Es sind diese Wiedersehensmomente, die den März lebenswert machen.
Munich Kyiv Cabaret
Anlachen und Anflirten gegen den Terror: München und Kyiv verbindet eine langejährige Städtepartnerschaft, die längst zur engen Freundschaft wurde. Der gemeinsame Abend von Künstlern, moderiert vom Conférencier und „Wirklichkeitsverkäufer“ Markus Laymann, sammelt Geld für die wichtige Arbeit, die „Munich Kyiv Queer“ für queere, vom Krieg in der Ukraine betroffene Menschen leistet. Drag, Musik, Burlesque, Magie, Comedy – und leider auch bitterer Ernst!
Chris Kolonko im Deutschen Theater
Es funkelt und glitzert ganz herrlich im Silbersaal, wenn ganz langsam ein Geheimnis nach dem anderen hervorgeholt wird – aus dem „Koffer voll Marlene“.
„Die Cher Show“ im Deutschen Theater
„If I Could Turn Back Time“: Eigentlich hat sie ja gar keinen Ritt in der Zeitmaschine nötig, weil Cher, die Grand Dame der Charts, es bekanntlich immer wieder schafft, sich komplett neu zu erfinden. Und selbst von Thomas Gottschalk lässt sie sich auf der Bühne nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Trotzdem lohnt es sich natürlich, glamourös zu würdigen, was in ihrem Leben schon alles passiert ist – rechtzeitig zum 60. Bühnenjubiläum und zum 50. Geburtstag ihrer gleichnamigen TV-Sendung „Die Cher Show“. Das glanzvolle Broadway-Musical mit den beeindruckenden Kostümen von Emmy-Preisträger Bob Mackie erzählt ihre Geschichte und rühmt ihre Erfolge – darunter über 200 Millionen verkaufte Platten.
Jubiläumsshow zum 100. Geburtstag von Peter Alexander im Deutschen Theater
Ohne sie wäre die Nachkriegsphase keine Wunderzeit gewesen und die Fernsehunterhaltungswelt grau und öde: Der Wiener Sänger, Schauspieler und Charmeur Peter Alexander hat sich mit Klassikern wie „Die kleine Kneipe“, „Schwarzes Gold“ und „Der Papa wird’s schon richten“ ins kollektive Musik- gedächtnis eingeschrieben. Die Gala-Revue bringt ihn zusammen mit Heinz Erhardt, dem unvergessenen Reimeschmied. Beide werden von Peter Grimberg und Horst Freckmann verkörpert, die ihr Handwerk bei einem Entertainment-Genie gelernt haben: bei Rudi Carrell. Kann nichts schiefgehen.
„Völlig losgelöst“ in der Drehleier
Ab in die Zeitmaschine! Der geniale Professor, die patente Rosemarie, die naive Tina und der traurige Fred befinden sich auf einer Mission: Sie düsen zurück in die 80er – im Sauseschritt. Dort müssen sie eine Kassette finden, auf der – mit leichtem Rauschen – die Formel zur Rettung der Menschheit archiviert wurde. Sie haben an Bord dabei: eine kleine Taschenlampe und die Zutaten für Spaghetti Carbonara. Sie folgen den Fußstapfen von Major Tom, entfliehen in die Südsee, bis sie – irgendwo, irgendwann – unterm Sternenhimmel ankommen. Da, da, da! Man ahnt es: Das wird ein grandioser Spaß für alle NDW-Nostalgiker und ein mitreißendes Musical, das in die Tanzbeine fährt.
