Donnerstag, 28. August 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Wolfskinder: Ums Überleben

Jetzt im Kino... mehr
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1946. Als ihre Mutter stirbt, müssen sich zwei deutsche Jungs aus einem ostpreußischen Dorf nach Litauen durchschlagen, wo sie vielleicht bei wohlwollenden Bauern unterkommen. Die beiden Brüder schließen sich anderen herumirrenden Kindern an, werden von marodierenden sowjetischen Soldaten beschossen, verlieren einander... Rick Ostermanns Langfilmdebüt erzählt in eindrücklichen, dialogarmen Szenen vom Überlebenskampf der Kinder und beruht auf historischen Fakten.

 

Sigi Zimmerschied: Einwürfe eines Parasiten

Heute im Fraunhofer... mehr
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Ein Fest für sich sind die zuletzt immer selteneren Gelegenheiten, an denen Sigi Zimmerschied seine Programme erneuert. Im frischen „Multiple Lois“ erzählt er vom Titelhelden Lois, einem staatlich umsorgen Minderleister, der kurz vor seinem 60sten in eine veritable Lebenskrise stolpert. Bislang war er doch immer so gut durchgekommen, weil er „sich die Geschenke gesucht hat, die das Leben vor ihm versteckt hat“. Jetzt kommen die Zweifel, ob das immer so weiter gehen wird. Ein bissiger Spaß!

 

Cyrano: Poet und Haudegen

Heute im Theamtheater... mehr
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Eindeutig ist die Frage nach dem Edelmut bei Cyrano, dem zartbesaiteten Haudegen mit dem Riesen-Zinken, zu klären. Er ist zwar ein feiner Poet, traut sich aber nicht unter die Frauen. Weil er ein guter Kumpel ist, leiht er ausgerechnet dem tumben Christian seine Stimme, der damit bei der komplimentesüchtigen Roxane Eindruck schindet. Eine ungerechte Liebelei! Dieses Stuück vereint alles, was man sich von einem Theaterabend wünscht: Komik, Tragik, Poesie, Liebe, Hass, Erotik, Musik, Tanz, Fechtszenen und eine Kulisse, die so einige Überraschungen bereit hält.

 

Doktorspiele: Schniepeltrauma

Jetzt im Kino... mehr
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Andi leidet, immer noch, weil Sandkastenfreundin Lilli sich einst beim Doktorspielen über seinen arg kleinen Pimmel gewundert hat. Die taucht nach zehn Jahren wieder auf, ist hübscher denn je. Der aber hat nur Augen für die von allen begehrte Katja, die ausgerechnet ihn eines Abends zu sich einlädt. Der romantische Andi (Merlin Rose) konkurriert ansonsten mit dem Sex-besessenen (aber nicht zum Ziel kommenden) Harry (Max von der Groeben). Marco Petrys Teen-Sex-Comedy versammelt jede Menge Klischees über die Gefühls-Verwirrungen und schwer zu beherrschenden Körperfunktionen junger Menschen - sexistische Sprüche zum Nacherzählen gehören dabei zum Kalkül.

 

Henning Sieverts: Vibes & Strings

Heute in der Unterfahrt... mehr
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Überwiegend gestrichene Jazztunes mit dem Bassisten Sieverts und seinen Mitmusikern feat. Tim Collins (vib), Peter O’Mara (g) und Matthias Gmelin (dr).

 

Habitats: UK-Indierock

Heute im Atomic Café... mehr
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Flowerstreet präsentiert: Kerniger Indierock aus London irgendwo zwischen Friendly Fires und Foals.

 

Matthias Schriefl: Alpen-Jazz

Heute im Künstlerhaus... mehr
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Matthias Schriefl Trio feat. Tamara Lukasheva – Futuristischer Alpen-Jazz trifft auf Wohlklänge aus Tradition und Moderne.

 

Driving Mrs. Satan: Folk aus der Hölle

Heute im Café Muffathalle... mehr
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AC/DCs »Hells Bells« als gehauchte Ballade, Metallicas »Battery« als Popnummer? Kein Problem! Hier klingen die Metal-Klassiker, als gehörten sie schon immer zum Repertoire eines jeden Singer-Songwriters. Nicht ganz neu die Idee, aber mei...

