Karlsplatz / Stachus

Karlsplatz / Stachus

Stachus – Abkühlung im Sommer, Eislaufen im Winter

Mitten in der City pulsiert der Karlsplatz, von allen Stachus genannt – westliches Tor zur Fußgängerzone und einer der beliebtesten Treffpunkte. Im Sommer erfrischt ihr euch an den Fontänen, im Winter dreht ihr beim Eiszauber eure Runden.

Am Platz trifft Geschichte auf Gegenwart – das Karlstor mit seinen markanten „Kragenköpfen“, die eleganten Rondellbauten, moderne Hotels und Kaufhäuser sowie der mächtige Justizpalast. Rundum brummt der Verkehr, unten lädt das Einkaufszentrum zum Bummeln ein.

Fakten zum Karlsplatz (Stachus)

  • Bauliche Meilensteine: 1302 (erstes Stadttor), 1791 (Anlegen des Platzes in den heutigen Ausmaßen), 1970–1972 (Neugestaltung im Zuge der Einrichtung einer Fußgängerzone)
  • Initiator: Kurfürst Karl Theodor
  • Baumeister: Benjamin Thompson (Reichsgraf von Rumford)
  • Verkehr: 41.000 Kraftfahrzeuge täglich (2022), hier fahren außerdem alle S-Bahnen, die U-Bahnlinien 4 und 5 sowie die meisten Trambahnlinien

Geschichte des Karlsplatzes mit Karlstor

Das Karlstor entstand im 14. Jahrhundert im Zuge der zweiten Stadtbefestigung und hieß lange Neuhauser Tor – hier führte die Straße Richtung Neuhausen hinaus. 1791 öffnete die Stadt den Bereich und der Platz erhielt seine heutigen Umrisse. Zwischen 1796 und 1802 entstanden links und rechts des Tores die Rondellbauten, die Gabriel von Seidl 1899 – 1902 erhöhte und mit Stuck, Figuren, Säulen und schmiedeeisernen Brüstungen zum Ensemble formte.

Gegenüber stehen heute der neu erbaute Königshof, das keilförmige Pini-Haus und das ehemalige Kaufhof-Gebäude mit Zwischennutzung für Kunst. Im Nordwesten dominiert der Justizpalast (1891) das Bild. Der prägende Springbrunnen und das unterirdische Einkaufszentrum kamen 1970 hinzu – sie machen den Stachus bis heute zum lebendigen Dreh- und Angelpunkt zwischen Altstadt und Neuhauser Straße.

Wissenswertes zum Karlsplatz (Stachus)

Warum sagen die Münchner eigentlich Stachus zum Karlsplatz?

Wo heute der frühere Kaufhof einer unklaren Zukunft entgegengeht, bewirtete im 18. Jahrhundert Eustachius „Stachus“ Föderl seine Gäste im „Stachus-Garten“. Die Wirtschaft war so beliebt, dass die Münchner*innen den Karlsplatz kurzerhand „Stachus“ nannten – ein Name, der bis heute bleibt.

“Da geht’s zu wie am Stachus”.

Der Spruch ist in ganz Deutschland geläufig. Kein Wunder: Der Stachus zählt bis heute zu den verkehrsreichsten Plätzen Europas. Zum Verkehr gesellen sich Menschenströme ohne Ende. Ein Beleg: Die McDonald’s-Filiale im Rondell galt zeitweise als die umsatzstärkste der Welt.

Stachus Passagen im Untergeschoss

Seit 2011 lockt Europas größtes rein unterirdisches Einkaufszentrum die Massen. Auf rund 10.000 m² warten über 50 Shops und Restaurants auf euch. Ein Blick nach oben lohnt sich – die Decke mit ihren kreisrunden weißen Scheiben zeigt den „Sky of Fame“ – dort lächeln prominente Münchner Persönlichkeiten wie Senta Berger, Helmut Fischer, Rudolph Moshammer und Michael Mittermeier herunter.

Münchner Eiszauber zur Adventszeit

Im Winter – von der Adventszeit bis in den Januar – verwandelt sich der Stachus in eine Eislaufbühne. Beim Münchner Eiszauber schnürt ihr die Schlittschuhe, dreht Pirouetten oder gleitet einfach ein paar würdige Runden über das Eis – am besten ohne Prellungen. Hier geht’s zu allen Weihnachtsmärkten in München.

Nächste Haltestelle & Karte

  • Adresse: Karlsplatz 1, 80335 München
  • Öffnungszeiten Stachus Passagen: Mo – Sa 9:30 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Nächste Haltestelle: U4/U5 & S-Bahn Karlsplatz (Stachus)
  • Nächstes Parkhaus: Contipark Tiefgarage Stachus
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