Montag, 15. September 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Sex Tape: Matratzensport für alle

Jetzt im Kino... mehr
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Weil nach zehn Jahren Ehe das gemeinsame Sexleben so doll auch nicht mehr ist, greifen Jay und Annie (Jason Segel und Cameron Diaz) zum Praxis-Ratgeber, probieren alle Stellungen durch und nehmen sich per Video auf. Jay will den Schmuddel-Film dann löschen, stellt ihn aber versehentlich in die Cloud. Da die beiden keine Ahnung haben, wie sie ihn da wieder runterbringen, müssen sie nun sämtliche Tablets von Freunden, Bekannten, Verwandten zerstören, um größeren Schaden abzuwenden. .Allerlei Derbheiten, allerlei Situationskomik, am Ende ist gar nichts passiert und keiner muss sich schämen.

 

Close Talker: Indierock aus Kanada

Heute im Milla... mehr
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Ein fulminanter Mix aus Indierock, Bluegrass, Folk und Pop mit dem Dreierpaket aus Kanada. Als da wären: Close Talker, The Dead South und Jordan Klassen

 

Das Fastfood-Theater: Best Of Life

Heute in der Drehleier ... mehr
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Aus der hiesigen Theaterszene ist das Fastfood Theater schon lange nicht mehr wegzudenken. Mit ihrem Improklassiker, der Montagsshow, begeistern die Schauspieler Publikum und Kritiker seit 16 Jahren immer wieder aufs Neue. Eine bunte Mischung aus Spielen, Songs, leisen und lauten Szenen unterhalten hier mit Schmackes.

 

Katakomben: Bei den Toten

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Unter dem Pflaster von Paris gibt es gruselige Kavernen. Eine Gruppe von Archäologen unter Führung der unerschrockenen Scarlett Marlowe treibt sich dort unten bei den Toten herum. Enge Gänge, Ratten, Fallen, seltsame Gestalten, nicht recht verweste Leichen – alles zeichnen die Doku- und die Helm-Kameras auf. John Erick Dowdle inszenierte einen fulminanten Found-Footage-Horror-Thriller, klaustrophobisch, mit leicht verwackelten Bildern, starkem Soundtrack, gedreht an den Originalschauplätzen.

 

Werner Koczwara: Rechthaber

Heute im Lustspielhaus... mehr
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Wissenschaftler haben festgestellt: In zwei Millionen Jahren gibt es auf der Erde nur noch zwei Lebensformen: Termiten und Rechtsanwälte. Beides enorm nimmersatte Kaliber! Egal, welche der beiden Species Sie befällt, anschließend ist immer das halbe Haus weg. "Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt" - ein Abend mit 100 Prozent Koczwara Humor: Schnell, intelligent, frech und garantiert rabenschwarz.

 

Talisco: Engelsgleicher Folkgesang

Heute in der Feierwerk Kranhalle... mehr
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Psychedelic-Folk mit dem Singer/Songwriter aus Frankreich, der mit engelsgleicher Stimme und scharfer Elektro-Munition für Aufsehen sorgt.

 

Rhonda: Retrospektiver Soul'n'Pop

Heute im Muffatwerk Cafe... mehr
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Gschmackiger Handmade-Soul und eine Prise Retro-Pop mit der sehr blonden Sängerin und ihrer Truppe aus Hamburg.

 

Hercules: Kraft-Bursch

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Der antike Held hat schon einige Fabelwesen erledigt, gilt fortan als Halbgott und wird zusammen mit seinen treuen Gefährten als Söldnertruppe von König Cotys (John Hurt) engagiert. Der will seinen Rivalen Rhesus ausschalten. In der Schlacht von Thrakien erweist sich Cotys aber als fragwürdige Gestalt, und Hercules wird vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt. Brett Ratner inszenierte ein eher ungewöhnliches Fantasy-Action-Abenteuer im Stil klassischer Monumentalfilme. Dwayne Johnson ist der Held und Sympathieträger, und es fehlt nicht am hier nötigen Humor.

