Museum Mensch und Natur im nördlichen Flügel von Schloss Nymphenburg in München

Museum Mensch und Natur

Das Museum Mensch und Natur am Schloss Nymphenburg ist Münchens Naturkundemuseum zum Anfassen: Erdgeschichte, Minerale, Urzeit-Tiere und Bär Bruno – ideal für Familien, Schulklassen und Neugierige.

Wer wissen will, warum die Erde bebt, wie ein Bergkristall wächst oder wie Bayern vor elf Millionen Jahren aussah, ist im Museum Mensch und Natur richtig. Unter dem Motto „Naturkunde als Erlebnis“ verbindet das Haus im Nordflügel von Schloss Nymphenburg echte Fundstücke, naturgetreue Modelle und viele Mitmachstationen. Rund 200.000 Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr – und IN München findet: Kaum ein Museum der Stadt bietet so viel Staunen für so wenig Eintritt.

Museum Mensch und Natur auf einen Blick

  • Das Museum Mensch und Natur ist das Naturkundemuseum der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) und liegt im Schloss Nymphenburg in MĂĽnchen.
  • Es ist dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet; montags ist Ruhetag.
  • Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, sonntags nur 1 Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.
  • An der Museumskasse ist nur Barzahlung möglich.
  • Das Museum wurde 1990 eröffnet und zeigt auf rund 2.500 Quadratmetern Erdgeschichte, Minerale, die Geschichte des Lebens und den Menschen als Teil der Natur.
  • Erreichbar ist es mit der Tram 17 sowie den Bussen 51 und 151, Haltestelle Schloss Nymphenburg.

Das erwartet dich im Museum Mensch und Natur

Mosasaurus-Skelett unter der Decke im Museum Mensch und Natur MĂĽnchen
Empfang mit Urzeit-Flair: Ein Mosasaurus-Skelett schwebt durchs Foyer. © Bildflut / Wikimedia Commons, CC0

Schon im Foyer wird klar, dass hier niemand still vor Vitrinen stehen muss. Die Dauerausstellung führt in Themeninseln durch die Geschichte unserer Erde und des Lebens – bis zum Menschen, der seine Umwelt heute selbst gestaltet. Zwei Räume für Sonderausstellungen sorgen dafür, dass sich ein Wiederkommen lohnt.

Unruhiger Planet Erde und Erdbebensimulator

GroĂźes Erdmodell in der Ausstellung Unruhiger Planet Erde im Museum Mensch und Natur
Vulkane, Erdbeben, wandernde Kontinente: Der „Unruhige Planet Erde“ zeigt, was unter unseren Füßen passiert. © Tiia Monto / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Vulkanismus, Plattentektonik, Erdbeben: Der Bereich „Unruhiger Planet Erde“ erklärt die Kräfte, die unseren Planeten formen. Ein besonderes Erlebnis ist der Erdbebensimulator, der sechs reale Beben aus aller Welt in zwei Dimensionen nachstellt. Das Programm dauert etwa 20 Minuten; Gruppen und Schulklassen buchen ihn zusammen mit einer Führung. Wer mag, schaut den Film von einem festen Platz aus.

Bunte Welt der Minerale

Riesige Bergkristall-Stufe in der Bunten Welt der Minerale im Museum Mensch und Natur
Glanzstück der „Bunten Welt der Minerale“: eine mächtige Bergkristall-Stufe. © Bildflut / Wikimedia Commons, CC0

Quarze, Edelsteine und funkelnde Kristallstufen: Hier erfährst du, wie Minerale entstehen und warum Kristalle ihre typische Form bekommen. Ein Muss für alle, die als Kind Steine gesammelt haben – oder es immer noch tun.

