Samstag, 4. Juli 2015
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Beier & Zauner: Blutwurstgemetzel

Heute im Heppel & Ettlich... mehr
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Hier tummelt sich das erste deutsche Krimikabarett mit Angelika Beier & Walter Zauner. Unheimlich komische Geschichten, Szenen und Songs der kriminalistischen Art – zwischen Grinsen und Gruseln, Mord und Mordsgaudi, Krimi und Komik.

 

José González: Folk Songs

Heute auf dem Rathausplatz Dachau... mehr
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Bekannt aus Funk und Fernsehen – Der schwedische Sänger mit den argentinischen Wurzeln packt die akustische Gitarre aus und zupft gehoben-melodische Folk-Songs. Unnachahmlich.

 

Insidious: Chapter III - Im Reich der Toten

Jetzt im Kino... mehr
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Quinn wünscht sich, mit ihrer verstorbenen Mutter Kontakt aufzunehmen. Medium Elise Rainier (Lin Shaye) hat Bedenken, lockt man doch mit der Ruferei ins Jenseits stets unliebsame Geister an. Prompt tauchen neben der ersehnten Mama auch allerlei Dämonen auf. Elise und ihre Helfer, die beiden Ermittler Specs und Tucker haben gut zu tun, die bösen Kräfte zu vertreiben. Die FortsetzungAnfang geht den Ereignissen des ersten Teils voraus. Spukhaus, Poltergeister, erst harmlos, mit schwarzem Humor, dann mit gruseligem Showdown. Lin Shaye als Medium ist dabei eine Show für sich.

 

Minions: Schurken unter sich

Jetzt im Kino... mehr
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Immer haben sie irgendwelchen Bösewichtern gedient, eine gefühlte Ewigkeit suchen die beliebten Minions aus „Ich – einfach unverbesserlich“ von 2010 in einem ersten Spin-Off nach einem neuen Meister. 42 Jahre vor Gru, vulgo 1968, sind Kevin, Stuart und Bob unterwegs zur größten Messe für Schurken. Dort schließen sie sich dem ersten weiblichen Superbösewicht an, Scarlet Overkill, die, was sonst, die Weltherrschaft an sich reißen will. Das Animationsabentuer widmet sich nun ganz den kleinen Tunichtguts, die sich gezwungen sehen, die eigene Spezies vor dem Untergang zu bewahren.

 

Jennifer Rostock: Disco-Trash-Rock

Heute in der Tollwood Musik-Arena... mehr
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Disco-Trash-Rock irgendwo zwischen Ideal, Nena und Wir sind Helden mit Frontfrau Jennifer Weist und Freunden.

 

Avengers: Age Of Ultron

Heute Kino am Olympiasee... mehr
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Im Marvel-Universum. Es wird halt immer schwieriger, die Welt zu retten. Die guten Avengers haben nun dank der Expertise von Tony Stark einen Super-Roboter namens Ultron konstruiert, der die Erde schützen soll. Der erkennt, völlig logisch, die Menschheit als größte Gefahr für den Planeten – und macht sich an deren Vernichtung. Sci-Fi-Action, von Jess Whedon souverän geschrieben und inszeniert, die Effekte beeindruckend, das Personal, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo, Chris Evans und Scarlett Johansson ist wohl bekannt.

 

Paul Weller: The Modfather

Heute im Technikum... mehr
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Der englische Songwriter, Sänger und Gitarrist zelebriert den zerbrechlichen Folksong, satten Rhythm’n’Blues, Country und Pop.

 

Bussi: Das Munical

Heute in der Reithalle... mehr
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Heiterkeit gefällig? Na bitte. München wäre nicht nur gerne, sie war bereits eine große Pop-Metropole – zuletzt in den 80er Jahren. Als Zeitreise in „Those Crazy Munich Eighties“ versteht sich diese „Munical“ von Thomas „Quatsch Comedy Club“ Hermanns, der auch selbst Regie führt. Hier kommt es zu einem Wiedersehen und vor allem Wiederhören mit den größten Hits der Neuen Deutschen Welle. Mit dabei ist ein hochkarätiges Ensemble, allen voran Marianne Sägebrecht.

 
Tagestipp Samstag 04.07.2015
UniCredit Festspiel-Nacht Am 4.7. an vielen Orten

Die UniCredit Festspiel-Nacht ist mit jährlich mehr als 15.000 Besuchern Kulturgenuss pur und aus dem Münchner Kulturkalender nicht mehr wegzudenken. An insgesamt elf Spielstätten – z.B. in den Fünf Höfen, im HVB Forum, in der Kardinal-Faulhaber-Straße, in der Salvatorkirche und im Literaturhaus München – präsentieren prominente Künstler Highlights aus Oper, Konzert, Lied und Literatur. Mit dabei dieses Jahr: Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich, Star-Bariton Franz Hawlata, Sopranistin Iulia Maria Dan, Viva Voce, Operabrass, der Kinderchor und das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, Attacca sowie weiteren Solisten des Bayerischen Staatsorchesters und der Münchner Opernfestspiele 2015.

