Donnerstag, 29. Januar 2015
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Die bitteren Tränen der Petra von Kant: Im Ring

Heute im Marstall... mehr
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Sechs Frauen versammeln sich in einem luxuriösen Appartement zum emotionalen Ringkampf. Es geht um die Unvereinbarkeit von Liebe und Geld und die Frage, was es bedeutet, Macht über das Liebesbedürfnis eines andern zu haben. Martin Kušej inszenierte das Drama von Rainer Werner Fassbinder.

 

Wundertüte: Komische Abgründe

Heute im GOP-Varieté... mehr
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Die sprichwörtliche Wunder­tüte öffnet Varieté-Experte Werner Buss. In der gleichnamigen Show sieht man stimmungsvolle Darbietungen von Artistik bis Comedy und soll angeblich Momente erleben, die alle Besucher wieder zum Kind werden lassen. Das ist ein Versprechen. Dumm nur, dass sich Kinder-Eintrittskarten nach dem letzten Vorhang nicht mehr nachlösen lassen. Durch die Show führt das Duo "Les Derhosn".

 

Die letzten Gigolos: Rüstige Herren

Jetzt im Kino... mehr
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Sie tanzen, plaudern charmant und sind von betuchten älteren Damen stets begehrt. Auf großen Kreuzfahrtschiffen sind sie unterwegs. Gebucht werden sie von Agenturen, die Reedereien bezahlen sie gerne. Der 74-jährige Peter frönt seiner Abenteuerlust, hofft auf eine neue Lebenspartnerin, Kollege Heinz will nicht allein zu Hause sein. Beim Smalltalk zum Diner, beim Tanz erfährt man von Sehnsüchten, Schicksalsschlägen. Fürs neue Glück ist’s nie zu spät. Die nette-Doku begleitet die Best Agers und zwei Touristinnen auf Kreuzfahrt nach Westafrika.

 

Funeral For A Friend: Emocore für die Charts

Heute in der Feierwerk Kranhalle... mehr
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Die Emocore-Chartsstürmer aus Wales zwischen harten Gitarren und griffigen Melodien.

 

Instrument: Psychedelischer PostRock

Heute im Milla... mehr
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Die Nachfolgeband von Cosmic Casino mit filigranen Instrumentals, die man gerne dem Postrock zuordnen darf. Special Guest: The Dope

 

John Wick: Mein ist die Rache

Jetzt im Kino... mehr
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Die Russen-Teen-Gangster, die in John Wicks Villa hausen, seinen 1969er Boss-Mustang und den kleinen Beagle, ein Geschenk seiner verstorbenen Frau, mitgehen lassen. Der trauernde Witwer und Ex-Killer (Keanu Reeves) kehrt ins Gangsterleben zurück, um, mit Hilfe seines Mentors Marcus (William Dafoe) in der New Yorker Russenmafia gehörig aufzuräumen. Oberboss Viggo Tarasov (Michael Nyqist), sein früherer Chef, und Vater einer der ungeratenen Söhne, versucht, ihm Einhalt zu gebieten. David Leitch und Chad Stahelski sind Stunt-Profis. Ihr Regiedebüt John Wick ist eine knallharte, gradlinige, dennoch augenzwinkernd erzählte Rache-Story, die Genre- wie Keanu Reeves-Fans gefallen wird.

 

Wartungsarbeiten: Einfach dasitzen

Heute im Tams... mehr
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Die Musiker der Express Brass Band sind eigentlich unterwegs nach New Orleans, doch am Bahnhof von Niederbreitenbach verpassen sie den Anschlusszug. Festgesetzt im Warteraum tun sie das, was sie am besten können: Sie machen Musik. Die Zeit scheint still zu stehen, der Warteraum wird langsam zur Ersatzheimat und das Ziel der Reise rückt in immer weitere Ferne.Gemeinsam mit vier Musikern der Express Brass Band macht sich Lorenz Seib auf die Suche nach einer verlorenen Tugend: Dem Warten

 

Jimi Tenors Tenor Of Kalma: »Electric Willow«

Heute in der Roten Sonne... mehr
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Ein nach wie vor recht ungewöhnlicher, dennoch aber hochklassiger Mix aus Elektro-Pop, Jazz und Dancefloor-Sounds mit dem finnischen Tausendsassa und seiner neuen Formation.