 
Tagestipp Donnerstag 28.08.2014
Capitan Tifus Am 29.8. im Ampere

Diese argentinische Truppe bringt einen energiegeladenen Stilmix auf die Bühne, der über südamerikanische Cumbia, Rock, Tango, Dub, Balkanbeats bis hin zum perfekten Popsong reicht. „Fanfarria Latina“ nennen die selbsternannten und deshalb auch so gekleideten Musikpiraten ihren Sound. Sängerin Vicky Cornejo, die auch bereits mit Reggae-Star Mad Professor tourte, und ihre Bandkollegen sind Multi-Instrumentalisten: Gitarre, Geige, Percussions, Trompete, Bandoneon und mehr gehören zum Instrumentarium. Die schweißtreibenden Live-Shows sorgten bald nicht nur in Buenos Aires sondern weltweit für dampfende Konzertsäle und wurden auch auf dem Live-Album „Fanfarria Latina on Tour“ festgehalten.

 

Blumfeld Am 29.8. Theaterfabrik

Nicht nur ein  Fest für die Freunde der „Hamburger Schule“: Sieben Jahre nach ihrer Auflösung gehen Blumfeld nun doch wieder auf Tour. Der Anlass: Ihr wegweisendes Album „L'Etat et moi“ wurde im August zwanzig Jahre alt. Die deutschen Indiehelden Jochen Distelmeyer, Andre Rattay und Eike Bohlken wollen das Jubiläum des von Kritikern und Musikmagazinen als eines der „besten Alben aller Zeiten“ bezeichneten Werkes nicht einfach vorbeiziehen lassen, ohne es noch einmal „live“ zu präsentieren. Natürlich schüren sie damit auch die Hoffnungen der Fans, die Band möge doch bitte dort ihre Arbeit fortsetzen, wo sie 2007 liegen blieb. Schön wär’s allemal.

 

Guardians Of The Galaxy Jetzt im Kino

Herrlicher Unfug! Weltraumabenteurer Peter Quill (Chris Patt) ist der einzige Humanoide, (der einst von Aliens entführt und aufgezogen wurde), seine Begleiter sind schräge Extra-Terrestrier: die grünhäutige Killerin Gamora (Zoe Saldana), der tumbe Kraftprotz Drax (Dave Bautista), der genmanipulierte und unverschämte Waschbär Rocket und das superstarke Baumwesen Groot. Ein galaktischer Diktator versucht, in den Besitz einer merkwürdigen Energie-Kugel zu gelangen, mit der sich das Universum beherrschen ließe, das unfreiwillige Super-Team weiß dies zu verhindern. Hier kommt das neueste Marvel Franchise, ein schräges, sogar berührendes Comicabenteuer von „Super“-Regisseur James Gunn. Voll gepflegtem, selbstironischem Nonsense (auf den Spuren Monty Pythons), plündert er munter in der Popkulturgeschichte, versieht den Soundtrack mit kuriosen Hits aus den 70ern und 80ern – und dürfte ein paar neue Starfiguren mit Kultcharakter in die Welt gesetzt haben.

 

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Diplomatie Jetzt im Kino

Duell. Am 23. August 1944 gab Hitler den Befehl, dass Paris dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ überlassen werden dürfe. Stadtkommandant Dietrich von Choltitz, der längst über die Kapitulation verhandelte, ignorierte den Befehl und übergab die Stadt am 25. August nahezu unversehrt an die Alliierten. Ein in Paris höchst erfolgreiches Boulevard-Stück von Cyril Gély erzählt dagegen eine hochdramatische Kolportage-Fantasia. Da zwingt von Choltitz einen französischen Ingenieur, alle Seine-Brücken und alle berühmten Bauwerke vom Eiffelturm bis Notre-Dame zu verminen, um sie am nächsten Tag zu sprengen und nebenbei Tausende von Zivilisten zu ertränken. Um das zu verhindern, verschafft sich der schwedische Konsul Raoul Nordling durch eine Tapetentür Zutritt in Choltitz‘ Amtszimmer, und überredet ihn in einem stundenlangem Wortgefecht, von diesem Wahnsinn abzulassen. Volker Schlöndorff verfilmte  das bizarre Stücks, in dem ein deutscher Berufsoffizier von 50 Jahren aus Angst, seine Familie geriete in „Sippenhaft“, den Befehl nicht verweigern will, dann aber, als ihm der (falsch spielende) Konsul verspricht, seine Familie werde mit Hilfe der Résistance in die rettende Schweiz gebracht, die Vorbereitung zu den Sprengungen abbrechen lässt. André Dussollier und Niels Arestrup, die die Rollen schon im Stück verkörpert haben, spielen mit großer Verve und höchst nuanciert zwei frei erfundene Charaktere, die historische Namen tragen – das spannende Thema um den Gewissensnotstand eines Wehrmacht-Offiziers wird im Stil des Feel-Good-Boulevardtheaters abgehandelt: „Paris, wir lieben Dich“ samt schlichter Küchenpsychologie und peinlich ahnungslosen Klischees über militärisches Handeln ... Das ist, wie anders, dann „besonders wertvoll“.

