Freitag, 18. April 2014
ALLE VERANSTALTUNGEN
für 14 Tage & Nächte in München

Die Macht der Finsternis: Monströse Figuren

Heute im Theater... und so fort mehr
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Tolstois erstes Drama von 1886  ist ein Höhepunkt des russischen Naturalismus. Auf den ersten Blick handelt es sich um einen spannenden, in ländlicher Umgebung angesiedelten Krimi: Ein todkranker, wohlhabender Bauer wird ermordet. Doch die Täter, die auf sozialen Aufstieg aus sind, werden stattdessen immer tiefer hinein gezogen, in einen Widerstreit von Moral und Neid, Habgier und Religiosität, Sittsamkeit und Alkohol.

 

Super-Hypochondor: Vollblut-Neurotiker

Jetzt im Kino... mehr
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Romain (Dany Boon) fürchtet sich vor Keimen: wäscht, desinfiziert, scheut alle Kontakte. Einen Herzinfarkt hatte er schon, oder war’s ein Tumor, egal – er wird ohnehin bald sterben. Sein einziger Freund Dimitri (Kad Merad) verzweifelt schier an dem Vollblut-Neurotiker. Eine Frau, denkt er, könnte Romain vielleicht heilen. Der verfällt allerdings auf Dimitris Schwester, und die auf ihn, hält sie ihn doch für einen großen Revolutionär aus einem slawischem Kleinstaat ... Eine turbulente Buddy-Komödie von Dany Boon, für die er sich und seinem Comedian-Partner Kad Merad die Rollen auf den Leib geschneidert hat.

 

Extraton: A-cappella-Ekstase

Heute im Heppel & Ettlich... mehr
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A cappella mit sechs virtuosen Sängerinnen und Sängern.

 

Hannes Ringlstetter: Gebildete Heiterkeit

Heute im Lustspielhaus... mehr
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Kabarett, Revue, Typenpanoptikum, Musikshow, Standup. In dieser Schau macht Hannes Ringlstetter also alles, was er gerne tut. Und möglicherweise lohnt sich ein Besuch, denn: Es treibt sich einiges rum im Hotel „Zum Ringlstetter“. Ein bunter Abend also. Dresscode: Lebensbejahendes Grau! Bitte checken sie jetzt ein. Warnung: Es kann sein,  dass Sie lachen müssen!

 

Conny Merrit Trio: Besinnlicher Vocal-Jazz

Heute im Mister B's... mehr
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Hinreißender Vocal-Jazz mit der Sängerin Merrit und ihren Begleitern Bernd Huber (g) und Lorenz Huber (b).

 

The Amazing Spider Man II: Rise Of Electro

Jetzt im Kino... mehr
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Peter Parker ‘s here again – sollte sich seiner romantischen Liebe mit Freundin Gwen (Emma Stone) widmen, sieht sich aber in seiner Spiderman-Rolle gleich mehrfach gefordert. Sehr unangehm sind die wüsten Attacken des neuen Bösewichts Electro (Jamie Foxx), noch viel unangehmer aber die krassen Veränderungen bei Uralt-Freund Harry Osborn... Die Fortsetzung wurde erneut von Marc Webb inszeniert, aufwändige Action, einiger Humor, Gefühl und Leidenschaft sind garantiert.

 

Moliére auf dem Fahrrad: Ich will mich ärgern

Jetzt im Kino.. mehr
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Fernsehstar Gauthier (Lambert Wilson) will mal was anderes machen, und Molières „Menschenfeind“ inszenieren. Sein Ex-Kollege Serge (Fabrice Luchini) hat sich von der Bühne zurückgezogen. Den versucht er zu einem Comeback zu überreden, bietet ihm die Rolle des optimistischen Philinte an, während er selbst die Rolle des Misanthropen Alceste übernehmen will. Serge allerdings ist überzeugt, dass er per se den besseren Menschenfeind abgeben würde. So entscheidet das Los, wer welche Rolle spielt. Man philosophiert beim Radfahren, offenbart seine Eitelkeiten, ficht rasante Wortgefechte... Philippe Le Guay inszenierte eine sehr unterhaltsame, sehr elegante Tragikomödie – mit zwei wunderbaren Schauspielern.