 
Tagestipp Donnerstag 29.01.2015
Birdman Jetzt im Kino

Riesentheater. Riggan Thomson (Michael Keaton) war mal Darsteller des Superhelden „Birdman“. Jetzt will er, mit der Broadway-Inszenierung einer Raymond Carver Story, noch einmal seriöseren Ruhm ernten. Dazu muss er sein Haus verpfänden, sich mit seiner Ex-Frau, seiner Geliebten, seiner Tochter, einer Theaterkritikerin und dem neuen Hauptdarsteller (Edward Norton) herumschlagen, der sehr eigene Vorstellungen seiner Schauspielkunst entwickelt, und dann mischt sich auch noch Riggans altes „Birdman“-Alter-Ego immer wieder ein. Das neue Meisterwerk von Alejandro González Iñárritu („Amores Perros“, „Babel“) oszilliert zwischen Tragödie und schwarzer Komödie, springt munter und höchst elegant zwischen Fiktion und Realität, Krisen auf der Bühne und echten Beziehungs- und Schaffenskrisen hin und her, mal bissig, mal ernst, mal ziemlich schräg und funny.

 

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Da muss Mann durch Jetzt im Kino

Ach die Frauen, tja, das Leben. Die Kumpel Paul, Schamski, Günter und Bronko philosophieren fleißig vor sich hin. Paul, immerhin, hat seine große Liebe gefunden. Lenas Eltern aber sind noch nicht so recht vom künftigen Schwiegersohn überzeugt. Also reisen sie, zwecks Urlaub und näherem Kennenlernen, nach Mallorca. Die Freunde mit dabei. Lena (Julia Jentsch) allerdings ist schwanger, nicht von Paul, sondern von Finanzjongleur Patrick. Der kreuzt auch auf, „um die Sache zu regeln“. Hier tummelt sich die Fortsetzung der erfolgreichen Liebeskomödie „Mann tut was Mann kann“ von Marc Rothemund. Wotan Wilke Möhring, Jan Josef Liefers, Fahri Yardim und Oliver Korittke sind wieder mit dabei.

 

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Pardon Ms. Arden Am 30.1. im Feierwerk

Nach acht Jahren an der Spitze der Münchner Indie-Rock-Szene, drei Alben, zahllosen Tourneen und Konzerten auf Festivals wie dem Sziget in Budapest oder dem Frequency Festival nahe Wien verabschiedt sich die Band um Nick Sauter.  Und das natürlich  mit einem standesgemäß großen Abschiedskonzert in der Kranhalle des Feierwerks - neben dem Atomic Café wahrscheinlich die Location, in der das Quartett am häufigsten auf der Bühne stand. Die Ardens wollen sich in Zukunft anderen Projekten widmen - davor aber geben sie mit ihren Gitarrenpop-Perlen nochmal kräftig Vollgas! Danach steigt eine Aftershow-Party im Kranhalle-Café mit den Parklife-DJs.

 

The Busters Am 31.1. im Backstage

Seit 1987 zacken hier die Beats. Mit ihrem brandneuen Album "Supersonic Eskalator" (dem 17ten!) rattern diese Jungs weiter unermüdlich auf der Überschall-Rolltreppe durch das Offbeat-Universum. Mal herrlich aufgeregt, mal groovig entspannt versorgen sie den beweglichen Teil der Bevölkerung mit packenden Rhythmen, messerscharfen Bläsersätzen und Unmengen an Spaß. Dabei loten sie diesmal noch ein wenig tiefer als sonst die verschiedenen Bereiche des Ska aus – von Wiesloch über Kingston nach London, New York, Los Angeles und wieder zurück… Alle aufsteigen – es geht los!

