Freitag, 4. September 2015
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Die Kleinen und die Bösen: Da geht's lang

Jetzt im Kino... mehr
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Bewährungshelfer Benno will den jähzornigen Säufer Hotte in die Schranken weisen. Der soll bloß nicht das Sorgerecht für seine Kinder bekommen. Hotte gefällt das Familienleben aber immer besser. So schmiedet Benno einen Plan, der Hotte zurück ins Gefängnis bringt. In Markus Sehrs schwarzer Komödie liefern sich („Stromberg“) Christoph Maria Herbst und Peter Kurth einen tollen Schlagabtausch, während die Story, mit vielen Nebenfiguren, ein bissl arg in die Breite geht.

 

Julius Lahai: Pfiffiger Tausendsassa

Heute im Feierwerk Orangehouse... mehr
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Der in Köln und für die Musik lebende Tausendsassa spielt einen pfiffigen Mix aus Soul, Rock, Afro, Pop und Funk.

 

San 2 & Sebastian: Soul'n'Blues

Heute in der Bayerischer Hof Piano Bar... mehr
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Feiner Soul und erdiger Blues mit hinreißender Stimme und herzhaften Gitarrenriffs.

 

Sigi Zimmerschied: Tendenz steigend

Heute im Fraunhofer... mehr
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Wirkungsvolles Kabarett ist wie Hochwasser. Es kommt überraschend, mit aller Kraft, fordert alle Sinne und hinterlässt irritierte Sicherheit. Das unterscheidet es vom lauwarmen fernsehtauglichen Comediefußbad. Da hilft kein App. Depp bleibt Depp. Tendenz steigend. Themen? Der Kopf ist ab, die Hose unten, das Massengrab sucht neue Kunden. Die Zinse fällt, der Blutdruck steigt, es weint die Welt, der André geigt.

 

Blind Date: Populäres und Bekanntes

Heute Bayerischer Hof Night Club... mehr
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Kräftiger Roll’n’Rock, Pop und Charts mit der Freisinger Combo.

 

The Transporter Refueled: Action-Kracher

Jetzt im Kino... mehr
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Keine Namen, keine Fragen, keine Nachverhandlungen. So lautet das ­Arbeitsprinzip von Frank Martin, der für die französische Unterwelt nur als der „Transporter“ unterwegs ist, ein Spitzen-Fahrer, den man kaufen kann. Frank trifft auf Anna, die Anführerin einer Söldnertruppe. Die will um jeden Preis Franks Hilfe beim Kampf gegen die Russen-Mafia – und entführt kurz Mal Franks Vater, um Druck zu machen. Ein Reboot, ein Actionkracher, in dem Ed Skrein („Northmen“) den bewährten Helden Jason Statham ersetzt.

 

Raggabund: Dancehall-Beats

Heute im Backstage... mehr
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Gute Reime auf gutem Groove – Babacools-Chefdenker Caramellow mit seinem sehr unterhaltsamen Nebenprojekt zwischen Reggae, Ragga, Dancehall und Dub. Special Guest: The Dubby Conquerors 

 

König Ödipus: Düstere Wege

Heute Innenhof Glyptothek... mehr
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Vielleicht lassen sich unter freiem Sternenhimmel die existenziellsten Erschütterungen besser ertragen. Am vermutlich stimmungsvollsten Bühnenort der Stadt zieht wieder einmal – nun schon zum 25-Jahre-Jubiläum der Reihe – der große Griechenversteher Gunnar Petersen in den Kampf mit den Dämonen. Er muss sich als König Ödipus mit dem furchtbarsten Ausgang aller Möglichkeiten auseinandersetzen.

 
Tagestipp Freitag 04.09.2015
DJ Premier & Band Am 6.9. im Ampere

Das wird spannend: DJ Premier oder Premo, wie er auch gerne genannt wird, ist neuerdings mit einer Liveband unterwegs. Der DJ und Produzent gilt als eine der einflussreichsten Figuren in der HipHop-Szene der amerikanischen Ostküste. Bekannt wurde er vor allem mit dem Duo Gang Starr und mit Songs die er für Künstler wie Jay-Z, Snoop Dog oder Notorious B.I.G. produzierte. Charakteristisch für Premo sind der Einsatz von Soul- und Jazz-Elementen, sowie die punktgenauen Vocal-Scratches. Aber keine Sorgen, denn auch mit Band muss man nicht auf DJ Premiers Künste an den Decks verzichten.