Christopher Street Day Vom 4. bis 12. Juli

Toleranz und Vielfalt ist hier das Motto und das Wochenende des Christopher Street Day ist dabei der Höhepunkt der neuntägigen PrideWeek, die  mit rund 40 Veranstaltungen Toleranz und Vielfalt feiert. Mit Partys, Tanz-Workshops, Vorträgen, Diskussionen, Grillabenden und Filmen informieren und unterhalten Vereine und Clubs die Szene. Den Auftakt macht wie seit vielen Jahren das Lesbische Angertorstraßenfest am 4. Juli. Die Politparade am 11. Juli zieht mit auffällig dekorierte Wagen, über 50 Gruppen und mehrere Tausend Teilnehmer in teils aufreizenden Kostümen ab 12 Uhr durch die Innenstadt, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender demonstrieren hier für ihre Rechte. Am Wochenende des 11. und 12. Juli tobt auf dem Marienplatz und Rindermarkt das große CSD-Straßenfest. Auf den Bühnen sorgen Bands, Showeinlagen, Talkrunden und DJs für Unterhaltung, Vereine und Institutionen der Szene informieren über ihre Aktivitäten. Bis um Mitternacht steigt dann ein Bühnenprogramm mit Talk und Musik, unter anderem auch mit dem Rathaus-Clubbing und dem berühmten Pump Race (sonntags).

Alle Infos unter www.csd-munich.de

Paul Weller Am 4.7. im Technikum

Der „Modfather“, der „Grandfather of Britrock“, wie auch immer: Paul Weller hat ein neues Album am Start, es heißt „Saturns Pattern“ und wird in der englischen Musikpresse (natürlich) frenetisch als eines seiner besten gefeiert. Fest steht, Weller ist nicht müde geworden und probiert immer wieder neue Sounds und Stilmittel aus. Der Mann, der mit The Jam und The Style Council Musikgeschichte geschrieben hat, arbeitete wieder wie beim Vorgänger „Sonic kicks“ mit Produzent Jan Kybert zusammen – eine eklektische Zeitreise durch die Musikhistorie ist dabei herausgekommen, auf die man auch live gespannt sein kann. 

 

Eine Familie Im Residenztheater

Mit dem wohlbekannten Tolstoi-Zitat „Alle glücklichen Familien gleichen  einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich“ kommt man als Dramatiker, Romancier und Drehbuchautor auch heute noch gut gegen den Writer’s Block an. Tracy Letts hat dieses Grundprinzip, bekannt geworden durch „Anna Karenina“, zu einem Pulitzer-Preis und weltweit gefeierten Inszenierung sowie einer Hollywood-Verfilmung unter dem Titel „August: Osage Country“ verholfen. Die letzte Resi-Inszenierung der laufenden Spielzeit , von Tina Lanik auf die Bretter gebracht, erzählt einen tragikomischen Generationenkonflikt mit vielen exzentrischen Charakteren. Beverly Weston und seine Ehefrau Violet hatten sich in stiller Übereinkunft in die menschenleeren Osage Plains zurückgezogen. Dann verlässt der alte Mann ohne viele Wort das gemeinsame Haus – und wird wenige Tage später tot aufgefunden. Zu seiner Beerdigung kehren die drei Schwestern mit ihren Männern und dem Rest der Verwandtschaftssippe ins Haus ihrer Kindheit zurück. Die gemeinsame Trauerarbeit kann nicht gut gehen, vor allem weil Violet, stark gespielt von Charlotte Schwab, das Familientreffen nach verbliebenen Kräften zu dominieren versucht.

Men & Chicken Jetzt im Kino

Gewisse Defekte. Gabriel (David Dencik) und Elias (Mads Mikkelsen) haben Hasenscharten, ziemlich hässliche Nasen und ein paar Ticks. Der eine ist Professor, dem anderen macht sein Sexualtrieb zwanghaft zu schaffen. Nach dem Tod ihres Vaters erfahren sie, dass der sie nur adoptiert hatte. Ihr wahrer Erzeuger lebt dagegen auf einer abgelegenen Insel. Dort lernen sie drei weitere Halbbrüder kennen, die in einem verwahrlosten Anwesen zusammen mit Hühnern und Schweinen hausen, recht aggressiv sind und dieselben Defekte aufweisen. Hat doch ihr gspinnerter Vater einst an einer neuen Kreatur aus tierischen und menschlichen Genen herumgebastelt. Anders Thomas Jensen, der u.a. für „In einer besseren Welt“ das Drehbuch schrieb, liebt solche schrägen Stoffe („Adams Äpfel“, Dänische Delikatessen“) und inszenierte eine Frankenstein-Tramödie voller schwarzem Humor, mit skurrilen Situationen und aberwitzigen Gestalten, die man unweigerlich ins Herz schließt.

 

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Liebe auf den ersten Schlag Jetzt im Kino

Eine Liebe, die gern das Extreme sucht, von Anfang an, die Überraschungen, die Exzesse. Und die Natur spielt immer dabei mit, mit Wolkenbrüchen und Feuersbrünsten. Bei der ersten Begegnung, als der Junge und das Mädchen wild ineinander verkeilt sind, beißt er ihr in die Hand, damit sie ihn loslässt.