 

 

Nathan der Weise Im Münchner Volkstheater

Dieses Stück muss jetzt unbedingt gespielt werden. Weil so oft nur noch Märchen helfen, die hoch erhitzten Gemüter wieder runterzukühlen. Nathan der Weise weiß, wie man’s macht. Er erzählt einfach eine Geschichte – die weltberühmte Ringparabel – und zieht sich bei der immer schon bangen Frage, welche der Weltreligionen nun die vermeintlich „richtige“ ist, geschickt, aber sehr nachvollziehbar aus der Affäre. Intendant Christian Stückl hat den Verständnisklassiker von Gotthold Ephraim Lessing wieder aus dem Regel geholt und muss dabei gar nicht mal so viel Staub vom Reclam-Heftchen blasen. Man kann ihm dafür nur dankbar sein. In den Hauptrollen: Pascal Fligg,  Sohel Altan G.,  August Zirner und Constanze Wächter

Nikolai Tokarev Am 30.1. Prinzregententheater

Mit seiner "Hommage To Horowitz“ ehrt Nikolai Tokarev, der das Münchener Publikum immer wieder mit hochvirtuoser Technik und immenser Musikalität verblüfft, den legendären Klaviermeister und präsentiert ein Programm, das eng mit dem Namen Horowitz verbunden sind. Zu hören sind Werke von Georg Friedrich Händel, Domenico Scarlatt, Domenico Cimarosa,  Frédéric Chopin und Franz Liszt. "Tokarev hat sich seinen unprätentiösen, ganz auf die Musik zentrierten Stil bewahrt – nach Skrjabins auftrumpfender Etüde war der Weg frei für entfesselten Tastenzauber", schrieb die FAZ über eines seiner Konzerte.

Mortdecai - Der Teilzeitgauner Jetzt im Kino

Exzentrisch. Charlie Mortdecai ist Kunsthändler, selbstverständlich mit angemessen aufwändigem Lebensstil. Dummerweise ist er hochverschuldet, braucht auf die Schnelle acht Millionen Pfund, um nicht das Familienanwesen (und damit auch seine Gattin Johanna) zu verlieren. Als im British Museum ein berühmter Goya verschwindet, wittert Mortdecai seine Chance. Könnte er das Gemälde wieder beschaffen, wäre er, dank der Belohnung, alle Sorgen los. Da er ein arroganter Schnösel, aber nicht so der Kämpfer-Typ ist, begleitet ihn Jack, sein Butler und Bodyguard, auf seiner aufregenden Räuber-Jagd rund um den Globus. Eine überdrehte Krimi-Komödie, eine One-Man-Show von Johnny Depp. Dazu gesellen sich Gwyneth Paltrow, Paul Bettany und Ewan McGregor.

 

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The Imitation Game Jetzt im Kino

Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, haben von Natur aus großes Potential. Schließlich gibt es nichts Reizvolleres für den Kino-Zuschauer als das Wissen, dass der Held – oder auch der Bösewicht – nicht nur der Fantasie eines talentierten Geschichtenerzählers entsprungen, sondern aus echtem Fleisch und Blut ist. So auch im Fall der Hauptfigur Alan Turing aus Morten Tyldums „The Imitation Game“. Der geniale Mathematiker und Computerpionier entschlüsselte den so sicher geglaubten Enigma-Code der Nationalsozialisten und hatte dadurch maßgeblichen Anteil an der frühzeitigen Beendigung des Zweiten Weltkriegs.

 

 Was aber war das für ein Mann, der es den Alliierten ermöglichte, den geheimen deutschen Nachrichtenverkehr zu ihren Gunsten zu nutzen? Um diese Frage zu beantworten, lässt Regisseur Tyldum das Publikum tief in die Seele seines zerbrechlichen Helden blicken. Der tritt zwar fachlich äußerst selbstbewusst auf, ist aber hinsichtlich sozialer Kommunikation völlig aus der Art geschlagen. Denn auch im Umgang mit seinen Mitmenschen ist Turing beherrscht von der Rationalität mathematischen Denkens. Im Film wird er verkörpert von Benedict Cumberbatch, der die Gratwanderung zwischen Genie und introvertiertem Einzelgänger mit Bravour auf die Leinwand bringt. Dabei werden Erinnerungen wach an das thematisch sehr verwandte Biopic „A Beautiful Mind“, in dem Russell Crowe das Mathematikwunder John Nash spielt. Doch während dessen Geheimdienstaktivitäten Einbildungen seines schizophrenen Geistes sind, wird Alan Turing tatsächlich zur Hoffnung der Nation.

