Donnerstag, 24. April 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

20 Feet From Stardom: Im Hintergrund

Jetzt im Kino... mehr
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Große Stimmen – man hat sie im Ohr, oft gehört, aber nie besonders beachtet, all‘ die Backgroundsängerinnen, die sich nie in den Vordergrund gedrängt haben. Regisseur Morgan Neville stieß auf das kurioserweise noch nie und von niemand beackerte Thema.  In seiner Kompilation treten sie nun alle vor die Kamera, Merry Clayton, Lisa Fischer, Tatá Vega – die so spannend von ihren Nicht-Karrieren im Hintergrund erzählen können ... während vorne an der Rampe Bruce Springsteen, Stevie Wonder, Mick Jagger, Sting usw. umjubelt wurden. Dafür gab’s den Dokumentarfilm-Oscar!

 

Gabrielle - (K)eine ganz normale Liebe

Jetzt im Kino... mehr
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Gabrielle ist Anfang 20, hat eine wunderbare musikalische Begabung. Sie ist mit dem Williams-Beuren-Syndrom zur Welt gekommen. Einem genetischen Defekt, der mit einer kognitiven Behinderung und einem etwas unkonventionellen Aussehen verbunden ist. In einem Chor für behinderte Menschen lernt sie den gleichaltrigen Martin kennen – und lieben... Louise Archambault erzählt eine romantische Love Story. Hauptdarstellerin Gabrielle Marion-Rivard, die selbst das WBS-Syndrom hat, begeistert durch Charme und Authentizität. 

 

Mathias Tretter: Alles Nullen

Heute in der Lach & Schieß... mehr
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Sind Politiker Menschen? Gibt es den Außenminister wirklich? Sitzt wenigstens ein Homo sapiens im Fernsehen? Oder sind es doch nur unerfreuliche Reihen aus Nullen und Einsen und Nullen und Einsen, die täglich auf uns treffen, uns, erfreuliche Reihen aus Phosphorsäureestern, Kopfweh und gekühlten Getränken? Alles Fragen, die im Programm "Mathias Tretter möchte nicht dein Freund sein" trefflichst beantwortet werden.

 

9V: Batteriebetriebene Electro-Disco

Heute im Corleone... mehr
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Releaseshow: »Down To The Planet« - Experimentelle Partymusik mit handgemachter, batteriebetriebener, elektronischer Musik ohne Computer und Stromkabel. (Sendlinger-Tor-Platz 7)

 

The Amazing Spider Man II: Rise Of Electro

Jetzt im Kino... mehr
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Peter Parker ‘s here again – sollte sich seiner romantischen Liebe mit Freundin Gwen (Emma Stone) widmen, sieht sich aber in seiner Spiderman-Rolle gleich mehrfach gefordert. Sehr unangehm sind die wüsten Attacken des neuen Bösewichts Electro (Jamie Foxx), noch viel unangehmer aber die krassen Veränderungen bei Uralt-Freund Harry Osborn... Die Fortsetzung wurde erneut von Marc Webb inszeniert, aufwändige Action, einiger Humor, Gefühl und Leidenschaft sind garantiert.

 

Make Or Break 2014: Radio Moscow u.a.

Heute im Feierwerk... mehr
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Drei Tage Kultur und gute Laune bei freiem Eintritt – Diesmal mit den folgende Liveacts und DJs: Radio Moscow, Prisma Circus, Nina Alverdes, Die Krähe, Sara Sulai & Paranoise, Glam, Rude Teen, Oz Wright, Mr. Polaroid, Disasseln, Ramons, Umluft 180 u.a.

 

Halestorm: Classic-Hardrock

Heute in der Theaterfabrik... mehr
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Die Band um Sängerin/Gitarristing Izzy Hale kommt aus Red Lion in Pennsylvania und hat sich mit Haut und Haaren dem Old School-Hardrock verschrieben.

 

Québec 2nd Avenue: Himmlisches Vergnügen

Heute im Gop Varieté... mehr
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Ganz sicher kann man sich sein, dass ein Abend im Varieté garantiert „ein himmlisches Vergnügen“ werden wird, denn diesen Beititel führt diese neue Show. Darin verneigen sich zehn befreundete Artisten, die gemeinsam auf der weltberühmten Zirkusschule in der Kirche in der „2nd Avenue“ die Bank gedrückt haben, vor ihrer Heimatstadt. Mitreißend aufregend und abenteuerlich komisch wird das.