 

Lauf, Junge, lauf: Eine Odyssee

Jetzt im Kino... mehr
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Der neunjährige Srulik kann aus dem Warschauer Ghetto fliehen. In den Wäldern trifft er auf andere Jungs, die ihm das Überleben beibringen, im Winter findet er Hilfe bei einer Bäuerin, die ihn bei sich aufnimmt: Dort muss er seine Identität verleugnen, überlebt die folgenden drei langen Jahre in der Rolle des katholische Waisenjungen Jurek... Pepe Danquart hat mit großer erzählerischer einen lebensbejahenden Jugendroman von Uri Orlev verfilmt. 

 
Tagestipp Freitag 18.04.2014
Wir sehen Farben Am 19.4. im 8 Below

"Farben sind Grundelemente unseres Lebens. Farben prägen, bewegen und machen unser Leben lebenswerter. Sie drücken Wärme aus und beeinflussen unsere Stimmungen, Emotionen und Wahrnehmung. Farben sind Schwingungen, die von unserem Organismus aufgenommen werden und sowohl auf den Körper als auch auf die Psyche intensiv wirken. Sie haben somit einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unser Lebensgefühl. Farben ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Sie lösen beim Betrachter Gefühle und Assoziationen aus und steuern so unserer tiefstes Inneres unbewusst!“ Soweit die Wir sehen Farben-Veranstalter, die mit  elektronischen Klängen, emotionalen Licht- und Videoinstallationen, und einem erstklassigem Line Up, ihre Besucher in eine „unbeschreiblich glückliche und farbenfrohe Nacht“ entführen wollen. Mit dabei sind diesmal: Alex Di Stefano (Foto), Norbert Davenport, Alex Tronique, Final Flex und Ralphdee.

 

Textor Am 22.4. im Vereinsheim

Dieser Mann ist manchem bekannt als ein Teil der "Kinderzimmer Productions". Aber er war auch immer mehr als das. Vor allem musikalisch hat er stets weiter gedacht. Das beweist er jetzt mit „Schwarz Gold Blau“, einer ungewöhnlichen Platte. Er erzählt, nein, singt und rappt, um nichts weniger als ein Leben, eine Reise und ein Land zu erschaffen. Genauer gesagt Westdeutschland, mit dem Gefühl, dass Helmut Kohl einem auf der Brust sitzt und Dieter Thomas Heck dieses bizarre Erlebnis moderiert, mit Trio und Kraftwerk im Ohr, die Kompositionen von Werner Heymann und Mischa Spoliansky spielen, während man in seinem Poesiealbum die Einträge von Marlene Dietrich und Hildegard Knef anstaunt. Alles, was einem lieb oder verhasst oder beides ist, erkennt man wieder: In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine, Was hat Dich bloß so ruiniert, Helter Skelter, Kreuzberger Nächte, Der wilde wilde Westen der gleich hinter Hamburg anfängt, und zwar genau im Wagen vor mir. Rata rata ratatatata.

 

