Freitag, 28. November 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Back To Base: Bretter des Ungewöhnlichen

Heute im GOP Varieté... mehr
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Hier kommt das Feinste aus der Berliner Talentschmiede BASE. Frech, unkonventionell und artistisch verdammt gut. Nach den großen Publikumserfolgen „Made in Germany“ und „Base – die Show“, betritt nun mit „Back to Base“ die dritte Generation die Bretter des gewöhnlich Ungewöhnlichen! Durch die Show führt der „ernste“ Comedy Zauberer Hieronymus, der mit der Anmut einer Brechstange die sonst so galanten Gepflogenheiten seines Metiers selbstironisch ins Gegenteil kehrt und das Publikum mit erstaunlichen Illusionen verblüfft.

 

The Coathangers: Post-Riot-Grrrls

Heute in der Milla... mehr
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Ultra sympathischer Female-Post-Punk-Vierer aus Atlanta.

 

Martin Großmann: Trüffelschweine

Heute im Schlachthof... mehr
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Zu sich selber finden ist ja gut und recht, aber so was muss ja auch finanziert werden. Man muss eben einen Riecher dafür haben, wo die nächsten Jahre das Geld verdient wird. So funktioniert das heute. Das fünfte Kabarettprogramm von Martin Großmann ist nichts für Dumpfbacken, sondern für Kabarettfans mit Profil; sozusagen für Lachverständige und Anlegerprofis des guten Humors.

 

Der Koch: Liebesdinner

Jetzt im Kino... mehr
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Als Asylbewerber aus Sri Lanka arbeitet Marawan (Hamza Jeetooa) als Aushilfe in einem Züricher Edelrestaurant. Ist aber eigentlich ein Meister der erotischen Küche. Kellnerin Andrea (Jessica Schwarz) lernt seine Künste kennen. Gemeinsam gründen sie die Firma „Love Food“, und verhelfen frustierten Ehepaaren zu neuem Liebesglück. Ralf Huettner inszenierte die Adaption eines Bestsellers von Martin Suter. Asylantendrama, Kochkunst, Politik, erst Augenschmaus, dann Thriller, schließlich Happy-End.

 

Kill The Boss II: Große Chaoten

Jetzt im Kino... mehr
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Die drei Freunde Nick (Jason Bateman), Dale (Charlie Day) und Kurt (Jason Sudeikis) haben es satt, sich im Beruf von ihren Bossen schikanieren  zu lassen. Sie beschließen, eine eigene Firma aufzumachen. Aber ein übler Investor (Christoph Waltz) macht ihre Pläne zunichte. In ihrer Verzweiflung verfallen die drei auf eine Schnapsidee: Sie werden den erwachsenen Sohn (Chris Pine) des Investors entführen... DieFortsetzung der Komödie, bei der auch der schreckliche Dave (Ke­vin Spacey), die heiße Zahnärztin Julia (Jennifer Aniston) und der superschlaue Experte Dean „Motherfucker“ Jones (Jamie Foxx) wieder mitmischen.

 

Ahzumjot: »Nix mehr egal«

Heute im Backstage Club... mehr
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Schwer angesagter Rap-Junge aus Hamburg.

 

Michael Schulte & Band: Youtube-Sternchen

Heute im Strom... mehr
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Der deutscher Liedermacher aus der Nähe von Flensburg schaffte es via »Coverversionen auf youtube« ins Rampenlicht.

 

We Will Rock You: Queen Reloaded

Heute im Deutschen Theater... mehr
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Über 15 Millionen Zuschauer weltweit machen dieses Musical zu einem der erfolgreichsten aller Zeiten. Kein Zweifel, dass die Queen der Musicals mit ihrem fulminanten Rock-Sound und den unsterblichen Songs von Queen das Publikum auch in München bis zum letzten Zuschauer elektrisier. Denn "We Will Rock You" ist mächtiger als ein Konzert, mitreißender als ein Musical und spannender als Theater.

 
Tagestipp Freitag 28.11.2014
Ben Howard Am 28.11. im Zenith

Ganz steil nach oben! Der hier gilt als der britische Shootingstar der Songwriter-Szene: Ben Howard hat es in nur zwei Jahren an die Spitze geschafft und neben der Gunst des stetig wachsenden Publikums regnete es Brit-Awards und Platin-Auszeichnung für sein Debütalbum „Every Kingdom“. Die Clubs wurden schnell zu klein, die Hallen größer, und auch das Ausland wollte den ziemlich gefühlvollen Sänger mit seinem Trio sehen. Nach seinen innerhalb von wenigen Stunden ausverkauften exklusiven Shows in London, Amsterdam, Berlin und Paris, schaut  er mit seinem zweiten Longplayer, „I Forget Where We Were“ nun endlich hierzulande vorbei.

