Die `Rock Meets Classic´-Reihe hört auf, Johannes Oerding hat eine „Kehle aus Gold“, ENNIO spendiert der Isar einen Song und Kapa Tult fordern Lecktücher im Supermarkt
Kreator
Vier Jahrzehnte Thrash as Thrash can: Kreator melden sich mit ihrem 16. Studioalbum „Krushers of the World“ zurück. Nach Dokumentation und Autobiografie von Frontmann Mille Petrozza folgt damit also der nächste Schlag aus dem Metal-Bauch des Ruhrgebiet. Maximaler Riff-Druck allenthalben, auch was das Vorprogramm anbelangt, in dem Carcass, Exodus und Nails zu hören sein werden. (11.4. Zenith)
Rock Meets Classic
Es wird die letzte Runde, die große Verbeugung vor einer einzigartigen Erfolgsgeschichte: Rock Meets Classic sagt dieses Jahr: Servus! Produzent Manfred Hertlein bringt für die Farewell-Tour noch einmal ein spektakuläres Line-up auf die Bühne – mit Legenden, Klassikern und Gänsehautmomenten. Mit dabei sind zum großen Finale: Joey Tempest (Europe), Michael Schenker (Scorpions, UFO), Tarja Turunen (ex-Nightwish), Eric Martin (Mr. Big), Ronnie Atkins (Pretty Maids) und Robert Hart (Manfred Mann’s Earth Band). Begleitet von Band und Symphony Orchestra wird die Abschiedstour zu einer Reise durch fünf Jahrzehnte Rockgeschichte: voller Emotion, Power und unvergesslicher Songs. Thank you for the music! (12.4. Olympiahalle)
Stoned Jesus + Wheel
Zwei der aufregendsten Prog- und Heavy-Metal-Bands Europas im Doppelpack: Stoned Jesus und Wheel starten ihre „Spring Equinox European Tour 2026“ als Co-Headliner. Hartgesottene Fans dürfen sich auf eine kraftvolle Mischung aus virtuosen Riffs, eingängigen Melodien und intensiver Bühnenpräsenz freuen, die sowohl die langjährigen Anhänger der Bands als auch neue Hörer begeistern dürfte. (14.4. Technikum)
Nite
Nite gehören zur neuen Garde düster schimmernder Alternative-Acts: Treibende Beats und melancholisch anmutende Harmonien verschmelzen hier zu einer packenden Mischung aus Darkwave, Synthpop und Post-Punk. Inhaltlich dreht sich das übliche Befindlichkeitkarussell aus Liebe, Verlust und Widerstand. Musik für die dunkleren Stunden, die trotzdem erstaunlich tanzbar bleibt. (14.4. Kranhalle)
The Vaccines
Als 2011 „If You Wanna“ durchs britische Radio rauschte, war klar: The Vaccines sind gekommen, um zu bleiben. Mit zackigen Surf-Riffs, schmeichelnden Ohrwurm-Refrains und einer Prise jugendlicher Arroganz traf ihr Debüt „What Did You Expect from The Vaccines?“ den Nerv der Indie-Generation – Platz vier in den UK-Charts und Platinstatus gab’s obendrauf. Etliche Alben und zahllose Tourneen später feiern Sänger Justin Young und Bassist Árni Árnason 2026 das 15-jährige Jubiläum des Erstlings auf großer Tour, wobei das Album komplett gespielt wird, plus Hits aus dem restlichen Backkatalog. Support: GANS. Freu ich mich drauf! (15.4. Muffathalle)
Mamoré
Hält man dieser Tage Ausschau nach einer ebenso lässigen wie zündenden Mischung aus New Wave und Synthie-Pop, sind Mamoré aus Thüringen oft nicht weit. Ihr Mix aus schrillen Signalen, rosaroter Sonne und einer guten Portion Drama bei gleichzeitigem Wohlfühlfaktor, ist wahrlich bemerkenswert. Fünf Musiker in extravaganten Vintage-Outfits erschaffen live eine ganz eigene Atmosphäre irgendwo zwischen Pogo und Paartanz, Hüftschwung und Herzschmerz. (16.4. Orangehouse)
Louis Tomlinson