„Les combattants“ heißt der Film im Original, was dann doch viel treffender ist als das deutsche „Liebe auf den ersten Schlag“. Das Mädchen, Madeleine, hat eine merkwürdige Vorliebe fürs Militär, sie würde gern Teil der Truppe sein und stellt sich, als eine Abteilung ins Städtchen kommt, um neue Rekruten zu werben, gleich zum Kampf, am Strand gegen die Jungs. Da keilt sie dann kräftig gegen den jungen Arnaud, und wird von ihm gebissen.

 

Arnaud versucht mit seinem älteren Bruder die väterliche Tischlerei weiterzuführen. Ihr erster Job ist, einen Sarg für den Vater zu schreinern, der gestorben ist. Auch der nächste Auftrag ist nicht ganz einfach, ein Häuschen am Pool für eine großbürgerliche Familie – der von Madeleine.

 

Ein sommerlicher Familienfilm, der von Ausbrüchen und Versuchen einer Rückkehr erzählt, und wie aus diesen Bewegungen eine Liebe entstehen und beständig werden kann. Adèle Haenel ist Madeleine, in ihr mischt sich Trotz mit Verletzlichkeit auf eine irrationale, bislang nicht erlebte Weise. Einer ihrer ersten Kinofilme war „Water Lilies“ von Céline Sciamma, zuletzt hat sie für André Téchiné in „L’homme qu’on aimait trop“ gespielt. Kévin Azaïs ist Arnaud, er arbeitet eigentlich als Installateur und wurde für die Rolle in den „Combattants“ mit dem César als „beste männliche Hoffnung“, als bester Nachwuchsstar ausgezeichnet.

 

Madeleine ist ein spröder Charakter, verkrampft und patzig, sie versucht sich dem Militärischen anzupassen und macht sich dadurch immer wieder lächerlich. Immer wieder versteifen sich die Körper der beiden Liebenden, wenn sie einander begegnen, das ist härter und spröder als die Verspieltheiten, die man in der Nouvelle Vague – den frühen Filmen von François Truffaut, Eric Rohmer, Louis Malle – und denen ihrer Nachfolger so liebt. Der Filmemacher Thomas Cailley ist in Aquitanien, im Südwesten Frankreichs, an der Grenze zu Spanien, aufgewachsen, dort gibt es große Seen und Wälder, heftige Stürme und Waldbrände im Sommer. „Die Stärke Madeleines“, sagt er, „kommt daher, dass sie keinerlei Leerstelle zwischen einer Entscheidung und der dazugehörigen Handlung lässt. Madeleines Welt besteht aus purer Energie. Das erklärt auch, warum sie manchmal so sonderbar erscheint, ihr manchmal so unangebrachtes, unbeholfenes und auch hitziges Verhalten. Sie hat keine Ruhe, um in sich zu gehen.“

Madeleine meldet sich tatsächlich in einem Probe-Camp des Militärs für einige Wochen an, und Arnaud folgt ihr dorthin. Da gibt es Reibereien und Kraftproben, Frustrationen und Niederlagen, und schließlich fliehen die beiden aus dem Lager und versuchen, allein im Wald zu überleben. Das Idyll währt nicht lange, plötzlich ist Chaos um die Liebenden, die Welt löst sich auf in nichts. Ein beklemmendes Finale, die absolute Kinoeinsamkeit.

 

Fritz Göttler

 

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Jupiter Jones, Luxuslärm & José Gonzáles 3.7. & 4.7. Rathausplatz Dachau

In Dachau ist in diesem Sommer musikalisch wieder einiges geboten, denn die deutschen Rockbands Jupiter Jones (Foto) und Luxuslärm sind  am Freitga zu Gast beim Dachauer Musiksommer. Erstere gehören zu den großen Festivalabräumern und haben seit 2014 mit Sven Lauer einen neuen Sänger, da Nicholas Müller aufgrund von Angststörungen ausscheiden musste. Luxuslärm mit Sängerin Janine Meyer durften schon die Deutschpopper Pur supporten und haben beim Bundesvision Songcontest 2012 mitgemacht. 

 

 Etwas anspruchsvoller geht es tags darauf zu: Mit José Gonzáles gelang es den Veranstaltern wieder das großartige Line Up der vergangenen Jahre mit The National, Patti Smith und Fleet Foxes fortzusetzen. Der schwedische Sänger argentinischer Herkunft wird sein, nach sieben Jahren Pause, neu veröffentlichtes Album „Vestiges & Claws“ vorstellen. Während seine vorherigen Platten „Veneer“ und „In Our Nature“ sehr puristisch anmuteten, verströmt das neue Werk einen neuen Sound, der zugleich wärmer und breiter klingt.

Haindling 5.7. Tollwood Musik-Arena

Nach fast 35 Jahren und 15 Alben ist es um die bayerische Kultband  noch kein bisschen ruhiger geworden. Mit ihrer außergewöhnlichen Mischung aus Volks- und Weltmusik bietet die fünfköpfige Band um Hans-Jürgen Buchner eine »Therapie für Geist, Seele und Ohren«. Mal witzig und ironisch, mal nachdenklich und hintersinnig – Haindling reißt sein Publikum immer mit. Die seit Jahrzehnten kultivierte musikalische Mischung zeichnet Haindling aus und zeigt, dass bayerische Mundart wunderbar mit tibetischen oder chinesischen Klängen harmoniert. Wer hören will, wie Alphörner mit afrikanischen Trommeln klingen, ist bei Haindling richtig.