 

Sich seiner Bedeutung bewusst, nervt er Vorgesetzte und Kollegen mit penetranter Arroganz. Diese für den Zuschauer mitunter amüsanten Momente (wie etwa Turings unbeirrbare Missachtung des Militärs während des Vorstellungsgesprächs bei Commander Denniston) kontrastieren mit der sensiblen Seite des außergewöhnlichen Mannes. Der hat vor allem damit zu kämpfen, dass er seine Homosexualität im konservativen Großbritannien Mitte des 20. Jahrhunderts verbergen muss. So wandelt sich das Geschichtsstück zunehmend zum Drama eines Individuums auf einsamen Posten. Denn auch wenn der Prozess der Entschlüsselung des Enigma-Codes mit all seinen Rückschlägen und Erfolgen spannend in Szene gesetzt ist, steht die tragische Ambivalenz der Hauptfigur stets im Vordergrund. Gründe für Turings tief sitzende Unsicherheit liefern kleine Rückblenden in seine Schulzeit, in der er von Mitschülern gequält und gedemütigt wurde.

 

Ihm zur Seite steht Keira Knightley als Joan Clarke, die den Meister der Zahlen in ihrer Funktion als Mathematikerin unterstützt und seine beste Freundin wird. Ihre gemeinsame Ehe sichert Turings Platz in der Gesellschaft und verschafft auch ihr den Status einer verheirateten Frau. Joan kennt längst seine sexuelle Ausrichtung. Ihr liegt an der engen emotionalen Bindung, die auch er zu schätzen weiß, aber mit seinem schwierigen Charakter immer wieder auf die Probe stellt. Diese außergewöhnliche Beziehung  ist das Herzstück von „The Imitation Game“, der eindrucksvoll eine wichtige historische Begebenheit in Einklang mit einer bewegenden Charakterstudie bringt.

Stefan Huhn

 

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Fräulein Julie Jetzt im Kino

Geschlechterkampf, Klassenkampf. Auf dem Landsitz, der Papa ist fort, es ist Mittsommernacht, versucht Baroness Julie den Hausdiener John zu verführen. Der ist anfangs äußerst genervt über den Bruch der Konventionen, lässt sich dann aber darauf ein ... Danach herrscht nur noch Verachtung, auf beiden Seiten. August Strindbergs klassische, wuchtige Tragödie verlegt Schauspielerin Liv Ullmann für ihre vierte Kinoinszenierung ins Irland des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Colin Farrell und die grandiose Jessica Chastain spielen die mitreißende Geschichte von Verführung und Verachtung, Samantha Morton spielt die Küchenmagd Kathleen, Johns Verlobte. Sie sieht dem Sturm der Emotionen betroffen zu.

 

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Severin Groebner Bis 31.1. in der Lach & Schieß

Ein Mann mit Aberwitz, denn „Vom kleinen Mann der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf g’schissen hat“, nennt Groebner sein neues Kabarettprogramm! Was haben Bauarbeiter und Werbeagenten, Architekten und IT-ler, Politiker und Prostituierte, Konzernchefs und Security-Sheriffs gemeinsam? Der Träger des Österreichischen Kabarettpreises 2013 wirft sich in seinem neuen Solo kopfüber in die Gesellschaft und fragt sich: Was soll das? Wer war das? Und was fällt dem eigentlich ein? Überhaupt: Wer sind eigentlich „die da oben“? Und wenn dort „da oben“ ist, wo hört dann „unten“ eigentlich auf? Und so begibt sich der Groebner auf eine aberwitzige Reise, vom Elend zur Elite, vom Prolo bis zum Polo. Rauf und runter auf der sozialen Leiter, wie ein Frosch mit Brille.

