Dienstag, 2. September 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Wolfskinder: Ums Überleben

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1946. Als ihre Mutter stirbt, müssen sich zwei deutsche Jungs aus einem ostpreußischen Dorf nach Litauen durchschlagen, wo sie vielleicht bei wohlwollenden Bauern unterkommen. Die beiden Brüder schließen sich anderen herumirrenden Kindern an, werden von marodierenden sowjetischen Soldaten beschossen, verlieren einander... Rick Ostermanns Langfilmdebüt erzählt in eindrücklichen, dialogarmen Szenen vom Überlebenskampf der Kinder und beruht auf historischen Fakten.

 

Max Merseny & Band: Funk'n'Jazz

Heute in der Unterfahrt... mehr
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Funky Jazztunes mit dem ebenso jungen wie talentierten Saxophonisten. Feat. Thorsten Goods u.a.

 

Plutos: Schurken und Halsabschneider

Heute Innenhof der Glyptothek... mehr
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Chremylos hat es satt, dass immer nur die Schurken und Halsabschneider zu Geld Kommen. Dann führt ihn der Orakelspruch zum blinden, alten und geschundenen Gott des Reichtums “Plutos”. Da kommt ihm die Idee und er wittert, ganz uneigennützig seine Chance: Den blinden Gott will er wieder sehend machen. Dann, so glaubt er, werde fortan nur der Ehrliche und Gerechte mit Reichtum noch gesegnet... Eine Komödie von Aristophanes unter der Regies von Gunnar Petersen. Für Mitglieder von EU-Finanzausschüssen ist die Vorstellung kostenlos.

 

Grand Budapest Hotel: Wunderbare Scharade

Heute Kino am Olympiasee... mehr
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Eine wunderbar skurrile Komödie in einem Budapester Hotel und die wilden Zeiten in den 1930er Jahren. Regisseur Wes Anderson inszenierte seinen amüsnaten Reigen mit den Stars Ralph Fiennes, F. Murray Abraham, Bill Murray und Tilda Swinton.

 

Doktorspiele: Schniepeltrauma

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Andi leidet, immer noch, weil Sandkastenfreundin Lilli sich einst beim Doktorspielen über seinen arg kleinen Pimmel gewundert hat. Die taucht nach zehn Jahren wieder auf, ist hübscher denn je. Der aber hat nur Augen für die von allen begehrte Katja, die ausgerechnet ihn eines Abends zu sich einlädt. Der romantische Andi (Merlin Rose) konkurriert ansonsten mit dem Sex-besessenen (aber nicht zum Ziel kommenden) Harry (Max von der Groeben). Marco Petrys Teen-Sex-Comedy versammelt jede Menge Klischees über die Gefühls-Verwirrungen und schwer zu beherrschenden Körperfunktionen junger Menschen - sexistische Sprüche zum Nacherzählen gehören dabei zum Kalkül.

 

The Expendables III: Unsere Leichen leben noch

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Barney und seine Söldner dachten, Conrad Stonebanks wäre längst erledigt. Der, einst Mitbegründer der Expendables, will jetzt der Truppe den Garaus machen. Also versammelt Barney junge Recken, um dem Waffenschieber das Handwerk zu legen. Patrick Hughes führt Regie beim All-Star-Action-Gipfel-Treffen mit Stallone, Gibson, Ford, Snipes, Cage, Jovovich, Rourke, Chan ...

 

The Burning Hell: Folk-Experimente

Heute im Milla... mehr
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Experimentierfreudiger Folk aus Ontario, Kanada, der in Insiderkreisen hoch geschätzt wird. Guest: Impala Ray

 

Like Torches: Punkiger Gitarrenpop

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Agiles Gitarren-Quartett mit treibenden Alternative-Power-Rock-Hymnen.