 
Tagestipp Donnerstag 24.04.2014
Transcendence Ab 24.4.im Kino

Maschine-Mensch-Maschine. Dr. Will Caster (Johnny Depp) und Ehefrau Evelyn (Rebecca Hall) forschen zur Künstlichen Intelligenz. Sie stehen kurz davor, ein Computersystem zum Laufen zu bringen, das über menschliche Emotionen verfügt und selbständig denken kann. Das ruft radikale Gegner auf den Plan, die einen Anschlag verüben. Zusammen mit einem Freund ihres Mannes verbindet Evelyn das Gehirn des schwerverletzten Dr. Caster mit der Maschine ... und es entsteht ein hochintelligentes Wesen, das sich seiner Macht alsbald bewusst wird. Ein pralles Science-Fiction-Drama, das Regie-Debüt von Wally Pfister, der sich bisher als Kameramann von Christopher Nolan (Oscar für „Inception“) einen Namen machte. Neben Johnny Depp kommen u.a. Morgan Freeman, Paul Bettany und Cillian Murphy mit ins Spiel.

 

TRAILER

Make Or Break Festival Vom 24.4. bis 26.4. im Feierwerk

Mit dieser großen Sache startet alljährlich die Münchner Festival-Saison. Drei Tage lang gibt es auf dem gesamten Feierwerk-Gelände Konzerte und Partys zu freiem Eintritt, alle Locations wie Kranhalle, Sunny Red, Hansa 39 und Orangehouse sowie auch der Außenbereich (mit Biergarten, Bar und DJs) sind mit dabei. Das Festival ist nicht nur eine Plattform für namhafte Acts wie Radio Moscow aus San Diego, Rainer von Vielen, Fuck Art, Let’s Dance (Foto) und Boppin’ B, sondern versammelt auch zum Beispiel bei den Schlecht & Schwindlig-Label-Nights aktuelle Punkbands wie Popperklopper, Missbrauch, Missstand, Concierge, Maladroits und Off Beat. Natürlich sind auch Elektro, Drum'n'Bass und HipHop mit diversen Partyreihen wie „Isar Bass“ oder „Eisbach Calling“ mit ihren DJs vertreten. Ein breites Spektrum wird geboten, mit dem sich das Feierwerk wie jedes Jahr bei seinen treuen Stammgästen bedanken möchte.

 

The Invisible Woman Ab 24.4. im Kino

17 Jahre alt war Nelly Ternan, als der gefeierte, zu Lebzeiten schon weltberühmte Romancier Charles Dickens die wenig begabte, dafür belesene und kluge Schauspielerin erstmals am Haymarket Theatre in London erblickte. Umgehend besetzte der begeisterte Laiendarsteller sie neben sich in „The Frozen Deep“, einem Stück seines Protegés Wilkie Collins. Man schrieb das Jahr 1857, Dickens war 45, seit gut 20 Jahren verheiratet und Vater von zehn Kindern. Zwischen beiden entspann sich eine leidenschaftliche Affäre, von der die prüde Öffentlichkeit nichts erfahren durfte. Bis zu Dickens’ Tod im Jahr 1870 dauerte sie an – mit Ternan als „unsichtbarer Frau“.

 

„The Invisible Woman“ betitelte Claire Tomalin, bekannt durch ihre Biographien über Jane Austen oder Samuel Pepys, ganz folgerichtig ihr mehrfach ausgezeichnetes Sachbuch über diese „ungehörige“ Liaison, das die nicht minder renommierte Abi Morgan („Die Eiserne Lady“) zu einem stimmigen Skript umgearbeitet hat. Als langen Rückblick legt Regisseur Ralph Fiennes seinen fast unterkühlten, angenehm unaufgeregt erzählten Beziehungs- und Zeitgeistfilm an, führt Nelly (Felicity Jones) als inzwischen glücklich verheiratete Lehrerin und Mutter ein, die mit ihren Schülern für eine Amateur-Theater-Aufführung probt. Immer wieder erinnert sie sich während dieser Tage, von Reue und Schuldgefühlen geplagt, an ihr gleichermaßen aufregendes wie kompliziertes und fragiles Verhältnis, das sie einst mit Dickens (Ralph Fiennes) unterhielt.

