxus-Rappers auf und verbindet mühelos Eleganz, Haute Couture und Street-Codes. Der in Los Angeles lebende Franzose zählt zu den meistgestreamten Klassikern weltweit und seine drei Soloalben führten 2024 sogar geschlossen die französischen Verkaufscharts an. Die Musik wird gerne als „dunkel schimmernd, poetisch und emotional auf den Punkt“ beschrieben, was so ziemlich den Nagel auf den Kopf trifft. (28.4. Isarphilharmonie)


Michael Patrick Kelly

So jetzt aber noch kurz zum großen Kelly: Popstar, Songwriter, Aktivist – Michael Patrick Kelly vereint vieles in einer Person. Als Mitglied der Kelly Family feierte auch er schon früh Erfolge. Nach seinem Solo-Debüt zog er sich 2004 für mehrere Jahre in ein Kloster zurück, studierte Theologie und Philosophie. Seit seiner Rückkehr zur Musik verbindet er große Popsongs mit gesellschaftlichem Engagement, etwa mit seinem eignen Friedensprojekt. (29.04. Olympiahalle)


ENNIO

Seit dem Durchbruch mit „Blaulicht“ (2021) läuft’s rund beim Münchner Shootingstar ENNIO: ausverkaufte Clubs, Festivalbühnen en masse und zuletzt eigene Open-Air-Shows. Nach dem Debüt „Nirvana“, dem Tape „Rimini“ und Album Nummer zwei, „Schlaraffenland“, gibt’s nun frisches Material in Form einer EP. Darauf der Songs „Isar“, sein musikalisches Liebesbekenntnis zu seiner Heimatstadt. Summasummarum also melodiöser Indie-Pop mit leichten Ecken und Kanten immer aber mit ordentlich Zug nach vorn. (30.4. Zenith)


Christopher Cross

Zum Monatsausklang mal wieder ein bisschen Nostalgie gefällig? Nun denn: Mit seinem Debütalbum schrieb Christopher Cross bereits im Jahr 1980 Popgeschichte. Über zehn Millionen verkaufte Exemplare und gleich vier Grammys auf einen Schlag. Es folgten über die Jahrzehnte viele weitere Top-10-Hits wie etwa „Ride Like the Wind“ oder „Never Be the Same“ und einige andere. Der Texaner blieb seinem eleganten Westcoast-Sound stets treu, veröffentlichte kontinuierlich neue Musik und tourt bis heute mit leidenschaftlicher Spielfreude rund um den Erdball. Live verbindet er seine Evergreens mit aktuellen Songs – getragen von seiner samtweichen Stimme und filigranen Gitarrenlinien. (30.4. Circus Krone)