 

Red Bull Flying Illusions 28.11. & 29.11. Olympiahalle

Hier kommt die neue Show der vierfachen Breakdance-Weltmeister Flying Steps. Mit atemberaubenden Breakdance-Darbietungen und beeindruckenden Illusionen kämpfen die Tänzer mit Powermoves, Popping, Locking und HipHop gegen die Gesetze der Schwer- und Vorstellungskraft. Scheinbar unmögliche Bewegungen treffen auf fantastische Inszenierungen und die Grenzen tänzerischen Könnens werden auf magische Weise gesprengt. Die elf Tanz-Akrobaten gehören zu den Besten der Welt, jeder einzelne ist ein Ausnahmetalent auf seinem Gebiet. Der opulente Soundtrack stammt von den Berliner Komponisten und Produzenten Ketan und Vivan Bhatti, mächtige, elektronisch erzeugte HipHop-Beats vermengen sich mit den Aufnahmen eines 34-köpfigen Symphonieorchesters. Nach dem Welterfolg und Publikums-Hit „Red Bull Flying Bach“ erwartet die Zuschauer wieder ein faszinierendes Erlebnis aus Urban Dance, Illusion, Musik und dreidimensionalen Projektionen.

The Zero Theorem Jetzt im Kino

Welträtsel lösen. Könnte man mit dem „Zero Theorem”. Computergenie Qohen Leth (Superbesetzung: Christoph Waltz) arbeitet unermüdlich daran. Im Auftrag des Computerkonzerns Mancom und dessen mysteriösem Chef (Matt Damon). Und hofft auf einen Anruf, der ihm den Sinn des Lebens erklären würde. Gelegentlich kommt das verführerische Callgirl Bainsley vorbei, der rebellische Hackersohn des Konzernchefs stört ihn bei der Arbeit. Und wenn Qohen nicht mehr weiter weiß, wendet er sich hilfesuchend an Psychotherapeutin Dr. Shrink-Rom (Tilda Swinton). Von Terry Gilliam stammen „12 Monkeys“ oder „Brazil“, jetzt hat der 73-jährige noch einmal eine Zukunftsgroteske verfilmt. Eine Wundertüte voller skurriler, rabenschwarzer Einfälle, ohne gewichtigen Plot, dafür mit abgedrehten Figuren und tollen Dekors. Mit allerlei Fantasy-, Hightech-, Metaphysik-Einsprengseln – zum vergnüglichen Knobeln und Deuteln in einem schrill-skurrilen Kintopp-Stück.

 

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Das Verschwinden der Eleanor Rigby Jetzt im Kino

Ein meisterlicher Film eines Regiedebütanten, der den Herzschlag von Liebesglück und Liebesschmerz in jedem Moment ergreifend spürbar macht wie ein Nouvelle-Vague-Tagebuchfilm. Er erzählt von Trennung, Trauer und Einsamkeit und beginnt mit Bildern eines überschwänglichen Glücks. Ein Rückblick. Wunderbar grenzenlos schien damals die Welt: Eleanor (Jessica Chastain) und Conor (James McAvoy) lieben sich. Ihre Welt erstrahlt. Taumel der ersten großen Liebe, die alle Ewigkeit für sich in Anspruch nehmen will.

 

Sieben Jahre später. Eleanor springt von der Selbstmörderbrücke, landet im Krankenhaus und in der Pflege ihrer Eltern. Der Schicksalsschlag, der Eleanor und Conor getroffen hat - der plötzliche Tod ihres kleinen Sohnes - wird nur in Andeutungen offenbart. Die Erzählung konzentriert sich auf den Versuch der beiden, mit dem Trauma fertig zu werden. Conor, Geschäftsführer einer kleinen Bar, verschließt seine Gefühle. Eleanor, die von ihren Eltern auf den Beatles-Song mit dem „All the lonely people”-Refrain getauft wurde, will verschwinden, allein sein. Sie schneidet sich die Haare kurz, beginnt ein Studium, meidet den Kontakt zu Conor, der ihr nachschleicht wie ein gespenstischer Schatten aus dem früheren Leben.