 

Tour de France Am 4.9. im Ampere

Le Frog don't rock. Von wegen. Deutschlands älteste Franzosenparty feierte unlängst 15jähriges Bestehen und hat sich von München aus inzwischen auch in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt und anderswo breitgemacht. Der Name ist Konzept: Geboten wird eine tanzbare musikalische Tournee durch die Stile und Genres französischer und frankophoner Musik. Ob Partyklassiker von Claude François, Les Rita Mitsouko oder Zebda, Sixties-Helden wie Serge Gainsbourg, Nino Ferrer, oder Jacques Dutronc, neuer Rock von Louise Attaque, Dionysos und Noir Desir, Alternative Folk von La Rue Ketanou, Têtes Raides oder Tryo, Nouvelle Chanson von Benjamin Biolay, Camille und Emilie Simon, Rai von Rachid Taha bis Khaled. Dazu French Reggae von Sinsemilia und Massilia Sound System bis Kana, HipHop/Rap von MC Solaar über Stromae bis IAM, French House von Daft Punk bis Justice - gespielt wird, was gefällt und tanzbar ist. Es laden ein: DJ Thomas Bohnet und DJ Y.

Shakespeares wilde Weiber Bis 26.9. im Teamtheater

Wüst geht es bekanntlich in so manchem Shakespeare-Stück zu, ganz besonders natürlich in der ­blutigen „Macbeth“-Schlachtplatte. Diese steht nur am Rande in dieser turbulenten Musikkomödie, die eigentlich erst von einem ersten Vorsprechen erzählt. Auf der Probebühne kommen drei unterschiedliche Frauen zusammen, die alle die mordlustige Schottenherrscherin spielen wollen. Zum ­einen wäre das eine einfältige Dorfschönheit, die mit der Rolle komplett überfordert ist. Mit ihr konkurriert eine abgehalfterte  Dramaturgin, die sich zu Tragödiendarstellerin spätberufen fühlt. Dritte im Wettkampf ist eine erfahrene Schauspielerin, die für eitle Spielchen rein gar nichts übrig hat, muss sie sich doch nebenbei noch um ihr Kleinkind kümmern. Auch hier bahnt sich der Wahnwitz seinen Weg.

Raggabund Am 4.9. im Backstage

Sie schlagen das nächste Kapitel auf: Diese beiden standen schon mit Künstlern wie Sean Paul oder den Fantastischen Vier auf der Bühne und melden sich nun mit ihrem neuen Album „Buena Medicina“ zurück. Auf diesem Werk fusionieren die Münchner ihre Liebe zu Reggae und Latinbeats zu einer feinen Melange aus organischen Sounds mit fetten Punchlines und Großstadtpoesie. Der aktuelle Tonträger entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Reggae-Act The Dubby Conquerors, die nun auch als Support mit dabei sind. Auf dem Album finden sich volle, warme und analoge Sounds, die von jazzigen Tönen bis hin zu pumpenden, extrem tanzbaren Beats reichen. Das hat was!

 

Ricki – Wie Familie so ist Jetzt im Kino

Mamma Mia. Ricki wollte Karriere als Musikerin machen, hat deshalb vor Jahren ihren Mann und die drei Kinder verlassen. Jetzt hat sie einen Dauer-Gig in einer kleinen Bar in Kalifornien, arbeitet tagsüber als Kassiererin. Als ihr Ex-Mann Pete (Kevin Kline) anruft, weil es der gemeinsamen Tochter elend geht, kehrt Ricki zurück zu ihrer ziemlich bürgerlichen Provinz-Familie, die sie kaum kennt. Das ändert sich – und Ricki spielt zur Hochzeit ihres Sohnes auf. Eine musikalische Familien-Dramödie von Jonathan Demme, bei der Meryl Streep souverän die unangepasste Rockerin gibt. Drehbuchautorin Diablo Cody schöpft aus eigener Erfahrung mit ihrer dem R&R-Virus verfallenen Mutter, Demme schildert lustvoll die Musikszene.

 

Königin der Wüste Jetzt im Kino

Große Abenteuer. Gertrude Bell zieht es, Anfang des 20. Jahrhunderts, nach ihrem Studium, in den Orient. Nach einer unglücklichen Affäre mit einem Diplomaten in Teheran wählt sie ein Leben als Forscherin, macht Ausgrabungen, übersetzt, spioniert, vermittelt zwischen Orient und British Empire. Werner Herzogs inszenirte diese gediegenes BioPic über den „weiblichen Lawrence von Arabien“. James Franco, Damian Lewis und Robert Pattinson umkreisen eine strahlende Nicole Kidman, die die Fäden bestens in der Hand behält.