 
Tagestipp Dienstag 02.09.2014
Bewegtes Leben Am 4.9. und 5.9. Muffathalle

Ein Spektakel der ziemlich furiosen Art dürfte dieses dokumentarische Theaterstück werden, was vor allem an den originellen Protagonisten liegt: Monica Gomis und Mirco Taliercio haben für ein Abendessen vier Personen auf die Bühne geholt, die sich bislang nicht kennen und noch weniger übereinander wissen. Da wäre zum einen mit Ronald Miehling Deutschlands berühmtester Ex-Drogendealer, den die Boulevardpresse lange den „deutschen Pablo Escobar“ nannte. Er darf mitspielen, weil er Hafturlaub beantragt hat. Bertl Kreca gilt als besessener Schumacher. Der Exil-Kubaner floh einst in die USA, fühlte sich dort aber schnell fremd. Glück ist kein Ort, merkte er schnell. Außerdem wirkt Erika Stucky mit, die amerikanisch-schweizerische Jazz-Performerin, die einer ihrer Platten den vielsagenden Titel „Suicidal Yodel“ gab. Last but not least agiert Armando A. Leyva ein weiterer Exil-Kubaner mit. „Erst wollte ich nur weg, jetzt darf ich nicht mehr nach Hause“, sagt er.

Rainbirds Am 4.9. im Strom

Wäre der Sängerin und Frontfrau Katharina Franck im Jahr 1988 prophezeit worden, dass sie ihren Hit „Blueprint“ ein Vierteljahrhundert später in einem völlig neuen Gewand ein zweites Mal aufnehmen würde, hätte sie wohl nur den Kopf geschüttelt. Die Geschichte der Rainbirds ist tausendfach erzählt worden, Katharina Franck wandelt seit anderthalb Jahrzehnten erfolgreich auf Solopfaden, den Blick konsequent nach vorn gerichtet. Mit dem „Club der Toten Dichter“ oder ihren „Gesprochenen Popsongs“, um nur zwei ihrer späteren Projekte zu nennen, fand sie unentwegt neue Herausforderungen. Nun will sie es unter altem Bandnamen nochmal wissen und hat dazu auch ein neues Album namens „Yonder“ aufgenommen. Man darf gespannt sein.

 

Highasakite Am 3.9. im Ampere

Grundsätzlich machen diese Norweger ganz einfach Popmusik. Allerdings vermeiden es die Musiker dann doch, ausgetretene Pfade zu betreten, das wird schon in der außergewöhnlichen Instrumentierung klar. Hier treffen Synthesizer auf Bläsersätze und vertrackte Percussion-Grooves. Über allem schwebt der Gesang von Ingrid Helene Haviks, der mit sphärischen Klängen von einem anderen Planeten zu stammen scheint. Bevor noch das Debütalbum der Gruppe erschien, war die Band bereits zu Gast auf Festivals wie Roskilde oder dem SXSW in Texas. Das sorgte für Aufmerksamkeit und die Fans dürfen sich nun auf die Live-Präsentation der ersten LP „Silent Treatment“ freuen. Support: Farao

 

Philipp Weber Bis 6.9. in der Lach & Schieß

Durst nach Leben! Der Mensch hat vier essentielle Grundbedürfnisse: Atmen, Trinken, Essen und Sex! Ohne Sauerstoff  ist man nach drei bis fünf Minuten tot! Ohne Flüssigkeit nach drei bis fünf Tagen. Ohne Nahrung nach drei bis fünf Wochen. Und ohne Sex...? Hält man höchstens drei bis fünf Ehen aus. Doch da über Ernährung schon viel gesprochen wird, über Sex viel zu viel, und drei von fünf Gesprächen ohnehin nur aus Luft bestehen, wird es nun Zeit, ein Wort über den Durst zu verlieren. Denn der Mensch soll schließlich am Tag 1,5 Liter trinken. Die Frage ist nur: Was? Die Antwort weiß Philipp Weber. Er ist Deutschlands radikalster Verbraucherschützer und hat sich mit Leib und Leber dem Allgemeinwohl verschrieben. Der studierte Chemiker und Macher des Erfolgs- Programms „Futter – streng verdaulich“ widmet sich nun den flüssigen Gaumenfreuden. In „Durst  – Warten auf Merlot“ gräbt er gnadenlos Fakten aus, die der Öffentlichkeit von der Nahrungsmittelindustrie bisher vorenthalten wurden. Bierernste Fragen, erschütternd komisch.