 

 Autor/Regisseur Ned Benson, Absolvent der New Yorker Columbia-University, ist ein actors-director, der allen seinen Darstellern Spielraum und Entfaltung schenkt. Aber Jessica Chastain ragt als faszinierende Erscheinung aus dem Ensemble hervor: grüne Augen, rote Haare, Kinngrübchen, zerbrechlich, wie durchscheinend im Schmerz, feenhaft in den Glücksmomenten. Ihr Part ist so facettenreich, wie ihn sich eine Schauspielerin nur wünschen kann. Er fordert das ganze Ausdruckspektrum heraus und so zeigt sie sich fröhlich, sexy, verzweifelt, verloren, zornig … immer in hautnaher Präsenz. Sie erheischt keine Sympathie für ihre Eleanor, aber man kann die Augen nicht von ihr abwenden, wenn sie das Labyrinth der Einsamkeit durchirrt.

 

Zwiespältig, von unausgesprochenen Gefühlen blockiert, zeigt sich Eleanors Verhältnis zu ihren Eltern (William Hurt, Isabelle Huppert). Conor findet bei seinem Vater (Ciarán Hinds) kumpelhaften Beistand und erhält den gut gemeinten, doch banalen Rat, nicht länger an Dingen der Vergangenheit zu hängen. Aber er sucht den Kontakt zu Eleanor und es kommt zu herzzerreißend traurigen Begegnungen, in denen alte Vertrautheit und alte Leidenschaft aufblitzen. Nur für kurze Momente, die man aber liebend gern als Hoffnungszeichen deuten möchte.

 

Eleanors Professorin (Viola Davis) betreibt „Studien zu Fragen der Identität“ und erklärt einmal, dass es wohl in der Natur der Menschen liege, allein zu sein. Ist nicht jeder ganz verschlossen in seiner Welt? Ursprünglich hat Ned Benson die Geschichte von Conor und Eleanor in einem beim Toronto-Filmfestival 2013 uraufgeführten double feature erzählt: zwei Spielfilme, die dasselbe Geschehen aus männlicher und weiblicher Sicht präsentieren. „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“ ist nun eine auf zwei Stunden gekürzte Montage beider Perspektiven. Eine Fragmentierung der Ursprungsidee oder ein geglückter Mix? Jedenfalls sind dem außergewöhnlichen Liebesdrama beim Zusammenschnitt weder Poesie, noch emotionale Wucht und darstellerische Brillanz abhanden gekommen.

Rainer Gansera

 

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The Beards Am 30.11. im Ampere

„Wir werden nicht ruhen, bis jeder in Europa, nein, im Universum, sich einen Bart wachsen lässt.“ Ihre Mission ist klar definiert, und diese Männer arbeiten mit voller Kraft daran, ihr Ziel zu erreichen. Die folkrockigen Australier spielten bereits bei der Eröffnungsshow zur World Beard & Moustache Championship, aber auch auf der Tour von Kiss und Mötley Crüe. Ihre weltweite Kampagne für den männlichen Gesichtsschmuck bringt auch Alben hervor: Zuletzt veröffentlichte die Comedyband im Mai „The Beard Album“. Jetzt macht sich das Quartett wieder auf die große Reise nach Europa, um die Bart-Religion zu propagieren.

 

Wir waren Könige Jetzt im Kino

Völlig außer Kontrolle. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei stürmt eine Wohnung. Dabei werden zwei Verbrecher erschossen, ein dritter flieht und ein Polizist wird schwer verletzt. Dann sterben auch noch zwei Kollegen bei einem Schusswechsel. Sieht ziemlich schlecht aus für die Gruppenleiter Kevin und Mendes (Roland Zehrfeld und Mišel Matičević). Das gegenseitige Misstrauen wächst. Hier kämpft jeder gegen jeden. Von Kameradschaft keine Spur. Philipp Leinemann führte Regie bei diesem düster-spannenden Großstadtkrimi, nix Tatort, knallharte Männerwelten, Selbstjustiz, Racheakte – kräftiges Genrekino, wie man’s hierzulande kaum kennt.