 

 

 

 

 

 

 

Fantasy Filmfest Bis 6.9. im Cinemaxx

Fear Good Movies. Das Fantasy Filmfest meldet sich zurück. Zum Beispiel mit Howl von Paul Hyett, einer Londoner Vorort-Bahn-Midnight Monster-Fantasia. Nachts, Schaffner Joe freut sich auf den Feierabend. Da stoppt der Zug, der Lokführer ist verschwunden – und draußen im Wald da lauern pelzige Raubtiere, die sich über die Passagiere hermachen. Oder Der Bunker, ein höchst stilsicherer, höchst merkwürdiger deutscher (!) Film über die seltsamen Bewohner eines solchen Baus: Ein Vater, der sich gern als Clown verkleidet und furchtbare Witze vorliest, eine Mutter, die mit ihrem offenen Bein kommuniziert, ein Bub, der 8 Jahre sein soll, aber vom 31-jährigen Daniel Fripan gespielt wird, dazu der Student, der in Ruhe am Higgs-Teilchen forschen möchte. Oder Stung (Foto), ein Fun-Splatter-Kracher, eine wilde Wespen-Hatz bei einer Gartenparty. Die Viecher mutieren zu mannsgroßen Brummern und attackieren die Gäste. Caterer Julia und Paul wehren sich nach Kräften. Insgesamt sind über 50 Filme zu sehen und das Get-Shorty-Kurzfilmprogramm rundet das Filmfest ab.

Alle Infos: www.fantasyfilmfest.com

 

Die Herzogin von Malfi Bis 5.9. im Amphitheater Englischer Garten

Haltet Euch warm, ­notfalls aneinander! Zum vermutlich letzten Open Air der Saison wartet das Theater des Hölzernen Gelächters mit einer ziemlich hitzigen Geschichte auf. Es geht um eine eigensinnige Herzogin. Die hat es sich in den Kopf gesetzt, auf die höfische Etikette zu pfeifen und ihren Gefühlen zu folgen. Deswegen lässt sie sich auf eine unstandes­gemäße Heirat ein – heimlich bezeugt von ihrer Kammerzofe. Doch Antonio de Bologna, ihr Angetrauter, bezahlt die Kühnheit fast mit seinem Leben. Die aufgebrachten Brüder der Amalfi-Herrscherin setzen einen Ex-Galeerensträfling auf das Paar an: Gefordert wird Bolognas Kopf und der selbstverständlich nicht ganz freiwillige Freitod der Herzogin. Der Irrsinn nimmt seinen Lauf. 

Die Vorstellungen finden nur bei schönem Wetter statt!

Frank Jetzt im Kino

Der Anfang ist wichtig. Er gehört Jon. Und gibt einen Hinweis, warum alles schief geht in dieser Geschichte. Man vergisst das leicht. Später, wenn der mysteriöse Frank auftaucht mit seinem Pappmaschee-Kopf. Frank trägt ihn ständig. Auch unter der Dusche. So ein Typ zieht die Aufmerksamkeit an, mit dem Sog einer Dunstabzugshaube.

Aber Jon (Domhnall Gleeson) erzählt die Geschichte. Jon, gefühlte twentysomething. Weasley-Visage. Jon schaut aufs Meer und versucht, einen Song zu schreiben. „Jon is huge with ambition and tiny with talent“, sagt Domhnall Gleeson über seine Rolle. Anders als der unverschämt begabte und flexible Gleeson, der kürzlich in Ex Machina nerd-romantisch herumschüchterte und sich Ende des Jahres empire-autoritär auf der dunklen Seite der Macht versucht.

 

