Schloss Nymphenburg

Schloss Nymphenburg

Sommerresidenz der Wittelsbacher

Wie wär’s mit ein bisschen Natur in Kombination mit grandioser Geschichte? Schloss Nymphenburg mit seiner wunderschönen Parkanlage ist unbedingt einen Abstecher in den Nordwesten der Stadt wert.

Die beeindruckende Münchner Sommerresidenz der Wittelsbacher bietet wunderbare Einblicke in die Welt der bayerischen Könige und Prinzessinnen. Im palastartigen Hauptbau warten auf euch das prunkvolle Schlossmuseum mit der Schönheitengalerie von Ludwig I., das Marstallmuseum mit seinem Kutschenfuhrpark und das Museum „Nymphenburger Porzellan“. Auch das Geburtszimmer des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. und den prunkvollen Steinernen Saal könnt ihr besichtigen. Anschließend bietet sich noch ein Spaziergang im idyllischen, unter Denkmalschutz stehenden Schlosspark mit seinen Kanälen, Seen und den vier Schlösschen (Amalienburg, Badenburg, Magdalenenklause und Pagodenburg) an. Abseits der verschlungenen Wege begegnen einem auch immer wieder Rehe – ein schönes Naturerlebnis mitten in der Stadt.

Fakten

  • Bauzeit: 1664 bis 1679 (kleineres Landschloss), 1701 (Grundsteinlegung für den Ausbau zum größeren Sommerschloss)
  • Baumeister: Agostino Barelli und Henrico Zuccalli
  • Größe: 632 Meter breit (Nord-Süd-Achse) und damit breiter als Schloss Versailles
  • Grundfläche: Gesamtanlage 229 Hektar, davon der Schlosspark 180 Hektar
  • Besucherinnen und Besucher: im Schnitt über 300.000 pro Jahr

Wissenswertes

  • In der Schönheitengalerie im ersten Stock des südlichen Schloss-Pavillons ist auch die Geliebte von König Ludwig I. zu sehen, die skandalumwitterte Tänzerin Lola Montez. Der Maler Joseph Stieler hielt sich insgesamt an die königlichen Vorgaben und porträtierte nicht nur Hofdamen, sondern schöne Frauen aus allen Gesellschaftsschichten für seine berühmte Bildserie.
  • Im Nordflügel von Schloss Nymphenburg ist das Museum Mensch und Natur untergebracht. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben hier freien Eintritt. Das Thema Naturwissenschaft wird schön interaktiv behandelt, viele Mitmach-Exponate und Quiz-Spiele warten. Auch der “Problembär Bruno” hat hier seine letzte Heimat gefunden. Und wer eine Führung bucht, kann im sechsstufigen Erdbebensimulator hautnah erleben, wie es einem fast den Boden unter den Füßen wegzieht. 
  • Der drei Kilometer lange Nymphenburger Kanal ist ein super Freizeitareal. Wenn’s kalt genug ist, könnt ihr euch die Schlittschuhe schnappen und auf der Eisfläche Pirouetten drehen. Auch Eisstockschießen ist im Winter sehr beliebt. Ansonsten einfach den Enten und Schwänen zusehen oder im Sommer vielleicht mal eine romantische Gondelfahrt auf dem Kanal buchen. Fast wie in Venedig, nur eine Nummer kleiner. 
  • Wer auf Klassikkonzerte steht, wird im Hubertussaal regelmäßig sein Glück finden. Im Sommer locken ab und zu auch Open-Air-Konzerte im Park.

Infos & Karte

  • Adresse: Nördliches Schlossrondell, 80638 München
  • Öffnungszeiten:  April bis Mitte Oktober 9 bis 18 Uhr, Mitte Oktober bis März 10 bis 16 Uhr
  • Eintrittspreise: Gesamtkarte April bis Mitte Oktober 15 Euro, Mitte Oktober bis März 12 Euro, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre
  • Führungen: Keine regelmäßigen Führungen, dafür gibt’s aber gegen 3,50 Euro Gebühr einen Audioguide in neun verschiedenen Sprachen. Für den Park empfiehlt sich die kostenlose App “Schlosspark Nymphenburg”
  • Nächste Haltestelle: Bus/Tram Schloss Nymphenburg (Fahrplanauskunft)
  • Nächste Parkmöglichkeit: 450 Parkplätze am Schlossrondell