 
Tagestipp Montag 15.09.2014
Rhonda Am 15.9. Muffatcafé

Sollte sich jemand fragen, was  eigentlich aus den Trashmonkeys geworden ist, der kriegt hier die Antwort. Fast in der Original-Besetzung bringt diese Band frische, retro-orientierte Vintage-Klänge auf die Bühne. Groovige, lässige Beats, garniert mit viel Northern Soul und einem Sound, der teilweise an die Filmmusik eines Tarantino-Streifens erinnert. Getragen von einem ausgeprägt sicheren Gespür für die Klangästhetik der 60er, schubbern Rhonda eine Nonchalance und Brillanz aus den Boxen, dass Herz, Kopf und Becken gleichzeitig zu wippen, nicken und lieben beginnen.

 

Die Stützen der Gesellschaft - Eine Münchner Lesebühne Am 16.9. im Fraunhofer

Die Urmünchner Kombination von Bier, Essen & Literatur gefällt seit über 100 Jahren. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfreute sich der Münchner in Wirtschaften an - auf gut Bayerisch gesagt - Old School & New Cool. Sprudelnde Reime, krustige Geschichten & saftige Prosa stillen Hunger und Durst, dazu gibt's Essen und Trinken, was will man mehr?  Diese perfekte Kombination hat schon Kästner, Ibsen, Lenin, den Pumuckl, Sissi oder Lothar Matthäus überzeugt. Und die hier ebenso. Kein Wunder also, dass Fee, Alex Burkhard, Frank Klötgen und Sven Kemmler es diesen Größen gleich tun werden und künftig im Theater im Fraunhofer wirken. Oder war es schaffen? Jedenfalls: sie lesen! Und zwar jeden dritten Dienstag im Monat.

Und das völlig zurecht. Denn mal ehrlich: es braucht ein paar tragende Stützen, in dem vor lauter Chirurgenpraxen und Anwaltskanzleien schon morschen Gerüst unserer geldigsten aller eher kleinen Weltstädte. Stützen, die alles versprechen und ab und zu sogar etwas halten, zum Beispiel die Gesellschaft. Und sei es auch nur die Spaßgesellschaft. Aber an irgendetwas muss die ja auch scheitern, warum also nicht an denen?

Gäste: Michael Sailer und Sebastian 23

Talisco Am 15.9. im Feierwerk

Grenzenlos unterwegs. Wenn man nicht wüsste, dass er einen französischen Pass hat, würde man Talisco eher in einer Zukunftsversion des amerikanischen wilden Westens vermuten. Der mysteriöse Songwriter, der seine sechseitige Gitarre gerne mit scharfer Elektro-Munition lädt, trifft mit seinen Songs – irgendwo zwischen Psychedelic und Folktronic – dabei voll ins Schwarze. Nachdem EP und Videos die Vorfreude immer wieder steigerten, liegt nun endlich das Debütalbum "Run" vor. Darin erzählt Talisco seine ganz eigene Geschichte von der Eroberung des Westens, auf der Achse zwischen Los Angeles und New Mexico.

 

A Most Wanted Man Jetzt im Kino

Paranoia. In Hamburg taucht ein zwielichtiger, von Folter gezeichneter Ex-Tschetschenienkämpfer auf. Issa Karpov will ran an das Vermögen seines russischen Vaters, und er sucht Kontakt mit der islamischen Gemeinde. Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), der eine Anti-Terror-Einheit leitet, hofft, ihn als Lockvogel für ein islamisches Finanznetz nutzen zu können. CIA und die anderen Dienste jedoch haben nicht so viel Geduld, sie wollen, nach dem Trauma von 9/11, rasche Erfolge sehen, boykottieren Bachmanns Arbeit, üben sich in dilettantischen Aktionismus ... Anton Corbijn inszenierte nach dem Roman „Die Marionetten“ von John Le Carré einen packenden Agenten-Thriller. Seymour Hoffman liefert in seiner letzten Rolle eine sagenhafte Performance als kettenrauchender, tief melancholischer Geheimdienstler der alten Schule. Nina Hoss steht ihm zur Seite, William Dafoe ist einer seiner Gegenspieler, Herbert Grönemeyer liefert den Soundtrack und ist in einer kleinen Nebenrolle zu sehen.