 Jons Traum, Musiker zu werden, ist auch eine Maske. Kritikproof. Selbsterkenntnisfest. Recht spontan landet Jon als Keyboarder bei der experimentellen britischen Rockband Soronprfbs. Allesamt deutlich neben der Spur. Bandleader Frank und Bandmanager Don kennen sich aus dem Kuckucksnest. Als Einzige akzeptieren sie Jon. Der Rest zelebriert arschreines Power-Mobbing. Vorneweg Stoneface Maggie Gyllenhaal als hoch-explosive Superbitch Clara.   In der irischen Pampa will Frank eine Platte einspielen. Hier nähert sich der Film erstmals dem spleenigen Mastermind, um den die Bandmitglieder kreisen wie Satelliten. Frank hält sie in der Umlaufbahn. Genau wie Tragik und Klamauk, die hier eine eigentümliche, fast magische Balance finden. In einer der vielen schönen Szenen gesteht ein deprimierter Jon: „Ich habe es nie geschafft, die Hauptthemen für meine Songs klar zu definieren.“ Frank muntert ihn auf. „Du kannst über alles schreiben. Deine Socken zum Beispiel.“ Dann widmet sich Frank dem Teppich: „Guck mal, der Teppich hat einen Faden gezogen. Ich frage mich, wie alt er in Teppichjahren ist. Ist das sein Frühling und das der erste Faden, der sprießt?“ Daraus macht Frank spontan einen Song zur Akustikgitarre: „Einsamer Faden auf weitem Flor.“ Jon ist begeistert. „That's amazing.“ Frank zieht mit der Hand einen kleinen Kreis vor dem geöffneten Mund seiner Papp-Visage und erklärt die Geste: „Dankbares Grinsen. Gefolgt von einem verlegenen Lächeln.“

 

Der Pappmaschee-Kopf mit der aufgemalten Stimmung irgendwo zwischen traurig, enttäuscht und abwesend passt meistens zu Franks Laune. In den anderen Fällen ist Michael Fassbenders Talent und Gespür gefragt. Er löst die Aufgabe so souverän wie Hugo Weaving hinter seiner dauergrinsenden Guy-Fawkes-Maske in V for Vendetta.

 

Inspirationsquelle für die Figur Frank war der britische Komiker und Musiker Chris Sievey (1955-2010). Mitte der 80er performte er als Frank Sidebottom mit einem ähnlichen Pappmaschee-Kopf. Drehbuchautor Autor Jon Ronson (Männer, die auf Ziegen starren) spielte drei Jahre lang Keyboard in Sidebottoms Oh Blimey Big Band. Statt Siveys Geschichte als Biopic zu erzählen, beschloss Ronson, sie zu fiktionalisieren. Zudem verlegt der Film das Geschehen von den 80ern in die Gegenwart. Authentisch ist der Grund, warum die Band schließlich scheitert: der Versuch, sich dem Massengeschmack anzupassen. Während der echte Jon seine Band vergeblich vor dem Kommerz-Weg warnte, drängt der unentwegt twitternde und Follower-zählende Film-Jon den sensiblen Frank auf den Irrweg Mainstream. Regisseur Lenny Abrahamson sagt über seinen Film: „Es gibt so viele Wege, aus Frank einen schlechten Film zu machen. Und es gibt nur wenige, die funktionieren.“ Einen dieser nicht-kommerziellen, aber absolut Frank-kompatiblen Wege ist Abrahamson gegangen.

 

Jonny Rieder

 

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Straight Outta Compton Jetzt im Kino

Niggaz Wit Attitudes = N.W.A., gegründet 1986 in Compton, einem der klassischen „Problemviertel“ in der großen Stadt L.A., wurden, spätestens mit ihrer zweiten Scheibe, zur wichtigsten Westcoast-HipHop-Band – mit Dr. Dre, Ice Cube und Eazy-E. Die Gangsta-Rapper trafen mit ihren Texten über Drogen, Polizei, Rassismus und ihre Sehnsucht nach Reichtum und Unabhängigkeit zu Zeiten von Reagan und Bush Sr. den Nerv der Zeit. Das Biopic von F. Gary Gray erzählt ihre Geschichte, vom Aufstieg und Niedergang der Band, bis zum Aids-Tod von Eazy-E 1995, mit viel Herzblut, Detailfreude, ein wenig Heldenverehrung, und ziemlich authentisch.

 

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Der Chor - Stimmen des Herzens Jetzt im Kino

Starkes Solo. Der zwölfjährige Stet besucht, nach dem Tod seiner Mutter, finanziert von seinem ihm unbekannten Vater, die berühmteste Chorschule der USA. Ein rebellischer Außenseiter, der sich gerne mal mit seinen Mitschülern und dem Lehrpersonal anlegt. Der Chorleiter (Dustin Hoffman) erkennt aber die unglaubliche Begabung des jungen Rebellen, der mit absolutem Gehör und einer engelsgleichen Stimme punkten kann. Bis der Stimmbruch seiner Karriere ein jähes Ende setzt ... Regisseur François Girard (Oscar für „Die rote Violine“, und unvergessen: „32 Variationen über Glenn Gould“) versteht was von Musik. Das macht das Drama sehens- und hörenswert, auch wenn die Story reichlich vorhersehbar bleibt. Der Karrierestart des jungen Darstellers Garrett Wareing ist vielversprechend.