The Burning Hell Am 2.9. im Milla

Dieses kanadische Folk-/Indierock-Kollektiv rund um den Songwriter Mathias Kom veröffentlichte kürzlich mit "People" das mittlerweile sechste Album. Zwar blieb das bisher von den hiesigen Medien größtenteils unbeachtet, aber versteckt hatten die sich eigentlich nicht. Im Gegenteil, ihnen eilt der Ruf einer ziemlich frenetischen Liveband voraus: seit 2007 touren sie in Bars und auf Festivals  quer durch Europa. Nun veröffentlichen sie erstmals auch auf einem europäischen Label. Und vielleicht ist dies ihr bisher stringentestes, einfach bestes Album.  Im Grunde genommen ist die Band das alter-ego von Mathias Kom aus dem reichlich abgeschiedenen  St. Johns in Neufundland. Der schreibt „the wittiest lyrics“ von Kanada, oder überhaupt, und ist mit einer angenehm tiefen Stimme gesegnet. Um Kom herum schart sich eine lose, handverlesene Gruppe von Musikern, die teilweise noch eigene und andere Bandprojekte verfolgen.  Support: Impala Ray

 

Die Hörner des Don Friolera Bis 7.9. im Amphitheater Englischer Garten

Verstörende Gerüchte: Pascual Astete ist ein Mann von Ehre, ein kleiner Soldat bei der Zollstation an der Küste zwar, aber ein Prinzipienreiter. Und so kann er es einfach nicht verwinden, dass üble Gerüchte ihren Lauf nehmen. Ausgerechnet das personifizierte Böse (in Gestalt seiner Nachbarin Dona Tadea) hat ihm geflüstert, worüber bald die gesamte Garnison in der Kleinstadt spricht: Angeblich soll sich seine treulose Frau mit dem unansehnlichen Friseur Pachequin vergnügen. Das will sie mit Nachtvogelaugen beobachtet haben. Ein Angriff auf Pascuals Mannesstolz, den der nicht auf sich sitzen lassen kann. Und auch der Stab tuschelt. Schon bald legt man dem Leutnant seinen Rücktritt nahe. Das Theater des Hölzernen Gelächters spilet das Stück von Ramón del Valle-Inclán und Federico Garcia Lorca, ein dämonisches Spiel mit Liebe, Machismo und Brutalität, das den Sommer vielleiht noch ein letztes Mal sehr heiß werden lässt.

Guardians Of The Galaxy Jetzt im Kino

Herrlicher Unfug! Weltraumabenteurer Peter Quill (Chris Patt) ist der einzige Humanoide, (der einst von Aliens entführt und aufgezogen wurde), seine Begleiter sind schräge Extra-Terrestrier: die grünhäutige Killerin Gamora (Zoe Saldana), der tumbe Kraftprotz Drax (Dave Bautista), der genmanipulierte und unverschämte Waschbär Rocket und das superstarke Baumwesen Groot. Ein galaktischer Diktator versucht, in den Besitz einer merkwürdigen Energie-Kugel zu gelangen, mit der sich das Universum beherrschen ließe, das unfreiwillige Super-Team weiß dies zu verhindern. Hier kommt das neueste Marvel Franchise, ein schräges, sogar berührendes Comicabenteuer von „Super“-Regisseur James Gunn. Voll gepflegtem, selbstironischem Nonsense (auf den Spuren Monty Pythons), plündert er munter in der Popkulturgeschichte, versieht den Soundtrack mit kuriosen Hits aus den 70ern und 80ern – und dürfte ein paar neue Starfiguren mit Kultcharakter in die Welt gesetzt haben.

 

