Das Münchner Umland lässt sich besonders gut auf zwei Rädern entdecken. Zahlreiche Touren verbinden Natur, Kultur und schöne Einkehrmöglichkeiten.
Der M-Wasserweg – ein Sonntagsausflug zu Münchens Quellen
Deutsches Museum (Zeppelinstraße) – Grosshesseloher Brücke – Oberhaching – Hofoldinger Forst – Mangfalltal – Spiralschacht Thalham – Skulpturenpark Anderlmühle bei Hohendilching – Wasserschloss Reisach – Aussichtsturm Taubenberg – Gmund am Tegernsee
Wer am Wochenende raus aus der Stadt möchte, findet mit dem M-Wasserweg eine besondere Tour ins Münchner Umland. Die Route beginnt in München an der Zeppelinstraße beim Deutschen Museum und führt entlang der Isar über den Hofoldinger Forst bis hinein ins idyllische Mangfalltal. Ziel ist schließlich Gmund am Tegernsee.
Der M-Wasserweg folgt dem Münchner Trinkwasser zurück zu seinen Quellen und zeigt sichtbar, woher das Wasser der Landeshauptstadt kommt und welchen Weg es nimmt. Informative Tafeln geben Auskunft über die Wasserversorgung – von sichtbaren und „unsichtbaren“ Gewinnungsanlagen über Transportleitungen bis hin zu besonderen Bauwerken. Je nach Route umfasst die Strecke zwischen 39 und 82 Kilometern und lässt sich sowohl mit dem Fahrrad als auch zu Fuß erkunden. Wer es gemütlicher angehen möchte, kann einzelne Etappen wählen: Mehrere Bahn-, S-Bahn- und Buslinien kreuzen den Weg in den Landkreisen München und Miesbach. Neben Natur und Technik begegnet man entlang der Strecke auch Kunst. Im Gewinnungsgebiet finden sich etwa der Skulpturenpark der Anderlmühle bei Hohendilching, die Installation „Tränen der Erde“ von Karl Jacob Schwalbach oder die markanten Skulpturen des Steinbildhauers TOBEL am Wasserschloss Reisach.
Hinweis:
Der M-Wasserweg führt über asphaltierte Strecken, Feld-, Wald- und Schotterwege. Im Mangfalltal wird das Gelände stellenweise hügelig. Für Radfahrer empfiehlt sich daher ein geländetaugliches Fahrrad – und natürlich ein Helm.
www.swm.de/unternehmen/magazin/leben/wasserweg
Fakten:
- Steigung: mittel 400–515 m Aufstieg ohne größere Abstecher
- Strecke: ca. 68 km ohne Abstecher
- bis 82 km mit Abstechern (Taubenberg, Reisach)
- Dauer: 4,5–6 Stunden mit dem Fahrrad (je nach Tempo)
- Fahrbahn: Asphalt & Schotterwege
- Kindergeeignet: Ja, in kürzeren Etappen
Radtour vom Ampertal zum Ammerseeblick
Herrsching – Fischen am Ammersee – Dießen am Ammersee – Utting am Ammersee – Schondorf am Ammersee – Stegen – Inning am Ammersee – Ellwang – Rausch – Herrsching
Der Ammersee gehört zu den schönsten Radrevieren im Münchner Umland. Auf dieser rund 50 Kilometer langen Tour umrundet man den See auf überwiegend ruhigen Wegen und genießt immer wieder herrliche Ausblicke aufs Wasser. Startpunkt ist Herrsching, von wo aus es zunächst Richtung Fischen geht. Kleine Badebuchten, schattige Uferabschnitte und zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren sorgen unterwegs für entspannte Pausen. Weiter geht es nach Dießen. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Marienmünster – einer der eindrucksvollsten Barockkirchen der Region. Nur drei Minuten mit dem Rad sind es zur zünftigen Einkehr im fesch am Kirchsteig. Vorbei an der Kapelle St. Alban, wo der Hl. Dionysius, wie der seinen Kopf in den Händen hält, führt der Weg über Riederau nach Utting. Hier lockt der lange Seeuferbereich mit schönen Badestellen, geht es zum dann Biergarten der Alten Villa und während in Schondorf der idyllische Hafen und gemütliche Cafés zum Verweilen einladen. Über Stegen mit seinem bekannten Dampfersteg und dem Biergarten der Alten Brauerei führt die Strecke nach Inning, wo sich ein Stopp im historischen Ortskern anbietet. Von dort radelt ihr über die kleineren Orte Ellwang und Rausch oberhalb vom See zurück nach Herrsching. Hier solltet ihr unbedingt noch bei der Bayerischen Brandung auf ein Getränk stoppen und den Sonnenuntergang genießen.