 

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Can A Song Save Your Life? Jetzt im Kino

Selbstfindung. Die britische Songwriterin Gretta wechselt zusammen mit ihrem Freund und Partner Dave nach New York. Dave bekommt einen Super-Vertrag bei einem Major-Plattenlabel, verliert sich in Star-Allüren und an ein billiges Groupie. Gretta ist bitter enttäuscht. Kurz vor ihrer Rückkehr nach England verschlägt sie’s in einen Club im East Village, wo sie einen selbst geschriebenen Song zum Besten gibt. Dan, ein abgetakelter Indie-Label-Produzent, (den gerade seine Frau für einen Jüngeren verlassen hat), ist hellauf begeistert, bringt Gretta dazu, mit einer zusammengewürfelten Truppe guter Freunde eine Platte aufzunehmen ... Ein schwungvolles, auffallend klischeefreies Feel-Good-Movie des irischen Regisseurs John Carney („Once“). Der kennt sich, als früherer Bassist bei der Rockband „The Frames“, sehr gut aus im Musikgeschäft. Superstar Keira Knightley schlägt sich wacker an der Guitarre, Mark Ruffalo spendet Hilfe und Trost, das sommerliche New York spielt eine weitere Hauptrolle.

 

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Bad Rabbits Am 29.8. im Backstage

Der Groove pur! Bostons heißeste Funker kommen zum ersten Mal nach Deutschland und hier stehen die die Zeichen auf Sturm. Mit ihrem ziemlich neuartigen Sound, zu gleichen Teilen sexy und soulig, treffen sie ziemlich den Nerv der Zeit und sprechen sowohl alte Funk- als auch neue R'n'B- und Dancefloor-Fans an. Mit ihrem im letzten Jahr veröffentlichten Album "American Love" verwirklichten sie ihren Traum von der Brücke zwischen klassischem R'n'B und Rock. Durch den kulturellen Background der Heimatländer ihrer Eltern (Liberia, Indien, Ghana, Argentinien, Italien) entsteht hier eine ziemlich einzigartige Mischung an Stilen.

 

Timo Wopp Bis 30.8. im Vereinsheim

Nicht wirklich in die Karten schauen lässt sich dieser Mann. Mit „Die Woppprobe“ tastet er sich erstmalig an sein neues Programm heran, dass erst 2015 auf die Bretter kommen soll. Allerdings dürfte die Trockenübung ihren ganz speziellen, weil reichlich anarchischen Charme haben. Der Stand-up-Wopp will nicht auf Sicht fahren, sondern rausrennen und neues Material ausprobieren – „mit offenem Visier, ohne Netz, Pause und doppelten Boden“. 60 Minuten Stand-Up Comedy, die es in der Form so nie wieder geben wird. Denn, noch eines ist sicher: in dieser Woche wird kein Abend wie der andere sein. Und je nachdem wie entgeistert die Blicke am Ende der Show sein werden, wird Timo Wopp wissen, ob er auf Erfolgskurs segelt oder auf dem Holzweg humpelt. Das läßt man sich besser nicht entgehen, denn so viel Verantwortung wird man als Zuschauer vielleicht nie wieder haben.

Ryan McGarvey Am 28.8. im Backstage

Rock, nichts als Rock! Der Gitarrist und Sänger aus Albuquerque drunten in New Mexico gewann im Jahre 2010 den von Eric Clapton ins Leben gerufenen "Crossroads Guitar Festival"-Wettbewerb und legte damit den Grundstein, der nächste Shootingstar am Blues-Rock-Himmel zu werden. So steht's zumindest geschrieben. Neben ihm ergänzen Bass und Schlagzeug das Blues-Rock-Power-Trio und geben McGarvey den Freiraum, sich gänzlich an seiner Gitarre auszuleben, wobei es egal ist, ob er sie elektrisch oder akustisch spielt. Zu seinen Idolen zählen dann auch logischerweise Musiker wie Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan, B.B. King, Freddie King oder auch sein guter "alter" Freund Joe Bonamassa, der ihn schon mehrfach bei seinen Konzerten als  Special Guest auf die Bühne holte.

 

 

 

Driving Mrs. Satan Am 28.8. im Muffatcafé

Geht das? AC/DCs „Hells Bells“ als gehauchte Ballade und Metallicas „Battery“ als Popnummer? Es geht! Hier klingen die Metal-Klassiker, als gehörten sich schon immer zum Repertoire der Singer-Songwriter-Gilde. Das Londoner Trio wandelt dabei auf den gleichen Wegen wie ihre schwedischen Kollegen von Hellsongs. Bei Driving Mrs. Satan sind die Lieder aber noch verfremdeter und manchmal nur noch vom Text her erkennbar. Die Mischung von Lagerfeuer-Folkpop-Romantik mit eigentlich brettharten Hymnen geht auf, sogar die Metal-Presse zeigt sich begeistert. 

