Dienstag, 4. August 2015
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Es ist kompliziert...! Dauer-Single

Jetzt im Kino... mehr
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Nancy ist schon Mitte 30, und noch immer nicht liiert. Bei der Verlobungsparty ihrer Freundin bleibt sie lieber allein auf ihrem Zimmer, und trinkt sich einen an. Anderntags lernt sie auf dem Bahnhof den charmanten Jack kennen, der sie mit seinem Blinddate Jessica verwechselt. Die beiden finden sich sympathisch, kommen sich näher – doch dann taucht Nancys alter Schulfreund auf, und Jacks‘ Ex, es gibt viele Bars in London, von Soho bis Bloomsbury, die Nacht ist lang und bis zum Happy End gibt’s unzählige Irrungen und Wirrungen.  Eine lustige, leicht überdrehte, warmherzige britische RomCom. Lake Bell spielt die sympathische Heldin, Comedian Simon Pegg ihren Lover in spe.

 

Klazz Brothers & Cuba Percussion

Heute im Brunnenhof... mehr
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»Classic meets Cuba«  – das deutsch-kubanisache Quintett improvisiert zwischen Bach, Beethoven, Brahms, Latin-Jazz und Salsa.

 

Anna Lauvergnac International Quartet

Heute in der Unterfahrt... mehr
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Die italienische Jazzsängerin Anna Lauvergnac versteht es mit samtig-rauher Stimme und viel Gefühl jedem Song Leben einzuflößen.

 

Pixels: Attacke!

Jetzt im Kino.. mehr
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Missverständnis. Aliens haben statt der gängigen Friedensbotschaft blöderweise Signale aus Videospielen der 1980er Jahre empfangen, in denen arme Aliens laufend hingemetzelt werden. Kein Wunder also, dass sie die Erde attackieren. Präsident Cooper (Kevin James) hofft auf die Hilfe seines Jugendfreunds Brenner (Adam Sandler), einen früheren Champion klassischer Arcade-Videospiele – und der spielt, zusammen mit einem Team altgedienter Gamer, die Aliens, die sich an Pac Man, Donkey Kong und Konsorten orientieren, in Grund und Boden. Eine närrische, aufwändig effektreiche Sci-Fi-Komödie aus dem Sandler-Universum.

 

Ant-Man: Kleiner Mann ganz groß

Jetzt im Kino... mehr
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Ex-Trickbetrüger Scott (Paul Rudd) hat‘s schwer. Nach der Haft will ihn seine Frau nicht mehr sehen, und das Töchterlein darf er nur sehen, wenn er ein geregeltes Einkommen und eine eigene Wohnung hat. Dr. Pym (Michael Douglas) bietet ihm an, wichtige Unterlagen aus dem Tresor seiner früheren Firma zu stellen – in einem Anzug, der den Träger auf Ameisengröße schrumpft, zugleich aber seine Kräfte vervielfacht. Pyms früherer Assistent Corey Cross will eine Substanz zur Verkleinerung an Lebewesen an üble Waffenhändler verscherbeln. Unterstützung bekommt Scott von Pyms tougher Tochter Hope. Ein schönes Raubzug-Movie, bei dem der Humor nicht zu kurz kommt.

 

Streetwork Weltmusik: Furkan Sakizli u.a.

Heute im Theatron... mehr
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Heute mit dabei: Vigilance Of Gipsy Swing, Jarck Boy, Jalli Kunda, Furkan Sakizli, Roland Hefter

 

Rocky Horror Show: Trash, Sex, Rock`n`Roll

Heute Deutsches Theater... mehr
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Das rockende Kultmusical über die Exzesse des strapstragenden Dr. Frank N. Furter von Richard O'Brien – ein höllischer Spaß mit Hits wie »Sweet Transvestite« oder »The Time Warp«.Eine Produktion der »Rocky Horror Company Limited« mit englischen Songs und deutschem Sprecher: Martin Semmelrogge.

 

Pitch Perfect II: Ah, cappella!

Heute Kino am Olympiasee... mehr
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Die Mädels von Barden Bellas stehen kurz vor dem College-Abschluss. Blöderweise werden Beca, Fat Amy und Kolleginnen diesmal beim Songbattle ausgeschlossen. Da bleibt halt bloß die A-capella-Weltmeisterschaft in Kopenhagen. Sie kämpfen sich nach vorn, haben aber in den deutschen Champions „Das Sound Machine” mächtige Rivalen. Sehr schräge Typen und bizarre Späße. Gute Unterhaltung!

