Donnerstag, 18. September 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Berta Epple: Fideler Latin-Jazz-Mix

Heute im Milla... mehr
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Das gutlaunige Piano/Geige/Kontrabass-Trio mischt überaus fidel Latin, Jazz und Weltmusik mit Chanson u.a.

 

Cyrano: Poet und Haudegen

Heute im Theamtheater... mehr
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Eindeutig ist die Frage nach dem Edelmut bei Cyrano, dem zartbesaiteten Haudegen mit dem Riesen-Zinken, zu klären. Er ist zwar ein feiner Poet, traut sich aber nicht unter die Frauen. Weil er ein guter Kumpel ist, leiht er ausgerechnet dem tumben Christian seine Stimme, der damit bei der komplimentesüchtigen Roxane Eindruck schindet. Eine ungerechte Liebelei! Dieses Stuück vereint alles, was man sich von einem Theaterabend wünscht: Komik, Tragik, Poesie, Liebe, Hass, Erotik, Musik, Tanz, Fechtszenen und eine Kulisse, die so einige Überraschungen bereit hält.

 

Lipstick: Spektakulär weiblich!

Heute im GOP Varieté... mehr
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Robert im Wunderland! Ein sympathischer großer Junge im Schmelztiegel geballter Weiblichkeit. Um ihn herum entlädt sich ein Feuerwerk femininer Potenz in allen Facetten der Kunst: sinnlich, energisch, biegsam, glitzernd, geheimnisvoll, poetisch, temperamentvoll, hochmusikalisch und meisterhaft akrobatisch. Kurzum: der liebenswert-komische Jongleur Robert Wicke staunt sich durch diese neue Produktion des GOP Varieté.

 

Twin Set: Groundswimmer u.a.

Heute im Giesinger Bahnhof... mehr
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Ein energiegeladenes Acoustic-Folk-Rock-Duo mit Klassikern die wirklich jeder kennen sollte. Co-Headliner: Radio Sky

 

Christoph Theussl: Typisch Österreicher...

Heute im Vereinsheim... mehr
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CD-Präsentation: »endlich« – Der österreichische Liedermacher zwischen morbid und makaber, demfzufolge also »morkaber«.

 

Die Furien: Der Ruf der Natur?

Heute im Metropoltheater... mehr
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Schickse, Quasselstrippe, Femme fatale, Kampflesbe, Depri-Ziege, graue Maus... Jochen Schölch inszenierte eine Comedy-Brachialtour durch so urweibliche Themen wie Aussehen, Schwanzlängen und Brustgrößen - angesiedelt in einer Damentoilette.

 

Sin City II: A Dame To Kill For

Jetzt im Kino mehr
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Comic Noir. Vor neun Jahren begeisterte „Sin City“ die Fangemeinde. Nun gibt es, inszeniert von Robert Rodriguez und Frank Miller, vier neue Geschichten aus dem düsteren Moloch. Johnny provoziert Senator Roark beim Pokerspielen, Stripperin Nancy hat noch eine Rechnung mit Roark offen. Um die zu begleichen, wäre ihr der begabte Schläger Marv eine große Hilfe, der sich sich um seinen alten Buddy Dwight kümmert, der glaubt, seiner Ex-Freundin Ava beistehen zu müssen... Illusionen, Rachewünsche, herrlich gefährliche Amazoninnen... In der sündigen Stadt ohne Gesetze sind auch die Gesetze der narrativen Logik außer Kraft gesetzt. Dem Fan ist’s recht.

 

Heli: Ein mexikanischer Alptraum

Jetzt im Kino... mehr
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Heli, ein junger Mann, lebt gemeinsam mit seinem Vater, seiner 12-jährigen Schwester Estela, seiner Frau  am Rande einer Stadt in Zentralmexiko. Seine Schwestera lernt den jungen Polizeikadetten Beto kennen, der das junge Mädchen gerne heiraten würde. Um diesem Ziel näher zu kommen, entwendet Beto mehrere Päckchen mit Kokain und versteckt sie auf dem Dach von Estelas Familie - nicht ahnend, dass er sie und ihre Familie damit einem gewaltigen Risiko aussetzt. Regisseur Amat Escalante erhielt für sein schockierendes Drama den Regiepreis in Cannes 2013.