Geschichte des Lebens: von der ersten Zelle bis zum Menschen

LebensgroĂźes Modell eines Dimetrodon in der Geschichte des Lebens im Museum Mensch und Natur
Der Dimetrodon mit seinem Rückensegel lebte lange vor den Dinosauriern. © Bildflut / Wikimedia Commons, CC0

Von den ersten Einzellern über Riesenlibellen und Ursaurier bis zu den Säugetieren der Eiszeit: Fossilien, Rekonstruktionen und Dioramen zeigen die Meilensteine der Evolution. Hingucker sind unter anderem ein Dimetrodon mit Rückensegel und der gepanzerte Glyptodon.

JJ1 alias „Bruno“

Präparat von Braunbär Bruno JJ1 im Museum Mensch und Natur München
Promi im Museum: Braunbär JJ1 alias „Bruno“, der 2006 ganz Bayern in Atem hielt. © Hellerhoff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Im Sommer 2006 war er der berühmteste Bär Deutschlands: JJ1, genannt „Bruno“, der erste freilebende Braunbär seit über 170 Jahren. Das Museum zeigt sein Präparat – ein junger Bär, der sich gerade über einen Bienenstock hermacht – zusammen mit Fotos, Karten seiner Wanderroute und Zeitungsberichten von damals.

Ernährung, Gehirn und Spielerische Naturkunde

Kinder an Mitmachstationen der Spielerischen Naturkunde im Museum Mensch und Natur
Anfassen erwünscht: In der „Spielerischen Naturkunde“ wird geforscht, gerätselt und ausprobiert. © LepoRello (Wikipedia) / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

„Zum Fressen gern“ zeigt, wie Tiere fressen, „Wohl bekomm’s“ beschäftigt sich mit unserer eigenen Ernährung, und „Nerven und Gehirn“ lädt zu Experimenten mit den eigenen Sinnen ein. In der Spielerischen Naturkunde … nicht nur für Kinder wird gefühlt, gepuzzelt und geforscht. Eine schöne Ergänzung für Familien sind die Tipps aus unserem Artikel Museen und Ausstellungen für Kinder in München.

Aktuelle Sonderausstellungen im Museum Mensch und Natur

Molassic Park (bis 7. November 2027): Vier Meter große Hauerelefanten, Säbelzahnkatzen und Flughörnchen so groß wie Bettvorleger – so sah Bayern vor gut zehn Millionen Jahren aus. Im Mittelpunkt steht „Udo“, ein 11,6 Millionen Jahre alter Menschenaffe aus dem Allgäu, der bereits aufrecht ging. Viele Fossilien sind Originale, Repliken von Udos Knochen darfst du selbst in die Hand nehmen.

Jetzt geht’s rund – Kreisläufe statt Abfälle (bis 10. Januar 2027): Die Mitmach-Ausstellung zeigt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert. Du entwirfst virtuell einen recyclingfähigen Sneaker, testest Verfahren der Mülltrennung und lässt dich von einem KI-Audioguide in acht Sprachen durch die Schau führen. Dazu gibt es Aktionen wie das Repair Café.

Zukunftslabor „Natur gestaltet – Bauwerke und Ökosysteme“ (bis 4. April 2027): Wie bauen Tiere ihre Nester, Fallen und Burgen – und was lernen wir Menschen daraus? Wespennester waren zum Beispiel das Vorbild für Papier aus Holz.

Alle FĂĽhrungen, Familienprogramme und Aktionen findest du unten im Veranstaltungskalender dieser Seite.

Lange Nacht der MĂĽnchner Museen 2026

Am Samstag, 17. Oktober 2026, öffnet das Museum Mensch und Natur zur Langen Nacht der Münchner Museen von 18 bis 1 Uhr. Von 19 bis etwa 22:30 Uhr spielt Toni Bartl mit selbst gebauten Instrumenten aus Trödel sein Programm „hauNIXweg“ in der Recycle-Bar. Dazu gibt es den Erdbebensimulator, Mineralien zum Bestimmen und Geoden zum Selbstknacken. Wichtig: An diesem Tag schließt das Museum tagsüber schon um 16 Uhr.