Zedisfaction, Dirty Science & Riddim Residance Am 19.4. im Feierwerk

Volle Hütte im Feierwerk! Frei nach dem Motto Zedisfaction! präsentiert Incognito- und Musikpropaganda-Member Mr. Zed (Foto) ein stilistisch ziemlich breit gefächertes Line Up im Hansa 39. Mit dabei, freilich dem Techno huldigend, sind dann neben dem Headliner Oliver Morgenroth auch Das.Stadtkind, Rafner & Sinus, SPRRVR, Jay Koss, Hutenberger, George Bleicher, Explospirit & Mr. Trace. Überlieferungen zufolge, freut man sich dann auf „eskalieren, tanzen und romanzen“. Ein Haus weiter ist die Dirty Science Tour in der Kranhalle zu Gast. Das in Los Angeles ansässige HipHop-Label schickt seine verdientesten Vertreter vorbei: Blu & Exile, Dag Savage, Quelle Chris und Denmark Vessey. Zusammen ergeben diese Herrschaften ein ganz besonders faszinierendes Underground-Alternative-Rap-Packerl. Der Produzent, DJ und Beatschmied Exile kooperiert dabei zum einen mit Blu, einem der produktivsten Underground-Künstler der Westküste. Gemeinsam bringen sie poetisch-intelligenten HipHop mit unglaublich viel Soul hervor. Zum anderen hat er mit dem für seinen nomadischen Stil bekannten Johaz das Duo Dag Savage formiert, welches sein brandneues Album „E&J“ vorstellen wird, in dem es sich inhaltlich erwartungsgemäß um soziale Missstände, Beziehungen zwischen Frauen und Männern, häusliche Gewalt, Crack und all das andere dreht. Zuletzt noch Riddim Residance im Orangehouse: Beste Münchner Dub-Reggae-Dancehall-Soundsystem-Kultur feat. U-Cee, Pupa Condor, Riders Sound und Soulshake Sound. Ya Man!

Irie Révoltés Am 19.4. in der Muffathalle

Die geh'n nach vorne los! Mit ihrem aktuellem Album „Allez“ stürmten von Festival zu Festival und spielten die größte Club-Tour ihrer Bandgeschichte. Nun kommen Irie Révoltés zurück in die Muffathalle. Nachdem ihr Konzert im Mai des vergangen Jahres dort den Boden beben und den Schweiß von der Decke tropfen ließ, will die Band das Unmögliche versuchen und diese unvergessliche Nacht nochmal toppen. Die Sprungmuskulatur des Münchner Publikums wird mit der explosiven Mischung aus Reggae, Ska, Punk und Rap ein weiteres Mal gehörig auf die Probe gestellt. Die Panda Party geht auf die tanzbare Soundmischung ein und bestreitet die Aftershowparty vor dem langen Osterwochenende!

 

Dom Hemingway Jetzt im Kino

Aufholen, nachholen, nix verpassen. Zwölf Jahre war Safeknacker Dom im Knast – hat seinen Boss Fontaine, loyal wie er ist, nicht verraten. Jetzt ist er wieder draußen, hat erst mal ein paar Hühnchen in London zu rupfen, dann geht’s nach Frankreich zum Boss, um sich seine Belohnung abzuholen – immer in Begleitung seines alten Kumpels Dickie. Klug wär’s zudem, sich mit seiner inzwischen erwachsenen Tochter zu versöhnen, muss er auch, denn der großmäulige Proll-Egozentriker ist, wie er einsehen muss, mehr Pechvogel als Superheld. Richard Shepard inszenierte diese lakonische, sehr unterhaltsame Gangsterdramödie. Jude Law gibt den unverbesserlichen Bad Boy, Richard E. Grant den treuen Begleiter, Emilia Clarke weist den richtigen Weg.

 

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Yves Saint Laurent Jetzt im Kino

Legendär. Yves Saint Laurent ist ja die unsterbliche Ikone der Haute Couture. Schon mit 21 Jahren wurde er in den 1950er Jahren Art Director bei Christian Dior und hatte schon mit der ersten Kollektion einen umwerfenden Erfolg. Zusammen mit Pierre Bergé, seiner Liebe fürs Leben, gründete er später das eigene Label. Jalil Lesperts durchweg elegantes Bio-Pic erzählt aus der Perspektive des treuen Freundes, der immer an seiner Seite war, in guten wie in schlechten Tagen. Pierre Niney spielt den empfindsamen Exzentriker mit dem Hang zu Exzessen, inneren und äußeren Krisen, Guillaume Gallienne die disziplinierte „rechte Hand“. Mit atemberaubender Mode der 1960er und 1970er Jahre als drittem Hauptdarsteller. In Frankreich, wen wundert’s, am Startwochenende auf Platz Eins der Charts.