 
Tagestipp Donnerstag 18.09.2014
Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Im Residenztheater

Auf geht’s wieder. Und das nicht nur auf der Wiesn. Auch die Theater kehren aus der Sommerpause zurück, die für viele kaum Ruhe und schon gar keinen Sommer mit sich gebracht hatte. Besonders gespannt sein darf man auf den Aufschlag, den Martin Kušej wagt. Zuletzt hatte der Resi-Intendant das Bürgertum mit einer sehr eigenwilligen, drastischen „Faust“-Neuinterpretation gefordert, nun legt er eine Schippe nach. Der Klassiker von Edward Albee – berüchtigt geworden durch die Film-Version mit der unglaublich ordinär auftrumpfenden Liz Taylor und ihrem damaligen Gatten Richard Burton – hat auch heute noch das Zeug zum Aufregerstück. Erzählt wird von einer Afterparty, zu der Martha – ohne Wissen ihres Ehemanns George – den Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey nach einem offiziellen Fest in ihrer Villa eingeladen hat. Schon bald fliegen die Fetzen. Martha steuert die perfiden Gesellschaftsspiele radikal gegen die Wand. Sie liebt es, mit den Gefühlen der Anderen Schindluder zu treiben. Und Eskalation ist nur eine der ersten Stufen vor dem großen Zerstörungsdrama.

Schoßgebete Jetzt im Kino

Auflösung. Elizabeth Kiehl (Lavinia Wilson) hat jede Menge Ängste. Seit einem schweren Unfall in der Familie ist sie immer aufs Schlimmste gefasst. Elizabeths Verfolgungswahn, ihre Schuldgefühle, ihre Ängste sind Themen der Sitzungen bei Frau Drescher (Juliane Köhler) – wie der angstfreie Sex mit ihrem Mann Georg (Jürgen Vogel). Therapie gehört zu ihrem Alltag wie Kindererziehung, Biokost und gemeinsame Bordellbesuche mit Georg. Perfekte Liebhaberin, perfekte Ehefrau und Mutter – Elizabeth versucht diesen Ansprüchen mit Witz und Selbstironie gerecht zu werden ... Sönke Wortmann inszenierte diese seltsam distanzierte Verfilmung des Bestsellers von Charlotte Roche.

 

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Gemma Bovery Jetzt im Kino

Gefährliche Leidenschaft. Martin (Fabrice Luchini) hat sich, angewidert, aus der Pariser Kultur-Szene zurückgezogen und in der Normandie die Bäckerei seines Vaters übernommen. Als ein englisches Paar im Nachbarhaus einzieht, ist der Mittfünfziger fasziniert von der jungen Gemma Bovery (Gemma Arterton), in der er eine Art Wiedergeburt von Gustave Flauberts Romanheldin Emma Bovary zu sehen glaubt. Als die schöne Gemma sich für einen jungen Adeligen interessiert, glaubt er, sie vor einem unabwendbaren Schicksal schützen zu müssen und setzt ein fatales Rettungswerk in Gang. Eine amüsante Sommer-Romanze von Anne Fontaine nach einem Drehbuch von Pascal Bonitzer (dem Jacques Rivette-Vertrauten), basiert auf einer Graphic Novel von Posy Simmonds, eine vergnügliche Neuinterpretation des berühmten Romans.

 

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Unleashed Bis 21.9. im Schwere Reiter

Die Luft scheint zu stehen, atmen fällt schwer, der Himmel drückt, bis sich das erlösende Gewitter entlädt - „Unleashed“ heißt soviel wie „entfesselt“ oder „von der Leine gelassen“. In seiner neuen Produktion setzt sich Stephan Herwig mit den Phänomenen der Gewalt und des Gewaltigen auseinander. Die Tänzer Anna Fontanet, Nadine Gerspacher, Maxwell McCarthy, Víctor Pérez Armero und Mathias Schwarz werden zu Resonanz¬körpern und zur Projektionsfläche für Gefühlszustände, die in jedem von uns schlummern, brodeln und nach Befreiung suchen. Choreografie: Stephan Herwig und Karen Piewig.

