Donnerstag, 28. Mai 2015
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Der Nanny: Satansbraten

Heute Kino am Olympiasee... mehr
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Bauunternehmer Clemens plant Großes, und vertreibt angestammte Mieter aus ihren Wohnungen. Rolf gehört zu seinen Opfern und schwört Rache. Dafür schleust er sich als Nanny in Clemens‘ Haushalt ein. Doch die Kinder Winnie und Theo haben noch jedes Kindermädchen binnen kurzem rausgeekelt. Die neue Mainstream-Komödie von und mit Matthias Schweighöfer und Milan Peschel.

 

The Wood Brothers: Americana

Heute im Ampere... mehr
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Americana, Blues, Roots & Folk mit den beiden Gitarristen und Sängern Oliver und Chris Wood, stets begleitet vom Multiinstrumentalisten Jano Rix. Very Special Guest: The Jason Serious Band

 

Fanfare Ciocarlia & Adrian Raso: Gypsy Brass

Heute in der Muffathalle... mehr
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Die Highspeed-Blechbläser aus Rumänien geben mit ihrem Gypsy-Brass-Sound mächtig Gas...

 

Poltergeist: Teuflische Glotze

Jetzt im Kino... mehr
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Bei der Neuverfilmung von Tobe Hoopers stilbildendem Kultfilm aus dem Jahre 1982 zeichnet Schock-Maestro Sam Raimi („Tanz der Teufel“) als Produzent, die Regie hat „Monster House“-Macher Gil Kenan übernommen. Die Story um eine Familie, die in ihrem Vorstadthaus von bösen Mächten heimgesucht wird, wurde nur geringfügig variiert, in Sachen Technik – 3D inklusive – ist man ganz der Kinomoderne verpflichtet. Ein effektiv umgesetzter, vorhersehbarer Gruselfilm mit wohldosierten Schocks, einer unheilvollen Atmosphäre und souveränen Schauspielern.

 

Alfred Mittermeier: Extrawurst ist aus!

Heute Monis Brettl... mehr
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Wenn einem alles wurst ist, scheint das Leben leicht. Aber wenn es um die Wurst geht, wird’s schwer mit der Leichtigkeit. Im Stil eines galanten Oberkellners serviert der Kabarettist zynisch und bissig Großkopferte und Kleindenker auf einer globalen Wurstplatte.

 

Hundeherz: Köter in der Falle

Heute Kammerspiele Werkraum... mehr
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"Die prekäre Situation eines hungernden Hundes wird zu einem schonungslosen Blick auf die Verhältnisse in einer ökonomisch auseinanderdriftenden Gesellschaft, die sich immer verrohter und skrupelloser formuliert und zwar in alle Richtungen", so Regisseur Matthias Günther über seine Interpretation des Dramas von Michail Bulgakow.

 

Mew: Psychedelic Rock

Heute im Strom... mehr
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Psychedelisches angehauchtes Indie-Pop-Quartett aus Dänemark – Irgendwo zwischen Dinosaur Jr. & My Bloody Valentine. Special Guest: Adulescens

 

Kiss The Cook: Mahlzeit!

Jetzt im Kino... mehr
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Drei Kerle am Grill, saftige Steaks, Loyalität gegenüber Weggefährten sowie Herz und Seele des US-Südens. Blockbuster-Regisseur Jon Favreau („Iron Man“) kehrt zu seinen Independent-Wurzeln zurück und spielt mit Lust einen Chef de cuisine, der seinen Job in einem Nobelrestaurant hinschmeißt, in Miami einen Imbiss aufmacht und so wieder zu sich zurückfindet. Ein turbulentes Feelgood-Movie, bei dem sich US-Stars wie Sofia Vergara, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr. und Dustin Hoffman ein Stelldichein geben und Oliver Platt als snobistischer Gastro-Kritiker die meisten Lacher auf seiner Seite hat.

 
Tagestipp Donnerstag 28.05.2015
San Andreas Ab 28.5. im Kino

Big Bang. 40 Jahre nach Mark Robsons Katastrophenklassiker „Earthquake“ rumpelt es an der US-Westküste wieder. Als sich die tektonischen Platten verschieben, kommt es zu einem Mega-Erdbeben, San Francisco wird verwüstet, ein riesiger Tsunami pflügt in 3D durch die Stadt. In dieser Situation versuchen sich ein Helikopterpilot und seine Noch-Gattin von Los Angeles in die nordkalifornische Metropole durchzuschlagen, um ihre Tochter zu retten. Hier tummelt sich ist Retorten-Popkorn-Kino pur. Die Tricktechniker zeigen, was heute so alles möglich ist, Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson lässt mit Minimalmimik die Muskeln spielen, Regisseur Brad Peyton jongliert geschickt mit den Versatzstücken des Genres. Und zum Schluss weht natürlich in Großaufnahme das Star-Spangled Banner.