 

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Fluch der Karibik - Am Ende der Welt Am 20.4. in der Philharmonie

Kein Popcorn-Knistern, keine Werbung, dafür aber ausgeklügelte Technik, ein vielfach Filmmusik-erprobtes Orchester und ein Dirigent, der alle Fäden in der Hand hält. Denn die Musik kommt diesmal von vorne, mit vollem Einsatz aller Beteiligten. Modernste Zuspiel-Technik, eine 65 qm große Leinwand und ein fantastisches Orchester sorgen für optimale Kinoqualität und besten Sound – eine Kombination, die auch Filmmusik-Komponist Hans Zimmer begeistert. Das Orchester hat keine ruhige Sekunde und durch das immense Tempo keine Zeit zum Luftholen. Wenn sich die Philharmonie erneut in den größten Kinosaal Münchens verwandelt, werden Helmut Imig, der MünchenChor und die Münchner Symphoniker den Zuschauern ein Live-Erlebnis der Extraklasse bieten.

 

Münchener Bach-Chor Am 18.4. in der Philharmonie

Osterzeit, das bedeutet, wie jedes Jahr. wieder einmal die Qual der Wahl, wenn es darum geht, das Fest nicht nur mit kulinarischen Schlemmereien, sondern ebenfalls mit stimmungsvoller Musik zu feiern. Denn auch 2014 geben sich am Karfreitag wieder  ausgewiesene Bach-Spezialisten die Klinke in die Hand, um Rücken an Rücken die „Matthäuspassion“ zu zelebrieren. In der Pole-Position stehen hier  Hansjörg Albrecht und der Bach-Chor, die mit dem Meisterwerk bereits auf Gastspielreise in Salzburg bejubelt wurden und nun auch auf heimischem Boden in gleicher Formation noch einmal antreten. Unter den Solisten finden sich dabei die Namen von Bettina Ranch, Stephan Loges, Johannette Zomer und Christoph Genz sowie Jochen Kupfer als Christus. Mit Lothar Odinius ist dazu ein erfahrener Liedgestalter in der Partie des Evangelisten aufgeboten.

Ballet Revolución Bis 20.4. im Circus Krone

Diese gefeierte Tanzshow begeisterte das Publikum auf ihrer erfolgreichen Welttournee vor ausverkauften Häusern von Sydney über Berlin bis London und Paris. Nun kommen die unvergleichlichen kubanischen Tänzer mit neuen Highlights zurück nach Europa und entfachen ein wahres tänzerisches Feuerwerk. Einige der weltweit talentiertesten Tänzer mischen Tanzstile von Ballett bis Streetdance zu einer elektrisierenden Performance voller Sinnlichkeit und beeindruckender Athletik. Zu den internationalen Nr.-1-Hits von Usher, Rihanna, David Guetta, Beyoncé, Bruno Mars, Prince u.v.a. entfesseln Tänzer und Band einen wahren Feuerball an Emotionen und Energie.

Spuren Jetzt im Kino

Selbstfindung. 1977. Robyn Davidson ist 27, nimmt sich vier Kamele und einen Hund als Begleiter, und bricht auf: zu einer 2.700 Kilometer Fußwanderung quer durch Australien, von Alice Springs zum Indischen Ozean. Mit dabei ein Aboriginee, der sie durch die heiligen Gebiete führt, die einer Frau allein verboten wären. Und ab und zu trifft sie Rick Smolan, dessen Fotos, die im National Geographic für Furore sorgen, die acht Monate dauernde Reise finanzieren. Regisseur John Curran erzählt zurückhaltend von diesem anstrengenden, gleichwohl meditativen Abenteuer. Mia Wasikowska spielt die junge, menschenscheue Heldin.

 

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Die Bestimmung - Divergent Jetzt im Kino

Instabil. Der Krieg ist vorbei, die Zivilisation am Ende, also versuchen die Überlebenden etwas Neues. Jeder Jugendliche muss sich frühzeitig für eine der fünf Tugend-Fraktionen entscheiden, die den Erhalt des Gesellschaftssystems garantieren sollen. Die junge Tris entscheidet sich für die Fraktion der Furchtlosen, stürzt sich in ein hartes Training. Sie verfügt allerdings über Tugenden aller Fraktionen, gehört daher zu den gefürchteten Unbestimmten und sieht sich zum Handeln gezwungen, als eine Fraktion den Frieden stört. Hier kommt der erste Teil einer Science-Fiction-Action-Thriller-Trilogie nach dem Jugendroman-Bestseller von Veronica Roth. Neil Burger führt Regie, neben bekannten Größen wie Tony Goldwyn, Kate Winslet und der aufstrebenden Shailene Woodley dürfen sich eine Reihe Newcomer ausprobieren.