 

Exquisit ausgestattet, erlesen fotografiert und akribisch recherchiert ist diese prototypische BBC-Produktion, als deren Seele die attraktive Britin Jones („In guten Händen“) besticht. Leidenschaft und Intelligenz zeichnen ihr Spiel aus – Eigenschaften, die wohl auch Dickens besonders an seiner Muse gereizt haben. Sie ist schon eine Frau der Neuzeit, selbstbewusst und selbstbestimmt. Elegante, kluge Wortgefechte liefert sie sich – gerne auch in Begleitung ihrer resoluten Schauspielermama (gewohnt souverän: Kristin Scott Thomas) als Anstandsdame – mit dem Literaten, den der wandelbare „englische Patient“ Fiennes – auch äußerlich – überzeugend zum Leben erweckt.

 

Er ist ein viktorianischer Gentleman, eitel, sich seines Ruhms wohl bewusst und zugleich eine komplexe Künstlernatur. Den Gepflogenheiten und der Wertewelt seiner Epoche fühlt er sich vollkommen verpflichtet, scheut den Skandal und leidet an seiner erloschenen Ehe. Niemand wird dämonisiert, verherrlicht oder gerät zur Karikatur. Die Vielschichtigkeit seiner Figuren arbeitet Fiennes sorgfältig heraus, zeigt sie im Kontext ihrer Zeit. Die Schauspieler genießen (noch) wenig Ansehen, sind sie doch wenig mehr als schlecht bezahlte Gaukler, während Dickens schon in der Öffentlichkeit bedrängt, von Autogrammjägern umringt, wie ein früher (Pop-)Star gefeiert wird. Um Nähe und Distanz geht es, um die Bürde des Ruhms, aber auch um den Prozess des kreativen Schaffens. Beiläufig erfährt man wie Nelly und ihr Umfeld den Großschriftsteller zu einigen der berühmten Figuren seiner Werke inspirieren und gleichzeitig werden biographische Stationen, beispielweise das Zugunglück, in das der Autor von Klassikern wie „Oliver Twist“ verwickelt war, beleuchtet. Vielsagend bahnt sich die Moderne immer wieder ihren Weg in diesen souverän gehandhabten, wohltuend altmodischen Schauspielerfilm,  der zugleich als differenzierte Lovestory mit prächtigen Schauwerten gefällt, die ganz ihren Protagonisten verpflichtet ist. 

Gebhard Hölzl

 

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Debate Club Am 24.4. im Stadion an der Schleißheimerstraße

Die zwei Seiten der Medaille – Brauchen wir Olympia, WM & Co.?
Die olympischen Spiele in Sotschi sind gerade vorbei und die Fußball-WM in Brasilien steht vor der Tür. Große Sportveranstaltungen lösen immer wieder Masseneuphorie aus und vereinen Menschen verschiedenster Herkunft. Die Medien zeigen lachende Siegergesichter und mitfiebernde Fans, doch auch kritische Stimmen werden immer lauter. Gravierende Umweltzerstörung, Korruption und gigantische Kosten zeigen die andere Seite der Medaille. Da drängt sich die Frage auf: Brauchen wir Olympia, WM und Co.? Zu diesem Thema treten Debattqnten in einem Yes!- und einem No!-Team im Stil des britischen Debatings gegeneinander an. Am Ende entscheidet das Publikum, welches Team die schlagkräftigeren Argumente vorgebracht hat. Es debattieren u.a. Markus Othmer (Sportmoderator), Ludwig Hartmann (Die Grünen), Jessica Kastrop (Sportmoderatorin) und Jimmy Hartwig (Ex-Profi-Fußballer).