 
Tagestipp Dienstag 04.08.2015
Klazz Brothers & Cuba Percussion Am 4.8. Brunnenhof Residenz

Frischer Wind für die Konzertbühnen. Frech, virtuos und voll sprühender Kreativität wagt das vielfach preisgekrönte Quintett, was auf den ersten Blick undenkbar erscheint: Mit der Idee, bekannte klassische Werke in ein afro-kubanisches Gewand zu verpacken und sie mit heißen Rhythmen zu unterlegen, haben sich die Klazz Brothers & Cuba Percussion ihr eigenes Markenzeichen geschaffen. Mehrfach preisgekrönt, vereinigt dieses Ensemble fünf Musiker, deren kultureller Hintergrund nicht unterschiedlicher sein könnte: Hier drei klassisch ausgebildete Europäer, dort zwei kubanische Percussion-Profis – das Ergebnis ist verblüffend. Mozart swingt, Bach groovt, als hätten sie nie etwas anderes getan. Das klingt nicht nur gut, es macht auch Spaß – vor allem, wenn diese Mischung in einer lauen Nacht unter freiem Himmel im Brunnenhof der Residenz für schönste Sommerstimmung sorgt.

Der Watzmann ruft Bis 14.8. im Lustspielhaus

Hollaröhdulliöh, Hollaröhdulliöh! Die freudige Hitze im Saal dürfte  beim herzerweichenden Wiedersehen mit der Gailtalerin (M. O. Tauchen) den Gerstensaft zum Gären bringen. Ja, es ist wahr. Wir müssen alle wieder „auffi“, „auffi auf’n Berg!“. Mit bislang über 200 Vorstellung ist dieses Rustical inzwischen die meistgespielte Lustspielhaus-Produktion. Nun kehrt das kracherte Kultstück auf vielfachen Wunsch zurück, um das Sommerloch zu stopfen. Es kann nur eines geben! Und wen er einmal gerufen hat, den holt er sich auch. Der Schicksalsberg.

Rasta Thomas' Romeo & Juliet Bis 16.8. Prinzregententheater

Der Saal kochte, als Rasta Thomas und Kompagnie mit „Rock the Ballet“ die Bühne zum Beben brachten. Starke Choreografien, Tanz auf Spitzen-Niveau, fetzige Musik – die Herren räumten ab, der Erfolg war groß und Grund genug weiterzumachen. Mit ihrer neuen Produktion „Romeo and Juliet“ verschreiben sich Rasta Thomas und seine Truppe Bad Boys Of Dance nun der berühmtesten Liebesgeschichte der Welt. In einer emotionsgeladenen Mischung aus Rock-Hits, Klassik und aktueller Popmusik gelingt es ihnen perfekt, die tragische Handlung auf der Bühne widerzuspiegeln und den jahrhundertealten Stoff in ihre eigene kreative Sparte zu überführen – modern, unkonventionell und hinreißend.

Slow West Jetzt im Kino

Greenhorn. Der 16-jährige Jay (Kodi Smit-McPhee), Spross einer schottischen Adelsfamilie, folgt seiner großen Liebe Rose in den Wilden Westen. Dass auf Rose und ihren Vater ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist, ahnt er nicht, als sich der wortkarge Revolverheld Silas (Michael Fassbender) anbietet, ihn auf seiner Reise zu begleiten. Auf dem Weg lernen die beiden voneinander. Slow West ist ein ungewöhnlicher, poetischer, humorvoller Neo-Western, der Spielfilmerstling des schottischen Musikers John MacLean, der hier eine romantische Liebesgeschichte mit Motiven von Buddy-Movie und Western geschickt zu einem schönen Independentfilm verbindet.