 

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Ophelia Im Kammerspiele Werkraum

Ophelia, die reizende Tochter des Polonius, die Schwester von Laertes, die Freundin von Hamlet, sie spielt die tragische Rolle in Shakespeares Drama, die einen sagen mit schwingenden Hüften, andere meinen von prinzenhaftem Liebesgetändel umrauscht. Ophelia, die ins Wasser geht, weil Männer ihre Welt dominierten, die zu viel von ihr wollten oder zu wenig. Schweigend stand sie oft am Rand und dachte sich ihren Teil der Geschichte. Jetzt spricht sie zurück. Marie Jung erzählt in der Inszenierung von Kristof Van Boven die Geschichte des Prinzen Hamlet aus Sicht von Ophelia. Zwischen Nachtglockenschlag und Hahneskrähen verfolgt Ophelia Hamlets Weg in den Wahnsinn, der auch sie nicht verschont.

Snowpiercer Jetzt im Kino

Rebellion. Ein weltweites Experiment, die Erderwärmung zu stoppen, scheiterte 2014 katastrophal. Seither ist die Erde eine einzige Eiswüste. 2031 rast ein enormer Arche-Noah-Zug mit den letzten Überlebenden über ein weltumspannendes Schienennetz. In den Luxus-Abteilen vorn: die Reichen und die Schönen, im hinteren Zugteil: die bettelarme Mehrheit, von Diktatorin Mason (Tilda Swinton) mit brutaler Polizeigewalt in Schach gehalten. Der junge, charismatische Curtis (Chris Evans) zettelt, zusammen mit seinem Helfer Edgar (Jamie Bell) und dem alten, weisen Mentor Gilliam (John Hurt) eine Revolution an. Panzertür um Panzertür kämpfen sie sich nach vorne, wo der Großindustrielle Wilford (Ed Harris) regiert. Ein vielschichtiges Science-Fiction-Endzeit-Epos mit viel Action, Unterhaltung und philosophischem Überbau, inszeniert vom südkoreanischen Regisseur Bong Joon-ho („The Host“, „Mother“), nach einer französischen Graphic Novel von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette.

 

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A Long Way Down Jetzt im Kino

Die Aussicht auf das nächtliche London von diesem Hochhausdach ist wirklich atemberaubend – wie wird es erst sein wenn das mitternächtliche Feuerwerk den Beginn des neuen Jahres verkündet? Doch Martin Shaw interessiert sich nicht für die Aussicht, sondern einzig und allein für die Höhe. Denn er hat beschlossen, hier und heute seinem Leben ein Ende zu setzen. Wie er sich dabei mit der auf seinem Autogepäckträger mitgebrachten Leiter abmüht (benötigt, um damit den Stacheldrahtzaun zu überwinden, der genau dazu da ist, Selbstmörder abzuhalten), das setzt schon den tragikomischen Tonfall dieser Verfilmung des gleichnamigen, 2005 erschienenen Romans von Nick Hornby, dessen frühere Romane „Fever Pitch“, „Hi-Fi“ und „About A Boy“ bereits zu beachtlichen Filmen wurden.

 

Diesmal ist das Thema jedoch nicht die liebenswerte, aber auch strapaziöse Besessenheit eines jungen Mannes, der seiner Leidenschaft für Fußball bzw. für Schallplatten frönt, vielmehr Selbstmord, Leiden am Leben, Depression – offenbar nichts, woraus man eine Komödie machen darf, wie die überwiegend negativen Rezensionen anlässlich der Premiere bei der diesjährigen Berlinale vermuten lassen.