„Marilyn“ im Deutschen Theater
Das letzte Kapitel: Schon stark vom Tabletten- und Alkoholmissbrauch gezeichnet – und tief unglücklich – bespricht Marilyn Monroe wenige Tage vor ihrem Tod noch ein letztes Tonband für ihren Psychiater. Darin blickt sie noch ein- mal zurück, auf ihre schwierige Kindheit, ihre Karriere, auf die Kennedys – und auf ihr Lie- besleben. Und natürlich dürfen die berühmten Filmsongs und ihre zarte Stimme nicht fehlen. Ein musikalisches Erinnern, das ans Herz geht
Cabaret
„Willkommen, bienvenue, welcome, Fremder, étranger, stranger“: Einfach mal hin- und zurückspazieren in die schillernd freizügige Welt des Berliner Kit-Kat-Clubs der 1930er Jahre. Ja, es wird schon auf dem Vulkankraterrand getanzt. Draußen toben die SA-Schlägerbanden. Im schwülen Schutzraum wird die Atemluft langsam knapp. Der junge Amerikaner Clifford Bradshaw lässt sich nicht beirren. Er hängt an den Lippen der Sängerin Sally Bowles. „Life is a Cabaret“. Der Titelsong trägt noch einmal durch die berühmten Erinnerungen von Christopher Isherwood, die ja auch zum Kino-Welterfolg wurden.
Lady Hotdog im Hofspielhaus
„So wie Cats, nur mit mehr Wau“: Christiane Brammer, Theaterchefin und Regisseurin des neuen Hunde-Musicals, beweist Humor. Sie scheucht einen Königspudel, der aussehen soll wie Sonnenkönig Ludwig XIV, eine Pinscher- dame (eigentlich: eine verkleidete Katze) und eine bayerische Bulldogge über die kleine Büh- ne. Es geht darum, seine Träume auszuleben – ohne Maulkorbzwang. Brammer hat zu- dem auch ein weites Herz: Sie widmet ihr Musical allen Tieren weltweit. Wie schön.
Italia Con Amore in der Drehleier
Was nicht passt, wird passend gemacht: Eigentlich hatten sich die zwei Schauspieler, die für das „Ristorante Azzurro“ gebucht sind, ja auf den geplanten Shakespeare-Abend eingestellt. Doch dann werden plötzlich Italo-Hits eingefordert. Nun gut: „Romeo und Julia“ spielt ja immerhin in Verona. Und die Songs passen überraschend gut. Warum nicht einfach mal wieder genüsslich dahinschmachten?
Die Nacht der Musicals im Deutschen Theater
Als ob es nur ein solches Musical gäbe. Pah! Hier dreht sich alles um die un- vergesslichen Klassiker: Der König der Löwen stolpert in die Moulin Rouge, Tarzan tanzt mit den Vampiren, Cats jagen das Phantom der Oper. Und dann heißt es natürlich auch noch: Mamma mia, was für eine Rocky Horror Show!
„Beat it!“ im Deutschen Theater
„Das ist eine der besten Michael-Jackson-Shows, die ich jemals gesehen habe“: Wer das sagt, findet Gehör. Immerhin urteilte einst so Michaels Bruder Jermaine Jackson, als er das Musical bei seiner Welturaufführung in Berlin sah. Aus seinen ganz großen Hits erwacht der unvergessene King of Pop zu neuem Leben.
„Carmen – Geschöpf der Leidenschaft“ in der Drehleier
So geht’s doch auch: Die feurige Musical- Adaption von der Oper mit dem Torero, der vom Aufbruch zum Kampf singt, und natürlich der titelgebenden Schönheit aus der Zigarettenfabrik wird hier ein wenig gegen den Strich gebürstet. Statt der üblichen 148 Darsteller (oder mehr) konzentriert sich die Michael-Tasche-Produktion ein wenig. Außerdem wird so manche Arie gegen schmissige Songs von den Gipsy Kings, von Julio Iglesias oder Ricky Martin ausgetauscht. Der ganz großen Gefühlsüberwältigung tut’s keinen Abbruch – im Gegenteil.
„Notenlos – Dein Wunschmusical“ im Deutschen Theater
Partizipation ist das Zauberwort: Das Duo reagiert auf Zuruf. Heraus kommt ein Musical-Spaß zum Mitsingen und Mitlachen.