Christoph Theussl Am 18.9. im Vereinsheim

"Morkaberen“. Wie meinen? Aus den altösterreichischen Lieblingsadjektiven „morbid“ und „makaber“ hat sich der Christoph Theussl sein Weltbild gezimmert. Jedenfalls den Teil, der ihm nicht ohnehin schon in die Wiege gelegt worden war. Immerhin nannte seine Frau Mama den Jungspund, dessen Schubladl von merkwürdigen Liedern mit Todesbezug überquellen, schon lange vor seiner Geburt „The Styrian Hitfactory“. Nun hat sich Theussl ein (Oktoberfest-)Herz gefasst und stellt die neue Compilation „Endlich“ vor. Endlich kommt sie heraus, von endlichen Vergnügungen handelt sie. Oder wie sollte man Festzeltsongs wie „Wia weadn olle steabm“ bzw. „Ich bin tot“ anders verstehen? Zumindest nach Ansicht seines Managements sollte jeder Erdenbürger eine der neuen Silberscheiberln besitzen. Die Auflage wurde groß herausgepresst. Nun soll sie vorgestellt werden. „Der Künstler selbst schaut auch vorbei – wenn er Zeit hat“, heißt es rotzfrech im Vorfeld.

Chris Columbus Am 19.9. im Ampere

„Der Ernst vom Lebn, der muaß leider draußn bleibn“, urteilt der Oberbayerische Lockenkopf Chris Columbus über sein mittlerweile drittes Album, das den Titel „Ungeniert“ trägt. Der Singer-Songwriter und Mundart-Poet hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen zu zeigen, wie man ungekünstelt und frei durch das Leben gehen kann, und schickt einen mit ausgefeilten Texten und ansteckenden Melodien auf die Reise zu neuen Ufern. Bei aller Leichtigkeit regen Chris Columbus' Lieder sein Publikum aber auch stets zum Nachdenken an und so hält er seinen Zuhörern gerne auch mal den sprichwörtlichen Spiegel vors Gesicht.

 

Nils Heinrich Am 17.9. & 18.9. Lach & Schieß

Geschichten aus dem Land, das früher "Drüben" hieß.  Nils Heinrich hat dazu Brisantes beizutragen. Er wuchs bekanntlich in der DDR auf. Als die Mauer fiel, war er 18 Jahre alt – und verwirrt. „Mit halbautomatischen Waffen schossen wir auf Pappkameraden, die Westdeutsche darstellten“, erzählt er aus seiner bewegten Jugend. „Da brauchte es schon einen kurzen Augenblick der Überwindung. Wenn man allerdings solche Westverwandte hatte wie ich, dann überlegte man nicht lange. Sondern hielt drauf und drückte ab. Nachdem man den Dauerfeuermodus eingestellt hatte.“40 Jahre graues Brot. Nur drei Fernsehprogramme, aber Fernsehverbot. Eine Provinzjugend zwischen Junger Gemeinde und staatlicher Wehrerziehung, evangelischem Posaunenchor und FDJ- Jugendtanz. Vollräusche mit Alkohol und Nikotin, aber ohne Drogen. Sein neues Programm „Wir hatten ja nix – nur Umlaute“ erzählt davon.

Jaromir Konecny Am 18.9. im Fraunhofer

Als der New Yorker Stand-Up-Comedian Lenny Bruce einmal gefragt wurde, warum denn all seine Witze unter die Gürtellinie gehen würden, hat er geantwortet: „Wenn Sie am menschlichen Körper etwas anekelt, beschweren Sie sich beim Hersteller.“ Nach diesem ­Motto hat der Schriftsteller Jaromir  Konecny in „Doktorspiele“ versucht, leicht und lustig die Sexualität eines Heranwachsenden anzugehen: Worüber du lachen kannst, tut dir nicht weh. In der Geschichte verliebt sich der 16jährige Andi in seine entfernte Cousine Lilli, von der er als Siebenjähriger mit einer einzigen Frage traumatisiert wurde: „Sind die alle so klein?“ Fünf Jahre nach Erscheinen des Romans wird der Stoff nun verfilmt – Anlass genug für ein Remake von Konecnys Bühnenprogramm „Doktorspiele“.