 

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Gefühlt Mitte Zwanzig Jetzt im Kino

Jungbrunnen. Joshs und Cornelias Ehe ist kinderlos geblieben, aber gut – dafür sind sie eben frei und ungebunden und haben sich in ihrem Mittvierziger-Leben in Brooklyn leidlich eingerichtet. Als Josh dem jungen Filmemacher Jamie begegnet, der ihn für seinen von der Welt längst vergessenen Dokumentarfilm bewundert, sieht sich der gute Josh erfrischt und inspiriert. Cornelia und Josh fühlen sich von den Jamie und dessen Frau Darby angezogen, verbringen viel Zeit mit den neuen, jungen, das Leben meisternden Freunden, entfernen sich aus ihren alten, angegrauten Kreisen – und sind dann reichlich konsterniert, als sich die anfängliche Euphorie in Ernüchterung verkehrt. Noah Baumbach („Frances Ha“) inszenierte eine intellektuelle Komödie, bei der Ben Stiller und Naomi Watts, Adam Driver und Amanda Seyfried viel diskutieren dürfen.

 

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impark15 Bis 23.8. im Olympiapark

Sommerfeeling pur! Mit einem großen Programm feiert das traditionelle Festival in diesem Jahr seine bereits 34. Auflage. Alles, was im Sommer Spaß und Freude macht, wird hier geboten: Wave- und Wakeboarding, Buden zum Schlendern und Shoppen, Fahrgeschäfte, Schausteller, kulinarische Genüsse und Chillout in der Beachbar. Am 6. und 20. August kracht´s am Himmel bei großen Feuerwerken und am 4., 11. und 18. August können sich die jüngsten Besucher über die großen Kindertage der Schausteller freuen. Jede Menge Musik gibt es dazu bei den Live-Konzerten des Theatron MusikSommers. Hier spielen täglich ab 19 Uhr Bands der unterschiedlichen Genres von Klassik, Folk und Jazz bis HipHop, Rock und Pop bei freiem Eintritt.

Alle Infos: www.impark.de

Symphonie fantastique Am 4.8. und 5.8. im Münchner Künstlerhaus

Das Figurentheater von Georg Jenisch nach der Musik von Hector Berlioz handelt ganz im Zeichen Goyas von Träumen und Fantasien, von Liebe und Idylle, die zur Raserei führen und die Brüchigkeit der Illusion einer heilen Welt aufdecken. Dabei bedient sich die Inszenierung der fantastischen, grausamen und rasenden Figuren aus Goyas Radierungen und bezieht auch deren Untertitel in die Handlungsstränge mit ein. Mit der „Symphonie fantastique“ komponierte Berlioz eine der berühmtesten Programmmusiken des 19. Jahrhunderts. Das Werk basiert auf autobiografischem Hintergrund und handelt von einem verzweifelten jungen Künstler und dessen Traumfantasien. Die Figurenspieler sind Susanne Brantl, Magdalena Breit, Michael Bruns, Monika Eibl, Birgit Gottschalk und Georg Jenisch.

Werner Koczwara Bis 8.8. in der Lach & Schieß

Das Leben ist bekanntlich oft ein kompliziertes. Auch in rechtlicher Hinsicht. So gilt man zwar als guter Schütze, aber als schlechter Enkel, wenn man seine Großmutter aus 500 Meter Entfernung mit dem Jagdgewehr trifft. Anderseits sind Sie aber immer noch kein guter Enkel, wenn Sie böse danebenschießen und Ihre Oma eben nicht getroffen haben. Heiklen Fragen wie diesen nimmt sich zum Glück Werner Koczwara, der mit „Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt“ nicht nur eine furiose Justizsatire, sondern auch Kabarettgeschichte geschrieben hat, an. Mit seinem neuen Programm "Einer flog übers Ordungsamt" führt er mal wieder in die finstersten Niederungen der deutschen Paragrafen-Abgründe. Etwa zu jener Absurdität, die nur auf den ersten Blick einleuchten: „Niemand darf gegen seinen Willen aus der Haft entlassen werden“, heißt es in §57StGB. Oder aber: „Einem verstorbenen Arbeitnehmer steht kein Urlaubsanspruch zu.“ Sowie natürlich der Klassiker aus dem wegweisenden §7 des Jagdgesetzes: „In Räumen, die dem Aufenthalt von Menschen dienen, darf nicht gejagt werden.“ Hoffentlich weiß das im Fall der Fälle die schutzsuchende Großmutter.