Frau Müller muss weg! Jetzt im Kino

Schlachtfeld. Ein paar besorgte Eltern haben eine außerordentliche Versammlung an einer Grundschule in Dresden organisiert. Das wird nichts mit dem Übertritt. Die Kinder müssen aufs Gymnasium, und diese Klassenlehrerin ist den Anforderungen ja nicht im Geringsten gewachsen ... Die Eltern attackieren die Lehrerin, die es sich, bevor sie geht, nicht nehmen lässt, mal kurz zu schildern, wie sich die Schratzen im Unterricht benehmen und worauf sich das wohl zurückführen lässt ... Danach geht’s rund. Ost gegen West, Reich gegen Arm, Weltanschauungen, Ressentiments – nun ziehen alle mal so richtig vom Leder. Eine für hiesige Verhältnisse sehr böse Komödie von Sönke Wortmann, nach einem Theaterstück von Lutz Hübner. Anke Engelke, Justus von Dohnanyi, Alwara Höfels, Ken Duken und Mina Tander spielen die Eltern in allen Facetten. Den Kern aller deutsch-deutschen Debatten, hier kann man ihn wohlig schaudernd sehen!

 

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The Gambler Jetzt im Kino

Kann nicht anders. Jim Bennett (Mark Wahlberg) ist Literaturprofessor. Reicher Leute Sohn. Des Lebens völlig überdrüssig. Ein Spieler. Verschuldet sich bei Roulette und Black Jack. Wird bedroht. Wie seine beste Studentin, mit der er sich auf eine Beziehung eingelassen hat. Will das so. Was, wenn nicht das eigene Leben, lohnt den Einsatz?! Der neue Film von „Planet der Affen: Prevolution“-Regisseur Rupert Wyatt, eine Charakterstudie, ein Psychogramm. John Goodman spielt einen der alten Kredithaie, die doch ziemlich erstaunt sind über die nihilistische Jugend.

 

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Der große Trip - Wild Jetzt im Kino

Auf Pilgerfahrt. Cheryl Strayed hat allen Grund für eine Auszeit. Nach dem Krebstod ihrer Mutter war ihr Leben aus den Fugen geraten. Wechselnde Jobs, Obdachlosigkeit, Drogenelend, ein allzu unkonventionelles Treibenlassen mit ihrem Mann ... so konnte es nicht weitergehen. Also macht sie sich, ohne jede Erfahrung, aber fest entschlossen, auf einen fast 2000 Kilometer langen Fußmarsch zu sich selbst, entlang des Pacific Crest Trail, von Südkalifornien bis hinauf nach Oregon. Ein packendes Abenteuer-Drama, nach dem autobiografischen Bestseller fürs Kino adaptiert von Nick Hornby, inszeniert von Jean-Marc Vallée („Dallas Buyers Club“). Reese Witherspoon spielt die Frau, die zurück ins Leben findet.

 

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Baal Im Residenztheater

Viel mehr als die Überschrift „Frank Castorf inszeniert Bertolt Brechts Baal“ braucht es eigentlich nicht, um Münchens Premierengänger mit den Hufen scharren zu lassen. Auf die Bühne kommt das wüste Stück vom Dichter, Trinker, Verräter, Liebhaber und Mörder, der durch die Kneipen, Betten und  Großstadtschluchten der Metropole zieht. Das „biblische Vieh“ Baal nimmt sich, was es braucht – auch die Frauen seiner vermeintlichen Freunde. Wo Baal hinkommt, hält die Welt den Atem an, heißt es so schön in der Ankündigung. Oder ist dort schon längst von Castorf selbst die Rede? Nach „Kasimir und Karoline“ und zuletzt „Reise ans Ende der Nacht“ nach Louis-Ferdinand Céline ist mal wieder der Volksbühne-Intendant Gastregisseur am Resi. Er hat sich den Randale-Text des 1918 entstandenen Expressionisten-Dramas vorgeknüpft, das Brecht selbst mit gerade mal 20 Jahren schrieb.In den Hauptrollen: Bibiana Beglau, Franz Pätzold, Aurel Manthei und Andrea Wenzl.