„Cinderella – Das Musical“ im Deutschen Theater
Wo drückt der Schuh? Auf dem Weg zum Ball geschieht das vermeintliche Missgeschick, dass sich zum größten Glück im zuvor wenig märchenhaften Aschenputtel-Leben auswächst: Der Märchenprinz veranstaltet eine großangelegte Suche. Danach lässt sich dann trotz einiger Gegenintrigen das wohlige Happy End nicht mehr aufhalten. Schnüff!
Elvis – Das Musical im Deutschen Theater
Er war nie wirklich weg, jetzt ist der Mann mit dem berühmtesten Hüftschwung der Musikgeschichte wieder da. Mit einer Milliarde verkaufter Tonträger, angefan- gen mit der Single „Heartbreak Hotel“, zählt er noch immer zu den erfolgreichs- ten Solomusikern aller Zeiten. Die große Musical-Biografie ermöglicht eine Zeit- reise durch sein Leben und sein Schaf- fen – mit Stationen in Memphis, Las Ve- gas, auf Hawaii und in Good Old Germany.
Shows: Süße Hüllen für bittere Pillen
Auch gut verpackte Botschaften funkeln auf der Show-Bühne.
Alegría – in neuem Glanz im Cirque du Soleil
Ein helles Licht in noch immer dunklen Nächten: Mit dem wunderschönen Grand Chapiteau, ge- schmückt von den Flaggen Québecs, gastiert der völlig zu Recht weltberühmte Cirque du Soleil auf der Theresienwiese. Und mitgebracht haben die sympathischen Kanadier diesmal ihr bestes Stück: Die Neuinszenierung von „Alegría“ ist ein Fest der Lebensfreude, aber auch eine dichte Erzählung mit durchaus politischem Tiefgang. Berichtet wird von einem Königreich, das seine Mitte verloren hat. Eine neue Machtclique möchte mit aller Kraft die Ordnung bestimmen, während sich eine mutige neue Bewegung bildet. Revolu- tion liegt in der Luft. Das klingt hoffnungsfroh!
Circus Krone Winterprogramm im Circus Krone Bau
150 Minuten voller Staunen, Lachen und Gän- sehaut. Die ganze Familie freut sich auf Clowns, Tiere, Artisten, große Dressurkunst, poetische Momente – und Zuckerwatte.
Hot Spot
Vielleicht sind es Nelson Cavalcante und Bruno Fratani aus Brasilien, die genau auf den Punkt bringen, wofür man diese Varieté-Shows so lie- ben muss? Die Mustache Brothers schaffen es, ihr Publikum komplett von den Stühlen zu holen – mit hochanspruchsvoller Akrobatik, aber auch mit irrwitziger, selbstironischer Comedy, die gerne mal in lustiges Chaos abgleitet. Oder Andreas Wessels, der Herr der fliegenden Gegenstände, der eben auch beides kann (und noch viel mehr): beeindruckendes Jonglieren – und nebenbei cool moderiert. Dabei behält er sechs Bälle im Blick, lässt eine Zigarette lässig durch die Luft schweben und springt einfach so nebenbei auch noch Seil. Ebenfalls immer ein Hingucker: Muskel-Schnuckel Danilo Marder, dreimaliger Deutscher Meister der Sportakrobatik, mit seiner atemberaubenden Handstandkunst.
…efa Improtheater im Fraunhofer Theater
Ein Gag nach dem anderen. Einfach so rausgehaut. Seit mehr als 25 Jahren stellt sich das Impro-Ensemble in seinen Shows den Zurufen aus dem Publikum und verwandelt sie in pures Humor-Gold. Die Synapsen knistern und singen. Immer wieder toll.