 

Mit Martins Selbstmord wird es jedenfalls erst einmal nichts, denn mit dem Toppers Tower hat er sich einen Ort ausgesucht, der dafür bekannt ist. Entsprechend bleibt er nicht der einzige, der in dieser Nacht statt guter Vorsätze fürs neue Jahr einen endgültigen Entschluss in die Tat umsetzen will. Als dann nicht ein weiterer Selbstmordkandidat, sondern deren gleich drei auftauchen, ist das Chaos komplett, so dass die Vier nach einer Erfahrung, die sie einander näher bringt, einen Pakt abschließen: bis zum Valentinstag in sechs Wochen wollen sie keine weiteren Selbstmordversuche unternehmen, sondern ihren Entschluss noch einmal überdenken, mit der tatkräftigen Unterstützung der anderen drei natürlich.

Alle vier haben ihre guten Gründe für ihren Entschluss: Martin Shaw, der Moderator einer Morgenshow, wurde gefeuert, weil er eine Affäre mit einer 15-Jährigen hatte („Für mich sah sie aus wie 25“), was nicht nur seinen Rauswurf, sondern auch das Ende seiner Ehe und das Verbot, seine Töchter sehen zu können, bewirkte. Maureen ist die allein erziehende Mutter eines schwer behinderten Sohnes, was ihr zunehmend das Gefühl tiefer Hilflosigkeit vermittelt,

Jess, die achtzehnjährige Tochter eines einflussreichen Politikers und Parlamentsabgeordneten, handelte aus enttäuschter Liebe im Speziellen und einem Mangel an Aufmerksamkeit im Allgemeinen, während der Amerikaner J.J.,  der derzeit sein Geld als Pizzabote verdient, mit seiner nicht funktionierenden Karriere als Musiker hadert und später einen Gehirntumor namens CCR enthüllt.

Drehbuchautor Jack Thorne und Regisseur Pascal Chaumeil („Der Auftragslover“) haben die Geschichte ein Stück weit optimistischer enden lassen als in der Vorlage und zuvor das Bonding der Vier ausgebaut. Geblieben ist trotz aller feelgood-Momente ein Hin und Her zwischen Optimismus und Verzweiflung, zwischen Komik und Tragik. Was auch an der Ambivalenz der vier Figuren liegt, bei denen die beiden älteren Darsteller mehr überzeugen als die jüngeren (aber vielleicht liegt das auch am Alter des Betrachters), Toni Collette zeigt einmal mehr ihre Wandelbarkeit und Pierce Brosnan stellt erneut seine Präsenz, geprägt von einer charmanten Lässigkeit, unter Beweis, mit der er zuletzt sogar eine Schmonzette wie Susanne Biers „Love is all you need“ halbwegs erträglich machte.

Frank Arnold

 

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Nymph()maniac II Jetzt im Kino

Lebensbeichte. In Lars von Triers Fortsetzung erzählt Protagonistin Joe (Charlotte Gainsbourg) weiter ihrem höchst interessierten Zuhörer Seligman (Stellan Skarsgård) von ihren sexuellen Erfahrungen. Mit 12, bei einem Schulausflug, schwebte sie bei einem Orgasmus zwischen Himmel und Erde, sah zwei Frauengestalten, für deren Erscheinen der alte Herr sofort eine Erklärung hat. Zusammen mit Jérôme (Shia LaBeouf) hat Joe ein Kind. Doch für eine neue sado-masochistische Beziehung lässt sie beide im Stich ... Seligman glänzt weiter mit seinem enzyklopädischen Wissen, es beginnt jedoch auch hier das Spiel der Geschlechter. „Nymph()maniac“ bildet zusammen mit „Antichrist“ und „Melancholia“ ein „Tryptichon der Depression“. Die Wendungen hier werden zunehmend tragischer, unausweichlich, der Schluss wird finster pessimistisch. Allein, der Unterhaltungswert bleibt groß.