Und jetzt: Die Welt! Im Münchner Volkstheater

Ist der Furor längst verraucht? Nicht wirklich. Nur die Umstände haben sich geändert, wie Sibylle Berg klug bemerkt hat. Ihr aktuelles Stück erzählt von Akademikern, die in prekären Verhältnissen aufwachsen, weil schon wieder mal ein Praktikum nichts gebracht hat. Nun müssen die jungen Dinger selbstgekochte Drogen im Internet verkaufen, Mode-Blogs vollschreiben und ihren Marktwert im Fitnessstudio hochtreiben, obwohl ihnen doch der Hochleistungskapitalismus zuwider ist. Eine junge Frau bilanziert ihren Frust-Lebensweg – von der Jugend-Gang zum friedlichen Yoga, vom unbeholfenen Knutschen im Zeltlager hin zu den weiterhin unentschlossenen Sexperimenten mit Männern und Frauen, von den hochflie­genden Idealen zum furztrockenen ­Pragmatismus. Die Generation 20+ schwankt – zwischen Aggression und Apathie, zwischen Aufbrauch und Abgeklärtheit.

Wild Tales - Jeder dreht mal durch! Jetzt im Kino

Da Mensch is a Viech! Und richtig lustig wird es erst, wenn Mensch der Kragen platzt und er seiner Wut freien Lauf lässt. Wenn er zum Beispiel ein Flugzeug entführt, um sich an seinen Feinden zu rächen. Oder entdeckt, dass der arrogante Gast, der gerade nervt, genau der Finanzfritze ist, der den eigenen Vater in den Tod getrieben hat. Oder, auf entlegener Landstraße, als Audi-Fahrer mit einem prolligen Pick-Up-Fahrer aneinandergerät. Oder als Sprengstoffexperte sich gegen Behördenwillkür zur Wehr setzt. Oder als Millionär die Unfallflucht seines Sohnes mit Bestechungsgeldern beheben will. Oder als Braut entdeckt, dass der Bräutigam seine Liebhaberin zur Hochzeit eingeladen hat ... Ein Rache-Fantasie-Film des argentinischen Regisseurs Damián Szifrón war, in Cannes, zunächst ein Geheimtipp. Voller bitterbösem schwarzen Humor, inspiriert von Almodóvar, Tarantino, Kusturica ... zelebriert er die hohe Kunst der aberwitzigen Eskalation ...  der erfolgreichste Film aller Zeiten in Argentinien! Für den Auslands-Oscar nominiert.

 

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St. Vincent Jetzt im Kino

Ein goldenes Herz. Traut man dem griesgrämigen, verwitweten Vietnam-Veteranen Vincent (Bill Murray) nicht zu. Der verbringt seine Tage in Bars, Stripclubs und bei Pferdewetten. Bis eines Tages die neue Nachbarin Maggie (Melissa McCarthy) vor der Tür steht: Ihn bittet, auf ihren 12-jährigen Sohn Oliver aufzupassen und dem Jungen bei den Hausaufgaben zu helfen. Gegen Geld, das Vincent gut gebrauchen kann. Der nimmt ihn in seine Stammkneipe mit, zeigt ihm, wie er sich mit einem gezielten Faustschlag zur Wehr setzen kann, wandelt sich ganz allmählich vom Saulus zum Paulus, zum „Heiligen“ Vincent des Titels, wozu Naomi Watts als Hure mit Herz Einiges beiträgt. Eine Tragikomödie des Newcomers Theodore Melfi, ein Feelgood-Movie mit tollen Schauspielern, fest verankert im amerikanischen Arbeitermilieu.

 

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Radio Rustikal Am 29.1. im Schlachthof

Frischer Funk! Mit ihrer neuen Kabarett-Show "Das können Sie alles senden" starten die Shooting-Stars des bayerischen Kabaretts ihren eigenen Piratensender und zeigen, wie Radio ohne Budget funktioniert. Sie sprechen alle Studiogäste, alle Anrufer, alle Interviewpartner, machen Hörspiele, Bibelforschung, Kindersendung und Musik - und freilich alles live.  In der ersten Folge gibt es unter anderem anderem tolle Diät-Tipps für die perfekte Strandfigur, die aufstrebenden Nachwuchsmusiker von „Excrementus Diaboli“ präsentieren ihren frischen, rustikalen Hit „Heit gibt’s a Rehragout“ und „Kultur Rustikal“ sendet ein Interview mit den Organisatoren des internationalen Kabarett-Wettbewerbs „Unterunshauser Nasenrammel“.

