München im März

München im März

Eine Übersicht über das, was die Stadt im März bewegt.

Die fünfte Jahreszeit: Die Starkbier-Saison beginnt wieder

Zum Beginn der Starkbiersaison werden hier traditionell Politiker*innen derbleckt: Im Paulaner am Nockherberg
Paulaner am Nockherberg

Rund ums Starkbier ranken sich viele Legenden: Im 17. Jahrhundert braute Bruder Barnabas im Paulanerkloster ein besonders starkes Bier, das „Heilig-Vater-Öl“. Um den päpstlichen Segen einzuholen, schickten die Mönche ein Bierfass nach Rom, das aber auf dem langen Weg verdarb. Der Papst fand es furchtbar – und erlaubte den Mönchen das „großzügige Bußgetränk“. Das erste „Derblecken“ bei dem Politiker und Würdenträger öffentlich und humorvoll verspottet wurden, fand aber erst 1891 statt – 135 Jahre später tritt nach Maxi Schafroth erstmals Stephan Zinner, der bis 2021 im Singspiel als Söder-Double mitwirkte, an das Rednerpult und man darf schon gespannt sein, welche Spitzen er auf die ver- sammelte Polit-Prominenz abfeuert.

➡️ Die besten Starkbierfeste


Kommunalwahl: Wer zieht ins Rathaus ein?

Am 8. März stimmen die Münchner*innen und Münchener über Stadtrat und Oberbürgermeister ab.

➡️ Was man zur Kommunalwahl alles wissen muss

Die Konzert-Highlights im März

Im März geht die Konzertsaison mit vielen Highlights in die Vollen: Den Auftakt macht der Wiener Cloud-Rap-Großmeister Yung Hurn, der am 3.3. im Zenith seinen unverwechselbaren Mix aus Ironie, Melancholie und Trap auf die Bühne bringt, bevor Sean Paul am 7.3. in der Olympiahalle mit seinen weltweiten Dancehall-Hits die Karibik ins kalte München bringt.

Am 9.3. liefern Bar Italia im Strom hypnotischen Indie-Rock zwischen Lo-Fi-Ästhetik und Großstadtmelancholie, ehe UB40 am 12.3. in der Tonhalle ihre legendären Reggae- und Pop-Klassiker feiern. Einen Tag später bringen Maxïmo Park ebendort zackig britischen Indie-Rock mit Energie, Haltung und Ohrwurmpotenzial, gefolgt von Julie Pavon, bei der am 15.3. im Milla treibende Electro-Beats, düsterer Pop und Club-Attitüde aufeinandertreffen.

Am 17.3. entführen Austra im Technikum mit sphärischem Electro-Pop und kraftvollem Gesang in emotionale Klangwelten, bevor ebefalls dort Tristan Brusch am 20.3. mit poetischem Indie-Pop, Charme und feinem Humor begeistert. Den krönenden Abschluss liefert schließlich SSIO, der am 22.3. im Zenith kompromisslosen Straßenrap mit Punchlines und maximaler Energie serviert.

Seit ihrem Durchbruch beliefern Franz Ferdinand gleichermaßen Hirn und Hüften der an- spruchsvollen Indie-Crowd mit dem besten Stoff, den man kriegen kann. Statt Nostalgie gibt’s bei ihnen aber stets neue Ideen, scharfkantige Riffs und immer wieder auch diesen Sinn fürs ganz große Drama auf der Tanzfläche. (31.3., Zenith)

Lenny Kravitz kommt auf seiner Tour auch in die Olympiahalle.

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Weltfrauentag: Gemeinsam demonstrieren, diskutieren und feiern

Am 8.3. ist internationaler Frauentag oder auch Weltfrauentag. Bei gleich mehreren Demos wird zu feministischer Solidarität, Equal Pay, gegen Femizide und zu allgemeiner Gleichstellung aufgerufen. Das We Won’t Shup- Festival widmet sich schon zum sechsten Mal dem Thema und das nicht nur am Weltfrauentag sodern den ganzen Monat. Diverse Kollektive, Veranstaltende und Einrichtungen stellen an diesem Tag und in den Wochen davor und danach weibliche Künstlerinnen der Stadt in den Vordergrund. Rund um den Weltfrauentag finden auch zwei Messen statt. Einmal das Sheciety Create Festival 2025 und die Karrieremesse Shine.