 

Madame Mallory und der Duft von Curry Jetzt im Kino

Gaumenfreuden. Familie Kadam sieht sich gezwungen, Indien zu verlassen. In einem winzigen Kaff in Südfrankreich versuchen sie einen Neuanfang. Papa Kadam (Om Puri) will ein indisches Restaurant eröffnen. Allerdings direkt gegenüber einem bekannten Ein-Sterne-Restaurant, was dessen Chefin Madame Mallory (Helen Mirren) überhaupt nicht gefällt. Es entwickelt sich eine handfeste Restaurantfehde zwischen dem lebhaften „Maison Mumbai“ und dem gediegenen „La Saule Pleureur“ – (ja, „Trauerweide“, so sieht es auch aus.) Hassan Kadam, der Junior allerdings, ist ein begnadeter Kochkünstler, der neben seiner Leidenschaft für die französische Küche eine zweite für Madame Mallorys Sous-Chefin Marguerite entwickelt ... Ein kulinarisches Wohlfühl-Märchen nach dem Weltbestseller von Richard C. Morais, verfilmt von Lasse Hallström, dem Regisseur von „Chocolat“.

 

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Sag nicht, wer du bist Jetzt im Kino

Fessle mich! Gegen alle Vernunft. Tom fährt raus aufs Land, zur Beerdigung seines Lovers. Die Mutter des Toten weiß nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Francis, der ältere Bruder, macht Tom mit radikalen Mitteln klar, dass das auch so bleiben muss. Francis droht, fordert, demütigt ... signalisiert sein eigenes Begehren, das, absehbar, in Gewalt kippen wird ... Tom, irgendwie fasziniert, lässt sich auf den Wahnsinn ein. Der neue Genie-Streich von („Ich habe meine Mutter getötet“, Herzensbrecher“, „Laurence Anyways“) Regisseur Xavier Dolan. Der ist jetzt 25 und zieht alle Register seines fulminanten Könnens. In der Hauptrolle. Als Regisseur. Seitenwege. Auslassungen. Tolle Figuren und Nebenfiguren. Krasser Spannungsbogen. Es passiert gar nicht viel. Das aber ist atemberaubend. Nervenzerrüttend. Ein toller Psychothriller. Mit Hitchcock-Reminiszenzen. „Tom à la ferme“ – wer Französisch versteht: OmU, mit dem krassen Québécois, ist’s noch mal heftiger, zum Fürchten schön.

 

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When Animals Dream Jetzt im Kino

So finster die Nacht. Draußen, auf einer Insel vor der dänischen Nordsee-Küste. Der 16-jährigen Marie schlägt krasse Ablehnung entgegen. Die Dorfbewohner fürchten sich vor ihr und ihrer an den Rollstuhl gefesselten Mutter, die an einer mysteriösen degenerativen Krankheit leidet. Nun beginnt auch Marie, sich zu verändern. Ihr Vater versucht, den Selbstfindungs-Prozess mit starken Medikamenten aufzuhalten. Ein exquisiter Thriller um die sexuelle Reife eines bezaubernden Mädchens, ein gelassen erzähltes, sinnlich-berührendes Werwolf-Drama. Regisseur Jonas Alexander Arnby hat bei Lars von Trier gelernt! Newcomerin Sonia Suhl ist absolut sehenswert. Lars Mikkelsen (in der Rolle des besorgten Vaters) ist der Bruder von Mad. Ein Leckerbissen für Fans des Arthouse-Kinos.

 

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Kaspar Hauser Im Schloss Nymphenburg

Was wäre die gruselig-schönste Pubertät ohne die immer wiederkehrende Frage: „Wer bin ich?“. Selbstzweifel ist zwar den Mächtigen meist fremd, allen Otto Normalunglücklichen aber bestens vertraut. Für Kaspar Hauser hatte die Frage existenzielle Sprengkraft, wuchs er doch zunächst in den Wäldern auf, wurde dann als Findelkind in der vermeintlich zivilisierten Welt aufgenommen und war möglicherweise jemand, der ein höchst brisantes Geheimnis mit sich herumtrug. War er ein Erbprinz? Oder doch nur ein Schwindler? Der Gang in den Ansbacher Hofgarten am Nachmittag des 14. Dezembers 1833 hätte für ihn Klarheit bringen können. Doch dort wartete sein Mörder auf ihn. Alexander Krampe hat den mysteriösen Stoff neu aufgearbeitet und zusammen mit Regisseur Dominik Wilgenbus mit Franz-Schubert-Klängen unterfüttert. Heraus kommt eine bewegende Sommer-Oper, die leitmotivisch dem „Fremd bin ich eingezogen. Fremd zieh ich wieder aus“