Entlang der gesamten Route laden immer wieder Badeplätze, kleine Buchten sowie zahlreiche Gaststätten und Biergärten direkt am See zu einer Pause ein – perfekt für eine genussvolle Runde rund um den Ammersee.
Fakten:
- Steigung: leicht 130–150 Höhenmeter ohne größere Abstecher
- Strecke: ca. 46–48 km Rundtour
- Dauer: 4-5 Stunden mit Pausen
- Fahrbahn: Asphalt & Schotterwege
- Kindergeeignet: Ja, eingeschränkt
Mountainbike & Yoga im Bayerischen Wald – Aktiv unterwegs unter Frauen
Ein besonderer Tipp für Frauen, der Fahrspaß, Abenteuer und tiefe Entspannung auf den Punkt bringt, ist die 4-tägige Mountainbike Tour im Bayerischen Wald. Gemeinsam mit einem erfahrenen lokalen Bike-Guide entdecken die Teilnehmerinnen vom Berghotel Mooshütte auf 950 Metern ü. NN die ursprünglichen Landschaften des Bayerischen Waldes. Touren führen durch die Region der „Acht Tausender“ und – je nach Wetter und Gruppenwunsch – zu den schönsten Trails und Aussichtspunkten bis in die Gegend des Großen Arbers (1456 m). Die technisch einfachen bis mittelschweren, abwechslungsreichen Mountainbiketouren eignen sich für sportliche Einsteigerinnen ebenso wie für fortgeschrittene Bikerinnen. Zum Auftakt steht ein Fahrtechniktraining auf dem Programm, das Sicherheit und Kontrolle im Gelände verbessert. Nach aktiven Stunden auf dem Bike sorgen zwei entspannende Yoga-Sessions für Ausgleich und Regeneration.
Buchbar unter www.dav-summit-club.de
Beschauliches Niederbayern
Tourismus an Rott und Inn – Seit Ende 2023 die langersehnte A94 fertig: Vom Kreuz München Ost über Dorfen durch das Isental nach Ampfing, Marktl, Simbach, Malching und jetzt auch bis Kirchham. Damit sind 110 von 150 Kilometern geschafft und auch das Niederbayerische Bäderdreieck rückt mit rund 1.5 Stunden Fahrzeit deutlich näher an München. Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach, Rotthalmünster oder auch Kirchham spielen in Sachen Fremdenverkehr längst in der Oberliga. Hauptmotor sind die zuverlässig sprudelnden Thermal-Heilquellen, die der größten Thermenregion Europas eine hervorragende touristische Infrastruktur mit hochkarätigen Veranstaltungen, Unterkünften jeglicher Couleur und vielfältige Freizeitangebote (auch Golf!) beschert haben. Das unaufgeregte, meist flache Bauernland eignet sich hervorragend zum Wandern und Radeln rund um die Flüsse Inn, Vils, Rott oder Donau – und mit der neuen Autobahnanbindung rentiert sich der Trip zu unseren Nachbarn auch für den Tages- oder Wochenendausflug. Link
Radlwege im Bäderdreieck – 1000 Kilometer in der gesamten Region und über 460 Kilometer rund um Bad Füssing. Für Genussradler, Sportliche oder E-Biker – auch grenzüberschreitend nach Oberösterreich. Allein Bad Füssing bietet 23 Tourenvorschläge von sechs bis 49.5 Kilometer Länge. Besonders „bodenständig niederbayerisch“ geht’s noch zu in Kirchham, einem Quasi-Vorort von Bad Füssing – nur drei Kilometer entfernt. Mit Bäderbus-Verbindung (Fahrzeit sieben Minuten), Fahrradverleih, Penninger Whisky Museum mit Verkostungen und Cocktail-Nachmittagen. Und auch typisch Kirchham, typisch Niederbayern: Der „Saurüsssel Radweg“ mit 127 Kilometern Natur an Rott und Inn. In zwei bis drei leichten Tagestouren zu schaffen – mit vielen lokaltypischen Schmankerln und 100 Prozent familientauglich. Übrigens – unbedingt unterwegs eine der typischen Mostschänken besuchen! Zumindest einmal gesehen haben sollte man auch den „Erlebnispark Haslinger Hof“. Ein Touristenmagnet mit internationalem Publikum und kultiges Gesamtkunstwerk in uriger Hofkulisse: Viersterne-Wellnesshotel, Kulinarik- und Unterhaltungsgelände mit Kinderspielplätzen, Tiergehegen, täglichen Tanzveranstaltungen u.v.m. Zweifellos ein Unikat. Auch leicht von Kirchham aus erreichbar: Therme Geinberg in Oberösterreich 16, Passau 30 oder Schärding 20 Kilometer. Link