 

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11 Freunde Am 29.11. im Volkstheater

Kein Fußballnachmittag oder Länderspielabend wäre ein glücklicher ohne den genialen „11 Freunde“-Liveticker. Das regelmäßig - völlig zu Recht - über den grünen Rasen hinweg hochgejubelte beste Fußballmagazin der Republik weiß, wie man den Ballsport mit Humor nimmt. Seit 2000 bereichert das Magazin die Fans - darunter auch viele, die schon lange nicht mehr ins Stadion gehen - mit genialen Reportagen, respektlosen Interviews und online mit genialen Fundstücken rund um den Platz. Wo sonst könnte man den Überblick bewahren über die jeweils aktuellste Kindfrau von Lothar Matthäus, die bizarrsten Spielerlebensbegleiterinnen von Angela Hässler bis Claudia Effenberg und die neuesten Naseninnenwandfunde des Nationaltrainers. Unterwegs an trostlosen Regentagen zu weit entfernten Auswärtsspielen braucht man „11 Freunde“. Wie gut, dass sie sich auch selbst in den Zug setzen und zur Lesung in die Stadt kommen. Die sympathisch unernst gebliebenen Jens Kirschneck und Philipp Köster berichten, freundlich und immer auf Ballhöhe, von echter Leidenschaft.

Warum läuft Herr R. Amok? In den Kammerspielen

Alltag in der Hölle. Vom Ausbruch aus der geordneten Bürger-Spießigkeit, von der jähen Generalabrechnung mit dem immer brav Funktionieren, erzählte  Rainer Werner Fassbinder in seinem beklemmenden Filmklassiker. Darin lernt man einen Durchschnittsmann kennen, der immer nur versucht, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden und dadurch jäh in einen Abgrund von Leere stolpert. Am Schluss wird aus dem kleinen Menschen ein Monstrum, das zuerst seine Familie, dann sich selbst auslöscht. Die Regisseurin Susanne Kennedy hat den weiterhin stark irritierenden Stoff auf die Bühnenbretter gehievt.In den Hauptrollen:  Walter Hess, Christian Löber, Anna Maria Sturm und Çiğdem Teke.

Dirty Dancing Bis 15.12. Kleine Olympiahalle

Die erste große Liebe und unzählige durchtanzte Partynächte – „Dirty Dancing“ lässt die schönsten Jugend-Erinnerungen hochleben und versprüht Emotionen wie kaum ein anderer Tanzfilm. Auch die Bühnenversion elektrisiert das Publikum weltweit, nun kommt das Musical erstmals nach München. Neben weltberühmten Hits, wie „Time Of My Life“, „Hungry Eyes” und „Do You Love Me”, dürfen sich die Münchner auf viele weitere heiße Mambo- und Merengue-Rhythmen freuen. So sind Gänsehautfeeling und Herzklopfen bei Jung und Alt garantiert, wenn die schüchterne Frances “Baby” Houseman den charismatischen Tanzlehrer und Showtänzer Johnny Castle kennen und lieben lernt.

Einer nach dem anderen Jetzt im Kino

Das große Aufräumen. Der introvertierte Norweger Nils (Stellan Skarsgård) ist ein hochgeschätzter, penibel sorgfältiger  Schneepflugfahrer in einem schwedischem Dorf. Als sein Sohn von der Drogenmafia ermordet wird, beginnt er einen Vergeltungsfeldzug – und räumt die bösen Buben einen nach dem anderen aus dem Weg. Da er dabei sorgfältig darauf achtet, nicht erkannt zu werden, gehen zwei rivalisierende Banden, die sich gegenseitig der mysteriösen Morde verdächtigen, praktischerweise gleich selbst aufeinander los, der vom Balkan stammende Papa (Bruno Ganz) hofft, die Konkurrenz ausschalten zu können. Nils aber mischt weiter kräftig mit. Vor tief verschneiter Landschaft inszenierte Hans Petter Molands eine sarkastische, tiefschwarze, sehr komische Actionkomödie, die im Originla trefflich "Kraftidioten" heißt.  Die Coen-Brüder grüßen mit„Fargo“ und Quentin Tarantino auch. Schauderbar!

 

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Höhere Gewalt Jetzt im Kino

Hohe Berge, tiefer Fall. Eine schwedische Familie, Vater, Mutter, zwei Kinder machen Skiferien in den französischen Alpen. Tolles Wetter, super Pisten ... dann rast eine Lawine auf die Hütte zu, der Vater rettet sich allein, ohne sich um die Seinen zu kümmern. Die Katastrophe bleibt aus. Der Schock sitzt tief: Der Mann hat versagt, sein Rollenbild ist in Frage gestellt. Er kann keine Schwäche zugeben, seine Frau kann nicht vergessen, dass er sie im Stich gelassen hat. Die Familie droht in den verbleibenden Urlaustagen auseinanderzubrechen. Ruben Östlund inszenierte ein meisterhaftes Psychodrama. Eingeteilt in fünf Kapitel, nach den fünf Tagen von der Ankunft bis zur Abreise, erst im strahlend schönen Skigebiet, dann in dunklen Gängen. Nordisch. Intensiv. Von Schweden für den Auslandsoscar eingereicht und nominiert für den Europäischen Filmpreis.