André Hartmann Bis 26.4. im Heppel & Ettlich

"Was machst´n jetzt nach der Amtszeit von Christian Ude als Oberbürgermeister?" Diese Frage stellte sich für André Hartmann bereits in ähnlicher Form nach der Ära Gerhard Schröder und nach vielen anderen Weggängen großer Persönlichkeiten. Aber für den Schwabinger Musikkabarettisten und Stimmenimitator Hartmann kein Problem: Jetzt wird gelesen! Und zwar in seinem Programm "Problemlesung". In den Stimmen deutscher und europäischer Stars wie Peter Maffay, Dieter Bohlen und so mancher Staatschefs werden die Glanzstücke deutscher Literatur vorgetragen. Dabei wird Hartmann von seinem Namensvetter am Klavier begleitet, oder ist er es sogar selber? "Ich bin nicht schizophren. Ich auch nicht...!", so der Tastenzauberer und Wortakrobat.

Nick & The Roundabouts Am 25.4. im Atomic Café

Eins mal vorweg: Das hier ist gar keine Band. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich der Singer/Songwriter Nick Sauter, vielen bekannt von der Münchner Britpop-Band Pardon Ms. Arden. Die Songs, die Nick mit seinen imaginären „Roundabouts“ schreibt, sind entwaffnend ehrlich, aufrichtig und geradlinig. Auf seinem selbstbetitelten Debütalbum, das nun präsentiert wird, verbindet er den Alternative-Country eines Ryan Adams mit der Spielfreude von Bruce Springsteen, die Zerbrechlichkeit eines Damien Rice mit der Musikalität von Tom Petty. Wie gesagt, ehrliche Musik, die berührt und verzaubert.

 

Dom Hemingway Jetzt im Kino

Aufholen, nachholen, nix verpassen. Zwölf Jahre war Safeknacker Dom im Knast – hat seinen Boss Fontaine, loyal wie er ist, nicht verraten. Jetzt ist er wieder draußen, hat erst mal ein paar Hühnchen in London zu rupfen, dann geht’s nach Frankreich zum Boss, um sich seine Belohnung abzuholen – immer in Begleitung seines alten Kumpels Dickie. Klug wär’s zudem, sich mit seiner inzwischen erwachsenen Tochter zu versöhnen, muss er auch, denn der großmäulige Proll-Egozentriker ist, wie er einsehen muss, mehr Pechvogel als Superheld. Richard Shepard inszenierte diese lakonische, sehr unterhaltsame Gangsterdramödie. Jude Law gibt den unverbesserlichen Bad Boy, Richard E. Grant den treuen Begleiter, Emilia Clarke weist den richtigen Weg.

 

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Yves Saint Laurent Jetzt im Kino

Legendär. Yves Saint Laurent ist ja die unsterbliche Ikone der Haute Couture. Schon mit 21 Jahren wurde er in den 1950er Jahren Art Director bei Christian Dior und hatte schon mit der ersten Kollektion einen umwerfenden Erfolg. Zusammen mit Pierre Bergé, seiner Liebe fürs Leben, gründete er später das eigene Label. Jalil Lesperts durchweg elegantes Bio-Pic erzählt aus der Perspektive des treuen Freundes, der immer an seiner Seite war, in guten wie in schlechten Tagen. Pierre Niney spielt den empfindsamen Exzentriker mit dem Hang zu Exzessen, inneren und äußeren Krisen, Guillaume Gallienne die disziplinierte „rechte Hand“. Mit atemberaubender Mode der 1960er und 1970er Jahre als drittem Hauptdarsteller. In Frankreich, wen wundert’s, am Startwochenende auf Platz Eins der Charts.

 

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Spuren Jetzt im Kino

Selbstfindung. 1977. Robyn Davidson ist 27, nimmt sich vier Kamele und einen Hund als Begleiter, und bricht auf: zu einer 2.700 Kilometer Fußwanderung quer durch Australien, von Alice Springs zum Indischen Ozean. Mit dabei ein Aboriginee, der sie durch die heiligen Gebiete führt, die einer Frau allein verboten wären. Und ab und zu trifft sie Rick Smolan, dessen Fotos, die im National Geographic für Furore sorgen, die acht Monate dauernde Reise finanzieren. Regisseur John Curran erzählt zurückhaltend von diesem anstrengenden, gleichwohl meditativen Abenteuer. Mia Wasikowska spielt die junge, menschenscheue Heldin.