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Diplomatie Jetzt im Kino

Duell. Am 23. August 1944 gab Hitler den Befehl, dass Paris dem Feind „nicht oder nur als Trümmerfeld“ überlassen werden dürfe. Stadtkommandant Dietrich von Choltitz, der längst über die Kapitulation verhandelte, ignorierte den Befehl und übergab die Stadt am 25. August nahezu unversehrt an die Alliierten. Ein in Paris höchst erfolgreiches Boulevard-Stück von Cyril Gély erzählt dagegen eine hochdramatische Kolportage-Fantasia. Da zwingt von Choltitz einen französischen Ingenieur, alle Seine-Brücken und alle berühmten Bauwerke vom Eiffelturm bis Notre-Dame zu verminen, um sie am nächsten Tag zu sprengen und nebenbei Tausende von Zivilisten zu ertränken. Um das zu verhindern, verschafft sich der schwedische Konsul Raoul Nordling durch eine Tapetentür Zutritt in Choltitz‘ Amtszimmer, und überredet ihn in einem stundenlangem Wortgefecht, von diesem Wahnsinn abzulassen. Volker Schlöndorff verfilmte  das bizarre Stücks, in dem ein deutscher Berufsoffizier von 50 Jahren aus Angst, seine Familie geriete in „Sippenhaft“, den Befehl nicht verweigern will, dann aber, als ihm der (falsch spielende) Konsul verspricht, seine Familie werde mit Hilfe der Résistance in die rettende Schweiz gebracht, die Vorbereitung zu den Sprengungen abbrechen lässt. André Dussollier und Niels Arestrup, die die Rollen schon im Stück verkörpert haben, spielen mit großer Verve und höchst nuanciert zwei frei erfundene Charaktere, die historische Namen tragen – das spannende Thema um den Gewissensnotstand eines Wehrmacht-Offiziers wird im Stil des Feel-Good-Boulevardtheaters abgehandelt: „Paris, wir lieben Dich“ samt schlichter Küchenpsychologie und peinlich ahnungslosen Klischees über militärisches Handeln ... Das ist, wie anders, dann „besonders wertvoll“.

 

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Can A Song Save Your Life? Jetzt im Kino

Selbstfindung. Die britische Songwriterin Gretta wechselt zusammen mit ihrem Freund und Partner Dave nach New York. Dave bekommt einen Super-Vertrag bei einem Major-Plattenlabel, verliert sich in Star-Allüren und an ein billiges Groupie. Gretta ist bitter enttäuscht. Kurz vor ihrer Rückkehr nach England verschlägt sie’s in einen Club im East Village, wo sie einen selbst geschriebenen Song zum Besten gibt. Dan, ein abgetakelter Indie-Label-Produzent, (den gerade seine Frau für einen Jüngeren verlassen hat), ist hellauf begeistert, bringt Gretta dazu, mit einer zusammengewürfelten Truppe guter Freunde eine Platte aufzunehmen ... Ein schwungvolles, auffallend klischeefreies Feel-Good-Movie des irischen Regisseurs John Carney („Once“). Der kennt sich, als früherer Bassist bei der Rockband „The Frames“, sehr gut aus im Musikgeschäft. Superstar Keira Knightley schlägt sich wacker an der Guitarre, Mark Ruffalo spendet Hilfe und Trost, das sommerliche New York spielt eine weitere Hauptrolle.

 

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Sächsische Staatskapelle Dresden & Daniil Trifonov Am 4.9. Philharmonie

Seit seinem Rückzug vom Chefsessel der Münchner Philharmoniker macht sich Christian Thielemann etwas rar in der Landeshauptstadt und seine Fans dürfen dem Maestro in Festivalstädte wie Salzburg oder Bayreuth nachreisen, wo er jüngst erst wieder für seinen „Fliegenden Holländer“ bejubelt wurde. Doch bevor die hiesigen Klangkörper demnächst wieder in ihre neue Saison starten, eröffnet Thielemann nun an seiner alten Wirkungsstätte im Gasteig mit seinem neuen Orchester den Konzertreigen im September. Gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden widmet er sich dabei zwei Komponisten, die von jeher zu den Säulen seines Repertoires bildeten: Anton Bruckner und Ludwig van Beethoven. Während von Ersterem die neunte Sinfonie in d-moll auf dem Programm steht, ist dessen Ahnherr Beethoven mit seinem Opus 15, Klavierkonzert Nr. 1 vertreten. Als Solisten für dieses Werk hat man mit dem Russen Daniil Trifonov (Foto) einen gefeierten Vertreter der jungen Pianistengeneration verpflichtet, der sich mit ersten Preisen beim Arthur-Rubinstein-Wettbewerb und beim Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb vor drei Jahren schlagartig ins Licht der Öffentlichkeit katapultiert hatte.