Filmfest München Bis 4.7. an diversen Orten

Filme, Stars, Premieren, Partys und laue Sommerabende – was braucht es mehr, um Filmfans glücklich zu machen? Regisseure und Schauspieler aus aller Welt kommen in die Stadt und präsentieren rund 200 Filme in den Festivalkinos Gasteig, Rio Filmpalast, City Kinos, Filmmuseum, Filmtheater Sendlinger Tor, HFF, ARRI Kino und Kinos Münchner Freiheit. Unter anderem ist in diesem Jahr eine Retrospektive des Regisseurs Alexander Payne („The Descendants“, „Sideways“) zu sehen, der Cinemerit-Preis geht an den französischen Regisseur Jean-Jacques Arnaud. Eröffnet wird der cineastische Reigen mit dem Film „Den Menschen so fern“ von David Oelhoffen mit Viggo Mortensen in der Hauptrolle.

Das komplette Programm unter www.filmfest-muenchen.de.

Ted II Jetzt im Kino

Auch Teddybären sind bloß Menschen. Der rauhbeinige, sprechende Teddy Ted hat seine Freundin Tami-Lynn (Jessica Barth) geheiratet. Weil das mit dem gemeinsamen Kinderzeugen biologisch nicht so recht klappt, soll Teds bester Freund John Bennett (Mark Wahlberg) mit einer Samenspende helfen. Damit Ted Vater werden kann, verlangen die Behörden aber den Nachweis, dass auch er ein Mensch ist. Anwältin Samantha Jackson (Amanda Seyfried) und Menschenrechtsanwalt Meighan (Morgan Freeman) helfen ihnen beim Marsch durch die Institutionen. Seth MacFarlanesF ortsetzung dürfte, in der Begegnung von Hollywood-Stars und Stoffbär, wie schon der erste Film von 2012, ein Kinovergnügen werden.

 

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Atlantic. Jetzt im Kino

Ein Sehnsuchtstraum. Der junge Fischer Fettah hat unter den Touristen, die jedes Jahr zum Surfen an die marokkanische Atlantikküste kommen, viele Freunde. Auch er ist ein fantastischer Wellenreiter. Fettah verliebt sich in Alexandra, die Freundin eines holländischen Surffreunds. Im Herbst, als alle abgereist sind, hält er es nicht mehr aus, packt seinen Rucksack, nimmt sein Surfbrett und macht sich auf eine Reise Richtung Europa. Der niederländische Regisseur Jan-Willem van Ewijk kennt sich bestens aus in der Surferszene, in Marokko. Die Hauptrolle hat er mit dem charismatischen Fettah Lamara besetzt. Die Aufnahmen auf See faszinieren. „Ein Arthouse-Stück mit Ecken und Kanten und Handschrift“ notiert Reinhard Kleber im Filmecho.

 

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Monty Python's Spamalot Bis 12.7. Deutsches Theater

And Now for Something Completely Different: Es fliegen die Kühe, das mordende Kaninchen geht um. Raubritter werden bis auf den blutigen Rumpf zusammengestutzt. Und um die Ecke biegt die irre Truppe mit den klappernden Nussschalen. Monty Python’s Spamalot lehnt sich natürlich an die weltberühmten grotesken Gags aus dem Kultfilm „Die Ritter der Kokosnuss“ an. König Artus und seine Tafelrundenrabauken suchen den Heiligen Gral. Auf dem Weg dorthin geht so ziemlich alles schief. Eric Idle und John Du Prez haben die Kinoschatzkammer geplündert und präsentieren ihre Raubstücke nun als Musical mit schröcklicher Ohrwurm-Gefahr.

 

Trash Jetzt im Kino

Vinceremos! Raphael, Gardo und Rato leben in einem Armenviertel am Rande Rio de Janeiros. Raphael findet auf der Mülldeponie ein Portemonnaie. Das enthält Geld, einen Lottoschein, ein Foto von einem kleinen Mädchen, einen seltsamen Schlüssel – und die drei beschließen, auf Spurensuche zu gehen, mitten hinein in die Großstadt. Schon bald werden sie von der Polizei verfolgt. Der britische Starregisseur Stephen Daldry hat mit dem bewegenden, dramatischen Abenteuerfilm den gleichnamigen Roman von Andy Mulligan verfilmt. Der Film erinnert an „Slumdog Millionaire“, zeigt eindrücklich die Perspektive der drei sympathischen Jungs, und feiert das Leben.

 

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Die Lügen der Sieger Jetzt im Kino

Schon lange vor Whistleblower Snowdens Enthüllungen, vor Sony Hack oder der Ausweitung der brisanten BND-Affäre entwickelte Christoph Hochhäusler die Idee zu dieser Abrechnung mit der Arbeit von Lobbyisten.