 

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Das Zimmermädchen Lynn Ab 28.5. im Kino

Meisterin Proper. Ein autistisches (Thriller-)Drama vom Zusehen beim Zusehen und zugleich das Porträt einer „verlorenen“ Frau, die fürs Putzen lebt – bis sie das Callgirl Chiara trifft. Ingo Haebs („Neandertal")  inszenierte, basierend auf Markus Orths' Roman, ein dem Minimalstil der „Berliner Schule" verpflichtetes Kammerspiel, das die innere Entfremdung seiner Heldin mit einer klugen künstlerischen Volte unterstreicht – die Tonebene ist komplett nachsynchronisiert. Das ungewöhnliche Werk „lebt" nicht zuletzt vom somnambulen Spiel der Hauptdarstellerin Vicky Krieps, die mit dem Förderpreis Neues deutsches Kino ausgezeichnet wurde.

 

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Lost River Ab 28.5. im Kino

Verlorene Seelen. Lost River ist zur Geisterstadt geworden - wer kann, zieht weg. Billy – die großartige Christina Hendricks aus „Mad Men“ – will mit ihren beiden Söhne bleiben. Der Ältere gerät ins Visier einer gewalttätigen Gang. Die Mama muss Geld auftreiben, um das Haus der Familie zu behalten... Schauspieler Ryan Gosling zollt in seinem Regiedebüt David Lynch, den britischen Hammer-Studios und dem italienischen Giallo Tribut, die Geschichte bleibt rätselhaft, Exzentrik wird beim Figurenpersonal zelebriert. Ein verstörender Mystery-Thriller, der dank seiner mit Unschärfen, Farben, Licht und surrealen Motiven spielenden Bildsprache punktet.

 

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Fanfare Ciocarlia & Adrian Raso Am 28.5. in der Muffathalle

Ein wilder Ritt! Die aus dem entlegenen rumänischen Dorf Zece Prâjini stammende Blasmusiklegende bringt rund um den Globus Konzerthallen zum Kochen. Auf zerschundenen Instrumenten zeigen sie, worauf es ankommt: auf Leidenschaft und Freude an musikalischen Risiken. Mit dem Gitarristen und Banjo-Virtuosen Adrian Raso feiern sie jetzt konsequent Stil und Stilbruch und erzählen nun eine ganz neue Geschichte - den Devil's Tale. Laut einer Legende wartet der Teufel an Wegkreuzungen, um ahnungslosen Reisenden die Seele abzuringen, doch bei Fanfare Ciocarlia riecht der Pakt eindeutig nach Genialität.

 

Mew Am 28.5. im Strom

In Dänemark oben sind sie Stars: „+/-" heißt das neue Album und einmal mehr frönen die Skandinavier darauf ihrer Liebe zu rätselhaften Plattennamen. Trug doch das letzte, 2009 erschienene Werk, den langen wie seltsamen Titel „ No More Stories Are Told Today, I`m Sorry They Washed Away//No More Stories, The World Is Grey, I´m Tired, Let`s Wash Away“. Genauso komplex sind die Songs, besser gesagt die vielschichtigen Songstrukturen der Dänen: Post-Rock oder Indie-Pop, egal, wer Bands wie Radiohead oder Sigur Rós schätzt, wird auch Mew mögen. Beeinflusst von so unterschiedlichen Acts wie den Pixies und Dinosaur Jr, aber auch Prince und den Pet Shop Boys wurden Mew bereits Mitte der Neunziger Jahre gegründet. Heuer spielen sie als einer der Headliner beim Roskilde-Festival.

 

Nadja Maleh Bis 30.5. in der Lach & Schieß

Mit Firelefanz will sich diese Wienerin, nicht nur im Nachbarland gefeierte Trägerin des Österreichischen Kabarettförderpreises, gleich gar nicht aufhalten. Sie setzt auf schonungslose Ehrlichkeit. Ein reines „Placebo“ sei ihr Programm. Deswegen heißt es auch so. „Placebo – ein Scheinmedikament ohne Wirkstoff, das dennoch wirkt?“, fragt Maleh im Namen ihrer Zuschauer und kontert gleich geschickt: „Macht Ihr Kopf denn, was Sie wollen oder was man von ihm erwartet?“ Nun soll man Maleh eben Glauben schenken. „Dann sind sie ihn endlich los.“ Im Tausch bekommt man boshafte Figuren, samtige Chansons und erstaunliche Verwandlungskunst. Wenn das kein Deal ist.

Münchner Philharmoniker Am 28.5., 29.5. und 31.5. Philharmonie

Bei den Münchner Philharmonikern begrüßt man wieder einmal Ehrendirigent Zubin Mehta, der nach dem Auftakt mit Mendelssohn-Bartholdys Konzert-Ouvertüre zu „Ruy Blas“ jetzt mit Tschaikowskys „Pathétique“ ebenfalls einen der Klassiker des Repertoires schlechthin interpretieren wird. Im Zentrum des Abends steht hier jedoch das erste Klavierkonzert von Johannes Brahms, für das man keinen geringeren als Rudolf Buchbinder als Solisten gewinnen konnte.