Bernhard Schlink Am 18.9. Literaturhaus

Nicht nur der verstorbene Kunst-Raffer Cornelius Gurlitt gibt weiterhin Rätsel auf. Auch Bernhard Schlink hat es erwischt. Der große Gegenwartserzähler rollt in seinem neuesten Roman „Die Frau auf der Treppe“ einen veritablen Gemäldekrimi neu auf. Berichtet wird von einem berühmten Bild, das alle, die mit ihm in Berührung kommen, ziemlich kirre macht. So jedenfalls ergeht es dem Protagonisten, der einst als junger Anwalt in komplizierte Streitigkeiten rund um ein sensationelles, Jahrzehnte verschollen geglaubtes Gemälde verwickelt war. Einst musste er zwischen dem Maler und den damaligen Eigentümern vermitteln, nun ist das Bild einer jungen Frau plötzlich wieder aufgetaucht. Bizarrer noch: Der Rechtsexperte hatte sich einst prompt in die dargestellte Schönheit verliebt. Nun macht er sich auf die Suche nach der Frau, die ihm damals den Kopf verdreht hatte. Seine sehr private Spurensuche führt ihn bis nach Sydney und von dort an eine unzugängliche Stelle an der australischen Küste. Erzählt wird von echter und falscher Nähe – und vom flüchtigen Liebesglück.

 

A Most Wanted Man Jetzt im Kino

Paranoia. In Hamburg taucht ein zwielichtiger, von Folter gezeichneter Ex-Tschetschenienkämpfer auf. Issa Karpov will ran an das Vermögen seines russischen Vaters, und er sucht Kontakt mit der islamischen Gemeinde. Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), der eine Anti-Terror-Einheit leitet, hofft, ihn als Lockvogel für ein islamisches Finanznetz nutzen zu können. CIA und die anderen Dienste jedoch haben nicht so viel Geduld, sie wollen, nach dem Trauma von 9/11, rasche Erfolge sehen, boykottieren Bachmanns Arbeit, üben sich in dilettantischen Aktionismus ... Anton Corbijn inszenierte nach dem Roman „Die Marionetten“ von John Le Carré einen packenden Agenten-Thriller. Seymour Hoffman liefert in seiner letzten Rolle eine sagenhafte Performance als kettenrauchender, tief melancholischer Geheimdienstler der alten Schule. Nina Hoss steht ihm zur Seite, William Dafoe ist einer seiner Gegenspieler, Herbert Grönemeyer liefert den Soundtrack und ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

 

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Maps To The Stars Jetzt im Kino

Sunset Boulevard, revisited. Die alternde Filmdiva Havana Segrand (Julianne Moore) gäbe viel dafür, die Rolle zu spielen, mit der ihre Mutter, die in den 1970ern bei einem Brand ums Leben kam, einst berühmt wurde. Der 13-jährige Kinderstar Benjie hat gerade einen Entzug hinter sich, und wird von seiner toughen Mutter (Olivia Williams) gemanagt. Sein Vater (John Cusack) ist TV-Psychologe und der Therapeut der Diva. Benjies halbwüchsige Schwester (Mia Wasikowska) war lange in der Psychiatrie, hatte einst das Haus ihrer Familie angezündet, will sich jetzt versöhnen – und hat gerade einen Assistentinnen-Job bei Havana bekommen. Altmeister David Cronenberg liefert einen satirischen Thriller über Hollywood; das gekonnt bizarre Skript stammt von Bruce Wagner („Nightmare III – Freddy Krueger lebt“). Hier reden die Menschen aneinander vorbei, können Realität und Fantasie nicht auseinanderhalten, Blut muss fließen. Sehr böse, sehr lustig, mit tollen Schauspielerleistungen (Goldene Palme in Cannes für Julianne Moore!). Normal ist hier, in Maßen, höchstens der Chauffeur.

 

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Lügen und andere Wahrheiten Jetzt im Kino

Ausreißen. Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende Immobilienmakler Carlos (Thomas Heinze) und die toughe Zahnärztin Coco (Meret Becker) stehen kurz vor der Hochzeit. Cocos Freundin (Jeanette Hein) hat eine heimliche Affäre mit dem von den Damen sehr verehrten Yogalehrer (Florian David Fitz). Cocos russische Zahnarzthelferin (Alina Levshin), deren Familie an ihr Geld will, weiß wiederum von den dunklen, aggressiven Seiten des Yogalehrers ... Klar, dass die hochkomplexen Lügengebäude irgendwann starke Risse bekommen ... Beim Dreh zu Vanessa Joops Beziehungs-Dramödie gab es lediglich ein Gerüst. Die Dialoge, improvisierten die Schauspieler am Set. Wiedererkennen nicht ausgeschlossen.