 

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My Old Lady Jetzt im Kino

Verletzte Seelen. Der mittellose Mathias (Kevin Kline) fliegt von New York nach Paris, um dort ein von seinem Vater ererbtes, sagenhaftes Appartement zu verkaufen. Eine alte Dame, die darin wohnt, hat allerdings Wohnrecht auf Lebenszeit, und Anspruch auf eine monatliche Leibrente von 2.400 EUR. Diese Mathilde (Maggie Smith), stellt sich heraus, war die Geliebte seines ungeliebten Vaters. Als Mathias dann Mathildes Tochter Chloé (Kristin Scott Thomas) kennenlernt, die ebenfalls emotionale Bürden zu tragen hat, brechen alte Wunden auf ... Eine Tragikomödie des berühmten Theaterautors Israel Horovitz, nach einem eigenen Stück für die Leinwand adaptiert. Tolle Besetzung, fetzige Dialoge, absehbares Ende.

 

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Peer Gynt Im Residenztheater

Auf klassisches Bildungsgut greift Regisseur David Bösch in seiner Inszenierung zurück. Er lässt in dem Henrik-Ibsen-Stück den Sinnsucher seine norwegische Heimat verlassen, nach Amerika (wieder mal) aufbrechen, wo er Großreeder wird. Doch den Rastlosen hält es nicht lange. In Afrika träumt er von Wüstensiedlungen, er versteigt sich in Propheten-Anwandlungen – und endet schließlich in einer Irrenanstalt in Kairo. Wieder einmal war ein Kern-Forscher unterwegs. Peer Gynt will wissen, warum die Zwiebel, die so viele Schalen hat, nur aus Häuten, aber eben aus keinem Inneren besteht. Das erinnert an Goethes „Faust“ und ist nicht minder aufregend. Gespielt wird der Titelheld von Shenja Lacher – an seiner Seite unter anderem Sibylle Canonica und Michele Cuciuffo.

Nightcrawler Jetzt im Kino

Sensationsgeil. Lou Bloom (Jake Gyllenhaal in einer brillanten Performance) führt ein prekäres Leben und hält sich mit kleinen Diebstählen über Wasser. Dann entdeckt er aber zufällig, dass man mit TV-Sensationsreportagen ziemlich gutes Geld verdienen kann – stürzt sich ins Geschäft mit den schmutzigen Bildern, entwickelt großen Ehrgeiz und findet in Nina (René Rosso), einer skrupellosen TV-Redakteurin, sein Pendant. Dan Gilroys packender Thriller  über die „Karriere“ eines schonungslosen Psychopathen, der, angetrieben von einem verzweifelten Drang nach Anerkennung und Erfolg, mit immer zwielichtigeren Methoden weiter in den Abgrund steigt und über Leichen geht.

 

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Die Mannschaft Jetzt im Kino

Sommermärchen 2. „Brasilien hat Neymar. Argentinien hat Messi. Portugal Ronaldo. Deutschland hat eine Mannschaft!“ twitterte Steven Gerrard, Ex-Kapitän der englischen Nationalmannschaft, nach Deutschlands fulminanten Halbfinalsieg gegen Brasilien. Diese offizielle Dokumentation der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014, zeigt die sportlichen Ereignisse auf dem Platz und blickt hinter die Kulissen, zeigt witzige, dramatische, einzigartige Momente in den Trainingslagern in Südtirol, im Campo Bahia und schließlich natürlich in der Kabine nach dem Sieg.

 

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Interstellar Jetzt im Kino

Klimakatastrophe. In nicht allzu ferner Zukunft geht’s rasant bergab. Die Welt ist nicht mehr zu ernähren. Familienvater Cooper, einst ein begnadeter NASA-Astronaut, heute Farmer, der vergeblich gegen Dürre und Sandstürme kämpft, muss noch einmal ran. Zusammen mit den besten Wissenschaftlern wird er auf Weltraum-Mission geschickt, um in letzter Minute einen anderen bewohnbaren Planeten zu suchen. Der waghalsige Flug durch Wurmlöcher verkürzt dabei die enormen Distanzen... Ein groß dimensionierte Science-Fiction-Drama von Christopher Nolan. Matthew McConaughey und Anne Hathaway spielen die Hauptrollen.