In seinem exquisit gefilmten und sehr modernen Polit-Thriller sind es die Herren im feinen Zwirn und Damen in teuren Kostümchen fernab jeder Kontrolle, die die Fäden ziehen, während Fabian Groys, ein renommierter und nicht gerade uneitler investigativer Star-Reporter eines politischen Hauptstadt-Magazins felsenfest glaubt, selbst ein paar faulen Dingen auf der Spur zu sein. Erst einmal nervt er seine junge Kollegin mit Chauvi-Sprüchen und setzt sie dann an die Recherche über den Selbstmord eines ehemaligen Bundeswehr-Soldaten, der sich nicht gerade appetitlich in einen Löwenkäfig stürzte. Als herauskommt, dass der wie andere Ex-Soldaten aus der gleichen Einheit in einer Recycling-Fabrik arbeitete und das Einatmen giftiger Stoffe womöglich psychische Störungen hervorruft, fährt Groys voll ab auf die heiße Story und verstrickt sich in ein Netz aus Macht und Manipulation, wird zum Spielball dunkler Interessen. Bald weiss er nicht mehr, wem er noch trauen kann, wer ihn lächelnd belügt oder knallhart für eigene Zwecke einspannt.

 

Hochhäusler kontrastiert Redaktionsalltag mit einem unsichtbaren Bereich, in dem dubiose  Akteure in Türmen aus Glas und Stahl an Strategien spinnen. „Geschichte wird von den Siegern geschrieben“ wusste schon Winston Churchill, der amerikanische Schriftsteller und  Poet der Beat-Generation Lawrence Ferlinghetti setzte mit dem Satz „Geschichte wird gemacht aus den Lügen der Sieger“ aus seinen „Beatstories“ noch eins drauf und liefert so den Titel für Hochhäuslers Ausflug in die korrupte Welt der Machteliten. Nach Investmentbanking in „Unter dir die Stadt“ steht hier das Mediengeschäft im Fokus, mit coolen Typen, die nicht merken, wie sie am moralischen Nasenring öffentlich vorgeführt werden, und Chefredakteuren, die in vorauseilendem Gehorsam hehre Grundsätze der Freien Presse, der „vierten Gewalt“, an den Nagel hängen.

Erneut setzt Hochhäusler auf feinziselierte Verschachtelungen, darf die Kamera mit Spiegelungen spielen, interessiert sie sich oft mehr für das Design als die Personen. Auch wenn manche Szenen bei diesem Mix aus Genrekonventionen sehr konstruiert wirken, folgt man den Protagonisten gerne auf ihrem Irrweg mit einer Abzweigung ins Romantische. Lilith Stangenberg punktet als scheinbar leicht naive Praktikantin, Florian David Fitz als Edelfeder mit Faible für einen 70er-Jahre-Porsche und illegalem Glücksspiel. Fitz, der als Zuckerkranker Insulin spritzen und für seine Spielsucht bitter büßen muss, meistert den Spagat zwischen charmantem Sunnyboy und in sich zerrissenem Selbstzweifler souverän, als ambivalent angelegte Figur macht er eine Entwicklung und Wandlung durch, kein strahlender Held, sondern ein Strauchelnder. Weit weg von der spröden  „Berliner Schule“ ist diese Geschichte des Scheiterns publikumsfreundlicher inszeniert und mit mehr „human touch“. Wenn Hochhäusler genüsslich die Rolle der Medienmacher relativiert und den Einfluss politischer Lobbyisten als bestimmendes Element der Politik entlarvt, deckt er die Wunden des Systems auf und ist voll in der Gegenwart angekommen.

Margret Köhler

 

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Antonius und Cleopatra Im Residenztheater

Eine Welt aus den Fugen. Es herrscht Krieg im römischen Imperium. Zwei Feldherren, zwei ganz un­terschiedliche Herrschertypen, ringen um die Macht. Der eine möchte das Reich unbedingt erhalten, der andere ist zumindest etwas abgelenkt – wegen Bettgeschichten von staatstragender Bedeutung. Octavian möchte bewahren, Marcus Antonius seine Beziehung zur Ägypter-Fürstin, die den gemeinen Römern als lasterhaftes Luder gilt, nicht gefährden. William Shakespeare erzählt von der Pflicht – in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Letztlich wird es blutig, die entscheidenden Schlachten verliert der Liebende. Octavian lässt das west-östliche Paar zwar gemeinsam bestattet, ihre Kinder tötet er aber. Regie führte Thomas Dannemann. In den Hauptrollen: Manfred Zapatka und Hanna Scheibe.

3000 Euro In Münchner Volkstheater

3000 Euro: Das ist etwas mehr als der statistisch ermittelte Durchschnittslohn in Deutschland. Und für Banken und Politiker, die leichtfertig mit den Milliarden hantieren, natürlich ein Fliegenschiss. Und doch hat die vergleichsweise überschaubare Summe, die dem Stück von Thomas Melle den Titel gibt, mehr als nur symbolische, ja eine existenzielle Bedeutung. Anton will nicht wahrhaben, dass er sich auf dem direkten Weg in Richtung sozialer Abstieg befindet. Allzu blauäugig hat er darauf gehofft, dass er nach dem Studium den Weg in den Verdienstberuf findet. Stattdessen hat er den Sommer durchgefeiert – und sitzt nun auf einem Schuldenberg. Seine Gläubiger wollen unbedingt die bereits erwähnten 3000 Euro zurückhaben. Auf dieselbe Summe hofft auch Denise – zunehmend verzweifelt. Die Alleinerziehende kommt mit dem dürftigen Gehalt als Discounter-Kassiererin kaum über die Runden. Und ihre kleine Tochter erfordert viel Aufmerksamkeit und Geld, da sie an Wahrnehmungsstörungen leidet. Also hatte sich Denise zu einer verhängnisvollen Entscheidung durchgerungen – einem Porno-Dreh. Auf die Kohle dafür wartet sie noch immer. Brit Bartkowiak schneidet die beiden Schicksale hart gegeneinander