Brotzeit in der Mostschänke – typisch für die Region um Kirchham/Bad Füssing
Freilichtmuseum Massing – Stattliche Vierseitbauernhöfe, bescheidene Häuser von Kleinbauern und lebensnahe Zeitzeugnisse wie Kegelbahn, Waschhaus, Kramerladen u.v.m. 10 Hektar vergangene Bauernwelt mit Häusern aus Holz und blanken Ziegeln – das Leben von anno dazumal wieder detailgetreu und lebensecht aufgebaut. Westlich von Bad Birnbach, zwischen Eggenfelden und Vilsbiburg – hier haben alte Höfe aus dem Rottal, der Hallertau und dem Isartal Platz gefunden. Inmitten von Hecken, Feldern und Weiden stehen verstreut fünf Höfe, die Schönes und Derbes aus der bäuerlichen Welt Niederbayerns bergen: Bemalte Schränke und Truhen, Kröninger Keramik, Gesticktes und Gedrechseltes, alte Kachelöfen und lederbezogene Kanapees stehen in den Stuben wie gerade erst verlassen. Und für Technikfans: Historische Traktoren, eine Seilerei mit Kammgeschirr und sogar eine Spinnmaschine. Ausstellungen und Veranstaltungen – auch für Kinder – bieten regelmäßig tiefe Einblicke in das Leben vergangener Zeiten. Ab 16. März,April und Oktober geöffnet von 9.00 bis 17.00, Mai Bis September 9.00 bis 18.00 Uhr. Eintritt Erwachsene acht Euro, Kinder frei. Verschiedene Radl-Touren rund um Massing und der 114 Kilometer lange Rottal-Radweg von Verden – nördlich von Dorfen – bis nach Schärding am Inn – führen direkt am Museum vorbei. Zum Bahnhof 10 Minuten Fußweg. Link
Oberbayerns Osten
Inn-Salzach – Zarter Dunst über dem Inn, Hügelbögen, die sich in sanften, Grün-Brauntönen am Horizont verlieren, eine imposante Klosteranlage. Insgesamt eine friedliche, fast meditative Landschaft. Lange Zeit ein Stiefkind des Oberbayerischen Tourismus, entwickelte sich das „Echte Oberbayern” rund um Mühldorf und Altötting in den letzten Jahren zum Senkrechtstarter der Branche. Für Münchner optimal mit Distanzen von 40 Kilometern nach Haag i. Obb bis zum 100 Kilometer entfernten Burghausen an der Grenze zu Oberösterreich. Link
Themenradeln – Stadt, Land, Fluss – Besonders reizvoll die malerischen Städtchen im so typischen „Inn-Salzach-Stil“ wie z.B. Mühldorf, Waldkraiburg, Burghausen mit der weltlängsten Burg und natürlich das Kulturschwergewicht Altötting. Das Bauernland prägen Flusstäler mit verwachsenen Auen und sanfte Hügel. Der Tourismusverband hält innovative touristische Angebote bereit und gut aufbereitete Rad- und Wanderwege. z.B. 24 Thementouren mit ganz unterschiedlichen Anforderungsprofilen, von der gemütlichen Familientour bis zur schweißtreibenden Acht-Stunden-Strecke, vergnügliche Ausflüge zu Biergärten, Kulturhopping u.v.m. Die „Biergartentour“ z.B. startet in Altötting und steuert auf 52 Kilometern und 187 Höhenmetern fünf Privatbrauereien und diverse Biergärten an. U.a. den legendären Graminger Weißbräu und den Bräu im Moos. Die kleine „Feierabend Runde“ führt von Waldkraiburg auf 35 Kilometern durch die ursprünglichen Innauen und besonders Familien mit Kindern freuen sich bei der 28 Kilometer langen „Radlsafari“ über geheime Orte, seltene Tiere und den Wildfreizeitpark Oberreith mit seinem Flying Fox. Insgesamt bietet die Region optimale Voraussetzungen auch für Gravelbikes, Trekking- und E-Bikes. Mit mäßigen Steigungen und Gefällen ideal für sportliche, aber auch Genussradfahrer und Familien. Link
In Burghausen ruht die weltlängste Burg malerisch zwischen Salzach und Wöhrsee.