A World Beyond Jetzt im Kino

Visionen. Teenagerin Casey Newton (Nomen est omen) findet eine Anstecknadel, mit der ihr Einblicke in eine futuristische Parallelwelt vergönnt sind. Casey macht sich auf die Suche nach Wissenschaftler Frank Walker, einem einst gefeierten Wunderkind. Der könnte ihr helfen, die Geheimnisse zu entschlüsseln. Ist aber vom Leben enttäuscht, lässt sie nur ungern ins Haus, hilft ihr aber doch, ins Wunderland zu verschwinden, als Casey von bewaffneten Männern bedroht wird. Ein überaus einfallsreiches Fantasy-Abenteuer aus dem Hause Disney. Regie führt Brad Bird („Mission Impossible – Phantom Protokoll”). George Clooney unterstützt Neu-Entdeckung Britt Robertson bei ihren Forschungen.

 

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Die Augen des Engels Jetzt im Kino

Schlimme Zweifel. Regisseur Thomas (Daniel Lang) fährt nach Siena, um sich selbst ein Bild zu machen: Der Prozess gegen die attraktive US-Studentin Jessica, die zusammen mit zwei Männern ihre Mitbewohnerin ermordet haben soll, verspricht einen interessanten Stoff für einen neuen Film, Thomas fühlt sich bald abgestoßen von der Sensationsberichterstattung, freundet sich mit der Journalistin Simone (Kate Beckinsale) an, gerät auch mit ihr bald in Streit, verliert jede Orientierung, verstrickt sich immer mehr in eine existenzielle Krise, wird von Alpträumen heimgesucht, stellt alles in Frage ...  Für sein Drama ließ sich Michael Winterbottom vom Prozess um die ermordete Studentin Meredith Kercher und die Angeklagte Amanda Knox inspirieren und kapituliert absichtsvoll vor der Unlösbarkeit des Falls. Interessanter scheinen ihm allgemeinere moralische Fragen, wie die nach einer nicht enden wollenden Sensationsgier, bei der das Opfer so völlig in Vergessenheit gerät.

 

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ICH ICH ICH Im Residenztheater

Martin Kušej, frisch verlängerter Chef am Bayerischen Staatsschauspiel, zeigt mal wieder, dass er auch ein inszenierender Intendant sein will. Etwas verblüffend hat er sich dafür ein sehr selten gespieltes Stück ausgewählt, das in der Tradition des französischen Boulevardtheaters des 19. Jahrhunderts steht. Die Handlung spielt sih in einem Pariser Salon, in dem es zugeht wie in einem Taubenschlag. Hier werden Intrigen eingefädelt, Ehen angebahnt und schamlos Geschäfte gemacht. Menschliche Nähe ist immer Mittel zum Zweck. Im Zentrum steht ein alternder Lustgreis, der Junggeselle geblieben ist, sich hauptsächlich um seine Immobiliendeals kümmert und die Leere in seinem Herzen mit einem üppig bestückten Weinkeller kompensiert. Ausgedacht hat sich das alles der Vielschreiber Eugène Labiche, der seinerzeit zusammen mit Georges Feydeau zu den Stars des Pariser Literaturbetriebs zählte und der teilweise bis zu zehn Komödien im Jahr auf den stückegierigen Markt warf. 

Mutter Courage und ihre Kinder In den Kammerspielen

Dass sich letztlich alles ums Geld dreht, das würde die Titelheldin aus Bert Brechts wohl bekanntestem Thesenstück jederzeit unterschreiben. Sie kommt in einer Inszenierung des umjubelten Schauspielers und TV-Stars Thomas Schmauser („Bamberger Reiter“), der die abgezockte Marketenderin aus dem 30-jährigen Krieg wieder auf die Bühnenbretter hievt. „Viel bequemer ist es natürlich, auf der sicheren Seite zu bleiben, nicht zu springen, weiter zu beobachten, weiter zu schauen und nicht zu traurig zu werden, bevor man stirbt“, sagt er zu seinem Interesse an dem Stück. „Das fasziniert mich bei Brecht, dass seine Texte diesen Vergegenwärtigungsmoment, diese Gegenüberstellung wagen und sich nicht in Poesie auflösen. In den Hauptrollen: Ursula Werner, Lena Lauzemis, Peter Brombacher und Christian Löber.