 

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We Will Rock You Bis 13.12. Deutsches Theater

Zum ganz, ganz großen Besteck greift dieses originale Queen-Musical – und das aus gutem Grund. Immerhin war München lange Zeit nicht nur der musikalische Fluchtpunkt für Freddie Mercury, Brian May, John Deacon und Roger Taylor. In den legendären Musicland Studios nahm die Band zwischen 1979 und 1986 einige ihrer berühmtesten Songs auf. Nun kehrt der Megaerfolg der Band zurück. Und das mit durchaus sentimentalen Gefühlen. „Wir sind überglücklich, dass wir ,We Will Rock You’ in dieser erst kürzlich überarbeiteten Version endlich in München präsentieren können“, gibt May dem Projekt mit auf den Weg. „Wir empfinden gegenüber München noch immer eine tiefe Verbundenheit. Hier haben wir vier Alben aufgenommen. Freddie hat sich hier zuhause gefühlt. Wir sind sehr stolz auf diese deutsche Produktion. Sie ist mit keiner anderen auf der Welt zu vergleichen“, so May. „Das Ensemble und die Band haben ihren eigenen Stil. Aber was am allerwichtigsten ist ... die Show ist live, sie gefährlich und mehr als alles andere: Sie rockt!“. Was will man mehr?

 

Fantasy Filmfest 2014 Bis 19.9. im Cinema & Gabriel

Das Fantasy Filmfest kommt wieder in die Stadt und präsentiert wie immer das Genre des fantastischen Films in all seinen Facetten und oft darüber hinaus. Thriller, Horror und Science Fiction haben ebenso Platz im Programm wie schwarze Komödien und Animation. Es geht los mit dem bravourösen Roadthriller The Rover von David Michôd („Animal Kingdom“). Guy Pearce spielt den Protagonisten, der entschlossen ist, sein Auto wieder zu bekommen, dass ihm von einer Bande auf der Flucht gestohlen wurde. Vogelwild ist z. B. Jim Mickles’ Cold In July, „erklärter Hoffnungsträger des amerikanischen Genrekinos“, der sich einem Thrillerstoff von Hardboiled-Krimi-Autor Joe R. Lansdale widmet. Da erschießt ein unbescholtener Bürger einen Einbrecher, dessen eben aus dem Gefängnis entlassener Vater ihm furiose Rache schwört. Oder der düstere The Treatment aus Belgien. Da wird ein Kind entführt. Jahrzehnte später ist dessen Bruder, inzwischen Polizeikommissar, erneut mit dem unheimlichen „Troll“ konfrontiert, der sich wieder an eine Familie heranmacht. Natürlich gibt es auch ausgewählte Trash-Perlen wie der bluttriefende Heidenspaß Dark House oder das dreidimensionale und rattenscharfe Krankenschwestern-Stelldichein Nurse 3D (Foto). Alle Filme und Infos unter: www.fantasyfilmfest.com

 

 

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit Jetzt im Kino

Manche würden Mr. May wohl einen Pedanten nennen. Jedenfalls ist er ein ordnungsliebender Mann, der seine festen Gewohnheiten hat. Sein abendliches Mahl in seinem kleinen Apartment besteht aus einer Scheibe Toast, einer Dose Fisch und einem Apfel. Wenn die Ampel auf Grün umspringt, schaut er erst noch einmal nach links und rechts, bevor er die Straße überquert. Kein Zweifel, Mr. May ist ein gründlicher Mensch, das erkennt auch sein Vorgesetzter in der Londoner Stadtverwaltung an, wo Mr. May dafür zuständig ist, dass Verstorbene, die keine nächsten Angehörigen haben, ein würdevolles Begräbnis bekommen. Aus den Unterlagen, die er in deren Wohnung findet, rekonstruiert John May etwas von deren Leben, genug, um daraus eine Trauerrede zu verfertigen, auch wenn er selber, neben dem Geistlichen, der diese Worte verliest, normalerweise der einzige Gast bei der Zeremonie ist.