Mühldorfer Radlstern – Jede Richtung ein neues Erlebnis Hier hat mal jemand richtig mitgedacht. Der „Mühldofer Radlstern“ ist ein konzeptionelles Glanzstück und offeriert vom historischen Handelszentrum aus – übrigens auch mit entzückender Altstadt – sieben Routen zu den schönsten Städten rundum und per Zug wieder zurück. Jeweils als passgenaues Tagespensum geht’s sternförmig in alle Himmelsrichtungen u.a. nach Salzburg, Passau, Traunstein oder Landshut. Recht kommod ohne das lästige Gepäck! Zeit zum Sightseeing und Einkehren am Ziel inklusive. Das Besondere: Die Strecken verlaufen immer unweit der Bahntrassen, so dass bei einem Formtief jederzeit auf den Zug gewechselt werden kann, der das Velo auf allen Strecken der Südost-Bayern-Bahn kostenlos mitbefördert. Schön für eine Woche mit ein paar, vielleicht sogar allen sieben Sternstrecken oder auch mal für nur ein Mühldorf-Sternderl zum Testbiken.
Mühldorf für alle – Die Hügellandschaften mit ihren Flussniederungen und kleinen Seen sind auch für Kinder geeignet. Unbedingt ausprobieren: Die historische Innfähre in Mühldorf. Das neue alte seilgetriebene Fährschiff aus Lärchenholz bringt Passanten mit und ohne Radl ganz ohne eigenen Anrieb über den Fluss. Ab Karfreitag wieder samstags, sonn- und feiertags 10 bis 19.00, zwei Euro. Detailinfos u.a. zu E-Bike-Ladestationen, Werk- undGaststätten auch digital. Mühldorf selbst ist übrigens auch bequem und günstig per Bahn inkl. kostenlosem Radtransport zu erreichen. Das Tagesticket der Südostbayernbahn kostet ab 24 Euro hin und zurück, gültig wochentags ab 9.00 bis 3.00 des Folgetages, am Wochenende durchgehend. Link
Der Isarradweg
Mittenwald & Tölzer Land – Zu Füßen des mächtigen Karwendel ist sie noch blutjung und stürmisch unsere Isar, der man von hier aus auf dem Isarradweg via Vorderriss und Sylvensteinstausee über Lenggries, Tölz und Wolfratshausen durch das Tölzer Land nach München und letztendlich bis zur Donau folgen kann (300km). Link
Jachenau – Eine „Gabel-Tour“ für Seitenspringer und Tagesradler: Start in Mittenwald, Ziel Lenggries. Alternativ zur Isarroute verlässt man nach Mittenwald den Flusslauf, hält sich Richtung Wallgau und fährt am Walchensee entlang in die Jachenau. Sicher eines der schönsten Täler im Tölzer Raum und mit rund 15 Kilometern Länge eine Schleife, die man sich als Genussradler gönnen sollte. Die trubelnde Welt scheint jedenfalls die Zufahrt verpasst zu haben und die prosperen Höfe liegen selbstbewusst und weitläufig verstreut im Talgrund – wie vor 300 Jahren auch schon. Als Pausen- und/oder Übernachtungsstation empfiehlt sich hier der Gasthof Jachenau – mit der lustigen Hausnummer „Dorf 8 ½“. Der typische ehemalige Oberländer Bauernhof ist detailverliebt renoviert und bietet viel authentische Atmosphäre mit ehrlicher regionaler und internationaler Küche – und einen sonnigen Biergarten! Sehr gemütliche, individuell gestaltete Zimmer zu moderaten Preisen, Küche Do bis So von 11.30 bis 20.00, günstige Tageskarte bis 17.00. Ostersonntag, 31.3. ab 10.30 Osterbrunch. Radlstrecke Mittenwald-Lenggries ca. 48km, 2.5 Stunden, Bahnanschluss in Mittenwald per DB Regio Werdenfels, in Lenggries BRB. Link
Fakten:
- Steigung: mittel, 450–650 Höhenmeter
- Strecke: ca. 60-65 km
- Dauer: 4-5 Stunden sportlich gefahren,
5–6 Stunden gemütlich mit Pausen und Fotostopps - Fahrbahn: Asphalt & Schotterwege
- Kindergeeignet: Ja, eingeschränkt
Freising – Auch in und bei Freising hat man Anschluss an bedeutende Fernradwege: Den Ammer-Amperradeg, den München-Prag-Radweg (450km), die WasserRadlWege Oberbayern und eben den Isarradweg. Neu seit letztem Jahr bei den Thementouren ist „Zum Ursprung des Bieres“. Die rund 80 Kilometer lange Strecke verläuft mitten durch die Hallertau von Freising nach Ingolstadt, vorbei an den beeindruckenden Hopfengärten und geschichtsträchtigen Orten. Auch in der Domstadt selbst haben Radler und das gute Leben Vorfahrt. Eine geglückte Mischung aus junger Lebensart und gelebter Tradition. Barock- und Rokokobauten säumen die Straßen der Altstadt, über den Dächern thront auf dem Domberg Freisings Wahrzeichen, der Mariendom. Charmante Cafés, urige Wirtshäuser, gemütliche Biergärten – und über all der mediterranen Lebenslust erhebt sich der Weihenstephaner Berg. Hier ist nicht nur die Bierkultur in der ältesten Brauerei der Welt zuhause, sondern auch Forschung und Lehre. Tipp: Der 13.8 Kilometer lange Rundweg „Kultur und Natur“, der zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten führt. Den Heimweg – ca. 30 Kilometer – kann übrigens auch ganz komfortabel die S-Bahn übernehmen. Link
Diözesanmuseum Freising – In unmittelbarer Nachbarschaft des Doms befindet sich das kürzlich umfassend sanierte Diözesanmuseum. Der gesamte Bau ist lichtgeflutet und gibt immer wieder herrliche Ausblicke auf die Stadt frei bis hin zu den Alpen. Regelmäßig Sonderausstellungen – vom 7.5. bis 3.11. nimmt das Diözesanmuseum das 1300-jährige Bistumsjubiläum zum Anlass, um in Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte die große Landesausstellung „Tassilo, Korbinian und der Bär. Bayern und Freising um 724“ zu präsentieren. Dabei wird nicht nur die Geschichte des Bistumsgründers Korbinian, sondern auch die Zeit des frühen Mittelalters, von den Anfängen der Kirche in Bayern und vom Glanz der Agilolfinger-Herzöge, erzählt. Das Museum ist geöffnet Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00, Eintritt acht Euro, Kinder bis 18 Jahre frei. Link
Charmantes Voralpenland
Museum Penzberg – Sammlung Campendonk – Der Maler Heinz Kreutz, vor allem für seine neoexpressionistischen Gemälde bekannt, gehörte zum Künstlerkreis, der mit ungegenständlichen Arbeiten neue Akzente in der deutschen Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte. In der als „Quadriga“ bekannten Gruppe stellte Kreutz 1952 erste Arbeiten aus und legte somit einen Grundstein für die Entwicklung der informellen Malerei in der jungen Bundesrepublik. Die Ausstellung stellt die wesentlichen Phasen seines Schaffens aus Frankfurt, Paris und Penzberg vor. Neben seinem Früh- und Spätwerk wird auch sein grafisches Œuvre gezeigt. Der ursprünglich aus Frankfurt stammende Künstler lebte immerhin über 40 Jahre unweit des Museums und starb 2016 letztendlich auch in Penzberg.Ausstellung Heinz Kreutz: Frankfurt, Paris, Penzberg, 23.3. bis 23.6. Geöffnet Die bis So 10.00 bis 17.00, Eintritt sieben Euro. Link