Praterstrand Auf der Praterinsel

Münchens schönster Beachclub holt seit 2013 den Sommer auf die Praterinsel. Entspannte Abende wechseln sich ab mit angesagten DJ Sessions, Firmenevents treffen auf Strandhochzeiten, Hipster auf Münchner Kindl. Ab 18. Mai gibt es auch heuer wieder bei kühlen Drinks bis September chilligen Beachclubsound auf die Ohren, für eine kulinarische Grundlage ist mit BBQ und leichter Sommerküche gesorgt. Die Betreiber der Praterinsel Eventräumlichkeiten knüpfen mit ihrem saisonalen Outdoor-Schmuckstück – einer gelungenen Mischung aus Genuss und Gespräch, Musik und Kultur für Einheimische und Touristen – an die Historie des einzigartigen Areals an. „Im 19. Jahrhundert feierten hier die Münchner in einem Tanzpavillion, später entstanden in den Gebäuden die legendären Spirituosen der Riemerschmid Schnapsfabrik. Da ist der Praterstrand nur die logische Fortführung“, schwärmt Chris Boehm-Tettelbach, der die denkmalgeschützten Gebäude mit seinem Event-Team seit Februar 2010 wieder erfolgreich mit Leben füllt. Alle Infos: www.praterstrand.de

 

Mad Max: Fury Road Jetzt im Kino

Postapokalypse. Max Rockatansky, besser bekannt als Mad Max (Tom Hardy) hat Frau und Kind verloren. Sucht Seelenfrieden. Und stößt auf die energische Furiosa (Charlize Theron), die am Steuer eines Kampfwagens durch die Wüste brettert. Sie und ihre Begleiterinnen, darunter Splendid (Rosie Huntington-Whiteley), sind dem Warlord Immortan Joe (Hugh Keays-Byrne) entkommen, der den begehrten Frauen nachstellt. Ein erbitterter Kampf auf der Straße entbrennt. AltmeisterGeorge Miller, der in den Achtziger Jahren mit der ersten "Mad Max"-Trilogie Filmgeschichte schrieb,  inszenierte dieses zügige Survivalspektakel.

 

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Zweite Chance Jetzt im Kino

Gegen alle Vernunft. Polizist Andreas (Nikolaj Coster-Waldau) ist mit seinem Kollegen Simon (Ulrich Thomsen) unterwegs. In der Wohnung eines streitenden Junkie-Pärchens entdecken sie ein völlig verwahrlostes Baby, können aber juristisch nichts weiter tun. Kurz darauf stirbt Andreas’ eigenes Baby - am plötzlichen Kindstod. Andreas’ Frau Anne (Marie Bonnevie) droht daran zu zerbrechen. Andreas fasst einen ungeheuren Entschluss. Er tauscht die beiden Kinder. Susanne Biers wuchtiges Sozialdrama interessiert sich, wie schon „In einer besseren Welt” und „Nach der Hochzeit”, für schwierige moralische Entscheidungen, mit denen ihre Figuren ziemlich überfordert sind. Tolles Drehbuch (von ihrem Hausautor Anders Thomas Jensen), tolle Ensembleleistung, raffinierte Psychologie. Spannendes Arthouse-Kino.

 

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Das Versprechen eines Lebens Jetzt im Kino

Weltkrieg I., revisited. Was für unsereins „Verdun“ ist für Briten und Türken „Gallipoli“ – rund 100.000 Soldaten starben ab April 1915 auf allen Seiten während der Schlacht um die Dardanellen, von wo aus die Entente von Briten, Franzosen und Russen Konstantinopel erobern wollte. Nach dem Tod seiner Frau macht sich der australische Farmer Connor vier Jahre später in die Türkei auf, um seine vermissten Söhne, oder wenigstens deren Gräber zu finden. In Istanbul findet er Hinweise, dass einer der drei noch leben könnte und macht sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch das ganze Land. Für dieses bildgewaltige (Anti-)Kriegsdrama übernahm der australische Schauspielstar Russell Crowe erstmals die Regie und spielt überzeugend die auf ihn zugeschnittene Hauptrolle.

 

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Die Gärtnerin von Versailles Jetzt im Kino

Ein wenig Chaos. Gartengestaltung ist, im 17. Jahrhundert, in Frankreich, eine reine Männerdomaine. Für die aufwändige Gestaltung seiner barocken Gartenanlagen in Versailles verpflichtet König Ludwig XIV. den berühmten Architekten Le Nôtre (Matthias Schoenaerts). Der engagiert, weil er mit der Riesenaufgabe organisatorisch überfordert ist, die (fiktive) Landschaftsgärtnerin Sabine de Barra (Kate Winslet). Die setzt sich, mit ihrer offenen und ehrlichen Art, gegen alle höfischen Intrigen durch, findet im Herzog von Orléans (klasse: Stanley Tucci) einen ironischen Begleiter, im zur Melancholie neigenden Sonnenkönig (Leibrolle: Alan Rickman) einen heimlichen Gönner und in Le Nôtre ihren engsten Vertrauten. Alan Rickmans bis ins Detail ausgefeiltes Kostümstück sieht historisch aus, verschreibt sich aber, very british, ganz der gekonnten Unterhaltung – und feiert Natur, Gartenkunst und freien Geist.