Bucheon Philharmonic Orchestra Am 2.9. Herkulessaal

Einige asiatische Gäste gilt es im kommenden Monat an der Isar zu begrüßen. Den Anfang macht das Bucheon Philharmonic Orchestra aus Südkorea, das im Rahmen seiner Jubiläumstournee auch in der Residenz Station macht. Und wie es sich bei so einer Gelegenheit gehört, schlägt auch das von Chefdirigent Hun-Joung Lim zusammengestellte Programm eine Brücke zwischen West und Fernost. So wird der Abend mit einer Uraufführung des Koreaners Sangjick Jun begonnen und steuert später mit der Vierten von Johannes Brahms auf die Zielgerade zu. Eingerahmt von diesen beiden Werken ist darüber hinaus Tschaikowskys berühmtes Violinkonzert zu hören, bei dem man die aus Mannheim gebürtige, aber ebenfalls über koreanische Wurzeln verfügende Clara-Jumi Kang hören wird, die sich nach Studien an der New Yorker Juillard School derzeit bei Christoph Poppen in München den letzten Schliff holt.

Madame Mallory und der Duft von Curry Jetzt im Kino

Gaumenfreuden. Familie Kadam sieht sich gezwungen, Indien zu verlassen. In einem winzigen Kaff in Südfrankreich versuchen sie einen Neuanfang. Papa Kadam (Om Puri) will ein indisches Restaurant eröffnen. Allerdings direkt gegenüber einem bekannten Ein-Sterne-Restaurant, was dessen Chefin Madame Mallory (Helen Mirren) überhaupt nicht gefällt. Es entwickelt sich eine handfeste Restaurantfehde zwischen dem lebhaften „Maison Mumbai“ und dem gediegenen „La Saule Pleureur“ – (ja, „Trauerweide“, so sieht es auch aus.) Hassan Kadam, der Junior allerdings, ist ein begnadeter Kochkünstler, der neben seiner Leidenschaft für die französische Küche eine zweite für Madame Mallorys Sous-Chefin Marguerite entwickelt ... Ein kulinarisches Wohlfühl-Märchen nach dem Weltbestseller von Richard C. Morais, verfilmt von Lasse Hallström, dem Regisseur von „Chocolat“.

 

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Sag nicht, wer du bist Jetzt im Kino

Fessle mich! Gegen alle Vernunft. Tom fährt raus aufs Land, zur Beerdigung seines Lovers. Die Mutter des Toten weiß nicht einmal, dass ihr Sohn schwul war. Francis, der ältere Bruder, macht Tom mit radikalen Mitteln klar, dass das auch so bleiben muss. Francis droht, fordert, demütigt ... signalisiert sein eigenes Begehren, das, absehbar, in Gewalt kippen wird ... Tom, irgendwie fasziniert, lässt sich auf den Wahnsinn ein. Der neue Genie-Streich von („Ich habe meine Mutter getötet“, Herzensbrecher“, „Laurence Anyways“) Regisseur Xavier Dolan. Der ist jetzt 25 und zieht alle Register seines fulminanten Könnens. In der Hauptrolle. Als Regisseur. Seitenwege. Auslassungen. Tolle Figuren und Nebenfiguren. Krasser Spannungsbogen. Es passiert gar nicht viel. Das aber ist atemberaubend. Nervenzerrüttend. Ein toller Psychothriller. Mit Hitchcock-Reminiszenzen. „Tom à la ferme“ – wer Französisch versteht: OmU, mit dem krassen Québécois, ist’s noch mal heftiger, zum Fürchten schön.

 

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When Animals Dream Jetzt im Kino

So finster die Nacht. Draußen, auf einer Insel vor der dänischen Nordsee-Küste. Der 16-jährigen Marie schlägt krasse Ablehnung entgegen. Die Dorfbewohner fürchten sich vor ihr und ihrer an den Rollstuhl gefesselten Mutter, die an einer mysteriösen degenerativen Krankheit leidet. Nun beginnt auch Marie, sich zu verändern. Ihr Vater versucht, den Selbstfindungs-Prozess mit starken Medikamenten aufzuhalten. Ein exquisiter Thriller um die sexuelle Reife eines bezaubernden Mädchens, ein gelassen erzähltes, sinnlich-berührendes Werwolf-Drama. Regisseur Jonas Alexander Arnby hat bei Lars von Trier gelernt! Newcomerin Sonia Suhl ist absolut sehenswert. Lars Mikkelsen (in der Rolle des besorgten Vaters) ist der Bruder von Mad. Ein Leckerbissen für Fans des Arthouse-Kinos.