Murnau – Blaues Land – Eine fast kitschig schöne Voralpen-Landschaft mit blauen Seen dekorativ gesprenkelt, das außergewöhnliche Ökosystem Murnauer Moos, eine international bekannte, hochdekorierte Künstlerregion und ein entzückendes, kunterbuntes historisches Stadtzentrum. Besucherherz was willst du mehr? Das Städtchen Murnau selbst eignet sich als Herzstück des Blauen Landes besonders gut als Ausgangspunkt für Radtouren in der Region. Genussradler, Rennradfahrer oder Mountainbiker – auf über 300 Kilometern führt das Radwegenetz durch abwechslungsreiche Kultur- und Naturlandschaften. Die Touristinfo hält online dafür einen gut aufbereiteten Tourenplaner bereit – ein interaktives Portal zur detaillierten Vorbereitung und Durchführung von Wanderungen und Biketouren. Fahrradverleih – auch Ebikes – vor Ort. Das Radl im Zug ist übrigens im gesamten Landkreis Garmisch-Partenkirchen möglich. Link
Schloßmuseum Murnau – Seit Dezember 23 ist die Neukonzeption der Abteilung Ortsgeschichte auf zwei Etagen zu sehen. Unter den Raumthemen „Wunderkammer“ und „Marktplatz“ finden Murnaus Exponate, Menschen und Geschichten zueinander. In der „Wunderkammer“ wurden Museumsobjekte zusammengeführt, deren Entstehungsgeschichten eine Zeitspanne von mehreren tausend Jahren umfassen, im „Marktplatz“ stehen die Themen Murnaus selbst im Vordergrund: Kurz gehaltene Informationen in Verknüpfung mit einer Übersichtskarte bilden hier den roten Faden für einen Gang durch die Geschichte. Ganzjährig geöffnet, auch an Feiertagen, Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00, Eintritt Erwachsene sechs, Kinder zwei Euro. Link
Miesbach – Unverdorben bayerisch! Wer einen Hauch der guaden oiden Zeit sucht, kann sich getrost auch mal auf Miesbach einlassen. Mit rund 10 000 Einwohnern die kleinste Kreisstadt Oberbayerns, entspanntes Einkaufen in idyllischen Gasserln, Zentrum von Märkten, Tracht und Viehzucht. Und mit dem Waitzinger Keller eine der hochkarätigsten Kulturstätten des Oberlandes. Einblicke in´s „Miaschbecker“ Gemüt gibt´s bei den Stadtgeschichten online und mit der „Bockfotzn“ ein wirklich hinterhältiges Weißbier von der Brauerei Hopf. Nicht zuletzt zählt das Umland zu den attraktivsten Ferienregionen Deutschlands. Zugegeben, der Landkreis mit den Hotspots Tegernsee, Schliersee & Co. ist kein wirklicher Geheimtipp, rund um Miesbach jedoch lassen sich die landschaftlichen Postkartenmotive noch recht ungestört genießen. Auch per Radl. Online gibt es dazu interaktive, sehr praktikable Tourenvorschläge mit detaillierten Routenbeschreibungen samt Höhenprofilen, Karten, Einkehrmöglichkeiten u.v.m. Link
Virtueller Tegernsee – spannendes Pilotprojekt – Die Plattform Virtuelles Bayern macht den Landkreis Miesbach und die Urlaubsregion „Der Tegernsee“ in dreidimensionaler virtueller Realität erlebbar. Dabei verknüpfen die Betreiber der Plattform eine interaktive 3D-Karte mit aktuellen Standortinformationen zu Hotels und Gaststätten, Sport- und Freizeitangeboten wie Wander- und Mountainbikerouten, bis hin zu Ladestationen für Elektroautos. Auch überzeugte Fans der guten alten Papierkarten werden es lieben. Link