Der nackte Wahnsinn Bis 30.8. im Lustspielhaus

Ein Schauspielensemble will ein Stück auf die Bühne bringen, doch nichts, aber auch gar nichts klappt. Wohin mit den Sardinen? Welche Tür ist die richtige? Wo ist meine Kontaktlinse? Und warum machen wir das alles eigentlich? Dazu kommen Hass, Liebe, Suff und andere herrliche Affären dieser höchst dramatischen Truppe. Auf der Bühne versammeln sich in dem weltbekannten Lustspiel von Michael Frayn die Schauspieler Michi Altinger, Constanze Lindner, Ina Meling, Sonja Kling, Norbert Heckner, Alexander Liegl , Thomas Wenke und Johann Anzenberger unter der Regie von Gabi Rothmüller. Das wahrscheinlich komischste Stück der Welt mit den wahrscheinlich verrücktesten Schauspielern und Kabarettisten im wahrscheinlich lustigsten Spielhaus der Stadt.

Lucy Jetzt im Kino

Super-Power. Lucy, feierfreudige US-Studentin in Taipeh, bemerkt eine frisch vernähte Schnittwunde am Bauch, erfährt, dass sie als Drogenkurier gefragt ist und ein Päckchen Superdroge intus hat. Der Beutel platzt. Lucy stirbt aber nicht. Entwickelt stattdessen ungeahnte Kräfte. Eröffnet, dank ihrer neuen Fähigkeiten, die Jagd auf Drogenboss Mr. Chang und seine Kumpane. Neurologie-Professor Dr. Norman (Morgan Freeman) soll ihr dabei helfen. Luc Besson inszenierte einen philosophischen Science-Fiction-Thriller mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Klasse Auftritt. Gute Unterhaltung.

 

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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück Jetzt im Kino

Übertragung. Der exzentrische Londoner Psychiater Hector ist frustriert: Seine Patienten werden einfach nicht glücklich. Eines Tages bricht er auf, um auf einer Weltreise nach dem wahren Glück zu suchen. Dabei trifft er närrische Banker, verführerische Frauen, weise Mönche, herzensgute Dealer, finstere Gestalten, alte Freunde und seine erste Liebe – und notiert sich eifrig seine Beobachtungen. Peter Chelsoms Verfilmung von François Lelords Bestseller begleitet den naiven Helden auf seiner märchenhaften und abenteuerlichen Erkundungstour durch die halbe Welt. Comedian Simon Pegg spielt den närrischen Candide, der seinem Büchlein allerlei Einsichten à la „Wer Angst vor dem Tod hat, hat Angst vor dem Leben“ anvertraut. Jean Reno, Stellan Skarsgård, Veronica Ferres helfen ihm auf die Sprünge.

 

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Jimmy's Hall Jetzt im Kino

Vorwärts, und nicht vergessen. Nach Jahren im amerikanischen Exil kehrt Jimmy Gralton 1932 zurück in die irische Heimat. Kaum ist er wieder da, erwacht auch sein alter Tanzsaal zu neuem Leben. Hier trifft sich die Jugend, man singt, tanzt, werkt, lernt, arbeitet an einer besseren Zukunft ... das ruft die Kirche auf den Plan, die Landlords, alle, die sich immer und sofort bedroht fühlen, von der Jugend, den armen Leuten, von Begehren und Aufbegehren. Ken Loachs neuer, starker, schöner Film ist inspiriert von der Biographie des wahren James „Jimmy“ Gralton. Noch einmal triumphiert das eingespielte System von Unterdrückung und Machtmissbrauch. Dass freier Geist und Menschenliebe sich aber auf Dauer nicht und nirgends unterdrücken lassen, ist Ken Loachs Botschaft für die Gegenwart.

 

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Kofelgschroa. Frei. Sein. Wollen. Jetzt im Kino

Heimatsound. In Oberammergau sind sie daheim, die vier Burschen, die seit Jahren zusammen musizieren. Inzwischen ist „Kofelgschroa“ ziemlich berühmt. Für ihre Dokumentation hat Barbara Weber jahrelang gedreht, schaut den Buam beim Arbeiten, Nachdenken, Musikmachen und Älterwerden zu. Die passen in kein Schema, und schon gar nicht in die schablonierte „Dahoam“-Welt des Bayerischen Fernsehens, brauchen sich nicht einmal „verweigern“, sind, trotz mancher Höhen und Tiefen, ziemlich bei sich selbst. Moderatorinnen quasseln, die Wäsche trocknet in der Sonne, einmal geht’s – für einen Junggesellenabschied – auf die Alm. Da könnte man beinah‘ einmal was erfahren, über das Daheimsein in den Bergen, tut’s aber nicht ... Wia schee dass des is.