Taxi Teheran Jetzt im Kino

Soll man jemanden hinrichten, weil er vier Autoreifen gestohlen hat? „Wo ist da die Logik?“, erzürnt sich die Frau auf dem Rücksitz. Der Mann auf dem Beifahrersitz glaubt an die abschreckende Wirkung der Todesstrafe: „Wenn man zwei hinrichtet, kapieren es die anderen.“ Die Frau greift zur Statistik: „Bei uns gibt es nach China die meisten Hinrichtungen! Und ist irgendwas besser geworden? Nein.“ Irgendwann schwenkt die Diskussion auf die Berufe. Als die Frau sagt, sie sei Lehrerin, hat der Scharia-Prolet nur noch Spott für sie übrig: „Dachte ich mir's doch. Sie arbeiten in einer Märchenwelt. Sie lesen Geschichten und verbringen Ihre Zeit mit Kindern ...“ Der Taxifahrer hält sich raus. Fragt nur dann und wann nach dem Weg, den er eigentlich kennen sollte. Aber er ist kein Taxifahrer. Er ist Filmemacher.

 

Das Berufs- und Ausreiseverbot drängt Jafar Panahi auf kreative Umwege. Sein neuer Film „Taxi Teheran“, den er zur Berlinale schmuggeln ließ, spielt ausschließlich im und am Taxi. Die Kamera ist im Wagen installiert. Zeitweise blickt sie nach draußen, folgt der Straße, streift Häuser und Passanten. Doch meist fokussiert sie die Menschen im Taxi. Die dokumentarische Anmutung mit dem Anschein heimlich gefilmter Fahrgäste ist wohl in erster Linie ein organisatorisches Zugeständnis an das Berufsverbot. Tatsächlich agieren hier Schauspieler und Freunde Panahis. Sie steigen zu, erzählen von ihren Problemen, steigen wieder aus. Eine Frau möchte ihren schwer verletzten Mann ins Krankenhaus bringen. Ihr Mann bittet den Beifahrer, ihn mit dem Handy zu filmen, während er sein Testament spricht. Ein anderer Gast dealt mit illegalen Filmen wie Woody Allens Midnight in Paris. Panahis letzter Gast ist eine Frau mit einem Strauß Rosen. Die beiden kennen sich. Sie ist Rechtsanwältin und leidet wie der Regisseur unter den Schikanen der glaubensgeifernden Moral-Konservierer. „Erst legen sie eine politische Akte über dich an: als Spion von Mossad, CIA, MI5. Dann möbeln sie es auf mit einer Anklage wegen Verstoß gegen die Sittlichkeit. Sie machen dir das Leben zur Hölle. Und wenn du endlich herauskommst, wird die Welt draußen zu einem großen Gefängnis.“

Mit jedem Fahrgast schärft sich das Mosaik einer zutiefst frauen- und intellektuellenfeindlichen Gesellschaft unter der Fuchtel einer ajatollahwütigen Vollbart-Stasi. Panahi erzählt seine Episoden ganz ohne den Zorn des Gerechten. Hier spricht Mr. Born-to-make-Movies: Sie können mich nicht davon abhalten, Filme zu machen. Und wenn sie mich einsperren und mir die Kamera wegnehmen, filme ich in meinem Kopf. Bei aller Traurigkeit über die Spaßvollbremser spürt man Panahis Vorfreude, ihnen nachhaltig an den Jabador gepinkelt zu haben – sobald es der Film ins Ausland geschafft hat.

Panahis Taxi verwandelt sich vom Transportmittel zur mobilen Freisprech-Anlage. Wer hier einsteigt, kann reden. Ohne Angst vor dem Terror der Fatwa-Mafia. Panahi wird so zu einem weltlichen Anti-Beichtvater. Statt zu vergeben, bestärkt er die „Sünder“, weiter zu machen, indem er ihnen diesen Raum gibt. Die Anwesenheit der Kamera verstärkt diese Freiheit paradoxerweise. Sie unterstreicht die Bedeutung des Gesagten, ermuntert die Fahrgäste, für ihre Überzeugungen einzustehen.

Einen beeindruckend coolen Auftritt hat Panahis 10-jährige Nichte Hana Saeidi. Mit maximaler Ernsthaftigkeit im Gesicht und Digitalkamera in der Hand sorgt sie für die lustigsten Momente auf der Suche nach Islam-kompatiblen Motiven für ihren Schulfilm. Anstelle ihres Onkels empfing sie auf der diesjährigen Berlinale – souverän unverschleiert – den Goldenen Bären für den Besten Film. Ein ermutigender Gruß nach Teheran.