 

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Caligula Im Münchner Volkstheater

Er ging als einer der fürchterlichsten Wüteriche in die Geschichte ein. Doch wer war Caligula wirklich? Zunächst hatte die Amtszeit des römischen Kaisers ja gut, geradezu beschaulich angefangen. Die Bürger liebten ihren jungen Herrscher. Doch nach dem überraschenden Tod seiner Schwester Drusilla verfinsterte sich sein Gemüt. Düstere Gedanken und brutaler Fatalismus bemächtigten sich ihm. „Die Menschen sterben und sie sind nicht glücklich“, lautete die Weltsicht von Caligula. Er hört nicht mehr auf seine klugen Einsager, Freunde wenden sich von ihm ab und werden von ihm grausam verfolgt. Albert Camus hat sich an dem Racheengel abgearbeitet, der mit Folterungen und Hinrichtungen eine Blutspur durchs alte Rom zog. In der Inszenierung von Lilja Rupprecht spielen Max Wagner, Constanze Wächter und Jean-Luc Bubert.

Ex Machina Jetzt im Kino

Männer-Schöpfungs-Fantasien. Nathan, der mysteriöse Chef eines Online-Unternehmens hat einen intelligenten Roboter entwickelt und holt seinen Programmierer Caleb in seine hypermoderne Villa in den Bergen, um das von ihm geschaffene, mit einem sehr attraktiven weiblichen Körper  ausgestattete künstliche Wesen namens AVA eingehend zu testen. Alex Garland inszenierte ein elegantes Sci-Fi-Kammerspiel, einen subtilen Psycho-Thriller – mit falschen Fährten, fließenden Grenzen, ohne einfache Lösungen, mit tollen Schauspielern, allen voran Domhnall Gleeson, Oscar Isaac („Inside Llewyn Davis“ und „A Most Violent Year“) und Alicia Vikander. Ziemlich cooles Kino.

 

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Big Eyes Jetzt im Kino

„Augen sind die Fenster zur Seele“. Mit der Ernsthaftigkeit eines naiven Kindergemüts erklärt Margaret (Amy Adams), warum sie den puppenartigen Kindergestalten ihrer Gemälde diese riesengroßen, traurigen, gern mit einer Träne verzierten Augen aufmalt. Kindchenschema hoch Zehn. In japanischen TV-Animationsserien sind solche Kinderpuppen-Hyperaugen heute Standard. Tennisballgroße Augen, die nicht nur herzig erscheinen, auch grotesk, erschreckend, horrormäßig, wie die toten Augen in E.T.A. Hoffmanns Erzählungen, wo das künstliche Funkeln im Auge der Automatenfrau Olimpia Beseeltheit suggeriert, Wahn und Leidenschaft hervorbringt.

 

Millionenfach vervielfältigt als Poster und Postkarten waren die Gemälde der Margaret Keane Anfang der 1960er Jahre ein kunstgewerblicher Megahit, und Tim Burton erzählt von diesem erstaunlichen, mit einem Ehekrieg verknüpften Phänomen mit größtem Vergnügen an satirischer Zuspitzung. Im Vergleich zu seinen letzten Großproduktionen wie „Alice im Wunderland“ spannt Burton hier einen bescheideneren Rahmen auf, um aber desto intensivere Charakterzeichnungen zu entwerfen und vor allem die ureigenen Themen aufzufächern: Außenseitertum, Exzentrik, Genie und Wahn, Erkundung abseitiger popkultureller Nischen.

Was kunstgewerblicher Hype vermag, hat die Fake-Doku „Banksy – Exit through the Gift Shop“ demonstriert. Am Beispiel einer Streetart, die ihre Seele verkauft. „Big Eyes“ erzählt „nach wahren Begebenheiten“ davon, wie grandioser Kitsch in einem Medienwirbel aus Hysterie, Boulevard und Lüge zum Verkaufsschlager werden kann. Eine bizarre Story, die hübsch emanzipatorisch beginnt, wenn Margaret 1958 ihrer ersten Ehe entflieht und in San Francisco den charmanten Immobilienmakler und Hobbymaler Walter Keane (Christoph Waltz) kennenlernt.

Zuerst ist es nur eine Notlüge, dass Walter die Gemälde Margarets als seine Schöpfungen ausgibt. Mit dem Verkaufserfolg aber wendet sich das Blatt. Margaret will, dass sie auch den ihr zustehenden Ruhm erntet, und Walter ist der durchgeknallte Typ Hochstapler, der seine Lügen wenigstens zur Hälfte selbst glaubt. Immerhin kämpft er tapfer für den Popart-Kunstanspruch „seiner“ Gemälde und will dem Kunstkritiker der New York Times (herrlich: Terence Stamp), der das Keane-Oeuvre als „jämmerlichen Kitsch“ niedermacht, mit einer Gabel die Augen ausstechen.