 

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Maps To The Stars Jetzt im Kino

Sunset Boulevard, revisited. Die alternde Filmdiva Havana Segrand (Julianne Moore) gäbe viel dafür, die Rolle zu spielen, mit der ihre Mutter, die in den 1970ern bei einem Brand ums Leben kam, einst berühmt wurde. Der 13-jährige Kinderstar Benjie hat gerade einen Entzug hinter sich, und wird von seiner toughen Mutter (Olivia Williams) gemanagt. Sein Vater (John Cusack) ist TV-Psychologe und der Therapeut der Diva. Benjies halbwüchsige Schwester (Mia Wasikowska) war lange in der Psychiatrie, hatte einst das Haus ihrer Familie angezündet, will sich jetzt versöhnen – und hat gerade einen Assistentinnen-Job bei Havana bekommen. Altmeister David Cronenberg liefert einen satirischen Thriller über Hollywood; das gekonnt bizarre Skript stammt von Bruce Wagner („Nightmare III – Freddy Krueger lebt“). Hier reden die Menschen aneinander vorbei, können Realität und Fantasie nicht auseinanderhalten, Blut muss fließen. Sehr böse, sehr lustig, mit tollen Schauspielerleistungen (Goldene Palme in Cannes für Julianne Moore!). Normal ist hier, in Maßen, höchstens der Chauffeur.

 

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Lügen und andere Wahrheiten Jetzt im Kino

Ausreißen. Der in finanziellen Schwierigkeiten steckende Immobilienmakler Carlos (Thomas Heinze) und die toughe Zahnärztin Coco (Meret Becker) stehen kurz vor der Hochzeit. Cocos Freundin (Jeanette Hein) hat eine heimliche Affäre mit dem von den Damen sehr verehrten Yogalehrer (Florian David Fitz). Cocos russische Zahnarzthelferin (Alina Levshin), deren Familie an ihr Geld will, weiß wiederum von den dunklen, aggressiven Seiten des Yogalehrers ... Klar, dass die hochkomplexen Lügengebäude irgendwann starke Risse bekommen ... Beim Dreh zu Vanessa Joops Beziehungs-Dramödie gab es lediglich ein Gerüst. Die Dialoge, improvisierten die Schauspieler am Set. Wiedererkennen nicht ausgeschlossen.

 

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We Will Rock You Bis 13.12. Deutsches Theater

Zum ganz, ganz großen Besteck greift dieses originale Queen-Musical – und das aus gutem Grund. Immerhin war München lange Zeit nicht nur der musikalische Fluchtpunkt für Freddie Mercury, Brian May, John Deacon und Roger Taylor. In den legendären Musicland Studios nahm die Band zwischen 1979 und 1986 einige ihrer berühmtesten Songs auf. Nun kehrt der Megaerfolg der Band zurück. Und das mit durchaus sentimentalen Gefühlen. „Wir sind überglücklich, dass wir ,We Will Rock You’ in dieser erst kürzlich überarbeiteten Version endlich in München präsentieren können“, gibt May dem Projekt mit auf den Weg. „Wir empfinden gegenüber München noch immer eine tiefe Verbundenheit. Hier haben wir vier Alben aufgenommen. Freddie hat sich hier zuhause gefühlt. Wir sind sehr stolz auf diese deutsche Produktion. Sie ist mit keiner anderen auf der Welt zu vergleichen“, so May. „Das Ensemble und die Band haben ihren eigenen Stil. Aber was am allerwichtigsten ist ... die Show ist live, sie gefährlich und mehr als alles andere: Sie rockt!“. Was will man mehr?

 

Fantasy Filmfest 2014 Bis 19.9. im Cinema & Gabriel

Das Fantasy Filmfest kommt wieder in die Stadt und präsentiert wie immer das Genre des fantastischen Films in all seinen Facetten und oft darüber hinaus. Thriller, Horror und Science Fiction haben ebenso Platz im Programm wie schwarze Komödien und Animation. Es geht los mit dem bravourösen Roadthriller The Rover von David Michôd („Animal Kingdom“). Guy Pearce spielt den Protagonisten, der entschlossen ist, sein Auto wieder zu bekommen, dass ihm von einer Bande auf der Flucht gestohlen wurde. Vogelwild ist z. B. Jim Mickles’ Cold In July, „erklärter Hoffnungsträger des amerikanischen Genrekinos“, der sich einem Thrillerstoff von Hardboiled-Krimi-Autor Joe R. Lansdale widmet. Da erschießt ein unbescholtener Bürger einen Einbrecher, dessen eben aus dem Gefängnis entlassener Vater ihm furiose Rache schwört. Oder der düstere The Treatment aus Belgien. Da wird ein Kind entführt. Jahrzehnte später ist dessen Bruder, inzwischen Polizeikommissar, erneut mit dem unheimlichen „Troll“ konfrontiert, der sich wieder an eine Familie heranmacht. Natürlich gibt es auch ausgewählte Trash-Perlen wie der bluttriefende Heidenspaß Dark House oder das dreidimensionale und rattenscharfe Krankenschwestern-Stelldichein Nurse 3D (Foto). Alle Filme und Infos unter: www.fantasyfilmfest.com