 

Jonny Rieder

 

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Kartoffelsalat Jetzt im Kino

Gut drauf. Torge Oelrich, besser bekannt als Freshtorge, gehört mit bald 1,5 Millionen Abonnenten zu den Stars der deutschen YouTuber-Szene gehört. Der hat zusammen mit Y-Titty, Dagi Bee, den Lochis, Bibi, Simon Desue, Namen, die Teens geläufig sind – und altvorderen Komödianten wie Otto Waalkes, Norbert Heisterkamp und Jenny Elvers eine Schulhof-Zombie-Komödie produziert. Freshtorge spielt den Außenseiter Leo, der sich in ein tussiges Mädchen verliebt. Als ein Virus ausbricht, das seine Mitschüler in fress-süchtige Zombies verwandelt, entwickelt Leo heldenhaftes Potenzial. Absichtsvoll stumpfes Geblödel, Ulk, Sprüche und Affekte zum Wiedererkennen. Bei der Weltpremiere in Heide, Kreis Dithmarschen, kamen ein paar Tausend Jugendliche zusammen, um ihre YouTube-Stars zu feiern – so wird das in den nächsten Tagen in 500 Kinos in ganz Deutschland sein.

 

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Becks letzter Sommer Jetzt im Kino

Zu neuen Ufern. Beck ist ein gefrusteter Gymnasiallehrer, träumt aber immer noch von einer zweiten Karriere als Musiker. Rauli, sein neuer Schüler aus Litauen, ist ein Genie, singt und spielt Gitarre wie ein junger Gott. Den möchte Beck jetzt groß herausbringen, außerdem hat er sich in die nette Kellnerin Lara verliebt. Becks drogenabhängiger, aber stets loyaler Jugendfreund Charlie will (vorgeblich) seine kranke Mutter in Istanbul besuchen – Beck und Rauli begleiten ihn. Frieder Wittich inszenierte einen tragikomischen Roadtrip, bei dem die Reisegefährten zu sich selbst finden müssen, die Verfilmung des Bestsellers von Benedict Wells, der schon beim Schreiben an Christian Ulmen in der Rolle des Lehrers dachte. Newcomer Eugene Boateng (Charlie) und Nahuel Pérez Biscayart (Rauli) spielen seine sympathischen Begleiter. Kongenial der Soundtrack von Tobias Jundt alias Bonaparte!

 

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Amy Jetzt im Kino

Zerrissene Seele. 2011 wurde Jazz- und Soulsängerin Amy Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden, gestorben an einer Alkoholvergiftung. Wie es zu diesem Absturz kam, wie sie ihr Erfolg beflügelte und zugleich der Erwartungsdruck von allen Seiten stieg, schildert der britische Dokumentarist Asif Kapadia in seinem schlicht Amy betitelten, fesselnden Film. Dafür hat er unzählige Weggefährten interviewt, private Videos, TV-Ausschnitte, Konzert-Mitschnitte montiert, und erzählt die Lebensgeschichte der Sängerin, jenseits der Klischees der Yellow Press.

 

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Am grünen Rand der Welt Jetzt im Kino

Südengland1870: Die unkonventionelle Bathsheba Everdene (Carey Mulligan) erbt überraschend die Ländereien ihres Onkels in der Grafschaft Dorset. Selbstbewusst nimmt sie die Gutsverwaltung in die eigene Hand. Ein Tabubruch im viktorianischen Zeitalter. „Ich werde sie alle zum Staunen bringen“, verspricht die patente, junge Frau ihrem Gesinde. Darunter auch dem attraktiven, aber mittellosen Schafzüchter Gabriel Oak (Matthias Schoenaerts). Noch vor kurzem hielt der idealistische Naturbursche umsonst um ihre Hand an. Schon bald wirbt jedoch der wohlhabende, etwas ältere Gutsbesitzer William Boldwood (Michael Sheen) um ihre Gunst. Daran ist sie selbst nicht ganz unschuldig. Zusammen mit ihrer lebenslustigen Dienerin schickt sie ihm eine Valentinskarte versehen mit einem roten Siegel und der Aufschrift „Marry me“. Der einsame Hagestolz erkennt den Scherz nicht und macht ihr tatsächlich einen Heiratsantrag. Doch auch er hat keine Chance.