 

Verständlich, dass ein ausschließlich an Effizienz orientierter Beamter wie Mr. Mays‘ Chef den mit dieser Gründlichkeit einhergehenden Zeitaufwand nicht zu würdigen weiß. So teilt er ihm seine Kündigung mit: „We’re letting you go“, das klingt im englischen Original noch zynischer. Was der Chef als „neue Chance“ etikettiert, da dieser Bereich der Stadtverwaltung in Kürze mit dem des nächsten Bezirkes zusammengelegt wird, ist für den gerade mal 44-jährigen Mr. May nach 22 Jahren bei diesem Dienstherren ein Schock. Umso größer ist sein Ehrgeiz, den Fall, der an diesem Morgen hereinkommt, noch selbst zu  Ende zu bringen, zumal der Verstorbene in einem Apartment lebte, das Mr. May sehen konnte, wenn er aus seinem Fenster blickte.

 

So werden die letzten drei Tage in Mr. Mays Beruf zu einem Wettlauf mit der Zeit: er macht Angehörige und einstige Freunde von Billy Stoke ausfindig, der offenbar ein schwieriger Mensch war, impulsiv verschwand er von einem Tag auf den nächsten, ließ Angehörige im Stich und hatte eine Neigung zur Gewalttätigkeit. Er verfiel dem Alkohol und lebte zeitweise auf der Straße. Auch seine Tochter hat kaum noch und erst recht kaum gute Erinnerungen an den Mann, der sie und ihre Mutter verlies, als sie noch klein war. Es sieht nicht so aus, als würde sie zu seinem Begräbnis kommen – was auch für die anderen Menschen zutrifft, die John May bei seinen Nachforschungen trifft.

 

Im Original heißt der Film von Uberto Pasolini (der übrigens nicht mit Pier Paolo Pasolini verwandt ist, aber dafür ein Neffe Luchino Viscontis ist) schlicht „Still Life“, das trifft auf seinen Protagonisten ebenso zu wie auf die Inszenierung, die mit britischem Understatement glänzt. Der Zuschauer mag Mr. May bedauern, aber er kommt mehr und mehr auch dazu, ihn zu bewundern. Was zweifellos auch der Verdienst des Schauspielers Eddie Marsan ist. Der ist einem größeren Publikum bekannt geworden durch seine Rolle als cholerischer Fahrlehrer in Mike Leighs „Happy-Go-Lucky“ und war seitdem gleichermaßen als Täter (so als schlagender und vergewaltigender Ehemann in „Tyrannosaur“) wie (überwiegend) als Opfer (der von seinem Vorgesetzten schikanierte und verhöhnte Polizist in „Drecksau“) eindrucksvoll auf der Leinwand zu sehen. Er spielt diesen Mr. May, als sei ihm die Rolle auf den Leib geschrieben. Als ihn Billy Stokes Tochter einlädt, nach dem Begräbnis eine Tasse miteinander trinken zu gehen, da huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Man würde ihm ein Happy End gönnen. Damit kann der Film nicht aufwarten, dafür aber mit einer herzzerreißenden Szene, bei der sich kein Zuschauer für eine Träne im Auge schämen muss.

Frank Arnold

 

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Amma & Appa Jetzt im Kino

Die wahre Liebe. Franziska Schönenberger, ein gstandenes bayerisches Madel (und Studentin an der Münchner Filmhochschule) verliebt sich in Jayakrishnan Subramanian, einen „schwarzen Inder“. Das ist ein Schock für Jays Eltern, Viruthambal, die Amma (Mutter) und Subramanian, den Appa (Vater), die sich nur eine arrangierte Ehe wie die ihre vorstellen können, erwarten, dass Jays Frau zu ihnen zieht, im Alter für sie sorgt und sich um die Ahnen kümmert. Also ignorieren sie Franziska zunächst. Nach einem Jahr lernen sich die potentiellen Schwiegereltern und die Schwiegertochter dann doch kennen. Und schließlich reisen auch Franziskas traditionsbewusste Eltern zu Besuch nach Indien – und verstehen sich ganz gut mit Jays Eltern: Denn in der Ablehnung der allzu exotischen Verbindung sind sie sich (insgeheim) doch einig. Mittendrin im Culture Clash, zwischen Sari und Lederhosen, auf der Suche nach einem Konzept für ihre Beziehung (und humorvollen Pointen für ihren Film) steht das junge Paar. Diese Dokumentation von Franziska Schönenberger und Jayakrishnan Subramaian erzählt davon.