Geschichte: vom Provisorium zum Naturkundemuseum Bayern

Münchens erstes großes Naturkundemuseum im Wilhelminum an der Neuhauser Straße wurde 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, viele Sammlungsstücke gingen verloren. Ab 1970 planten die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns ein neues Haus; ein Neubau scheiterte jedoch an der Finanzierung. Stattdessen zog das Museum in Räume am Schloss Nymphenburg, die zuvor die Zoologische Staatssammlung genutzt hatte, und eröffnete 1990 – eigentlich „vorläufig“. Aus dem Provisorium wurde einer der beliebtesten naturwissenschaftlichen Lernorte Bayerns. In den kommenden Jahren soll es sich unter dem Motto „Museum Mensch und Natur wird Naturkundemuseum Bayern“ deutlich vergrößern; einen Vorgeschmack gibt das BIOTOPIA Lab im benachbarten Botanischen Garten.

Besuch planen: Ă–ffnungszeiten, Eintritt und Tipps

Ă–ffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage 10 bis 18 Uhr. Einlass bis 30 Minuten vor Schließung. Geschlossen ist am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar; an allen anderen Feiertagen, auch Oster- und Pfingstmontag, ist geöffnet.

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Sonntags kostet der Eintritt nur 1 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind frei. Tickets gibt es an der Tageskasse, bezahlt wird dort nur bar. Kinder unter 12 Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener ins Museum. Gruppen ab 20 Personen melden sich vorher über das Buchungstelefon an.

Barrierefreiheit

Das Museum und alle Ausstellungsbereiche außer dem Erdbebensimulator sind barrierefrei erreichbar; der Aufzug ist 80 Zentimeter breit und 140 Zentimeter tief. Im Erdgeschoss gibt es eine barrierefreie Toilette, Rollstuhl und Klappstühle können an der Kasse ausgeliehen werden. Blindenhunde sind willkommen, eine im Ausweis eingetragene Begleitperson hat freien Eintritt. Führungen gibt es auch in Leichter Sprache und für blinde und sehbehinderte Menschen.

CaféBar Limulus

Nach dem Rundgang lohnt eine Pause in der CaféBar Limulus mit Kaffeespezialitäten, hausgemachtem Kuchen, Snacks und warmen Gerichten; im Sommer sitzt man im Garten hinter dem Museum. Geöffnet Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. Auch Kindergeburtstage kann man hier feiern.

Ausflug verlängern

Das Museum liegt mitten in einem der schönsten Ausflugsziele der Stadt: Gleich nebenan warten der Botanische Garten München-Nymphenburg mit seinen Gewächshäusern, das Schloss mit seinen Parkburgen und der weitläufige Schlosspark. Im Winter lockt das Eislaufen auf dem Nymphenburger Kanal. Wer noch mehr Fossilien sehen will, besucht das Paläontologische Museum in der Maxvorstadt.

Anfahrt zum Museum Mensch und Natur

Eingang zum Museum Mensch und Natur am nördlichen Schlossrondell von Schloss Nymphenburg
Der Eingang liegt am nördlichen Schlossrondell, gleich neben dem Hauptbau des Schlosses. © Maximilian Dörrbecker / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.5

Mit Tram 17 oder den Bussen 51 und 151 fährst du bis zur Haltestelle Schloss Nymphenburg. Mit dem Auto geht es wie zum Hauptportal des Schlosses und dann über die Nördliche Auffahrtsallee zum nördlichen Schlossrondell, wo Parkplätze liegen. Reisebusse parken am südlichen Schlossrondell.

Karte und Anfahrt:

  • Adresse: Schloss Nymphenburg, 80638 MĂĽnchen
  • Nächste Haltestelle: Tram 17, Bus 51 und 151, Schloss Nymphenburg
  • Nächste Parkmöglichkeit: PKW-Stellplätze am nördlichen Schlossrondell
  • Ă–ffnungszeiten: Di–Fr 9–17 Uhr, Sa, So und Feiertage 10–18 Uhr
  • Webseite: mmn-muenchen.snsb.de