 

 

Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit Jetzt im Kino

Manche würden Mr. May wohl einen Pedanten nennen. Jedenfalls ist er ein ordnungsliebender Mann, der seine festen Gewohnheiten hat. Sein abendliches Mahl in seinem kleinen Apartment besteht aus einer Scheibe Toast, einer Dose Fisch und einem Apfel. Wenn die Ampel auf Grün umspringt, schaut er erst noch einmal nach links und rechts, bevor er die Straße überquert. Kein Zweifel, Mr. May ist ein gründlicher Mensch, das erkennt auch sein Vorgesetzter in der Londoner Stadtverwaltung an, wo Mr. May dafür zuständig ist, dass Verstorbene, die keine nächsten Angehörigen haben, ein würdevolles Begräbnis bekommen. Aus den Unterlagen, die er in deren Wohnung findet, rekonstruiert John May etwas von deren Leben, genug, um daraus eine Trauerrede zu verfertigen, auch wenn er selber, neben dem Geistlichen, der diese Worte verliest, normalerweise der einzige Gast bei der Zeremonie ist.

 

Verständlich, dass ein ausschließlich an Effizienz orientierter Beamter wie Mr. Mays‘ Chef den mit dieser Gründlichkeit einhergehenden Zeitaufwand nicht zu würdigen weiß. So teilt er ihm seine Kündigung mit: „We’re letting you go“, das klingt im englischen Original noch zynischer. Was der Chef als „neue Chance“ etikettiert, da dieser Bereich der Stadtverwaltung in Kürze mit dem des nächsten Bezirkes zusammengelegt wird, ist für den gerade mal 44-jährigen Mr. May nach 22 Jahren bei diesem Dienstherren ein Schock. Umso größer ist sein Ehrgeiz, den Fall, der an diesem Morgen hereinkommt, noch selbst zu  Ende zu bringen, zumal der Verstorbene in einem Apartment lebte, das Mr. May sehen konnte, wenn er aus seinem Fenster blickte.

 

So werden die letzten drei Tage in Mr. Mays Beruf zu einem Wettlauf mit der Zeit: er macht Angehörige und einstige Freunde von Billy Stoke ausfindig, der offenbar ein schwieriger Mensch war, impulsiv verschwand er von einem Tag auf den nächsten, ließ Angehörige im Stich und hatte eine Neigung zur Gewalttätigkeit. Er verfiel dem Alkohol und lebte zeitweise auf der Straße. Auch seine Tochter hat kaum noch und erst recht kaum gute Erinnerungen an den Mann, der sie und ihre Mutter verlies, als sie noch klein war. Es sieht nicht so aus, als würde sie zu seinem Begräbnis kommen – was auch für die anderen Menschen zutrifft, die John May bei seinen Nachforschungen trifft.

 

Im Original heißt der Film von Uberto Pasolini (der übrigens nicht mit Pier Paolo Pasolini verwandt ist, aber dafür ein Neffe Luchino Viscontis ist) schlicht „Still Life“, das trifft auf seinen Protagonisten ebenso zu wie auf die Inszenierung, die mit britischem Understatement glänzt. Der Zuschauer mag Mr. May bedauern, aber er kommt mehr und mehr auch dazu, ihn zu bewundern. Was zweifellos auch der Verdienst des Schauspielers Eddie Marsan ist. Der ist einem größeren Publikum bekannt geworden durch seine Rolle als cholerischer Fahrlehrer in Mike Leighs „Happy-Go-Lucky“ und war seitdem gleichermaßen als Täter (so als schlagender und vergewaltigender Ehemann in „Tyrannosaur“) wie (überwiegend) als Opfer (der von seinem Vorgesetzten schikanierte und verhöhnte Polizist in „Drecksau“) eindrucksvoll auf der Leinwand zu sehen. Er spielt diesen Mr. May, als sei ihm die Rolle auf den Leib geschrieben. Als ihn Billy Stokes Tochter einlädt, nach dem Begräbnis eine Tasse miteinander trinken zu gehen, da huscht ein Lächeln über sein Gesicht. Man würde ihm ein Happy End gönnen. Damit kann der Film nicht aufwarten, dafür aber mit einer herzzerreißenden Szene, bei der sich kein Zuschauer für eine Träne im Auge schämen muss.