La Bohéme In der Pasinger Fabrik

Große Oper, hautnah! Die allergrößte Sorge der vier jungen Künstler ist es, den stets hungrigen Magen zu füllen und die ausgeübte Kunst niemals durch einen etwaigen Brot-Job zu verraten. In dieses unbekümmerte Leben der jungen Männer tritt die junge, lebensbedrohlich kranke Mimì. Rodolfo findet in ihr die große Liebe. Erfüllt von einer großen Leidenschaft und gewürzt mit Eifersuchtsszenen und Trennungsgesprächen schildert Puccini die Liebesgeschichte des Dichters Rodolfo mit der Näherin Mimì und eine Lebensphase der jungen Bohémiens. Bei der Erstaufführung war das Publikum gerührt und füllte die Bistrotische in der Wagenhalle der Pasinger Fabrik knapp vierzig Mal. Nun gibt es ein Wiedersehen mit Puccinis Meisterwerk in Münchens Kleinstem Opernhaus.

Exiles In den Kammerspielen

James Joyce ist mit wuchtigen Wälzern wie „Ulysses“ und – noch furchterregender – „Finnegans ­Wake“ bekanntlich der Schrecken aller Englisch-Hauptseminare. Was nur wenige wissen: Der irische Schriftsteller, wichtigster Miterfinder der Moderne, schrieb aber auch dieses vergleichsweise klassische Theaterstück. Darin lernt man den Schriftsteller Richard kennen, der nach fünf Jahren in Rom wieder in seine Heimat nach Dublin zurückkehrt. Dort muss er feststellen, dass sein Jugendfreund Robert nicht nur zu Besuch kommt, sondern seiner Frau Bertha schon lange ziemlich nahe steht. Richard findet heraus, dass Robert über Jahre hinweg ziemlich intime Brief an Bertha geschrieben hat. Nun steht eine Entscheidung an. „Joyce thematisiert, was auf den ersten Blick banal erscheint“, sagt der Regisseur Luk Perceval zur letzten Kammerspiele-Premiere dieses Jahres. „Der Alltag verführt zum Machtspiel. Wie weit kann man gehen, ohne den Anderen allzu sehr zu verletzen? Wie groß ist die Angst, in der Suche nach Freiheit die erkämpfte Geborgenheit und Nähe zu verlieren? Das Stück regt an, darüber nachzudenken, wie man liebevoll zusammenleben kann.“ Was könnte schöner zu Weihnachten passen?

Kasimir und Karoline Im Münchner Volkstheater

Verhängnisvoll durcheinander geht es bekanntlich in diesem legendären Volksstück, das Ödön von Horváth vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise spielen ließ. Das junge Titel-Paar steht kurz davor, sich unglücklich zu machen. Ein gemeinsamer Wiesn-Besuch ist dabei wirklich nicht die beste Idee. Kasimir ist zudem selten schlecht drauf, hat er doch eben erst seine Arbeit verloren. Prompt kommt es, wie es kommen muss: Auf der Festwiese erkennt der Zuschneider Schürzinger seine Chance, sich an Karoline ranzuwanzen. Und Kasimir gerät an seinen Spezl Merkl Franz, der ihn zu einer Alternativ-Karriere auf der schiefen Bahn verführen. Regie führte Hakan Savaş Mican und in den Hauptrollen sind Jean-Luc Bubert, Xenia Tiling und Pascal Riedel zu sehen

Warum läuft Herr R. Amok? In den Kammerspielen

Alltag in der Hölle. Vom Ausbruch aus der geordneten Bürger-Spießigkeit, von der jähen Generalabrechnung mit dem immer brav Funktionieren, erzählte  Rainer Werner Fassbinder in seinem beklemmenden Filmklassiker. Darin lernt man einen Durchschnittsmann kennen, der immer nur versucht, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden und dadurch jäh in einen Abgrund von Leere stolpert. Am Schluss wird aus dem kleinen Menschen ein Monstrum, das zuerst seine Familie, dann sich selbst auslöscht. Die Regisseurin Susanne Kennedy hat den weiterhin stark irritierenden Stoff auf die Bühnenbretter gehievt.In den Hauptrollen:  Walter Hess, Christian Löber, Anna Maria Sturm und Çiğdem Teke.