 

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Ein Augenblick Liebe Jetzt im Kino

Naturgewalt. Sie begegnen sich bei einer Party: Sie, Elsa (Sophie Marceau), eine gefeierte Schriftstellerin, alleinerziehende Mutter, frisch geschieden und er, Pierre (François Cluzet), Anwalt, verheiratet mit Anne (Lisa Azuelos), Vater zweier Kinder. Elsas Verleger stellt sie einander vor – und bringt beide ziemlich durcheinander. Sie will aus Prinzip keine Liaison mit einem verheirateten Mann. Er will seiner Frau nicht untreu werden. Nun müssen sie laufend aneinander denken. Bei der zweiten Begegnung tanzen sie zusammen, küssen sich, dann ist es aber gut: Telefonnummern werden nicht getauscht. Sollte der Zufall sie ein weiteres Mal zusammenführen, dann, vielleicht ... Lisa Azuelos inszenierte ist ein feines Spiel aus Wirklichkeit und Fantasie: Ist das alles nur ein Traum, oder wird es doch gelebt? Verzehrendes Begehren und die liebe Vernunft ... Sophie Marceau und François Cluzet harmonieren prächtig, die Regisseurin selbst spielt die attraktive Ehefrau. Um „Agape“ geht‘s, das größere, dauerhafte Lebens- und Liebesglück, nicht um flüchtigen „Eros“ – lehrt uns das Presseheft. Kann man so oder so sehen: als amüsantes Spiel mit den Versatzteilen der Romantic Comedy – oder als biederes Blaustrumpf-Manifest auf erzkatholischem Wurzelgrund.

 

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Monsieur Claude und seine Töchter Jetzt im Kino

In Frankreich avancierte sie zum Publikumshit: Die Familienkomödie über einen bourgeoisen Vater am Rande des Nervenzusammenbruchs, den seine Töchter Toleranz lehren. Kein Wunder, denn Regisseur Philippe de Chauveron zündet mit seinem turbulenten Culture-Clash-Streifen ein Feuerwerk an pointiertem Witz und erfrischender, schonungsloser Provokation. Damit knüpft der 49-Jährige ziemlich nahtlos an den Erfolg des französischen Kinohighlights „Ziemlich beste Freunde“ an. Hauptdarsteller und Publikumsliebling Christian Clavier („Asterix & Obelix gegen Cäsar“) als „Old School“-Repräsentant zwischen Zynismus und Lebenslust, bestens besetzte Nebenrollen, genaues Timing und eine verblüffende Leichtigkeit trotz des brisanten Themas machen diese charmant-bissige gesellschaftliche Gratwanderung zum idealen „Gute-Laune-Film“ des Sommers.

 

Claude (Christian Clavier) und Marie Verneuil (Chantal Lauby) können sich eigentlich über nichts beschweren: sie haben vier attraktive Töchter und führen ein beschauliches Leben in der französischen Provinz. Doch das ändert sich schlagartig. Als drei ihrer Töchter heiraten, kommt es in der herrschaftlichen Loire-Villa des großbürgerlichen Notars zum multikulturellen Super-GAU. Jegliche Liberalität scheint perdu als Globalisierung samt unterschwelligem Rassismus in Form einer auserlesenen Schar internationaler Schwiegersöhne ins bürgerliche Wohnzimmer einbricht. Ihre Zweitjüngste wählt mit Rachid, einen Muslim als Ehemann, Odile will einen Juden ehelichen, und die Älteste, Ségolène hat sich in den Chinesen Chao verliebt. Das lokalpatriotische Familienoberhaupt kann es nicht fassen. „Stell Dir vor wie unsere Enkel aussehen, was haben wir nur getan, Claude?“, jammert auch Gattin Marie. Da werden Familientreffen zu interkulturellen Minenfeldern. Sticheleien und Reibereien während des Essens sind an der Tagesordnung. Handgreiflichkeiten: nicht ausgeschlossen. Jede Hochzeit bringt das Weltbild aufs Neue ins Wanken. Alle Hoffnungen der Eltern ruhen nun auf Nesthäkchen Laure. „Zehn Minuten zu spät, Chinese kann er nicht sein“, freuen sich die beiden auf ein Treffen mit ihrem künftigen Schwiegersohn Charles. Doch sie sind wie vom Donner gerührt, als sie sehen, dass der Verlobte ihrer Tochter schwarz ist. „Drei Kanaken und ein Schwarzer, für deine Eltern ist das Fukushima“, weiß dann selbst Rachid. Aber auch Charles‘ Familie überschlägt sich nicht vor Begeisterung über die neue Schwiegertochter. Charles‘ Vater André steht dem Patriarchen in nichts nach, was Vorurteile und Klischees betrifft. Unverblümt fordert er ein traditionell afrikanisches Hochzeitsdinner, kündigt an, 400 Gäste einzuladen und macht klar, dass er nicht vorhat, sich an den Kosten zu beteiligen, sozusagen als persönliche Reparationszahlung für jahrhundertelange Kolonisierung. In einem sind sich die Sturköpfe jedoch völlig einig: Diese Hochzeit muss verhindert werden.

