Marienplatz München
Der Marienplatz ist das Herz der Münchner Altstadt: Zwischen Mariensäule, Fischbrunnen und Neuem Rathaus treffen sich Münchner*innen und Gäste, und täglich um 11 und 12 Uhr schauen alle zum Glockenspiel hinauf.
Wer sich in der Innenstadt verabredet, wählt meist den Marienplatz: Die U- und S-Bahn-Station liegt direkt darunter, und Mariensäule und Fischbrunnen findet fast jede*r. Von hier startet ihr perfekt in die Fußgängerzone, Geschäfte und Lokale für eine Kaffeepause gibt es rundherum genug. Bei IN München findet ihr Geschichte, Highlights, FAQ und Anfahrt.
Fakten zum Marienplatz München
| Bestehend seit | 1158, dem Gründungsjahr Münchens | |
| Name | Seit 1854 heißt der Platz Marienplatz, davor Schrannenplatz bzw. Marktplatz. | |
| Neugestaltung | 1972, im Zuge der Einrichtung der Fußgängerzone | |
| Grundfläche | etwa 5.000 Quadratmeter | |
| Mariensäule | seit 1638, 11 Meter hoch | |
| Neues Rathaus | Das Neue Rathaus: Baubeginn 1867, Architekt Georg von Hauberrisser; der Rathausturm ist 85 Meter hoch. | |
| Glockenspiel | Täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober auch um 17 Uhr, Nachtspiel um 21 Uhr. | |
| Eintritt | Der Platz ist jederzeit frei zugänglich, die Auffahrt auf den Rathausturm kostet ab 7 Euro. |
Glockenspiel und Rathausturm
Das Neue Rathaus am Marienplatz
Die Hauptattraktion am Platz ist das Glockenspiel im Turm des Neuen Rathauses: Täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober auch um 17 Uhr, setzen sich die Figuren in Bewegung, oben mit der Hochzeit von Herzog Wilhelm V. 1568, darunter mit dem Schäfflertanz. Und wer von oben auf den Marienplatz schauen will, fährt mit dem Aufzug auf den 85 Meter hohen Rathausturm, Tickets gibt es ab 7 Euro.

Der Marienplatz von oben: Mittelpunkt der Münchner Altstadt.
Platz mit Geschichte
Von der Schranne zum Marienplatz
Der Marienplatz heißt noch gar nicht so lange Marienplatz. Anfangs nannte man den Kreuzungspunkt der Straße vom Sendlinger zum Schwabinger Tor und der Salzstraße noch profan Marktplatz bzw. Schrannenplatz, als hier vor allem Getreide verkauft wurde. 1638 ließ Kurfürst Maximilian I. die Mariensäule zum Dank für die Schonung der Stadt während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg errichten. Doch erst 1854 bekam der Platz offiziell den Namen Marienplatz. Bis in die 1960er-Jahre war er stark vom Verkehr belastet, seit dem Bau der Fußgängerzone 1972 ist er autofrei.
Bis in die 1960er-Jahre war der Marienplatz stark vom Verkehr belastet, seit dem Bau der Fußgängerzone 1972 ist er verkehrsfrei.
Nicht verpassen
Die Highlights am Marienplatz München
Auf dem Marienplatz und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft konzentriert sich Münchens Altstadt. Das solltet ihr nicht verpassen:
- Neues Rathaus mit Glockenspiel
Figurenspiel täglich um 11 und 12 Uhr, dazu Aussichtsplattform mit Aufzug: Neues Rathaus. - Mariensäule
Seit 1638 das Zentrum des Platzes, gewidmet der Patrona Bavariae. - Fischbrunnen
Beliebter Treffpunkt und Schauplatz des Geldbeutelwaschens am Aschermittwoch. - Altes Rathaus
Spätgotischer Bau mit Talburgturm, im Turm das Spielzeugmuseum. - Christkindlmarkt
Im Advent vor dem Neuen Rathaus, der Christkindlmarkt am Marienplatz zählt zu den bekanntesten der Stadt. - Alter Peter
Die älteste Pfarrkirche Münchens, nur wenige Schritte entfernt; vom Turm blickt ihr nach 306 Stufen über die Stadt.
Von der Mariensäule aus sieht man die Türme der Frauenkirche.
Wahrzeichen auf dem Platz
Mariensäule und Fischbrunnen am Marienplatz
Die Mariensäule ist der heiligen Maria als Patronin Bayerns gewidmet. Die Marienfigur mit Zepter, Krone und Christuskind symbolisiert Glaube und Hoffnung. Der Sockel erinnert an die vier Plagen der damaligen Zeit: die Ketzerei (Schlange), den Krieg (Löwe), den Hunger (Drache) und die Pest (Basilisk).