Victoria Jetzt im Kino

Atemlos. Vor einem Berliner Club lernt die Spanierin Victoria vier Jungs kennen – Sonne, Boxer, Blinker und Fuß. Zwischen Sonne und Victoria (Frederick Lau und Laia Costa) funkt’s sofort, sie setzen sich von der Gruppe ab – nur finden sie kaum Zeit füreinander. Denn die anderen haben noch was vor, müssen, um eine alte Schuld zu begleichen, ein Ding drehen. Und Victoria soll dabei als Fahrerin einspringen ... Regisseur Sebastian Schipper („Absolute Giganten“, „Ein Freund von mir“) ist spezialisiert auf Berlin, Männergruppen und Extreme. Das verblüffend intensive Drama Victoria treibt den Zuschauer hinein in die Perspektive seiner Helden – (vorgeblich) in einer einzigen Einstellung, einer absoluten Einheit von Raum und Zeit. Die Kamera führt souverän Sturla Brandth Grøvlen. Erst Party, dann Bankraub. Radikales, faszinierendes, deutsches Kino. Geht doch!

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Love & Mercy Jetzt im Kino

Good Vibrations. Man muss nicht jedes Musiker-Biopic sehen, das hier aber schon. Beach-Boys-Mastermind Brian Wilson hat es Mitte der Sechziger geschafft. Mit „Pet Sounds“ erfindet er die Popmusik neu – und stürzt, weil er dem Druck der Plattenfirma, der Band und seines tyrannischen Vaters nicht gewachsen ist, in eine jahrzehntelange Psychose. Bis Autoverkäuferin Melinda (Elizabeth Banks) sich in ihn verliebt und an seiner Rettung arbeitet ... Bill Pohlad inszeniert mit Love & Mercy unkonventionell, detailversessen, bewegend und angemessen Brian Wilsons Lebensgeschichte. Mit zwei wunderbaren Schauspielern: Paul Dano spielt den jungen Wilson der 60er, John Cusack den gereiften Musiker der 80er. Dazu ein sorgfältiges Drehbuch und eine kluge Montage, die zwischen den Zeiten hin- und herspringt, und, natürlich, die faszinierende Musik. Bei der Entstehung des Albums „Pet Sounds“ im Studio dabei zu sein, ist schlicht ein Erlebnis.

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ICH ICH ICH Im Residenztheater

Martin Kušej, frisch verlängerter Chef am Bayerischen Staatsschauspiel, zeigt mal wieder, dass er auch ein inszenierender Intendant sein will. Etwas verblüffend hat er sich dafür ein sehr selten gespieltes Stück ausgewählt, das in der Tradition des französischen Boulevardtheaters des 19. Jahrhunderts steht. Die Handlung spielt sih in einem Pariser Salon, in dem es zugeht wie in einem Taubenschlag. Hier werden Intrigen eingefädelt, Ehen angebahnt und schamlos Geschäfte gemacht. Menschliche Nähe ist immer Mittel zum Zweck. Im Zentrum steht ein alternder Lustgreis, der Junggeselle geblieben ist, sich hauptsächlich um seine Immobiliendeals kümmert und die Leere in seinem Herzen mit einem üppig bestückten Weinkeller kompensiert. Ausgedacht hat sich das alles der Vielschreiber Eugène Labiche, der seinerzeit zusammen mit Georges Feydeau zu den Stars des Pariser Literaturbetriebs zählte und der teilweise bis zu zehn Komödien im Jahr auf den stückegierigen Markt warf. 

Mutter Courage und ihre Kinder In den Kammerspielen

Dass sich letztlich alles ums Geld dreht, das würde die Titelheldin aus Bert Brechts wohl bekanntestem Thesenstück jederzeit unterschreiben. Sie kommt in einer Inszenierung des umjubelten Schauspielers und TV-Stars Thomas Schmauser („Bamberger Reiter“), der die abgezockte Marketenderin aus dem 30-jährigen Krieg wieder auf die Bühnenbretter hievt. „Viel bequemer ist es natürlich, auf der sicheren Seite zu bleiben, nicht zu springen, weiter zu beobachten, weiter zu schauen und nicht zu traurig zu werden, bevor man stirbt“, sagt er zu seinem Interesse an dem Stück. „Das fasziniert mich bei Brecht, dass seine Texte diesen Vergegenwärtigungsmoment, diese Gegenüberstellung wagen und sich nicht in Poesie auflösen. In den Hauptrollen: Ursula Werner, Lena Lauzemis, Peter Brombacher und Christian Löber.