Bisweilen übertreibt Christoph Waltz seine Manierismen und malt Walter mit allzu grobem Pinselstrich zur Comic-Farce aus. Amy Adams hingegen, mit blonder Doris-Day-Frisur püppchenhaft gestylt, zeichnet ihre Margaret als nuancierte, mit naivem Augenaufschlag dargebotene Charakterstudie. Zu Recht erhielt sie dafür den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Tim Burton will nicht behaupten oder suggerieren, dass Margaret als geniale Künstlerin anzusehen sei. Er blickt komplizenhaft auf diese wie besessen fabrizierende Amateurkünstlerin und enthüllt, dass in den Riesenaugen der Gemälde ein authentischer Funke von Margarets kindlich gebliebener Seele steckt. In ihrem Innern wohnt immer noch das allein gelassene, gedemütigte, traurige Kind - das aber allmählich lernt zu wachsen, zu reifen und schließlich selbstbewusst die Augen aufzuschlagen.

Rainer Gansera

 

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The Dark Ages Im Marstall

Der kleine Kontinent kommt nicht zur Ruhe. Und das nicht nur, weil die Fronten schon wieder gefährlich frostig erkalten. Milo Rau blickt in seiner Europa-Trilogie zurück. Er will ergründen, was mit Menschen und ihren Überzeugen passiert, wenn ihre Staaten zerbrechen. Diesmal hat er sich die Phase von 1945 mit dem Untergang des Dritten Reichs bis zur Belagerung von Sarajevo im Jahr 1995 vorgenommen. Im zweiten Teil der Dreier-Reihe wird die finstere Vorgeschichte des sich unter Schmerzen vereinigenden Europas erzählt. Dabei berichten Schauspieler aus Bosnien, Deutschland, Russland und Serbien von Vertreibung, Heimatlosigkeit, dem Weggehen und nie wirklich Ankommen. Der angemessen düstere Soundtrack dazu stammt von der slowenischen Aufregerband Laibach.

Camino Real In den Kammerspielen

Ein völlig weltentrückter Ort ist der staubige Camino Real, der in einen unbestimmten Süden führt. Links und rechts der Straße stehen heruntergekommene Absteigen, Bordelle, Buden, ein verlassenes Luxushotel. Die Grenzstadt ist ein Transitort, wie man ihn aus dem Western kennt. Jenseits beginnt eine fantastische Terra Incognita, diesseits herrscht ein starres Überwachungssystem. Wer hier ankommt, ist zum Blei-ben verdammt. „Tennessee Williams gelingt es auch in diesem Stück, dass sich konkrete politische Themen seiner (und unserer) Zeit in Alpträume verwandeln“, gibt Regisseur Sebastian Nübling seiner Inszenierung mit auf den Weg. In den Hauptrolllen: Jochen Noch, Sandra Hüller. Çiğdem Teke, Stefan Merki und Wiebke Puls.

Siegfried Im Münchner Volkstheater

Christian Stückl hat  wieder mal eine Premiere am Volkstheater. Von Ritterehre, höfischem Benehmen und edler Minne ist wenig zu finden in Feridun Zaimoglus und Günter Senkels Neubearbeitung der Siegfried-Sage. Dabei hält sich das Autorenteam durchaus an die historische Vorlage, die ja auch nicht gerade zimperlich mit Verrat, Vergewaltigung und Mord umgeht. Doch so schonungslos wie hier wurden die Protagonisten des größten deutschen Heldenepos wohl noch nie ihrer Vorbildfunktion entkleidet. Getrieben von Machtgier und Geltungssucht, morden, vögeln und fressen sie sich ihrem eigenen Untergang entgegen. Die Lichtgestalt Siegfried ist ein tumber – aber sehr viriler – Muskelprotz, sein Gegenstück Brunhild eine blutrünstige Barbarin. Von jeder Patina befreit, zeigt die Neufassung des Mythos eine von Rücksichtslosigkeit und Brutalität gezeichnete Gesellschaft. In den Hauptrollen: Jakob Geßner, Jona Bergander und
Magdalena Wiedenhofer.

Jagdszenen aus Niederbayern In den Kammerspielen

Man besucht sich, man pflegt den Austausch. Wie schön. Martin Kušej, seines Zeichens Hausherr am Bayerischen Staatstheater, wechselt die Straßenseite und inszeniert Martin Sperrs wüstes Bauerntheater.  Abram ist wieder zurück ins Dorf gekommen, nachdem er in der großen Stadt im Gefängnis war. Doch willkommen ist er nicht, das findet sogar seine Mutter. Nur Tonka, die alle die Dorfschlam­pe nennen, will, dass der bleibt. Denn sie ist schwanger. „Ich komme aus exakt einem solchen Dorf und kenne das alles zu genau“, so Kušej. „Ich habe diese drückende Atmosphäre mit der Milch mitbekommen: die bedrohliche Enge, die ewig gleichen Vorurteile, die korrupte Verlogenheit, die bigotte Frömmigkeit. Besonders spannend finde ich das Uneindeutige der Figuren“, sagt er über Sperrs einstiges Skandalstück. „Man versteht nie wirklich, wie sie eigentlich sind: schlampig oder brav, schwul oder nicht, anständig oder verräterisch.“ In den Hauptrollen: Katja Bürkle, Christian Löber, Silja Bächli und Michael Tregor.