Der Fischbrunnen am nordöstlichen Eck heißt so, weil dort früher zu Marktzeiten die Fischhändler ihre Ware feilboten. Der heutige Brunnen stammt von 1954 (Josef Henselmann). Er ist ein beliebter Treffpunkt und alljährlich an Aschermittwoch Schauplatz des traditionellen Geldbeutelwaschens: Vertreter der Stadt und Münchner*innen tauchen nach der Faschingszeit ihre Geldbeutel ins Nass, in der Hoffnung auf finanziellen Segen. Wir empfehlen, das Portemonnaie zuvor auszuräumen …
Am Fischbrunnen waschen die Münchner*innen am Aschermittwoch ihre Geldbeutel. © München Tourismus, Sigi Müller
Alt und neu nebeneinander
Das Alte Rathaus und sein Turm
Der schöne Turm am Alten Rathaus sieht aus, als wäre er wie das ganze Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Pustekuchen! Der 56 Meter hohe Talburgturm stammt aus den Jahren 1971 bis 1974, der Vorgänger war im Zweiten Weltkrieg so stark beschädigt worden, dass er abgerissen werden musste. Das spätgotische Alte Rathaus selbst wurde zwischen 1470 und 1475 gebaut, steht also gut 400 Jahre länger am Platz als das Neue Rathaus. Heute dient der gotische Festsaal für Festakte und Preisverleihungen, im Turm findet ihr das Spielzeugmuseum (Marienplatz 15).
Das spätgotische Alte Rathaus selbst wurde zwischen 1470 und 1475 gebaut, steht also gut 400 Jahre länger am Platz als das Neue Rathaus.
Traditionen und Feste
Weißwurst, Christkindlmarkt und Co.
Der berühmte Christkindlmarkt am Marienplatz findet erst seit 1972 statt, dem Jahr, in dem auch die Fußgängerzone bis zum Stachus eröffnet wurde. Davor war der Platz von Autos und Trambahnen befahren, an einen Weihnachtsmarkt war nicht zu denken.
Der Marienplatz gilt angeblich auch als Geburtsort der Weißwurst: Der Legende nach gingen dem Wirt Joseph Moser (Gaststätte Zum Ewigen Licht, heute Wildmosers Restaurant-Café) am Faschingssonntag 1857 die Schafsdärme aus. Er nahm kurzerhand Schweinedärme, brühte die Würste statt sie zu braten, und weil sie so heller blieben, war der Name Weißwurst nur folgerichtig.
Über das Jahr verteilt ist auf dem Platz einiges los: Im Juni wird das Stadtgründungsfest gefeiert, am Aschermittwoch ist Geldbeutelwaschen, dazu kommen der Christopher Street Day, die Inthronisation des Faschingsprinzenpaars und die Meisterfeiern des FC Bayern auf dem Rathausbalkon.

Der Christkindlmarkt am Münchner Marienplatz ist der älteste und größte Weihnachtsmarkt in München, man könnte sagen, er ist „das Original“.
In der Nähe
Das gibt es rund um den Marienplatz
Vom Marienplatz sind es nur wenige Schritte zum Viktualienmarkt und zum Alten Peter, und in Richtung Karlsplatz (Stachus) lauft ihr durch die Fußgängerzone zur Frauenkirche.
Fragen & Antworten
FAQ zum Marienplatz München
ÖPNV und Co.
Karte und Anfahrt: So kommt ihr zum Marienplatz München
Auf der Karte seht ihr, wo der Marienplatz liegt: mitten in der Fußgängerzone, die Adresse ist Marienplatz 1, 80331 München. Am besten kommt ihr mit der U- oder S-Bahn, die Station Marienplatz liegt direkt unter dem Platz. Dort halten die U3, die U6 und alle S-Bahnen der Stammstrecke.
Mit dem Auto lohnt sich die Anreise kaum, in der Fußgängerzone gibt es keine Parkplätze. Die nächste Tiefgarage ist die Contipark-Garage am Rindermarkt 16.
Auf einen Blick
Wichtige Besucherinfos zum Marienplatz
Adresse
Marienplatz 1, 80331 München
Öffnungszeiten
Der Platz ist jederzeit frei zugänglich. Der Rathausturm ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
Glockenspiel
Täglich 11 und 12 Uhr, März bis Oktober auch 17 Uhr, Nachtspiel 21 Uhr.
Rathausturm
Tickets für den Turm des Neuen Rathauses ab 7 Euro, online oder in der Tourist-Information.
Nächste Haltestelle
U/S Marienplatz (U3, U6, alle S-Bahnen der Stammstrecke) (Fahrplanauskunft)
Parkmöglichkeit
Contipark Tiefgarage (Rindermarkt 16)
Führungen
Am zentralen Marienplatz beginnen sehr viele Stadtführungen verschiedenster Anbieter.
Ein Blick aufs Wetter
Webcam am Marienplatz
Weitere Kameras findet ihr bei den Webcams in München.