Als jedoch der verwegene Offizier Frank Troy (Tom Sturridge) auftaucht, fängt die sonst eher vernünftige Frau Feuer. Rückhaltlos bewundert sie seine Fechtkünste, schlägt alle gutgemeinten Ratschläge in den Wind und heiratet den Blender. Schon während ihrer Hochzeitsfeier muss sie erleben, dass ihr Ehemann, ein unbedachter Spieler, sich für die Landarbeit zu schade ist. Während draußen ein Unwetter tobt, hat er nichts anderes im Sinn, als sich mit ihren Arbeitern zu betrinken. Nur Gabriel kümmert sich um die bereits eingefahrene Getreideernte. Bald findet die spröde Schöne zudem heraus, dass ihr Ehemann bereits mit ihrer ehemaligen Magd Fanny Robin (Juno Temple) verlobt war. Und als Fanny ein Kind von ihm bekommt und dabei stirbt, scheint ihre Welt aus den Fugen zu geraten.

 

Stilsicher inszeniert der ehemalige „Dogma“-Regisseur Thomas Vinterberg den Klassiker des brillanten englischen Romanciers Thomas Hardy. Nichts wirkt verstaubt an der Adaption des leidenschaftlichen Epos. Visuell einfallsreich, dialogstark sowie mit einem exquisiten Ensemble beweist der Däne eindrucksvoll, dass Kostümfilme als lässige Romanze mit Emanzipations-Anspruch bestens unterhalten. Kraftvoll verkörpert Carey Mulligan Hardys moderne ländliche Heldin, die sich mutig über die viktorianisch puritanische Moral hinwegsetzt und sich keinem Mann unterordnen will.

Schon in einer der ersten Szenen drückt sich ihre unbändige Freiheitsliebe und Abenteuerlust aus. Ungestüm reitet sie über die Felder und geht selbst mit der Flinte auf die Jagd. Zudem sind Hardys Romane beinahe wie Drehbücher geschrieben. Sie weisen ein nahezu filmisches Denken auf. So etwa die Szene, in der Troy die völlig gebannte Bathsheba auf einer Lichtung im Wald mit seinen Säbelkünsten beeindruckt. In suggestiven Bildern fängt die Kamera das Glitzern der messerscharfen Klinge und seinen Effekt auf die junge Frau ein.

Nicht zuletzt besticht das packende Melodram durch die stimmungsvolle Landschaftskulisse. Bewusst nutzt Kamerafrau Charlotte Bruus Christensen die Nähe zur Natur. So gelingen ihr erlesene Breitwand-Tableaus, die an das von Pieter Bruegel dem Älteren begründete Bauerngenre mit seinen farbenfrohen Alltagsbildern erinnern. Endlos ziehen sich gelbe Getreidefelder bis an den Horizont und füllen die Leinwand. Poetische Landschaftsaufnahmen von Heide und Meer, Felsenklippen, Wolken und Wind betören ebenso wie die zentrale Lovestory, die trotz aller Tragik optimistisch endet.

 

Luitgard Koch

 

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Praterstrand Auf der Praterinsel

Münchens schönster Beachclub holt seit 2013 den Sommer auf die Praterinsel. Entspannte Abende wechseln sich ab mit angesagten DJ Sessions, Firmenevents treffen auf Strandhochzeiten, Hipster auf Münchner Kindl. Ab 18. Mai gibt es auch heuer wieder bei kühlen Drinks bis September chilligen Beachclubsound auf die Ohren, für eine kulinarische Grundlage ist mit BBQ und leichter Sommerküche gesorgt. Die Betreiber der Praterinsel Eventräumlichkeiten knüpfen mit ihrem saisonalen Outdoor-Schmuckstück – einer gelungenen Mischung aus Genuss und Gespräch, Musik und Kultur für Einheimische und Touristen – an die Historie des einzigartigen Areals an. „Im 19. Jahrhundert feierten hier die Münchner in einem Tanzpavillion, später entstanden in den Gebäuden die legendären Spirituosen der Riemerschmid Schnapsfabrik. Da ist der Praterstrand nur die logische Fortführung“, schwärmt Chris Boehm-Tettelbach, der die denkmalgeschützten Gebäude mit seinem Event-Team seit Februar 2010 wieder erfolgreich mit Leben füllt. Alle Infos: www.praterstrand.de

 

AKTUELLES HEFT
Do 23. Juli -
Mi 5. August 2015
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VERLOSUNGEN
Robert Plant - 11.8. Zenith
Das im letzten Jahr erschienene Album „Lullaby and… The ... MEHR
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Dave Matthews Band • 24.10.2015 • Zenith