Lustvoll lässt Regisseur Philippe de Chauveron seine Charaktere aufeinanderprallen. Vor allem Pascal Nzonzi, der Charles‘ Vater André spielt, verbindet virtuos hammerharten Machismo mit überschäumendem Temperament. Der kongolesische Schauspieler zeigt sich dabei als grandioser Komödiant, der vor nichts zurückschreckt und sich somit zum idealen Gegenspieler für Christian Clavier entwickelt. Dem gelingt es in vielen Szenen, über sich hinauszuwachsen, ohne dabei zur Karikatur zu werden. „Solange es Liebe gibt“, so das Fazit des 62-jährigen Hauptdarstellers, „ist immer noch alles möglich“.

Luitgard Koch

 

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Orestes Im Innenhof der Glyptothek

Schlimmster Familienhorror spielte sich ja gerne in der gar nicht so „Edle Einfalt, stille Größe“-­Antike ab. Hart getroffen vom Schicksal war bekanntlich der Clan aus Theben. Besonders drastisch zur Sache geht es in dieser Tragödie von Euripides, die einst zu den beliebtesten Stücken Griechenlands zählte, heute aber nicht mehr ganz so oft aufgeführt wird. Darin erfährt man mehr vom ­Prozess gegen den Titelhelden, der ­wegen des Mords an seiner Mutter Klytämnestra vor Gericht steht. Orest und seine Schwester Elektra werden zum Tode verurteilt, doch dann dreht der junge Mann durch: Er schnappt sich eine Geisel, die Tochter seines Onkels, und hält ihr auf dem Dach ein Messer an die Kehle. Ein Moment wie aus ­einem Psychothriller – nur dass dort selten die Götter ins Geschehen ­eingreifen.

Wir sind die Neuen Jetzt im Kino

„Wir sind die Neuen!“ Freudig erregt stellen sich Anne, Eddi und Johannes ihrer neuen Hausgemeinschaft vor. Nach fast 40 Jahren haben sich die Biologin, der Rechtsanwalt und der hauptberufliche Revoluzzer entschlossen, erneut eine WG zu gründen – explodierende Münchner Mietpreise, finanzielle Klammheit und die neu erwachte Lust an Gemeinschaft machen's möglich und nötig. Endlich wieder nächtelang am Küchentisch sitzen, Wein trinken, über die großen Themen des Lebens diskutieren, alles teilen und alles mitteilen: Das ist vor allem Annes Traum. Ihr bisheriges Leben widmete sie hauptsächlich dem Schutz der Schleiereule, was als Konzept besser aufging als ihre Ehe – ihr Mann hat sie wegen einer Jüngeren verlassen. Früher war sie ein so genannter „heißer Feger“, heute geht ihr alles viel zu schnell, daher plädiert sie gegen einen Internetanschluss in der WG. Den braucht Johannes allerdings dringend, da er als Anwalt seit Jahrzehnten Klienten vertritt, die allein auf weiter Flur stehen. Er übt Yoga, trägt Stirnbänder und ist sowohl stilistisch als auch mit seinen Idealen in den 1970ern stehengeblieben. Ex-Frauenheld Eddi ist nicht ganz so sympathisch und kämpft nach wie vor verbissen gegen das „System“.

 

Fassungslos müssen die agilen Herrschaften um die 60 erkennen, dass dieses System genau ein Stockwerk höher wohnt: Die Studenten Katharina, Barbara und Thorsten – zweimal Jura, einmal Kunstgeschichte – sind hundertprozentig auf Effektivität getrimmt, lernen, bis der Kopf raucht, kontrollieren mehrmals täglich die Herdplatten und träumen von Ehe und Eigenheim. Die fidele Alters-WG ist ihnen zu laut, zu lässig und überhaupt schuld an der Rentenmisere, als deren Opfer sie sich bereits jetzt empfinden. Gemeinsam feiern, die Nacht zum Tag machen oder gar kiffen? Vom Erfahrungsreichtum der Älteren profitieren? „Revolutionierung des Alltags“, wie es Rainer Langhans nannte? Keine Zeit, denn jetzt müssen erstmal Jura-Scheine her.