 

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Nora Reloaded 2015 Bis 12.9. im Theater Blaue Maus

Vom Ausbruch aus dem Wohlstandsgefängnis erzählt Hendrik Ibsens „Ein Puppenheim“, das dieser Tage in einer aktualisierten, brisanter gemachten Andreas-Berner-Fassung als Nora Reloaded 2015 zurück auf die Bühnen kommt. Darin wird von der sichtbar unglücklichen Titelheldin erzählt, die sich in ihrem tollen Haus, mit den illustren Gästen, dem Luxus, ihren Kindern und dem scheinbar rundum fürsorglichen Ehemann eingesperrt fühlt. Als ein Flüchtling die Feier betritt, gibt sie sich einen Ruck – und wagt selbst die Flucht. Es ist ein Aufbruch in ein anderes Leben. Es spielt das Münchner Heldentheater.

 

Broadway Therapy Jetzt im Kino

Seitensprünge. Ein netter Kunde schenkt Escort-Girl Izzy 30.000 $, damit sie den Job an den Nagel hängt. Super. Denn Izzy träumt von einer Schauspielkarriere, bewirbt sich – völlig ahnungslos – für ein Broadway-Theaterstück. Der Regisseur ist: ihr Gönner Arnold. Die Schauspieler, allen voran Arnolds Ehefrau und sein bester Kumpel, sind von der Bewerberin für die Rolle eines Callgirls (!) hellauf begeistert, Arnold überhaupt nicht! Izzy bandelt mit dem Autor des Stücks an, der blöderweise mit ihrer Psychotherapeutin liiert ist, die wiederum Izzys Ex-Lover betreut, der von Izzy nicht lassen kann ... Das Chaos ist perfekt! Altmeister Peter Bogdanovich (unvergesslich: „Is was, Doc!“) inszenierte eine sehr vergnügliche Screw­ball-Comedy. Owen Wilson gibt den hilflosen Don Juan, Imogen Poots die verführerische Unschuld, Jennifer Aniston die zornige Therapeutin. Fettnäpfchen, Türenknallen, Champagnerlaunen ... Elegant. Amüsant. Schöne, klassisch gekonnte Boulevard-Unterhaltung!

 

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Der Sommer mit Mamã Jetzt im Kino

Klassenschranken. Val arbeitet seit Jahren als Haushälterin bei einer reichen Familie in São Paulo. Für den 17-jährigen Fabinho ist sie wie eine zweite Mutter. Dass sie „längst zur Familie“ gehöre, ist dagegen nur nettes Gerede. Als Vals Tochter Jéssica zu Besuch kommt, bringt sie das Leben von Val und ihren Arbeitgebern gehörig durcheinander. Sie hält sich nicht an die ungeschriebenen Standesregeln, springt in den Pool, verdreht dem Hausherrn den Kopf ...Anna Muylaert inszenierte diese satirische Sozialkomödie und Regina Casé spielt ganz hinreißend und erfrischend die Haushälterin, deren Weltbild Risse kommt.

 

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Severin Groebner Am 5.9. im Lustspielhaus

Ein Mann mit Aberwitz, denn „Vom kleinen Mann der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf g’schissen hat“, nennt Groebner sein neues Kabarettprogramm! Was haben Bauarbeiter und Werbeagenten, Architekten und IT-ler, Politiker und Prostituierte, Konzernchefs und Security-Sheriffs gemeinsam? Der Träger des Österreichischen Kabarettpreises 2013 wirft sich in seinem neuen Solo kopfüber in die Gesellschaft und fragt sich: Was soll das? Wer war das? Und was fällt dem eigentlich ein? Überhaupt: Wer sind eigentlich „die da oben“? Und wenn dort „da oben“ ist, wo hört dann „unten“ eigentlich auf? Und so begibt sich der Groebner auf eine aberwitzige Reise, vom Elend zur Elite, vom Prolo bis zum Polo. Rauf und runter auf der sozialen Leiter, wie ein Frosch mit Brille.