Praterstrand Auf der Praterinsel

Münchens schönster Beachclub holt seit 2013 den Sommer auf die Praterinsel. Entspannte Abende wechseln sich ab mit angesagten DJ Sessions, Firmenevents treffen auf Strandhochzeiten, Hipster auf Münchner Kindl. Ab 18. Mai gibt es auch heuer wieder bei kühlen Drinks bis September chilligen Beachclubsound auf die Ohren, für eine kulinarische Grundlage ist mit BBQ und leichter Sommerküche gesorgt. Die Betreiber der Praterinsel Eventräumlichkeiten knüpfen mit ihrem saisonalen Outdoor-Schmuckstück – einer gelungenen Mischung aus Genuss und Gespräch, Musik und Kultur für Einheimische und Touristen – an die Historie des einzigartigen Areals an. „Im 19. Jahrhundert feierten hier die Münchner in einem Tanzpavillion, später entstanden in den Gebäuden die legendären Spirituosen der Riemerschmid Schnapsfabrik. Da ist der Praterstrand nur die logische Fortführung“, schwärmt Chris Boehm-Tettelbach, der die denkmalgeschützten Gebäude mit seinem Event-Team seit Februar 2010 wieder erfolgreich mit Leben füllt. Alle Infos: www.praterstrand.de

 

Caligula Im Münchner Volkstheater

Er ging als einer der fürchterlichsten Wüteriche in die Geschichte ein. Doch wer war Caligula wirklich? Zunächst hatte die Amtszeit des römischen Kaisers ja gut, geradezu beschaulich angefangen. Die Bürger liebten ihren jungen Herrscher. Doch nach dem überraschenden Tod seiner Schwester Drusilla verfinsterte sich sein Gemüt. Düstere Gedanken und brutaler Fatalismus bemächtigten sich ihm. „Die Menschen sterben und sie sind nicht glücklich“, lautete die Weltsicht von Caligula. Er hört nicht mehr auf seine klugen Einsager, Freunde wenden sich von ihm ab und werden von ihm grausam verfolgt. Albert Camus hat sich an dem Racheengel abgearbeitet, der mit Folterungen und Hinrichtungen eine Blutspur durchs alte Rom zog. In der Inszenierung von Lilja Rupprecht spielen Max Wagner, Constanze Wächter und Jean-Luc Bubert.

Camino Real In den Kammerspielen

Ein völlig weltentrückter Ort ist der staubige Camino Real, der in einen unbestimmten Süden führt. Links und rechts der Straße stehen heruntergekommene Absteigen, Bordelle, Buden, ein verlassenes Luxushotel. Die Grenzstadt ist ein Transitort, wie man ihn aus dem Western kennt. Jenseits beginnt eine fantastische Terra Incognita, diesseits herrscht ein starres Überwachungssystem. Wer hier ankommt, ist zum Blei-ben verdammt. „Tennessee Williams gelingt es auch in diesem Stück, dass sich konkrete politische Themen seiner (und unserer) Zeit in Alpträume verwandeln“, gibt Regisseur Sebastian Nübling seiner Inszenierung mit auf den Weg. In den Hauptrolllen: Jochen Noch, Sandra Hüller. Çiğdem Teke, Stefan Merki und Wiebke Puls.

Siegfried Im Münchner Volkstheater

Christian Stückl hat  wieder mal eine Premiere am Volkstheater. Von Ritterehre, höfischem Benehmen und edler Minne ist wenig zu finden in Feridun Zaimoglus und Günter Senkels Neubearbeitung der Siegfried-Sage. Dabei hält sich das Autorenteam durchaus an die historische Vorlage, die ja auch nicht gerade zimperlich mit Verrat, Vergewaltigung und Mord umgeht. Doch so schonungslos wie hier wurden die Protagonisten des größten deutschen Heldenepos wohl noch nie ihrer Vorbildfunktion entkleidet. Getrieben von Machtgier und Geltungssucht, morden, vögeln und fressen sie sich ihrem eigenen Untergang entgegen. Die Lichtgestalt Siegfried ist ein tumber – aber sehr viriler – Muskelprotz, sein Gegenstück Brunhild eine blutrünstige Barbarin. Von jeder Patina befreit, zeigt die Neufassung des Mythos eine von Rücksichtslosigkeit und Brutalität gezeichnete Gesellschaft. In den Hauptrollen: Jakob Geßner, Jona Bergander und
Magdalena Wiedenhofer.

Jagdszenen aus Niederbayern In den Kammerspielen

Man besucht sich, man pflegt den Austausch. Wie schön. Martin Kušej, seines Zeichens Hausherr am Bayerischen Staatstheater, wechselt die Straßenseite und inszeniert Martin Sperrs wüstes Bauerntheater.  Abram ist wieder zurück ins Dorf gekommen, nachdem er in der großen Stadt im Gefängnis war. Doch willkommen ist er nicht, das findet sogar seine Mutter. Nur Tonka, die alle die Dorfschlam­pe nennen, will, dass der bleibt. Denn sie ist schwanger. „Ich komme aus exakt einem solchen Dorf und kenne das alles zu genau“, so Kušej. „Ich habe diese drückende Atmosphäre mit der Milch mitbekommen: die bedrohliche Enge, die ewig gleichen Vorurteile, die korrupte Verlogenheit, die bigotte Frömmigkeit. Besonders spannend finde ich das Uneindeutige der Figuren“, sagt er über Sperrs einstiges Skandalstück. „Man versteht nie wirklich, wie sie eigentlich sind: schlampig oder brav, schwul oder nicht, anständig oder verräterisch.“ In den Hauptrollen: Katja Bürkle, Christian Löber, Silja Bächli und Michael Tregor.