 

Mit seinen Porträts einsamer Großstädter, die das Projekt „Beziehung“ angehen („Shoppen“) oder bereits leben („Der letzte schöne Herbsttag“), hat der Münchner Regisseur Ralf Westhoff bereits zwei wunderbare Momentaufnahmen seiner eigenen Altersgenossen zwischen 30 und 40 ins Kino gebracht. Nun widmet er sich dem Generationen-Clash. In der gleichzeitig nachdenklichen und rundum unterhaltsamen Komödie „Wir sind die Neuen“ gelingt dies besonders beim Blick auf die Älteren. Das aus Gisela Schneeberger, Heiner Lauterbach und Michael Wittenborn bestehende Ensemble ist ein echter Besetzungs-Coup. Man merkt, wie die Schauspieler, die diesem Projekt „aufgrund des Buches, nicht haufenweise Geld“ (Westhoff) zustimmten, ihre gesamte Lebenserfahrung in diese Rollen bringen. Dabei schwankt man besonders als zusehende „Zwischengeneration“ zwischen Respekt, Rührung und einem unbestimmten Gefühl von Dankbarkeit. Das Alter ist nun mal die Zukunft, und wenn sie bereits eingetreten ist, zählt der Moment. Emotional eher außen vor bleiben überraschenderweise die Jungen. Die Studenten hat Ralf Westhoff starrer gezeichnet, sie haben immer Druck und sind dem Karrieredenken verpflichtet. So birgt das Aufeinandertreffen der Lebensmodelle so manche Melancholie und so manchen Slapstick. Die besten Momente hat der Film, wenn sich anhand der Traditions-WG die Frage stellt, was der Begriff „alt“ überhaupt bedeutet.  

Christina Raftery

 

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Kino am Olympiasee Jetzt im Olympiapark

Auch im sechsten Jahr seines Bestehens wartet Kino am Olympiasee mit einer Menge Neuerungen auf: Auf der festinstallierten tageslichtfähigen Leinwand werden täglich bereits ab 19 Uhr Kurzfilme gezeigt, bevor sich um 21.15 Uhr die Riesenleinwand auch für Filme in 3 D hebt. Zur Fußball-WM findet auf dieser Screen auch das Premium Public Viewing statt. Die neue Film-Bar direkt vor der Leinwand bietet ein umfangreiches Bier-, Wein- und Cocktailangebot, zwei Biergärten locken mit Bio-Food vom Grill, thailändische Curries und Biergartenspezialitäten. Nach wie vor der Renner sind die „Love-Seats“, superbequemen Doppel-Liegestühle, auf denen die Film-Highlights ganz kuschelig genossen werden können.   Alle  Infos unter: www.kinoamolympiasee.de

Die Zeltdach-Tour Im Olympiapark

Eine unvergleichliche Attraktion: Rauf auf das Dach des Olympiastadions in München. Alles was man brauchtn, ist ein wenig Mut, denn Seil und Karabiner bekommt man gestellt. In einer kleinen Gruppe steigt man auf zu schwindelerregenden Höhen. 120 aufregende Minuten ist man unterwegs und die Tourguides erklären die Architektur und Konstruktion des weltberühmten Olympiastadions aus nächster Nähe. Man genießt  den Blick von oben auf die Stadtkulisse Münchens mit ihrem Wahrzeichen, den Türmen der Frauenkirche. Und man bestaunt – vor allem bei gutem Wetter – die endlosen bayerischen Voralpen bis hin zu Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze! Alle Informationen - auch für die weiteren Touren - auf: www.olympiapark.de

 

 

 

 

Carmela de Feo 29.8. und 30.8. Lach & Schieß

Sie wirkt männermordend. Absolut unwiderstehlich. Allerdings muss diese Dame tatsächlich erst einmal in die Tasten ihrer Quetschkommode greifen, um wirklich alle Jungs von sich zu überzeugen. Auf den ersten Blick erschließt sich ihr eher kratziger Ruhrpott-Charme nicht. Was ihr an ranschmeißerischem Liebreiz mangelt, kompensiert die selbsternannte Diva mit dem „Feuer unterm Faltenrock“ durch reichlich Lebenserfahrung. Auch das ist es bekanntlich, womit man die Männer fängt. Und so muss man ihr einfach glauben, wenn sie staubtrocken Gelassenheit einfordert: „Träume nicht Dein Leben“, lautet ihre Devise, „sondern nimm Deine Tabletten.“

AKTUELLES HEFT
Do 28. August -
Mi 10. September 2014
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