 

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Die Bestimmung - Divergent Jetzt im Kino

Instabil. Der Krieg ist vorbei, die Zivilisation am Ende, also versuchen die Überlebenden etwas Neues. Jeder Jugendliche muss sich frühzeitig für eine der fünf Tugend-Fraktionen entscheiden, die den Erhalt des Gesellschaftssystems garantieren sollen. Die junge Tris entscheidet sich für die Fraktion der Furchtlosen, stürzt sich in ein hartes Training. Sie verfügt allerdings über Tugenden aller Fraktionen, gehört daher zu den gefürchteten Unbestimmten und sieht sich zum Handeln gezwungen, als eine Fraktion den Frieden stört. Hier kommt der erste Teil einer Science-Fiction-Action-Thriller-Trilogie nach dem Jugendroman-Bestseller von Veronica Roth. Neil Burger führt Regie, neben bekannten Größen wie Tony Goldwyn, Kate Winslet und der aufstrebenden Shailene Woodley dürfen sich eine Reihe Newcomer ausprobieren.

 

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Ophelia Im Kammerspiele Werkraum

Ophelia, die reizende Tochter des Polonius, die Schwester von Laertes, die Freundin von Hamlet, sie spielt die tragische Rolle in Shakespeares Drama, die einen sagen mit schwingenden Hüften, andere meinen von prinzenhaftem Liebesgetändel umrauscht. Ophelia, die ins Wasser geht, weil Männer ihre Welt dominierten, die zu viel von ihr wollten oder zu wenig. Schweigend stand sie oft am Rand und dachte sich ihren Teil der Geschichte. Jetzt spricht sie zurück. Marie Jung erzählt in der Inszenierung von Kristof Van Boven die Geschichte des Prinzen Hamlet aus Sicht von Ophelia. Zwischen Nachtglockenschlag und Hahneskrähen verfolgt Ophelia Hamlets Weg in den Wahnsinn, der auch sie nicht verschont.

Snowpiercer Jetzt im Kino

Rebellion. Ein weltweites Experiment, die Erderwärmung zu stoppen, scheiterte 2014 katastrophal. Seither ist die Erde eine einzige Eiswüste. 2031 rast ein enormer Arche-Noah-Zug mit den letzten Überlebenden über ein weltumspannendes Schienennetz. In den Luxus-Abteilen vorn: die Reichen und die Schönen, im hinteren Zugteil: die bettelarme Mehrheit, von Diktatorin Mason (Tilda Swinton) mit brutaler Polizeigewalt in Schach gehalten. Der junge, charismatische Curtis (Chris Evans) zettelt, zusammen mit seinem Helfer Edgar (Jamie Bell) und dem alten, weisen Mentor Gilliam (John Hurt) eine Revolution an. Panzertür um Panzertür kämpfen sie sich nach vorne, wo der Großindustrielle Wilford (Ed Harris) regiert. Ein vielschichtiges Science-Fiction-Endzeit-Epos mit viel Action, Unterhaltung und philosophischem Überbau, inszeniert vom südkoreanischen Regisseur Bong Joon-ho („The Host“, „Mother“), nach einer französischen Graphic Novel von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette.

 

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A Long Way Down Jetzt im Kino

Die Aussicht auf das nächtliche London von diesem Hochhausdach ist wirklich atemberaubend – wie wird es erst sein wenn das mitternächtliche Feuerwerk den Beginn des neuen Jahres verkündet? Doch Martin Shaw interessiert sich nicht für die Aussicht, sondern einzig und allein für die Höhe. Denn er hat beschlossen, hier und heute seinem Leben ein Ende zu setzen. Wie er sich dabei mit der auf seinem Autogepäckträger mitgebrachten Leiter abmüht (benötigt, um damit den Stacheldrahtzaun zu überwinden, der genau dazu da ist, Selbstmörder abzuhalten), das setzt schon den tragikomischen Tonfall dieser Verfilmung des gleichnamigen, 2005 erschienenen Romans von Nick Hornby, dessen frühere Romane „Fever Pitch“, „Hi-Fi“ und „About A Boy“ bereits zu beachtlichen Filmen wurden.

 

Diesmal ist das Thema jedoch nicht die liebenswerte, aber auch strapaziöse Besessenheit eines jungen Mannes, der seiner Leidenschaft für Fußball bzw. für Schallplatten frönt, vielmehr Selbstmord, Leiden am Leben, Depression – offenbar nichts, woraus man eine Komödie machen darf, wie die überwiegend negativen Rezensionen anlässlich der Premiere bei der diesjährigen Berlinale vermuten lassen.