 

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Plötzlich Gigolo Jetzt im Kino

Rent-a-Man. Buchhändler Murray (Woody Allen) muss seinen Laden mangels Kundschaft aufgeben. Und hat, inspiriert durch ein Gespräch mit seiner erotisch unterversorgten Hautärztin (Sharon Stone), bald eine neue Geschäftsidee: Er vermittelt seinen Freund, den Blumenhändler Fioravante (John Turturro) als „Mann für gewisse Stunden” an zahlungskräftige Damen. Das geht zur Zufriedenheit aller Beteiligten lange gut. Bis Zuhälter Murray seinem Gigolo eines Tages die verwitwete Frau eines Rabbis, die chassidische Jüdin Avigal (Vanessa Paradis) zuführt, in die sich der charmante Escort unsterblich verliebt. Streifenpolizist Dovi (Liev Schreiber) allerdings hegt schon länger ernste Absichten ... John Turturro höchstpersönlich inszenierte diese bittersüße New-York-Komödie.

 

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Im Labyrinth des Schweigens Jetzt im Kino

Deutschland 1958 - Wiederaufbau, Wirtschaftswunder. Die Zeit von Petticoat und Rock’n Roll, zwischen Nierentisch und Tütenlampen. Vergangenheitsblind schnallen alle ihre Gürtel wieder weiter. Die deutsche Justiz ist mit braunen Seilschaften durchsetzt. Nicht wenige Richter und Staatsanwälte sind selbst verstrickt. Doch in Frankfurt am Main zwingt ein Mann eine Gesellschaft zum Hinsehen, die nicht willens ist, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Als Generalstaatsanwalt in Hessen sorgt Fritz Bauer dafür, dass 1963 in der jungen Bundesrepublik die Auschwitz-Prozesse geführt werden. Danach konnte keiner mehr stur behaupten, nichts gewusst zu haben.

 

„Da draußen läuft ein Mörder frei herum, Mitglied der Waffen-SS, interessiert es Sie?“ Vergeblich versucht Journalist Thomas Gnielka (André Szymanski) bei der Frankfurter Justiz Anzeige zu erstatten. Dass ein SS-Mann, der Wärter des Konzentrationslagers in Auschwitz war, seit Kriegsende unbehelligt als Lehrer arbeitet, stört niemanden. Seine Anzeige landet im Papierkorb. Einzig der junge Staatsanwalt Johann Radmann (Alexander Fehling), der normalerweise kleine Verkehrsdelikte bearbeitet, wird hellhörig. Doch auch er stößt schnell an seine Grenzen. Denn in den Augen seines direkten Vorgesetzten Oberstaatsanwalt Walter Friedberg (Robert Hunger-Bühler) gibt es weder Täter noch Opfer. Selbst sein Kollege Otto Haller (Johann von Bülow) wiegelt ab: „Ist alles Propaganda, die Sieger dürfen rumlaufen und Geschichten erzählen“. Nur Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss) unterstützt den Neuling. Denn er möchte diese Verbrechen seit langem öffentlich machen. Für eine Anklage fehlen ihm jedoch bislang konkrete Beweise. Voller Eifer stürzt Radmann sich in die Arbeit. Im Archiv des U.S. Army Document Center forscht er weiter. „Zehn Millionen Nazis, unglaublich was, und diese Idioten haben alles aufgeschrieben“, führt ihn Major Parker (Tim Williams) entlang der Gänge mit den bis zur Decke gestapelten Akten. „Wenn du glaubst, du kriegst auch nur einen vor Gericht, dann kannst du auch glauben an den Weihnachtsmann“, sagt er dem etwas naiven Grünschnabel. „Mich interessiert nur, wer in Auschwitz gedient hat“, erwidert Radmann forsch. „Wo ist deine Lastwagen“, fragt ihn Parker sarkastisch.Immer tiefer gerät der junge Jurist in ein Labyrinth aus Verdrängung, Lügen und Verklärung.