 

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Der Hausmeister Im Residenztheater

In einer Winternacht bringt Aston den Obdachlosen Davies mit nach Hause, obwohl er so viel anderes zu erledigen hätte: Einen Schuppen bauen, die vielen Dinge reparieren, renovieren, die Böden ... Als Davies beginnt, Astons Großzügigkeit auszunützen, mischt sich dessen Bruder Mick ein und Davies gerät zwischen die beiden. Uraufgeführt in London 1960, machte dieses Stück seinen Autor Harold Pinter berühmt. Innerhalb weniger Jahre wird er der einflussreichste britische Dramatiker seiner Zeit, erhält 2005 den Nobelpreis für Literatur und stirbt 2008. Oft versuchten Klassifizierungen seine Stücke in den Windschatten des absurden Theaters zu stellen, aber zu eigen sind sie in ihrer Sprache und im Schweigen. Auf die Frage, ob "Der Hausmeister" vom Gott des Alten Testaments, vom Gott des Neuen und der Menschheit handele, antwortete Pinter knapp: "Nein, es handelt von einem Hausmeister und zwei Brüdern." Regie führt Andrea Breth. In den Hauprollen sind Norman Hacker und Shenja Lacher zu sehen.

Her Jetzt im Kino

Verliebt sein – so eine Art gesellschaftlich akzeptierter Geisteskrankheit. Theodore zum Beispiel verdient sein Geld in einer Agentur für handgeschriebene, liebevolle Briefe. Privat hat Theodore (Joaquin Phoenix) sich gerade von seiner Frau (Rooney Mara) getrennt, beschränkt sein Liebesleben auf Telefonsex, leidet unter der Einsamkeit und kauft sich ein nagelneues, lernfähiges System für seinen Home-Computer. Theodore lässt sich von „Samanthas“ Stimme bezaubern. Samantha ist, fürs Erste, perfekt und wird auch täglich klüger. Aus Vertrautheit wird Verliebtheit – nur, wie klappt die Liebe zu einem Betriebssystem auf Dauer? Regisseur Spike Jonze, der Meister schräg-versponnener Stoffe (z.B. „Being John Malkovich“) bietet hier  eine satirische Sci-Fi-Romanze, bei der Joaquin Phoenix, der weite Strecken allein bestreiten muss, Großes leistet. Hinreißend ist Samanthas verführerische, witzige, verständnisinnige Stimme, im Original gesprochen von Scarlett Johannsson – und wie die beiden schließlich Sex zusammen haben, ist ein Erlebnis der besonderen Art.

 

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Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Jetzt im Kino

Durchs Leben schlagen. Das konnte Allan Karlsson schon immer, sei’s als Sprengmeister für die Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg, für Franco, sei’s als Spion, mal für Stalin, später für Reagan ... Jetzt hat er keine Lust auf die Feierei zu seinem 100. Geburtstag, haut ab aus dem Altersheim, gerät an einen Koffer voller Geld, findet neue Freunde, wird zwar von Ganoven verfolgt, landet aber glücklich auf Bali, für weitere Abenteuer ... Felix Herngrens aberwitzige Komödie ist die Verfilmung des gleichnamigen Kult-Bestsellers von Jonas Jonasson. Schwedens Top-Komiker Robert Gustafsson ist die Schelmenrolle auf den Leib geschrieben. Allan hält sich schon immer an den klugen Rat seiner Mutter: „Es ist, wie es ist – und wie’s kommt, so kommt’s“. Wie sich in Rückblenden zeigt, hat Simplex Allan im Lauf des 20. Jahrhunderts an manchen Wendepunkten kräftig mitgemischt. Beste Unterhaltung!

 

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West Side Story Im Deutschen Theater

Liebeswirren, ganz ganz große Emotionen, eine fulminante Tragik, die sich von William Shakespeare inspirieren ließ und natürlich auch ein Hauch Nachkriegs-Aufbruchsgeist umweht dieses musikalische Wiedersehen. 57 Jahre nach seiner Uraufführung kehrt der Klassiker der Musical-Klassiker an das wiedereröffnete Theater in der Schwanthalerstraße zurück und knüpft damit zum Auftakt der neuen Spielzeit an die Glanzzeiten des Hauses an. Und das natürlich im fiebrigen Rhythmus der weltberühmten Leonard-Bernstein-Komposition und vorangepeitscht von Songs wie „Maria“, „Tonight“ oder „America“. Ein Muss!