 

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Kaspar Hauser Im Schloss Nymphenburg

Was wäre die gruselig-schönste Pubertät ohne die immer wiederkehrende Frage: „Wer bin ich?“. Selbstzweifel ist zwar den Mächtigen meist fremd, allen Otto Normalunglücklichen aber bestens vertraut. Für Kaspar Hauser hatte die Frage existenzielle Sprengkraft, wuchs er doch zunächst in den Wäldern auf, wurde dann als Findelkind in der vermeintlich zivilisierten Welt aufgenommen und war möglicherweise jemand, der ein höchst brisantes Geheimnis mit sich herumtrug. War er ein Erbprinz? Oder doch nur ein Schwindler? Der Gang in den Ansbacher Hofgarten am Nachmittag des 14. Dezembers 1833 hätte für ihn Klarheit bringen können. Doch dort wartete sein Mörder auf ihn. Alexander Krampe hat den mysteriösen Stoff neu aufgearbeitet und zusammen mit Regisseur Dominik Wilgenbus mit Franz-Schubert-Klängen unterfüttert. Heraus kommt eine bewegende Sommer-Oper, die leitmotivisch dem „Fremd bin ich eingezogen. Fremd zieh ich wieder aus“

Lucy Jetzt im Kino

Super-Power. Lucy, feierfreudige US-Studentin in Taipeh, bemerkt eine frisch vernähte Schnittwunde am Bauch, erfährt, dass sie als Drogenkurier gefragt ist und ein Päckchen Superdroge intus hat. Der Beutel platzt. Lucy stirbt aber nicht. Entwickelt stattdessen ungeahnte Kräfte. Eröffnet, dank ihrer neuen Fähigkeiten, die Jagd auf Drogenboss Mr. Chang und seine Kumpane. Neurologie-Professor Dr. Norman (Morgan Freeman) soll ihr dabei helfen. Luc Besson inszenierte einen philosophischen Science-Fiction-Thriller mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle. Klasse Auftritt. Gute Unterhaltung.

 

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Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück Jetzt im Kino

Übertragung. Der exzentrische Londoner Psychiater Hector ist frustriert: Seine Patienten werden einfach nicht glücklich. Eines Tages bricht er auf, um auf einer Weltreise nach dem wahren Glück zu suchen. Dabei trifft er närrische Banker, verführerische Frauen, weise Mönche, herzensgute Dealer, finstere Gestalten, alte Freunde und seine erste Liebe – und notiert sich eifrig seine Beobachtungen. Peter Chelsoms Verfilmung von François Lelords Bestseller begleitet den naiven Helden auf seiner märchenhaften und abenteuerlichen Erkundungstour durch die halbe Welt. Comedian Simon Pegg spielt den närrischen Candide, der seinem Büchlein allerlei Einsichten à la „Wer Angst vor dem Tod hat, hat Angst vor dem Leben“ anvertraut. Jean Reno, Stellan Skarsgård, Veronica Ferres helfen ihm auf die Sprünge.

 

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Jimmy's Hall Jetzt im Kino

Vorwärts, und nicht vergessen. Nach Jahren im amerikanischen Exil kehrt Jimmy Gralton 1932 zurück in die irische Heimat. Kaum ist er wieder da, erwacht auch sein alter Tanzsaal zu neuem Leben. Hier trifft sich die Jugend, man singt, tanzt, werkt, lernt, arbeitet an einer besseren Zukunft ... das ruft die Kirche auf den Plan, die Landlords, alle, die sich immer und sofort bedroht fühlen, von der Jugend, den armen Leuten, von Begehren und Aufbegehren. Ken Loachs neuer, starker, schöner Film ist inspiriert von der Biographie des wahren James „Jimmy“ Gralton. Noch einmal triumphiert das eingespielte System von Unterdrückung und Machtmissbrauch. Dass freier Geist und Menschenliebe sich aber auf Dauer nicht und nirgends unterdrücken lassen, ist Ken Loachs Botschaft für die Gegenwart.