Peer Gynt Im Residenztheater

Auf klassisches Bildungsgut greift Regisseur David Bösch in seiner Inszenierung zurück. Er lässt in dem Henrik-Ibsen-Stück den Sinnsucher seine norwegische Heimat verlassen, nach Amerika (wieder mal) aufbrechen, wo er Großreeder wird. Doch den Rastlosen hält es nicht lange. In Afrika träumt er von Wüstensiedlungen, er versteigt sich in Propheten-Anwandlungen – und endet schließlich in einer Irrenanstalt in Kairo. Wieder einmal war ein Kern-Forscher unterwegs. Peer Gynt will wissen, warum die Zwiebel, die so viele Schalen hat, nur aus Häuten, aber eben aus keinem Inneren besteht. Das erinnert an Goethes „Faust“ und ist nicht minder aufregend. Gespielt wird der Titelheld von Shenja Lacher – an seiner Seite unter anderem Sibylle Canonica und Michele Cuciuffo.

Woyzeck Im Münchner Volkstheater

Immer nur Erbsen essen. Dann auch noch herumgeschubst und erniedrigt werden. Der junge Franz Woyzeck, der eigentlich aufrichtig, geradlinig und ehrlich durchs Leben gehen wollte, hält sich und seine Freundin Marie mit diversen Jobs über Wasser. Am prekären Rand der Gesellschaft ist er dem ständigen Druck und Wohlwollen von Vorgesetzten und Bessergestellten ausgesetzt. Und dann bewahrheitet sich auch noch der schlimmste Albtraum: Das Testosteronmonster Tambourmajor hat doch tatsächlich Marie verführt. Kein Wunder, dass Woyzeck die Hutschnur platzt. Abdullah Kenan Karaca hat Georg Büchners schauerliches Kleiner-Mann-Drama neu aktualisiert. Schlimm bleibt alles. In den Hauptrollen: Sohel Altan G., Magdalena Wiedenhofer, Silas Breiding und Pascal Fligg.

 

Die Neger In den Kammerspielen

So langsam wird jede letzte Inszenierung des scheidenden Kammerspiele-Intendanten Johan Simons gewollt oder nicht zu einer Art Hinterlassenschaft. Mit Jean Genets Stück hat er mal wieder starken Tobak in die Pfeife gestopft. Beklemmend dürfte es in jedem Fall werden. In dem einstigen Skandalstück stellt bekanntlich eine Gruppe Schwarzer einen Lustmord an einer weißen Frau nach – worauf eine groteske Strafexpedition folgt. Geschrieben wurde das unter dem Eindruck der blutigen letzten Kolonialwirren und befeuert von Genets flammende Sympathie für die Befreiungsbewegung der PLO und der Black Panthers. Jeder Außenseiter, der unterdrückt und diskriminiert wird, war und ist hier ein „Neger“. Nur so liest sich auch das Vorwort, in der Genet die provokante Frage aufwarf: „Was ist eigentlich ein Schwarzer? Und vor allem welche Farbe hat er?“.

Hoppla, wir leben! Im Cuvilliéstheater

Die ganz wilden Tage hat München bekanntlich schon hinter sich. Umso mehr lohnt es sich, in die bewegte Räte-Zeit zurückzublenden. Hier ist Ernst Tollers tragikomisches Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik angesiedelt, mit dem sich Anne Lenk am Bayerischen Staatsschauspiel zurückmeldet. Erzählt wird vom „Gefühlsrevolutionär, Träumer und Phantasten“ Karl Thomas, der nach einer niedergeschlagenen Revolution verhaftet und in die Psychiatrie geworfen wird. Dort bekommt er den steilen Karriereweg seines einstigen Genossen Wilhelm Kilman nicht mit. Der wird Minister und Realpolitiker. In seinem Vorzimmer gehen die Bonzen ein und aus. Doch dann wird Thomas doch entlassen – und schlägt sich als eisig dauerlächelnder Kellner durch. Eines Tages wird ausgerechnet vor seinen Augen Minister Kilman Opfer eines Mordanschlags. In den Hauptrollen: Franz Pätzold, Oliver Nägele und Valerie Pachner.

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Do 22. Januar -
Mi 4. Februar 2015
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