Mit seinem reifen Spielfilmdebüt setzt Regisseur Giulio Ricciarelli dem aufrechten Demokraten Fritz Bauer ein würdiges filmisches Denkmal und kämpft erneut gegen das Vergessen an. Gleichzeitig gelingt ihm ein identifikationsstarkes, emotional spannungsgeladenes, absolut authentisches Polit-Drama, das in keiner Sekunde zur moralisch öden Lehrstunde verkommt. Authentisch bis ins Detail fängt er das engstirnige, dumpfe Klima der Adenauer-Ära ein und macht es von der ersten Minute an erlebbar. Dabei setzt seine kluge Verdichtung nicht auf sensationsheischende Effekte. Zudem kann er auf eine starke Besetzung zurückgreifen, die bis in die Nebenrollen hinein einfach brillant spielt. Ex-„Goethe!“ Alexander Fehling überzeugt mehr denn je als idealistischer, anfangs selbstgerechter, junger Staatsanwalt in den muffigen Amtsstuben zwischen Gummibaum und Aktenbergen. Eine großartige Leistung des 33-jährigen Berliners mit dem markant geschnittenen Gesicht, der an der renommierten Schauspielschule Ernst Busch studierte. Last but not least beweist die im Sommer verstorbene Theater-Ikone Gert Voss als Fritz Bauer ein letztes Mal grandios, warum die „Times“ ihn einst zum „besten Schauspieler Europas“ kürte.

 

Luitgard Koch

 

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Woyzeck Im Münchner Volkstheater

Immer nur Erbsen essen. Dann auch noch herumgeschubst und erniedrigt werden. Der junge Franz Woyzeck, der eigentlich aufrichtig, geradlinig und ehrlich durchs Leben gehen wollte, hält sich und seine Freundin Marie mit diversen Jobs über Wasser. Am prekären Rand der Gesellschaft ist er dem ständigen Druck und Wohlwollen von Vorgesetzten und Bessergestellten ausgesetzt. Und dann bewahrheitet sich auch noch der schlimmste Albtraum: Das Testosteronmonster Tambourmajor hat doch tatsächlich Marie verführt. Kein Wunder, dass Woyzeck die Hutschnur platzt. Abdullah Kenan Karaca hat Georg Büchners schauerliches Kleiner-Mann-Drama neu aktualisiert. Schlimm bleibt alles. In den Hauptrollen: Sohel Altan G., Magdalena Wiedenhofer, Silas Breiding und Pascal Fligg.

 

Winterkartoffelknödel Jetzt im Kino

Des tuat’s scho. Dorfpolizist Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel) hat den richtigen Riecher. Der makabre Unfall mit dem Neuhofer, der von einem Bau-Container einfach dabatzt wird, ist ein Mord. Privatdetektiv Rudi (Simon Schwarz) unterstützt den Franz bei den Recherchen. Freundin Susi (Lisa Maria Potthoff) keineswegs. Denn der Franz hat sich in die halbseidene Mercedes (Jeanette Hein) verschaut ... In dieser bayerischen Krimikomödie, Ed Herzogs zweiter Adaption eines Rita Falk-Krimis nach „Dampfnudelblues“, verschlägt es die beiden bis nach Teneriffa. Zuvor aber wird (bei der Mama) gut gegessen und (in der Wirtschaft) fleißig getrunken, an Sex hätt‘ Mann schon auch gern ... eine wuide Achterbahnfahrt ist das, ein hie und da arg kracherter Gspaß halt, was schad ist, weil sie, bis in die Nebenrollen, alle versammelt sind, die tollen bayerischen Schauspieler, die großes Bayerisches Welttheater können.

 

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Die Neger In den Kammerspielen

So langsam wird jede letzte Inszenierung des scheidenden Kammerspiele-Intendanten Johan Simons gewollt oder nicht zu einer Art Hinterlassenschaft. Mit Jean Genets Stück hat er mal wieder starken Tobak in die Pfeife gestopft. Beklemmend dürfte es in jedem Fall werden. In dem einstigen Skandalstück stellt bekanntlich eine Gruppe Schwarzer einen Lustmord an einer weißen Frau nach – worauf eine groteske Strafexpedition folgt. Geschrieben wurde das unter dem Eindruck der blutigen letzten Kolonialwirren und befeuert von Genets flammende Sympathie für die Befreiungsbewegung der PLO und der Black Panthers. Jeder Außenseiter, der unterdrückt und diskriminiert wird, war und ist hier ein „Neger“. Nur so liest sich auch das Vorwort, in der Genet die provokante Frage aufwarf: „Was ist eigentlich ein Schwarzer? Und vor allem welche Farbe hat er?“.