 

Das Wintermärchen Im Münchner Volkstheater

In William Shakespeares Klassiker läuft bereits von Beginn an alles aus dem Ruder: König von Leontes glüht vor Eifersucht. Irrigerweise unterstellt er seiner hochschwangeren Frau, eine Affäre mit seinem besten Freund Polixenes, dem König von Böhmen, gehabt zu haben. Obwohl der ganze Hof von seinem Fehlurteil überzeugt ist, lässt sich Leontes nicht abhalten. Er wirft seine Gattin ins Gefängnis und verstößt seine spätere Tochter Perdita. Er setzt sie an der sprichwörtlichen „Küste Böhmens“ aus. Viel zu spät erst merkt der regierende Depp, was für einen tragischen Fehler er begangen hat. Unter der Regie von Christian Stückl spielen Max Wagner, Pascal Fligg und Magdalena Wiedenhofer die Hauptrollen.

Secret Garden In der Schauburg

Einfach mal abschalten, radikal runterkühlen und raus aus dem stressigen Trott. Deutschland brennt aus. Und die Sehnsucht nach Ruhe ist das neue Biedermeier. Möglicherweise ist ja dieser Garten so ein Ort, an dem wir die dringend benötigte Generalpause einlegen können und wieder zu uns selbst finden. Doch zunächst einmal stehen wir in der Schlange vor einem mysteriösen Club. Was passiert, ist unklar. An dem breitschultrigen Tür-Gorilla müssen alle vorbei. Die Nachtschwärmer sind ausgeschwärmt. Und darunter sind all die Typen, die man bestens kennt – etwa das längst nicht mehr ganz so verliebte Pärchen, die geheimnisvolle Blonde, die gerne allen den Kopf verdrehen würde, der Unbekannte, um den alle einen Bogen machen, und der Spüler, der so gerne mal einen Zigaretten-Break einlegen würde. Vier Tänzer und drei Schauspieler haben – angeleitet von Regisseurin Johanna Richter – ein Zitat von Heinrich von Kleist aus dem „Marionettentheater“ zum Ausgangspunkt gewählt: „Doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub hinter uns: wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht von hinten irgendwo wieder offen ist“, heißt es da.

Liliom In den Kammerspielen

Um die Hoffnung, noch einmal anzufangen und endlich alles besser zu machen, geht es in Ferenc Molnárs Stück. Im eigenwilligen, morbiden Mix aus Volksstück, Märchen und Sozialdrama lernen wir den titelgebenden Schiffschaukelschubser kennen, der das Dienstmädchen Julie geschwängert hat. Um sich aus seiner hoffnungsvollen Lage zu befreien, plant er einen Raubüberfall, der desaströs schief läuft. In Panik ersticht sich Liliom auf offener Bühne selbst. Doch damit nimmt das Grauen erst so richtig seinen Lauf. Im Himmel erbettelt er sich die Chance, noch einmal auf die Erde kommen zu dürfen – für einen verzweifelten zweiten Versuch. Regie führt Stephan Kimmig, in den Hauptrollen sind Steven Scharf, Annna Drexler, Marie Jung Marie und Wiebke Puls zu sehen.

März In den Kammerspielen

Heinar Kipphardt schrieb 1978 diesen Roman, der die „Normalität“ unserer Gesellschaft radikal in Frage stellt. Ein junger Arzt versucht zu verstehen, was in seinem Patienten vorgeht. Aus Aufzeichnungen, aus Träumen, Gesprächen und Beobachtungen setzt sich allmählich das Bild eines hochbegabten Mannes und eines anderen Entwurfs von Menschlichkeit zusammen.

"Es interessiert mich nicht, einen Patienten oder ein wahnsinniges Genie zu zeigen. Für mich ist das die Geschichte meines Vaters, der ebenfalls eine Hasenscharte hatte. Es ist die Geschichte einer zarten Begegnung zwischen hoch empfindlichen Menschen, die in einander kurz einer Möglichkeit zum Glücklichwerden gewahr werden. Sie erkämpfen sich eine große persönliche Freiheit, eine Freiheit im Denken und Handeln, mit der unsere Gesellschaft nicht umgehen kann", so Johan Simons zu seiner Inszenierung.

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