Louis Tomlinson is back – und wie: Schon die erste Single „Lemonade“ zum im letzten Herbst erschienenen „How Did We Get Here?“-Album wies den Weg: Riff-rockige Funk-Gitarren, betörende Keys und ein Hammer-Hook-Refrain im Stadionformat. Als Songwriter taucht Tomlinson dabei aber tiefer als jemals zuvor: persönlich und reflektiert etwa bei „Imposter“, immer aber voller Pop-Energie. Auch live bleibt er freilich eine Naturgewalt: Leidenschaftlich, nahbar und mit Fans, die jede seiner Zeilen mittragen. (17.4. Olympiahalle)
Modeselektor
Seit den frühen 2000ern prägen Modeselektor die Berliner Electro-Landschaft. Stilistisch herrscht bei ihnen gepflegter Eklektizismus: IDM, HipHop, UK-Bass, Breaks, House oder Ambient – alles darf rein und sein, Hauptsache es knallt und groovt. So wuchs über die Jahre ein Werk voller Wendungen und Wumms. Unter dem Titel „Classics“ serviert das Duo nun eine Live-Show, die ihre Lieblingsstücke bündelt – und das Publikum zuverlässig in Bewegung bringt. (17.4. Muffathalle)
Sona Jobarteh
Sona Jobarteh ist eine Pionierin der afrikanischen Musik und war – ganz nebenbei – einst die erste weibliche Kora-Spielerin Westafrikas. Die Kora, eine 21-saitige Stegharfe, galt lange als Männerdomäne. Doch nach einem Studium am Royal College of Music und der Purcell School genießt Sona nun allerhöchsten Respekt auch bei den immer noch überwiegend männlichen Kollegen. Sie war Support für Größen wie Salif Keita und Cassandra Wilson und verbindet in ihrem neuen Programm meisterhaft traditionelle afrikanische Klänge mit modernen Einflüssen. (17.4. Prinzregententheater)
Johannes Oerding
„Kehle aus Gold“, befand einst Udo Lindenberg – und meinte damit Johannes Oerding, damals noch der Geheimtipp auf kleinen Bühnen. Heute gehört der Münsteraner längst zur ersten Liga des deutschen Pop, was Chart-Erfolge, ausverkaufte Hallen und Hits wie „Alles brennt“ nachdrücklich belegen. Mit Alben wie „Konturen“ und „Plan A“ stürmte er sogar bis ganz an die Spitze der Charts. Nun kehrt die hoch sympathische „Kehle aus Gold“ nach München zurück. (18.4. Olympiahalle)
Only The Poets
Moderner Indie-Pop mit ordentlich Britpop-DNA: Only The Poets haben sich längst ein internationales Publikum erspielt – ob auf Tour mit Lewis Capaldi und Louis Tomlinson oder bei eigenen Shows. Für Schlagzeilen sorgte zuletzt ein Gig in der O2 Academy Brixton: 5000 Tickets für je ein Pfund – und binnen Minuten ausverkauft. 2026 folgt der nächste Schritt: Mit dem Debütalbum „And I’d Do It Again“ geht die Band nun endlich auf die langersehnte große Release-Tour mit Stopp hier b ei uns. (20.4. Backstage Werk)
Iggi Kelly
Noch ein Kelly-Spross, der mit seinem Solo-Projekt versucht in die Fußstapfen des großen Bruders zu treten: Iggi Kelly trägt aber nicht nur einen großen Namen – er verbindet auch groß angelegten Modern-Pop mit seiner klaren Stimme und viel Gefühl. Erste Aufmerksamkeit gab’s 2017 bei „The Voice Kids“, inzwischen stehen divers Radiohits auf seiner Habenseite. Auch live hat er sich bereits bewährt, etwa als Support für Lionel Richie oder Ronan Keating. (23.4. Backstage Club)
5 Seconds of Summer
„Everyone’s A Star!“. Nun denn: Word! So also auch 5 Seconds of Summer kurz 5SOS. Die Australier starten mit neuem Material in die nächste Schaffensphase, vermeiden dabei aber gekonnt jegliche modische Verrenkung und strotzen nur so vor Selbstbewusstsein. Die aktuellen Songs vermitteln eine Unmittelbarkeit und wirken dabei immer auch erstaunlich ungekünstelt und homogen: Pop mit Kante, Herz und ordentlich Live-DNA. (27.4. Olympiahalle)