Torquato Tasso Im im Residenztheater

Manchmal möchte man dem Antike-verliebten Dichter Torquato Tasso gerne über das staubige Haupt streicheln. Er machte sich das Leben am Hof des Fürsten von Ferrara auch gar zu schwer. Eben erst hat er sein Opus Magnum fertiggestellt, schon sticht ihn der Hafer. Er legt sich mit dem Diplomaten Antonio an und wird mit Hausarrest bestraft. Schlimmer noch: Plötzlich merkt der sensible Dichter, den Goethe so treffend traf, dass er doch nur ein Unterhaltungsdienstleister ist. Selbst wenn er zornig den Hof verlässt, erhält er sein Manuskript nicht mehr zurück. Das hat sich der Herrscher unter den Nagel gerissen. Menno! Regie führte Philipp Preuss. In den Hauptrollen: Valery Tscheplanowa, Sibylle Canonica, Nora Buzalka und Norman Hacker.

Maria Stuart In den Kammerspielen

Einen Klassiker nimmt sich Regie-Wüterich Andreas Kriegenburg mit Friedrich Schillers Drama vor. Darin lässt Herrscherin Elisabeth I, die sich von ihrer schottischen Gegenspielerin auf so vielen Ebenen – politisch, religiös, aber auch in ihrer Sexualität – herausgefordert fühlt, noch ein wenig zappeln. Aber dann setzt sie doch die Unterschrift unter das berüchtigte Dokument – und lässt Maria zum Schafott führen. "Man findet bei Maria Stuart fast keine wirkliche Nähe zwischen den Figuren. Wann immer scheinbar doch eine Nähe entsteht, geschieht dies im Zuge des Versuchs der Manipulation. Jeder versucht, den anderen in die eigenen Intrigen und in das Bild des eigenen Machtkampfes einzubauen", so Kriegenburg. In den Hauptrollen: Walter Hess, Brigitte Hobmeier, Annette Paulmann, Oliver Mallison und Jochen Noch. 

Nathan der Weise Im Münchner Volkstheater

Dieses Stück muss jetzt unbedingt gespielt werden. Weil so oft nur noch Märchen helfen, die hoch erhitzten Gemüter wieder runterzukühlen. Nathan der Weise weiß, wie man’s macht. Er erzählt einfach eine Geschichte – die weltberühmte Ringparabel – und zieht sich bei der immer schon bangen Frage, welche der Weltreligionen nun die vermeintlich „richtige“ ist, geschickt, aber sehr nachvollziehbar aus der Affäre. Intendant Christian Stückl hat den Verständnisklassiker von Gotthold Ephraim Lessing wieder aus dem Regel geholt und muss dabei gar nicht mal so viel Staub vom Reclam-Heftchen blasen. Man kann ihm dafür nur dankbar sein. In den Hauptrollen: Pascal Fligg,  Sohel Altan G.,  August Zirner und Constanze Wächter

Warum läuft Herr R. Amok? In den Kammerspielen

Alltag in der Hölle. Vom Ausbruch aus der geordneten Bürger-Spießigkeit, von der jähen Generalabrechnung mit dem immer brav Funktionieren, erzählte  Rainer Werner Fassbinder in seinem beklemmenden Filmklassiker. Darin lernt man einen Durchschnittsmann kennen, der immer nur versucht, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden und dadurch jäh in einen Abgrund von Leere stolpert. Am Schluss wird aus dem kleinen Menschen ein Monstrum, das zuerst seine Familie, dann sich selbst auslöscht. Die Regisseurin Susanne Kennedy hat den weiterhin stark irritierenden Stoff auf die Bühnenbretter gehievt.In den Hauptrollen:  Walter Hess, Christian Löber, Anna Maria Sturm und Çiğdem Teke.

Bernhard Ludwig Am 4.7. im Lustspielhaus

In seinem aktuellen Programm „Anleitung zum lustvoll Leben: Kung Fu“ verrät Bernhard Ludwig als Weiterführung seines 10in2 Konzept alles über Herzinfarkt, Übergewicht, Burn Out: Anliegen ist es Irrtürmer, falsche Annahmen, ungünstige Verhaltensweisen und den ganzen damit zusammenhängenden Wahnsinn aufzuklären. Und damit ihr Leben nicht nur länger, sondern auch besser wird, gibt es im zweiten Teil ein Sexprogramm mit vielen Schmunzlern und Aha-Erlebnissen! Wie in allen Seminarkabaretts alles 100% Wissenschaft und 100% Kabarett!

AKTUELLES HEFT
Do 25. Juni 2015 -
Mi 8. Juli 2015
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Senkrecht & Pusch - 11.7. Schlachthof
Das „wahrscheinlich beste Komiker-Duo zwischen Nordsee und... MEHR
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Sido • 11.11.2015 • Zenith