Dating Queen Jetzt im Kino

Von Bett zu Bett. Szenejournalistin Amy, die bei ihren täglichen One-Night-Stands nichts, aber auch gar nichts anbrennen lässt, verknallt sich unversehens in den schrecklich seriösen Sportchirurgen Aaron. Der ringt sie tatsächlich mit romantischer Liebe nieder, dann aber kommt es zum Streit, und Amy verfällt in die alten Muster, mit Alkohol, Drogen, desaströsen Flüchen. Amerikas Comedystar Amy Schumer, so eine Art US-Barbara Schöneberger, nach einer Karriere auf den Stand-Up-Bühnen New Yorks seit 2013 mit eigener TV-Show unterwegs, hat für ihre erste Kino-Komödie nach eigenem Drehbuch, in Judd Apatow einen kongenialen Regisseur gefunden. Ein drastisches Mundwerk, groteske Situationskomik, närrische Improvisationen – und die wie immer großartige Tilda Swinton als fiese Chefredakteurin. Fun!

 

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Symphonie fantastique Bis 10.9. im Münchner Künstlerhaus

Das Figurentheater von Georg Jenisch nach der Musik von Hector Berlioz handelt ganz im Zeichen Goyas von Träumen und Fantasien, von Liebe und Idylle, die zur Raserei führen und die Brüchigkeit der Illusion einer heilen Welt aufdecken. Dabei bedient sich die Inszenierung der fantastischen, grausamen und rasenden Figuren aus Goyas Radierungen und bezieht auch deren Untertitel in die Handlungsstränge mit ein. Mit der „Symphonie fantastique“ komponierte Berlioz eine der berühmtesten Programmmusiken des 19. Jahrhunderts. Das Werk basiert auf autobiografischem Hintergrund und handelt von einem verzweifelten jungen Künstler und dessen Traumfantasien. Die Figurenspieler sind Susanne Brantl, Magdalena Breit, Michael Bruns, Monika Eibl, Birgit Gottschalk und Georg Jenisch.

Praterstrand Auf der Praterinsel

Münchens schönster Beachclub holt seit 2013 den Sommer auf die Praterinsel. Entspannte Abende wechseln sich ab mit angesagten DJ Sessions, Firmenevents treffen auf Strandhochzeiten, Hipster auf Münchner Kindl. Ab 18. Mai gibt es auch heuer wieder bei kühlen Drinks bis September chilligen Beachclubsound auf die Ohren, für eine kulinarische Grundlage ist mit BBQ und leichter Sommerküche gesorgt. Die Betreiber der Praterinsel Eventräumlichkeiten knüpfen mit ihrem saisonalen Outdoor-Schmuckstück – einer gelungenen Mischung aus Genuss und Gespräch, Musik und Kultur für Einheimische und Touristen – an die Historie des einzigartigen Areals an. „Im 19. Jahrhundert feierten hier die Münchner in einem Tanzpavillion, später entstanden in den Gebäuden die legendären Spirituosen der Riemerschmid Schnapsfabrik. Da ist der Praterstrand nur die logische Fortführung“, schwärmt Chris Boehm-Tettelbach, der die denkmalgeschützten Gebäude mit seinem Event-Team seit Februar 2010 wieder erfolgreich mit Leben füllt. Alle Infos: www.praterstrand.de

 

Philipp Weber Bis bis 5.9. in der Lach & Schieß

Durst nach Leben! Der Mensch hat vier essentielle Grundbedürfnisse: Atmen, Trinken, Essen und Sex! Ohne Sauerstoff  ist man nach drei bis fünf Minuten tot! Ohne Flüssigkeit nach drei bis fünf Tagen. Ohne Nahrung nach drei bis fünf Wochen. Und ohne Sex...? Hält man höchstens drei bis fünf Ehen aus. Doch da über Ernährung schon viel gesprochen wird, über Sex viel zu viel, und drei von fünf Gesprächen ohnehin nur aus Luft bestehen, wird es nun Zeit, ein Wort über den Durst zu verlieren. Denn der Mensch soll schließlich am Tag 1,5 Liter trinken. Die Frage ist nur: Was? Die Antwort weiß Philipp Weber. Er ist Deutschlands radikalster Verbraucherschützer und hat sich mit Leib und Leber dem Allgemeinwohl verschrieben. Der studierte Chemiker und Macher des Erfolgs- Programms „Futter – streng verdaulich“ widmet sich nun den flüssigen Gaumenfreuden. In „Durst  – Warten auf Merlot“ gräbt er gnadenlos Fakten aus, die der Öffentlichkeit von der Nahrungsmittelindustrie bisher vorenthalten wurden. Bierernste Fragen, erschütternd komisch.

AKTUELLES HEFT
Do 27. August -
Mi 9. September 2015
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