Im Rahmen des Weltfrauentags ist am 8. März auch musikalisch einiges geboten: Los geht’s bereits am 6. mit den Art-Punks von Lemongrab, der Münchner Italo- Pop-Institution Principess und der Disco-House-EBM-Künstlerin Lily Lillemor. Dann am 8. treten schließ- lich an: Die Noise- und Improvisa- tionskünstlerin Farida Amadou, die Multiinstrumentalistin und Kompo- nistin Marja Burchard (Embryo), die gemeinsam mit Simon Popp am experimentellen World-Jazz feilt und Fallwander, der seit jeher für groß- artigen Ambient-Chamber-Pop steht. (6./8.3. Imort Export)

Und auch die Milla positioniert sich klar zum – wie er mancher Orts auch heißt – „Feministischen Kampftag“. Für Frauenrechte, Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung werden Rike van Kleef, Laura Lee & The Jettes, Frachild und Pillbert an den Start gehen. Geboten wird dann ab 16 Uhr eine Autorenlesung zu van Kleefs Buch „Billige Plätze – Gender, Macht und Diskriminierung in der Mu- sikbranche“ und zwar im Milla Café im Fat Cat. Abends aber wird dann im Club am Glockenbach auch kräftig Krach gemacht, wenn Kraut- auf Indierock und Slowcore auf Folk treffen.

➡️ Events und Aktionen rund um den Weltfrauentag


St. Patrick’s Day: Seit 30 Jahren feiert München die grüne Insel

Am 14. und 15. März werden wieder die Gemeinsamkeiten von Irland und Bayern gefeiert – und das im 30. Jahr der Parade. Nicht nur die Vorliebe zum Bier vereint Iren und Bajuwaren, auch die Geselligkeit und die katholischen Wurzeln zählen zu den Gemeinsamkeiten, schließlich wurde Bayern im 7. Jahrhundert von irischen Mönchen missioniert. Wie stark diese Verbundenheit ist, wurde das erste Mal klar, als 1997 hier lebende Irinnen und Iren zusammen mit Münchner Freunden den Umzug zu Ehren ihres Nationalheiligen organisierten.

Die Veranstaltung war für 200 Personen geplant, 3.000 kamen – und die Parade und die Feierlichkeiten rund um den irischen Nationalfeiertag wurden mit aktuell rund 1500 Teilnehmer*innen und mehreren zehntausend Menschen am Straßenrand zu den größten, die auf dem europäischen Festland stattfinden. Der Zug läuft am 15. März ab 12 Uhr von der Münchner Freiheit zum Odeonsplatz. Allen voran marschiert Wolfgang Schramm als St. Patrick gemeinsam mit Grand Marshal Alison Moffat-McLynn und Parade Princess Lara. Schirmherr ist seit vielen Jahren OB Dieter Reiter, der auch dieses Mal nach der Parade mit der Paul Daly Band auf der Bühne steht. Wer’s bis zur Parade nicht erwarten kann, auf den warten schon am 14. März ab 11 Uhr auf dem Odeonplatz Streetfood-Stände und irische Livemusik.

➡️ Alle Infos zum St. Patrick’s Day


Gasteig brummt: Der Klang-Spielplatz

Zwei kleine Mädchen probieren lachend zwei Geigen aus beim Musikfestival "Der Gasteig brummt"
© Benedikt Feiten / Gasteig

Einmal im Jahr wird der Gasteig für Kinder und Familien zum Klang-Spiel-Platz: Es brummt, klingt und klappert und zwar an allen Ecken und Enden. Das breitgefächerte Programm von „Der Gasteig brummt!“ reicht von Pop-Up-Konzerten über Sing-, Tanz- und Musik-Workshops bis zu Lesungen und ist besonders auf Besucher* innen von 0 bis 14 Jahren ausgerichtet. I

m Kleinen Saal stellen Musiker*innen der Münchner Philharmoniker ihre Instrumente Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn vor und gehen mit den Kleinen auf Klangreise. Kikolino und Kikilina nehmen die Kinder und Jugendlichen mit in die fantastische Welt der Oper und in der Isarphilharmonie geht es mit dem Percussion-Duo Double Drums in ferne Länder – hier wird alles zum Instrument, egal ob Kokosnuss, Kanister oder Küchenlöffel. Außerdem hat das Duo Schlaginstrumente aus unterschiedlichen Ländern im Gepäck. Ihre Werkstatt verlassen haben Geigenbaumeister Robert Eibl und Niklaus Weber. Sie bringen Celli, Gitarren und Geigen mit und laden zum Ausprobieren ein und auch ungewöhnliche Instrumente wie das Alphorn werden vorgestellt. Im Tonstudio des Gasteigs, dem MusikLab, werden Songs aufgenommen und beim Royal Bavarian Karaoke Orchestra sind alle eingeladen gemeinsam zu singen.

➡️ Mehr Infos zu Gasteig brummt!

Endlich: Die Biergärten machen wieder auf

Mit dem sich hoffentlich endgültig ausbreitenden Frühling beginnt in München auch endlich wieder die Biergartensaison. Für viele der Inbegriff des Münchner Lebensgefühls und das zurecht: Einfach mittags unter Kastanienbäumen sitzen, Brotzeit von daheim genießen und frisch gezapftes Bier aus dem Holzfass dazu. Mehr Liberalitas Bavariae geht fast nicht.

Schon jetzt freuen wir uns auf die Schanigärten, die ab 1. April wieder vor vielen Bars, Restaurants und Kneipen einladen, die Abendstunden zu verbringen.