 

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Ein Augenblick Liebe Jetzt im Kino

Naturgewalt. Sie begegnen sich bei einer Party: Sie, Elsa (Sophie Marceau), eine gefeierte Schriftstellerin, alleinerziehende Mutter, frisch geschieden und er, Pierre (François Cluzet), Anwalt, verheiratet mit Anne (Lisa Azuelos), Vater zweier Kinder. Elsas Verleger stellt sie einander vor – und bringt beide ziemlich durcheinander. Sie will aus Prinzip keine Liaison mit einem verheirateten Mann. Er will seiner Frau nicht untreu werden. Nun müssen sie laufend aneinander denken. Bei der zweiten Begegnung tanzen sie zusammen, küssen sich, dann ist es aber gut: Telefonnummern werden nicht getauscht. Sollte der Zufall sie ein weiteres Mal zusammenführen, dann, vielleicht ... Lisa Azuelos inszenierte ist ein feines Spiel aus Wirklichkeit und Fantasie: Ist das alles nur ein Traum, oder wird es doch gelebt? Verzehrendes Begehren und die liebe Vernunft ... Sophie Marceau und François Cluzet harmonieren prächtig, die Regisseurin selbst spielt die attraktive Ehefrau. Um „Agape“ geht‘s, das größere, dauerhafte Lebens- und Liebesglück, nicht um flüchtigen „Eros“ – lehrt uns das Presseheft. Kann man so oder so sehen: als amüsantes Spiel mit den Versatzteilen der Romantic Comedy – oder als biederes Blaustrumpf-Manifest auf erzkatholischem Wurzelgrund.

 

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Orestes Im Innenhof der Glyptothek

Schlimmster Familienhorror spielte sich ja gerne in der gar nicht so „Edle Einfalt, stille Größe“-­Antike ab. Hart getroffen vom Schicksal war bekanntlich der Clan aus Theben. Besonders drastisch zur Sache geht es in dieser Tragödie von Euripides, die einst zu den beliebtesten Stücken Griechenlands zählte, heute aber nicht mehr ganz so oft aufgeführt wird. Darin erfährt man mehr vom ­Prozess gegen den Titelhelden, der ­wegen des Mords an seiner Mutter Klytämnestra vor Gericht steht. Orest und seine Schwester Elektra werden zum Tode verurteilt, doch dann dreht der junge Mann durch: Er schnappt sich eine Geisel, die Tochter seines Onkels, und hält ihr auf dem Dach ein Messer an die Kehle. Ein Moment wie aus ­einem Psychothriller – nur dass dort selten die Götter ins Geschehen ­eingreifen.

Kino am Olympiasee Jetzt im Olympiapark

Auch im sechsten Jahr seines Bestehens wartet Kino am Olympiasee mit einer Menge Neuerungen auf: Auf der festinstallierten tageslichtfähigen Leinwand werden täglich bereits ab 19 Uhr Kurzfilme gezeigt, bevor sich um 21.15 Uhr die Riesenleinwand auch für Filme in 3 D hebt. Zur Fußball-WM findet auf dieser Screen auch das Premium Public Viewing statt. Die neue Film-Bar direkt vor der Leinwand bietet ein umfangreiches Bier-, Wein- und Cocktailangebot, zwei Biergärten locken mit Bio-Food vom Grill, thailändische Curries und Biergartenspezialitäten. Nach wie vor der Renner sind die „Love-Seats“, superbequemen Doppel-Liegestühle, auf denen die Film-Highlights ganz kuschelig genossen werden können.   Alle  Infos unter: www.kinoamolympiasee.de

Die Zeltdach-Tour Im Olympiapark

Eine unvergleichliche Attraktion: Rauf auf das Dach des Olympiastadions in München. Alles was man brauchtn, ist ein wenig Mut, denn Seil und Karabiner bekommt man gestellt. In einer kleinen Gruppe steigt man auf zu schwindelerregenden Höhen. 120 aufregende Minuten ist man unterwegs und die Tourguides erklären die Architektur und Konstruktion des weltberühmten Olympiastadions aus nächster Nähe. Man genießt  den Blick von oben auf die Stadtkulisse Münchens mit ihrem Wahrzeichen, den Türmen der Frauenkirche. Und man bestaunt – vor allem bei gutem Wetter – die endlosen bayerischen Voralpen bis hin zu Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze! Alle Informationen - auch für die weiteren Touren - auf: www.olympiapark.de

 

 

 

 

AKTUELLES HEFT
Do 28. August -
Mi 10. September 2014
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