 

Mit Martins Selbstmord wird es jedenfalls erst einmal nichts, denn mit dem Toppers Tower hat er sich einen Ort ausgesucht, der dafür bekannt ist. Entsprechend bleibt er nicht der einzige, der in dieser Nacht statt guter Vorsätze fürs neue Jahr einen endgültigen Entschluss in die Tat umsetzen will. Als dann nicht ein weiterer Selbstmordkandidat, sondern deren gleich drei auftauchen, ist das Chaos komplett, so dass die Vier nach einer Erfahrung, die sie einander näher bringt, einen Pakt abschließen: bis zum Valentinstag in sechs Wochen wollen sie keine weiteren Selbstmordversuche unternehmen, sondern ihren Entschluss noch einmal überdenken, mit der tatkräftigen Unterstützung der anderen drei natürlich.

Alle vier haben ihre guten Gründe für ihren Entschluss: Martin Shaw, der Moderator einer Morgenshow, wurde gefeuert, weil er eine Affäre mit einer 15-Jährigen hatte („Für mich sah sie aus wie 25“), was nicht nur seinen Rauswurf, sondern auch das Ende seiner Ehe und das Verbot, seine Töchter sehen zu können, bewirkte. Maureen ist die allein erziehende Mutter eines schwer behinderten Sohnes, was ihr zunehmend das Gefühl tiefer Hilflosigkeit vermittelt,

Jess, die achtzehnjährige Tochter eines einflussreichen Politikers und Parlamentsabgeordneten, handelte aus enttäuschter Liebe im Speziellen und einem Mangel an Aufmerksamkeit im Allgemeinen, während der Amerikaner J.J.,  der derzeit sein Geld als Pizzabote verdient, mit seiner nicht funktionierenden Karriere als Musiker hadert und später einen Gehirntumor namens CCR enthüllt.

Drehbuchautor Jack Thorne und Regisseur Pascal Chaumeil („Der Auftragslover“) haben die Geschichte ein Stück weit optimistischer enden lassen als in der Vorlage und zuvor das Bonding der Vier ausgebaut. Geblieben ist trotz aller feelgood-Momente ein Hin und Her zwischen Optimismus und Verzweiflung, zwischen Komik und Tragik. Was auch an der Ambivalenz der vier Figuren liegt, bei denen die beiden älteren Darsteller mehr überzeugen als die jüngeren (aber vielleicht liegt das auch am Alter des Betrachters), Toni Collette zeigt einmal mehr ihre Wandelbarkeit und Pierce Brosnan stellt erneut seine Präsenz, geprägt von einer charmanten Lässigkeit, unter Beweis, mit der er zuletzt sogar eine Schmonzette wie Susanne Biers „Love is all you need“ halbwegs erträglich machte.

Frank Arnold

 

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Nymph()maniac II Jetzt im Kino

Lebensbeichte. In Lars von Triers Fortsetzung erzählt Protagonistin Joe (Charlotte Gainsbourg) weiter ihrem höchst interessierten Zuhörer Seligman (Stellan Skarsgård) von ihren sexuellen Erfahrungen. Mit 12, bei einem Schulausflug, schwebte sie bei einem Orgasmus zwischen Himmel und Erde, sah zwei Frauengestalten, für deren Erscheinen der alte Herr sofort eine Erklärung hat. Zusammen mit Jérôme (Shia LaBeouf) hat Joe ein Kind. Doch für eine neue sado-masochistische Beziehung lässt sie beide im Stich ... Seligman glänzt weiter mit seinem enzyklopädischen Wissen, es beginnt jedoch auch hier das Spiel der Geschlechter. „Nymph()maniac“ bildet zusammen mit „Antichrist“ und „Melancholia“ ein „Tryptichon der Depression“. Die Wendungen hier werden zunehmend tragischer, unausweichlich, der Schluss wird finster pessimistisch. Allein, der Unterhaltungswert bleibt groß.