Hoppla, wir leben! Im Cuvilliéstheater

Die ganz wilden Tage hat München bekanntlich schon hinter sich. Umso mehr lohnt es sich, in die bewegte Räte-Zeit zurückzublenden. Hier ist Ernst Tollers tragikomisches Gesellschaftspanorama der Weimarer Republik angesiedelt, mit dem sich Anne Lenk am Bayerischen Staatsschauspiel zurückmeldet. Erzählt wird vom „Gefühlsrevolutionär, Träumer und Phantasten“ Karl Thomas, der nach einer niedergeschlagenen Revolution verhaftet und in die Psychiatrie geworfen wird. Dort bekommt er den steilen Karriereweg seines einstigen Genossen Wilhelm Kilman nicht mit. Der wird Minister und Realpolitiker. In seinem Vorzimmer gehen die Bonzen ein und aus. Doch dann wird Thomas doch entlassen – und schlägt sich als eisig dauerlächelnder Kellner durch. Eines Tages wird ausgerechnet vor seinen Augen Minister Kilman Opfer eines Mordanschlags. In den Hauptrollen: Franz Pätzold, Oliver Nägele und Valerie Pachner.

Das schweigende Mädchen In den Kammerspielen

Elfriede Jelineks neues Stück setzt den Gerichtssaal als Ort der Handlung. Der laufende NSU-Prozess ist hier zugleich das jüngste Gericht, und die Geschichte der Zwickauer Zelle wird zur Antithese der biblischen Heilsgeschichte: Im gewohnten Gestus eines fließenden, unendlichen Sprechens seziert Jelinek die einzelnen Facetten der Schuldfrage. Zwischen Prozessprotokollen, Medienberichten und literarischen Referenzen wagt sie einen tiefen Blick ins Unbewusste der deutschen Seele. Kammerspiele-Intendant Johan Simons inszenierte das brisante, aktuelle Drama.

Stephan Zinner: Wilde Zeiten Am 1.12. in der Lach & Schiess

Seitdem Stephan Zinner Vater ist, mutieren an sich harmlose Erlebnisse übrigens auch bei ihm immer öfter zur grausigen Groteske. So berichtet er etwa vom Familienausflug am Flaucher, wo man bald vertrieben wird. „Hier is fei für Nackt“, brüllt es laut. Und dann kratzen sich die Nudisten an wirklich gar nicht schönen Stellen. "Die Menschen streben, wenn man den Umfragen glauben darf, nach Ruhe, Ausgeglichenheit, Entspanntheit, einer perfekten Work-Life-Balance etc. etc. führen sich aber auf wie wildgewordene Vollpfosten", das weiß der Zinner. Er beschreibt das Erlebte, singt über die Unwägbarkeiten des Lebens, lügt nur sehr, sehr wenig und gibt am Ende noch einen kleinen Tipp wie man vielleicht durchkommt, durch diese „Wilde Zeiten“. Und natürlich wird er auch diesmal seinen Körper zu lockeren Beats bewegen. P.S.: Das Programm wird in bayerischem Dialekt ausgeführt.

Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Im Residenztheater

Auf geht’s wieder. Und das nicht nur auf der Wiesn. Auch die Theater kehren aus der Sommerpause zurück, die für viele kaum Ruhe und schon gar keinen Sommer mit sich gebracht hatte. Besonders gespannt sein darf man auf den Aufschlag, den Martin Kušej wagt. Zuletzt hatte der Resi-Intendant das Bürgertum mit einer sehr eigenwilligen, drastischen „Faust“-Neuinterpretation gefordert, nun legt er eine Schippe nach. Der Klassiker von Edward Albee – berüchtigt geworden durch die Film-Version mit der unglaublich ordinär auftrumpfenden Liz Taylor und ihrem damaligen Gatten Richard Burton – hat auch heute noch das Zeug zum Aufregerstück. Erzählt wird von einer Afterparty, zu der Martha – ohne Wissen ihres Ehemanns George – den Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey nach einem offiziellen Fest in ihrer Villa eingeladen hat. Schon bald fliegen die Fetzen. Martha steuert die perfiden Gesellschaftsspiele radikal gegen die Wand. Sie liebt es, mit den Gefühlen der Anderen Schindluder zu treiben. Und Eskalation ist nur eine der ersten Stufen vor dem großen Zerstörungsdrama.

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Do 20. November -
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