 

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Guardians Of The Galaxy Jetzt im Kino

Herrlicher Unfug! Weltraumabenteurer Peter Quill (Chris Patt) ist der einzige Humanoide, (der einst von Aliens entführt und aufgezogen wurde), seine Begleiter sind schräge Extra-Terrestrier: die grünhäutige Killerin Gamora (Zoe Saldana), der tumbe Kraftprotz Drax (Dave Bautista), der genmanipulierte und unverschämte Waschbär Rocket und das superstarke Baumwesen Groot. Ein galaktischer Diktator versucht, in den Besitz einer merkwürdigen Energie-Kugel zu gelangen, mit der sich das Universum beherrschen ließe, das unfreiwillige Super-Team weiß dies zu verhindern. Hier kommt das neueste Marvel Franchise, ein schräges, sogar berührendes Comicabenteuer von „Super“-Regisseur James Gunn. Voll gepflegtem, selbstironischem Nonsense (auf den Spuren Monty Pythons), plündert er munter in der Popkulturgeschichte, versieht den Soundtrack mit kuriosen Hits aus den 70ern und 80ern – und dürfte ein paar neue Starfiguren mit Kultcharakter in die Welt gesetzt haben.

 

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Diplomatie Jetzt im Kino

Duell. Am 23. August 1944 gab Hitler den Befehl, dass Paris dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ überlassen werden dürfe. Stadtkommandant Dietrich von Choltitz, der längst über die Kapitulation verhandelte, ignorierte den Befehl und übergab die Stadt am 25. August nahezu unversehrt an die Alliierten. Ein in Paris höchst erfolgreiches Boulevard-Stück von Cyril Gély erzählt dagegen eine hochdramatische Kolportage-Fantasia. Da zwingt von Choltitz einen französischen Ingenieur, alle Seine-Brücken und alle berühmten Bauwerke vom Eiffelturm bis Notre-Dame zu verminen, um sie am nächsten Tag zu sprengen und nebenbei Tausende von Zivilisten zu ertränken. Um das zu verhindern, verschafft sich der schwedische Konsul Raoul Nordling durch eine Tapetentür Zutritt in Choltitz‘ Amtszimmer, und überredet ihn in einem stundenlangem Wortgefecht, von diesem Wahnsinn abzulassen. Volker Schlöndorff verfilmte  das bizarre Stücks, in dem ein deutscher Berufsoffizier von 50 Jahren aus Angst, seine Familie geriete in „Sippenhaft“, den Befehl nicht verweigern will, dann aber, als ihm der (falsch spielende) Konsul verspricht, seine Familie werde mit Hilfe der Résistance in die rettende Schweiz gebracht, die Vorbereitung zu den Sprengungen abbrechen lässt. André Dussollier und Niels Arestrup, die die Rollen schon im Stück verkörpert haben, spielen mit großer Verve und höchst nuanciert zwei frei erfundene Charaktere, die historische Namen tragen – das spannende Thema um den Gewissensnotstand eines Wehrmacht-Offiziers wird im Stil des Feel-Good-Boulevardtheaters abgehandelt: „Paris, wir lieben Dich“ samt schlichter Küchenpsychologie und peinlich ahnungslosen Klischees über militärisches Handeln ... Das ist, wie anders, dann „besonders wertvoll“.

 

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Can A Song Save Your Life? Jetzt im Kino

Selbstfindung. Die britische Songwriterin Gretta wechselt zusammen mit ihrem Freund und Partner Dave nach New York. Dave bekommt einen Super-Vertrag bei einem Major-Plattenlabel, verliert sich in Star-Allüren und an ein billiges Groupie. Gretta ist bitter enttäuscht. Kurz vor ihrer Rückkehr nach England verschlägt sie’s in einen Club im East Village, wo sie einen selbst geschriebenen Song zum Besten gibt. Dan, ein abgetakelter Indie-Label-Produzent, (den gerade seine Frau für einen Jüngeren verlassen hat), ist hellauf begeistert, bringt Gretta dazu, mit einer zusammengewürfelten Truppe guter Freunde eine Platte aufzunehmen ... Ein schwungvolles, auffallend klischeefreies Feel-Good-Movie des irischen Regisseurs John Carney („Once“). Der kennt sich, als früherer Bassist bei der Rockband „The Frames“, sehr gut aus im Musikgeschäft. Superstar Keira Knightley schlägt sich wacker an der Guitarre, Mark Ruffalo spendet Hilfe und Trost, das sommerliche New York spielt eine weitere Hauptrolle.