Frank Arnold

 

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Amma & Appa Jetzt im Kino

Die wahre Liebe. Franziska Schönenberger, ein gstandenes bayerisches Madel (und Studentin an der Münchner Filmhochschule) verliebt sich in Jayakrishnan Subramanian, einen „schwarzen Inder“. Das ist ein Schock für Jays Eltern, Viruthambal, die Amma (Mutter) und Subramanian, den Appa (Vater), die sich nur eine arrangierte Ehe wie die ihre vorstellen können, erwarten, dass Jays Frau zu ihnen zieht, im Alter für sie sorgt und sich um die Ahnen kümmert. Also ignorieren sie Franziska zunächst. Nach einem Jahr lernen sich die potentiellen Schwiegereltern und die Schwiegertochter dann doch kennen. Und schließlich reisen auch Franziskas traditionsbewusste Eltern zu Besuch nach Indien – und verstehen sich ganz gut mit Jays Eltern: Denn in der Ablehnung der allzu exotischen Verbindung sind sie sich (insgeheim) doch einig. Mittendrin im Culture Clash, zwischen Sari und Lederhosen, auf der Suche nach einem Konzept für ihre Beziehung (und humorvollen Pointen für ihren Film) steht das junge Paar. Diese Dokumentation von Franziska Schönenberger und Jayakrishnan Subramaian erzählt davon.

 

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Guardians Of The Galaxy Jetzt im Kino

Herrlicher Unfug! Weltraumabenteurer Peter Quill (Chris Patt) ist der einzige Humanoide, (der einst von Aliens entführt und aufgezogen wurde), seine Begleiter sind schräge Extra-Terrestrier: die grünhäutige Killerin Gamora (Zoe Saldana), der tumbe Kraftprotz Drax (Dave Bautista), der genmanipulierte und unverschämte Waschbär Rocket und das superstarke Baumwesen Groot. Ein galaktischer Diktator versucht, in den Besitz einer merkwürdigen Energie-Kugel zu gelangen, mit der sich das Universum beherrschen ließe, das unfreiwillige Super-Team weiß dies zu verhindern. Hier kommt das neueste Marvel Franchise, ein schräges, sogar berührendes Comicabenteuer von „Super“-Regisseur James Gunn. Voll gepflegtem, selbstironischem Nonsense (auf den Spuren Monty Pythons), plündert er munter in der Popkulturgeschichte, versieht den Soundtrack mit kuriosen Hits aus den 70ern und 80ern – und dürfte ein paar neue Starfiguren mit Kultcharakter in die Welt gesetzt haben.

 

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Diplomatie Jetzt im Kino

Duell. Am 23. August 1944 gab Hitler den Befehl, dass Paris dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ überlassen werden dürfe. Stadtkommandant Dietrich von Choltitz, der längst über die Kapitulation verhandelte, ignorierte den Befehl und übergab die Stadt am 25. August nahezu unversehrt an die Alliierten. Ein in Paris höchst erfolgreiches Boulevard-Stück von Cyril Gély erzählt dagegen eine hochdramatische Kolportage-Fantasia. Da zwingt von Choltitz einen französischen Ingenieur, alle Seine-Brücken und alle berühmten Bauwerke vom Eiffelturm bis Notre-Dame zu verminen, um sie am nächsten Tag zu sprengen und nebenbei Tausende von Zivilisten zu ertränken. Um das zu verhindern, verschafft sich der schwedische Konsul Raoul Nordling durch eine Tapetentür Zutritt in Choltitz‘ Amtszimmer, und überredet ihn in einem stundenlangem Wortgefecht, von diesem Wahnsinn abzulassen. Volker Schlöndorff verfilmte  das bizarre Stücks, in dem ein deutscher Berufsoffizier von 50 Jahren aus Angst, seine Familie geriete in „Sippenhaft“, den Befehl nicht verweigern will, dann aber, als ihm der (falsch spielende) Konsul verspricht, seine Familie werde mit Hilfe der Résistance in die rettende Schweiz gebracht, die Vorbereitung zu den Sprengungen abbrechen lässt. André Dussollier und Niels Arestrup, die die Rollen schon im Stück verkörpert haben, spielen mit großer Verve und höchst nuanciert zwei frei erfundene Charaktere, die historische Namen tragen – das spannende Thema um den Gewissensnotstand eines Wehrmacht-Offiziers wird im Stil des Feel-Good-Boulevardtheaters abgehandelt: „Paris, wir lieben Dich“ samt schlichter Küchenpsychologie und peinlich ahnungslosen Klischees über militärisches Handeln ... Das ist, wie anders, dann „besonders wertvoll“.