Torquato Tasso Im im Residenztheater

Manchmal möchte man dem Antike-verliebten Dichter Torquato Tasso gerne über das staubige Haupt streicheln. Er machte sich das Leben am Hof des Fürsten von Ferrara auch gar zu schwer. Eben erst hat er sein Opus Magnum fertiggestellt, schon sticht ihn der Hafer. Er legt sich mit dem Diplomaten Antonio an und wird mit Hausarrest bestraft. Schlimmer noch: Plötzlich merkt der sensible Dichter, den Goethe so treffend traf, dass er doch nur ein Unterhaltungsdienstleister ist. Selbst wenn er zornig den Hof verlässt, erhält er sein Manuskript nicht mehr zurück. Das hat sich der Herrscher unter den Nagel gerissen. Menno! Regie führte Philipp Preuss. In den Hauptrollen: Valery Tscheplanowa, Sibylle Canonica, Nora Buzalka und Norman Hacker.

Maria Stuart In den Kammerspielen

Einen Klassiker nimmt sich Regie-Wüterich Andreas Kriegenburg mit Friedrich Schillers Drama vor. Darin lässt Herrscherin Elisabeth I, die sich von ihrer schottischen Gegenspielerin auf so vielen Ebenen – politisch, religiös, aber auch in ihrer Sexualität – herausgefordert fühlt, noch ein wenig zappeln. Aber dann setzt sie doch die Unterschrift unter das berüchtigte Dokument – und lässt Maria zum Schafott führen. "Man findet bei Maria Stuart fast keine wirkliche Nähe zwischen den Figuren. Wann immer scheinbar doch eine Nähe entsteht, geschieht dies im Zuge des Versuchs der Manipulation. Jeder versucht, den anderen in die eigenen Intrigen und in das Bild des eigenen Machtkampfes einzubauen", so Kriegenburg. In den Hauptrollen: Walter Hess, Brigitte Hobmeier, Annette Paulmann, Oliver Mallison und Jochen Noch. 

Nathan der Weise Im Münchner Volkstheater

Dieses Stück muss jetzt unbedingt gespielt werden. Weil so oft nur noch Märchen helfen, die hoch erhitzten Gemüter wieder runterzukühlen. Nathan der Weise weiß, wie man’s macht. Er erzählt einfach eine Geschichte – die weltberühmte Ringparabel – und zieht sich bei der immer schon bangen Frage, welche der Weltreligionen nun die vermeintlich „richtige“ ist, geschickt, aber sehr nachvollziehbar aus der Affäre. Intendant Christian Stückl hat den Verständnisklassiker von Gotthold Ephraim Lessing wieder aus dem Regel geholt und muss dabei gar nicht mal so viel Staub vom Reclam-Heftchen blasen. Man kann ihm dafür nur dankbar sein. In den Hauptrollen: Pascal Fligg,  Sohel Altan G.,  August Zirner und Constanze Wächter

Und jetzt: Die Welt! Im Münchner Volkstheater

Ist der Furor längst verraucht? Nicht wirklich. Nur die Umstände haben sich geändert, wie Sibylle Berg klug bemerkt hat. Ihr aktuelles Stück erzählt von Akademikern, die in prekären Verhältnissen aufwachsen, weil schon wieder mal ein Praktikum nichts gebracht hat. Nun müssen die jungen Dinger selbstgekochte Drogen im Internet verkaufen, Mode-Blogs vollschreiben und ihren Marktwert im Fitnessstudio hochtreiben, obwohl ihnen doch der Hochleistungskapitalismus zuwider ist. Eine junge Frau bilanziert ihren Frust-Lebensweg – von der Jugend-Gang zum friedlichen Yoga, vom unbeholfenen Knutschen im Zeltlager hin zu den weiterhin unentschlossenen Sexperimenten mit Männern und Frauen, von den hochflie­genden Idealen zum furztrockenen ­Pragmatismus. Die Generation 20+ schwankt – zwischen Aggression und Apathie, zwischen Aufbrauch und Abgeklärtheit.