 

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Der Hausmeister Im Residenztheater

In einer Winternacht bringt Aston den Obdachlosen Davies mit nach Hause, obwohl er so viel anderes zu erledigen hätte: Einen Schuppen bauen, die vielen Dinge reparieren, renovieren, die Böden ... Als Davies beginnt, Astons Großzügigkeit auszunützen, mischt sich dessen Bruder Mick ein und Davies gerät zwischen die beiden. Uraufgeführt in London 1960, machte dieses Stück seinen Autor Harold Pinter berühmt. Innerhalb weniger Jahre wird er der einflussreichste britische Dramatiker seiner Zeit, erhält 2005 den Nobelpreis für Literatur und stirbt 2008. Oft versuchten Klassifizierungen seine Stücke in den Windschatten des absurden Theaters zu stellen, aber zu eigen sind sie in ihrer Sprache und im Schweigen. Auf die Frage, ob "Der Hausmeister" vom Gott des Alten Testaments, vom Gott des Neuen und der Menschheit handele, antwortete Pinter knapp: "Nein, es handelt von einem Hausmeister und zwei Brüdern." Regie führt Andrea Breth. In den Hauprollen sind Norman Hacker und Shenja Lacher zu sehen.

Her Jetzt im Kino

Verliebt sein – so eine Art gesellschaftlich akzeptierter Geisteskrankheit. Theodore zum Beispiel verdient sein Geld in einer Agentur für handgeschriebene, liebevolle Briefe. Privat hat Theodore (Joaquin Phoenix) sich gerade von seiner Frau (Rooney Mara) getrennt, beschränkt sein Liebesleben auf Telefonsex, leidet unter der Einsamkeit und kauft sich ein nagelneues, lernfähiges System für seinen Home-Computer. Theodore lässt sich von „Samanthas“ Stimme bezaubern. Samantha ist, fürs Erste, perfekt und wird auch täglich klüger. Aus Vertrautheit wird Verliebtheit – nur, wie klappt die Liebe zu einem Betriebssystem auf Dauer? Regisseur Spike Jonze, der Meister schräg-versponnener Stoffe (z.B. „Being John Malkovich“) bietet hier  eine satirische Sci-Fi-Romanze, bei der Joaquin Phoenix, der weite Strecken allein bestreiten muss, Großes leistet. Hinreißend ist Samanthas verführerische, witzige, verständnisinnige Stimme, im Original gesprochen von Scarlett Johannsson – und wie die beiden schließlich Sex zusammen haben, ist ein Erlebnis der besonderen Art.

 

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Jetzt im Kino

Durchs Leben schlagen. Das konnte Allan Karlsson schon immer, sei’s als Sprengmeister für die Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg, für Franco, sei’s als Spion, mal für Stalin, später für Reagan ... Jetzt hat er keine Lust auf die Feierei zu seinem 100. Geburtstag, haut ab aus dem Altersheim, gerät an einen Koffer voller Geld, findet neue Freunde, wird zwar von Ganoven verfolgt, landet aber glücklich auf Bali, für weitere Abenteuer ... Felix Herngrens aberwitzige Komödie ist die Verfilmung des gleichnamigen Kult-Bestsellers von Jonas Jonasson. Schwedens Top-Komiker Robert Gustafsson ist die Schelmenrolle auf den Leib geschrieben. Allan hält sich schon immer an den klugen Rat seiner Mutter: „Es ist, wie es ist – und wie’s kommt, so kommt’s“. Wie sich in Rückblenden zeigt, hat Simplex Allan im Lauf des 20. Jahrhunderts an manchen Wendepunkten kräftig mitgemischt. Beste Unterhaltung!

 

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West Side Story Im Deutschen Theater

Liebeswirren, ganz ganz große Emotionen, eine fulminante Tragik, die sich von William Shakespeare inspirieren ließ und natürlich auch ein Hauch Nachkriegs-Aufbruchsgeist umweht dieses musikalische Wiedersehen. 57 Jahre nach seiner Uraufführung kehrt der Klassiker der Musical-Klassiker an das wiedereröffnete Theater in der Schwanthalerstraße zurück und knüpft damit zum Auftakt der neuen Spielzeit an die Glanzzeiten des Hauses an. Und das natürlich im fiebrigen Rhythmus der weltberühmten Leonard-Bernstein-Komposition und vorangepeitscht von Songs wie „Maria“, „Tonight“ oder „America“. Ein Muss!