 

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Can A Song Save Your Life? Jetzt im Kino

Selbstfindung. Die britische Songwriterin Gretta wechselt zusammen mit ihrem Freund und Partner Dave nach New York. Dave bekommt einen Super-Vertrag bei einem Major-Plattenlabel, verliert sich in Star-Allüren und an ein billiges Groupie. Gretta ist bitter enttäuscht. Kurz vor ihrer Rückkehr nach England verschlägt sie’s in einen Club im East Village, wo sie einen selbst geschriebenen Song zum Besten gibt. Dan, ein abgetakelter Indie-Label-Produzent, (den gerade seine Frau für einen Jüngeren verlassen hat), ist hellauf begeistert, bringt Gretta dazu, mit einer zusammengewürfelten Truppe guter Freunde eine Platte aufzunehmen ... Ein schwungvolles, auffallend klischeefreies Feel-Good-Movie des irischen Regisseurs John Carney („Once“). Der kennt sich, als früherer Bassist bei der Rockband „The Frames“, sehr gut aus im Musikgeschäft. Superstar Keira Knightley schlägt sich wacker an der Guitarre, Mark Ruffalo spendet Hilfe und Trost, das sommerliche New York spielt eine weitere Hauptrolle.

 

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Madame Mallory und der Duft von Curry Jetzt im Kino

Gaumenfreuden. Familie Kadam sieht sich gezwungen, Indien zu verlassen. In einem winzigen Kaff in Südfrankreich versuchen sie einen Neuanfang. Papa Kadam (Om Puri) will ein indisches Restaurant eröffnen. Allerdings direkt gegenüber einem bekannten Ein-Sterne-Restaurant, was dessen Chefin Madame Mallory (Helen Mirren) überhaupt nicht gefällt. Es entwickelt sich eine handfeste Restaurantfehde zwischen dem lebhaften „Maison Mumbai“ und dem gediegenen „La Saule Pleureur“ – (ja, „Trauerweide“, so sieht es auch aus.) Hassan Kadam, der Junior allerdings, ist ein begnadeter Kochkünstler, der neben seiner Leidenschaft für die französische Küche eine zweite für Madame Mallorys Sous-Chefin Marguerite entwickelt ... Ein kulinarisches Wohlfühl-Märchen nach dem Weltbestseller von Richard C. Morais, verfilmt von Lasse Hallström, dem Regisseur von „Chocolat“.

 

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Sag nicht, wer du bist Jetzt im Kino

Fessle mich! Gegen alle Vernunft. Tom fährt raus aufs Land, zur Beerdigung seines Lovers. Die Mutter des Toten weiß nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Francis, der ältere Bruder, macht Tom mit radikalen Mitteln klar, dass das auch so bleiben muss. Francis droht, fordert, demütigt ... signalisiert sein eigenes Begehren, das, absehbar, in Gewalt kippen wird ... Tom, irgendwie fasziniert, lässt sich auf den Wahnsinn ein. Der neue Genie-Streich von („Ich habe meine Mutter getötet“, Herzensbrecher“, „Laurence Anyways“) Regisseur Xavier Dolan. Der ist jetzt 25 und zieht alle Register seines fulminanten Könnens. In der Hauptrolle. Als Regisseur. Seitenwege. Auslassungen. Tolle Figuren und Nebenfiguren. Krasser Spannungsbogen. Es passiert gar nicht viel. Das aber ist atemberaubend. Nervenzerrüttend. Ein toller Psychothriller. Mit Hitchcock-Reminiszenzen. „Tom à la ferme“ – wer Französisch versteht: OmU, mit dem krassen Québécois, ist’s noch mal heftiger, zum Fürchten schön.