Exiles In den Kammerspielen

James Joyce ist mit wuchtigen Wälzern wie „Ulysses“ und – noch furchterregender – „Finnegans ­Wake“ bekanntlich der Schrecken aller Englisch-Hauptseminare. Was nur wenige wissen: Der irische Schriftsteller, wichtigster Miterfinder der Moderne, schrieb aber auch dieses vergleichsweise klassische Theaterstück. Darin lernt man den Schriftsteller Richard kennen, der nach fünf Jahren in Rom wieder in seine Heimat nach Dublin zurückkehrt. Dort muss er feststellen, dass sein Jugendfreund Robert nicht nur zu Besuch kommt, sondern seiner Frau Bertha schon lange ziemlich nahe steht. Richard findet heraus, dass Robert über Jahre hinweg ziemlich intime Brief an Bertha geschrieben hat. Nun steht eine Entscheidung an. „Joyce thematisiert, was auf den ersten Blick banal erscheint“, sagt der Regisseur Luk Perceval zur letzten Kammerspiele-Premiere dieses Jahres. „Der Alltag verführt zum Machtspiel. Wie weit kann man gehen, ohne den Anderen allzu sehr zu verletzen? Wie groß ist die Angst, in der Suche nach Freiheit die erkämpfte Geborgenheit und Nähe zu verlieren? Das Stück regt an, darüber nachzudenken, wie man liebevoll zusammenleben kann.“ Was könnte schöner zu Weihnachten passen?

Kasimir und Karoline Im Münchner Volkstheater

Verhängnisvoll durcheinander geht es bekanntlich in diesem legendären Volksstück, das Ödön von Horváth vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise spielen ließ. Das junge Titel-Paar steht kurz davor, sich unglücklich zu machen. Ein gemeinsamer Wiesn-Besuch ist dabei wirklich nicht die beste Idee. Kasimir ist zudem selten schlecht drauf, hat er doch eben erst seine Arbeit verloren. Prompt kommt es, wie es kommen muss: Auf der Festwiese erkennt der Zuschneider Schürzinger seine Chance, sich an Karoline ranzuwanzen. Und Kasimir gerät an seinen Spezl Merkl Franz, der ihn zu einer Alternativ-Karriere auf der schiefen Bahn verführen. Regie führte Hakan Savaş Mican und in den Hauptrollen sind Jean-Luc Bubert, Xenia Tiling und Pascal Riedel zu sehen

Warum läuft Herr R. Amok? In den Kammerspielen

Alltag in der Hölle. Vom Ausbruch aus der geordneten Bürger-Spießigkeit, von der jähen Generalabrechnung mit dem immer brav Funktionieren, erzählte  Rainer Werner Fassbinder in seinem beklemmenden Filmklassiker. Darin lernt man einen Durchschnittsmann kennen, der immer nur versucht, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden und dadurch jäh in einen Abgrund von Leere stolpert. Am Schluss wird aus dem kleinen Menschen ein Monstrum, das zuerst seine Familie, dann sich selbst auslöscht. Die Regisseurin Susanne Kennedy hat den weiterhin stark irritierenden Stoff auf die Bühnenbretter gehievt.In den Hauptrollen:  Walter Hess, Christian Löber, Anna Maria Sturm und Çiğdem Teke.

Peer Gynt Im Residenztheater

Auf klassisches Bildungsgut greift Regisseur David Bösch in seiner Inszenierung zurück. Er lässt in dem Henrik-Ibsen-Stück den Sinnsucher seine norwegische Heimat verlassen, nach Amerika (wieder mal) aufbrechen, wo er Großreeder wird. Doch den Rastlosen hält es nicht lange. In Afrika träumt er von Wüstensiedlungen, er versteigt sich in Propheten-Anwandlungen – und endet schließlich in einer Irrenanstalt in Kairo. Wieder einmal war ein Kern-Forscher unterwegs. Peer Gynt will wissen, warum die Zwiebel, die so viele Schalen hat, nur aus Häuten, aber eben aus keinem Inneren besteht. Das erinnert an Goethes „Faust“ und ist nicht minder aufregend. Gespielt wird der Titelheld von Shenja Lacher – an seiner Seite unter anderem Sibylle Canonica und Michele Cuciuffo.

Woyzeck Im Münchner Volkstheater

Immer nur Erbsen essen. Dann auch noch herumgeschubst und erniedrigt werden. Der junge Franz Woyzeck, der eigentlich aufrichtig, geradlinig und ehrlich durchs Leben gehen wollte, hält sich und seine Freundin Marie mit diversen Jobs über Wasser. Am prekären Rand der Gesellschaft ist er dem ständigen Druck und Wohlwollen von Vorgesetzten und Bessergestellten ausgesetzt. Und dann bewahrheitet sich auch noch der schlimmste Albtraum: Das Testosteronmonster Tambourmajor hat doch tatsächlich Marie verführt. Kein Wunder, dass Woyzeck die Hutschnur platzt. Abdullah Kenan Karaca hat Georg Büchners schauerliches Kleiner-Mann-Drama neu aktualisiert. Schlimm bleibt alles. In den Hauptrollen: Sohel Altan G., Magdalena Wiedenhofer, Silas Breiding und Pascal Fligg.

 

AKTUELLES HEFT
Do 28. Mai 2015 -
Mi 10. Juni 2015
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Berlin im Morgengrauen: Vor einem Club lernt Victoria, eine ... MEHR
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Das große Open-Air-Festival mit Muse, Metallica, Kiss, Faith No More, Judas Priest u.v.a