 

Das Wintermärchen Im Münchner Volkstheater

In William Shakespeares Klassiker läuft bereits von Beginn an alles aus dem Ruder: König von Leontes glüht vor Eifersucht. Irrigerweise unterstellt er seiner hochschwangeren Frau, eine Affäre mit seinem besten Freund Polixenes, dem König von Böhmen, gehabt zu haben. Obwohl der ganze Hof von seinem Fehlurteil überzeugt ist, lässt sich Leontes nicht abhalten. Er wirft seine Gattin ins Gefängnis und verstößt seine spätere Tochter Perdita. Er setzt sie an der sprichwörtlichen „Küste Böhmens“ aus. Viel zu spät erst merkt der regierende Depp, was für einen tragischen Fehler er begangen hat. Unter der Regie von Christian Stückl spielen Max Wagner, Pascal Fligg und Magdalena Wiedenhofer die Hauptrollen.

Secret Garden In der Schauburg

Einfach mal abschalten, radikal runterkühlen und raus aus dem stressigen Trott. Deutschland brennt aus. Und die Sehnsucht nach Ruhe ist das neue Biedermeier. Möglicherweise ist ja dieser Garten so ein Ort, an dem wir die dringend benötigte Generalpause einlegen können und wieder zu uns selbst finden. Doch zunächst einmal stehen wir in der Schlange vor einem mysteriösen Club. Was passiert, ist unklar. An dem breitschultrigen Tür-Gorilla müssen alle vorbei. Die Nachtschwärmer sind ausgeschwärmt. Und darunter sind all die Typen, die man bestens kennt – etwa das längst nicht mehr ganz so verliebte Pärchen, die geheimnisvolle Blonde, die gerne allen den Kopf verdrehen würde, der Unbekannte, um den alle einen Bogen machen, und der Spüler, der so gerne mal einen Zigaretten-Break einlegen würde. Vier Tänzer und drei Schauspieler haben – angeleitet von Regisseurin Johanna Richter – ein Zitat von Heinrich von Kleist aus dem „Marionettentheater“ zum Ausgangspunkt gewählt: „Doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns: wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist“, heißt es da.

Liliom In den Kammerspielen

Um die Hoffnung, noch einmal anzufangen und endlich alles besser zu machen, geht es in Ferenc Molnárs Stück. Im eigenwilligen, morbiden Mix aus Volksstück, Märchen und Sozialdrama lernen wir den titelgebenden Schiffschaukelschubser kennen, der das Dienstmädchen Julie geschwängert hat. Um sich aus seiner hoffnungsvollen Lage zu befreien, plant er einen Raubüberfall, der desaströs schief läuft. In Panik ersticht sich Liliom auf offener Bühne selbst. Doch damit nimmt das Grauen erst so richtig seinen Lauf. Im Himmel erbettelt er sich die Chance, noch einmal auf die Erde kommen zu dürfen – für einen verzweifelten zweiten Versuch. Regie führt Stephan Kimmig, in den Hauptrollen sind Steven Scharf, Annna Drexler, Marie Jung Marie und Wiebke Puls zu sehen.

März In den Kammerspielen

Heinar Kipphardt schrieb 1978 diesen Roman, der die „Normalität“ unserer Gesellschaft radikal in Frage stellt. Ein junger Arzt versucht zu verstehen, was in seinem Patienten vorgeht. Aus Aufzeichnungen, aus Träumen, Gesprächen und Beobachtungen setzt sich allmählich das Bild eines hochbegabten Mannes und eines anderen Entwurfs von Menschlichkeit zusammen.

"Es interessiert mich nicht, einen Patienten oder ein wahnsinniges Genie zu zeigen. Für mich ist das die Geschichte meines Vaters, der ebenfalls eine Hasenscharte hatte. Es ist die Geschichte einer zarten Begegnung zwischen hoch empfindlichen Menschen, die in einander kurz einer Möglichkeit zum Glücklichwerden gewahr werden. Sie erkämpfen sich eine große persönliche Freiheit, eine Freiheit im Denken und Handeln, mit der unsere Gesellschaft nicht umgehen kann", so Johan Simons zu seiner Inszenierung.

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Do 17. April -
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