 

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Lucy Jetzt im Kino

Super-Power. Lucy, feierfreudige US-Studentin in Taipeh, bemerkt eine frisch vernähte Schnittwunde am Bauch, erfährt, dass sie als Drogenkurier gefragt ist und ein Päckchen Superdroge intus hat. Der Beutel platzt. Lucy stirbt aber nicht. Entwickelt stattdessen ungeahnte Kräfte. Eröffnet, dank ihrer neuen Fähigkeiten, die Jagd auf Drogenboss Mr. Chang und seine Kumpane. Neurologie-Professor Dr. Norman (Morgan Freeman) soll ihr dabei helfen. Luc Besson inszenierte einen philosophischen Science-Fiction-Thriller mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Klasse Auftritt. Gute Unterhaltung.

 

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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück Jetzt im Kino

Übertragung. Der exzentrische Londoner Psychiater Hector ist frustriert: Seine Patienten werden einfach nicht glücklich. Eines Tages bricht er auf, um auf einer Weltreise nach dem wahren Glück zu suchen. Dabei trifft er närrische Banker, verführerische Frauen, weise Mönche, herzensgute Dealer, finstere Gestalten, alte Freunde und seine erste Liebe – und notiert sich eifrig seine Beobachtungen. Peter Chelsoms Verfilmung von François Lelords Bestseller begleitet den naiven Helden auf seiner märchenhaften und abenteuerlichen Erkundungstour durch die halbe Welt. Comedian Simon Pegg spielt den närrischen Candide, der seinem Büchlein allerlei Einsichten à la „Wer Angst vor dem Tod hat, hat Angst vor dem Leben“ anvertraut. Jean Reno, Stellan Skarsgård, Veronica Ferres helfen ihm auf die Sprünge.

 

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Die Zeltdach-Tour Im Olympiapark

Eine unvergleichliche Attraktion: Rauf auf das Dach des Olympiastadions in München. Alles was man brauchtn, ist ein wenig Mut, denn Seil und Karabiner bekommt man gestellt. In einer kleinen Gruppe steigt man auf zu schwindelerregenden Höhen. 120 aufregende Minuten ist man unterwegs und die Tourguides erklären die Architektur und Konstruktion des weltberühmten Olympiastadions aus nächster Nähe. Man genießt  den Blick von oben auf die Stadtkulisse Münchens mit ihrem Wahrzeichen, den Türmen der Frauenkirche. Und man bestaunt – vor allem bei gutem Wetter – die endlosen bayerischen Voralpen bis hin zu Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze! Alle Informationen - auch für die weiteren Touren - auf: www.olympiapark.de

 

 

 

 

Dagmar Schönleber Am 15.9. Lach & Schieß

Womit die Faulheit allerorten zu tun hat, weiß diese Dame ganz genau – mit dem Fernsehterror! Zum Aufräumen kommt nämlich ein Kamerateam in die Wohnung, der Hund wird vom Profi erzogen, und die Frau lässt sich einfach austauschen, wenn sie im Kochduell verliert. Aber kann das wirklich so weitergehen, dass wir wesentliche Lebensbereich immer rascher outsourcen? Sie stellt endlich wieder die Fragen, an die sich kaum mehr jemand wagt: „Ist der Amoklauf wirklich der geeignete Ausgleichssport?“, „Funktioniert die volle U-Bahn wirklich als Wellness-Oase?“ und „Wie viel Superstar steckt in mir?“. Heraus kommt ein stimmiger Abend mit einer garantiert perfekt gestimmten Gitarre.

Da Huawa, da Meier und I Am 17.9. im Schlachthof

Nach über 300 Auftritten mit dem Programm „Vogelfrei“ auf Bayerns Bühnen, legen Da Huawa, da Meier und I mit „D'Würfel san rund“ nach. Bereits in „Vogelfrei“ warf das Trio ihr Image einer bayerischen Boygroup über Bord und mit „D'Würfel san rund“ sind sie nun gänzlich erwachsen geworden. Es ist nachdenklicher, kritischer, politischer, gesetzter, grundehrlich und höchst musikalisch. Lieder über das „echte ehrliche, dreggade begehrliche, stinknormale, wunderscheene Leben“ finden sich ebenso wie die typischen „DaHuawaDaMeierundI“-Stücke mit kerniger Percussion und kantiger Gitarre.

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Do 11. September 2014 -
Mi 24. September 2014
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