 

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Madame Mallory und der Duft von Curry Jetzt im Kino

Gaumenfreuden. Familie Kadam sieht sich gezwungen, Indien zu verlassen. In einem winzigen Kaff in Südfrankreich versuchen sie einen Neuanfang. Papa Kadam (Om Puri) will ein indisches Restaurant eröffnen. Allerdings direkt gegenüber einem bekannten Ein-Sterne-Restaurant, was dessen Chefin Madame Mallory (Helen Mirren) überhaupt nicht gefällt. Es entwickelt sich eine handfeste Restaurantfehde zwischen dem lebhaften „Maison Mumbai“ und dem gediegenen „La Saule Pleureur“ – (ja, „Trauerweide“, so sieht es auch aus.) Hassan Kadam, der Junior allerdings, ist ein begnadeter Kochkünstler, der neben seiner Leidenschaft für die französische Küche eine zweite für Madame Mallorys Sous-Chefin Marguerite entwickelt ... Ein kulinarisches Wohlfühl-Märchen nach dem Weltbestseller von Richard C. Morais, verfilmt von Lasse Hallström, dem Regisseur von „Chocolat“.

 

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Sag nicht, wer du bist Jetzt im Kino

Fessle mich! Gegen alle Vernunft. Tom fährt raus aufs Land, zur Beerdigung seines Lovers. Die Mutter des Toten weiß nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Francis, der ältere Bruder, macht Tom mit radikalen Mitteln klar, dass das auch so bleiben muss. Francis droht, fordert, demütigt ... signalisiert sein eigenes Begehren, das, absehbar, in Gewalt kippen wird ... Tom, irgendwie fasziniert, lässt sich auf den Wahnsinn ein. Der neue Genie-Streich von („Ich habe meine Mutter getötet“, Herzensbrecher“, „Laurence Anyways“) Regisseur Xavier Dolan. Der ist jetzt 25 und zieht alle Register seines fulminanten Könnens. In der Hauptrolle. Als Regisseur. Seitenwege. Auslassungen. Tolle Figuren und Nebenfiguren. Krasser Spannungsbogen. Es passiert gar nicht viel. Das aber ist atemberaubend. Nervenzerrüttend. Ein toller Psychothriller. Mit Hitchcock-Reminiszenzen. „Tom à la ferme“ – wer Französisch versteht: OmU, mit dem krassen Québécois, ist’s noch mal heftiger, zum Fürchten schön.

 

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Lucy Jetzt im Kino

Super-Power. Lucy, feierfreudige US-Studentin in Taipeh, bemerkt eine frisch vernähte Schnittwunde am Bauch, erfährt, dass sie als Drogenkurier gefragt ist und ein Päckchen Superdroge intus hat. Der Beutel platzt. Lucy stirbt aber nicht. Entwickelt stattdessen ungeahnte Kräfte. Eröffnet, dank ihrer neuen Fähigkeiten, die Jagd auf Drogenboss Mr. Chang und seine Kumpane. Neurologie-Professor Dr. Norman (Morgan Freeman) soll ihr dabei helfen. Luc Besson inszenierte einen philosophischen Science-Fiction-Thriller mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Klasse Auftritt. Gute Unterhaltung.

 

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Die Zeltdach-Tour Im Olympiapark

Eine unvergleichliche Attraktion: Rauf auf das Dach des Olympiastadions in München. Alles was man brauchtn, ist ein wenig Mut, denn Seil und Karabiner bekommt man gestellt. In einer kleinen Gruppe steigt man auf zu schwindelerregenden Höhen. 120 aufregende Minuten ist man unterwegs und die Tourguides erklären die Architektur und Konstruktion des weltberühmten Olympiastadions aus nächster Nähe. Man genießt  den Blick von oben auf die Stadtkulisse Münchens mit ihrem Wahrzeichen, den Türmen der Frauenkirche. Und man bestaunt – vor allem bei gutem Wetter – die endlosen bayerischen Voralpen bis hin zu Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze! Alle Informationen - auch für die weiteren Touren - auf: www.olympiapark.de

 

 

 

 

AKTUELLES HEFT
Do 11. September 2014 -
Mi 24. September 2014
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Endlich ist das Queen-Musical in derjenigen Stadt zu erleben... MEHR
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Mando Diao • 21.11.2014 • Zenith