Stefan Verra im Lustspielhaus
Wie man mit Humor an seiner Haltung arbeitet: Der Körpersprache-Experte verhilft zu mehr Rückgrat. Überlebenswichtig in diesen Zeiten. Oder wie es bei Verra heißt: vom „Du zum SuperDu2.0“.
Ballet Revolución
Die gefeierte Truppe begeistert die Tanzfans schon seit über 15 Jahren. Kein Wunder, sie steht für eine unvergessliche Mischung aus Streetdance, klassischem Ballett, Latin Moves und Contemporary Dance. Kuba eben!
Sven Plöger
Nanu: Ist das nicht der Meteorologe aus den ARD-Nachrichten? Aber ja: Und dann doch ganz anders. Sven Plöger, Autor, Dokumentarfilmer, Vortragsreisender, aber auch passionierter Gleitschirmflieger und Taucher, ist ein Mann der alles über den Klimawandel weiß – und anspruchsvolle Themen mit sehr viel Humor vermitteln kann. „Mir ist wichtig, dass Unterhaltung stattfindet, dass es humorvoll ist“, sagt er über seinen Schlachthof-Abend unter dem „Alles Klima, oder was?“-Motto. „Ich bin weit davon entfernt, dystopisch oder apokalyptisch aufzutreten, auch wenn das Thema natürlich ernst ist“, so Plöger im kleinen Ortsgespräch- Interview. „Der Klimawandel ist Physik – und der ist es völlig egal, ob wir ihn ignorieren oder nicht. Aber man kann diese Inhalte in Geschichten verpacken, verständlich und zugänglich.“ Und natürlich muss er aktuell viel ankämpfen – gegen die Fake-News-Fuzzis und die störrischen Wissenschaftsverleugner. „Trumps Unsinn erzeugt leider enorme Aufmerksamkeit. Aber ich kann das nicht ändern. Ich kann nur versuchen, über das Wesentliche zu sprechen – über das Eis, den Ozean, die Menschen vor Ort. Und das möglichst gut erzählt“, so Plöger. An Grönland kommt man in seiner Info-Show nicht vorbei. „Das Eis dort schmilzt fünfmal so schnell wie in den 1980er-Jahren, zwei- bis dreimal schneller als selbst pessimistische Prognosen vor 20 Jahren vorhersagten. Wir verlieren 29 Millionen Tonnen Eis – pro Stunde. Das sind Zahlen, um die man sich kümmern sollte.“
Die Orchesterprobe im Deutschen Theater
Der Karl-Valentin-Klassiker ist noch immer eine herrlich überdrehte Schau: Auf der schönen Silbersaalbühne kommt es zum grotesken Gefecht zwischen Taktstock, Geigenbogen und Maßkrug.
Varieté Burlesque im Deutschen Theater
Sinnliche Verführung, augenzwinkernde Flirts, Artistik und immer einen kessen Spruch auf den Lippen: Aphrodite DeVine, ChiChi Bouvet und Diva DeSaster von den münchenweit weltberühmten Filly Follies haben sich diesmal Herzenswünsche erfüllt und tolle Gaststars eingeladen. Da steigt die heiße Temperatur gleich noch mal an.
Disney on Ice in der Olympiahalle
Micky Maus, Minnie, Goofy und Donald Duck schnallen sich Kufen unter die Füße und feiern ein großes Familienfest auf dem Eis. Mit von der Partie bei der gefeierten „Heldenhafte Abenteuer“-Show sind weitere beliebte Figu- ren wie Mirabel aus „Encanto“, natürlich Elsa und der Schneemann Olaf aus „Die Eiskönigin“ oder die kleine Meerjungfrau Arielle.
Stomp im Prinzregententheater
Auf welchen Gegenständen man doch nicht alles toll Krach, sorry: Rhythmusfeuerwerk, entfachen kann. Die schon 1991 über das Edinburgh Festival berühmt gewordene Truppe hat weltweit bereits mehr als 15 Millionen Menschen in den Adrenalinrausch geschickt – und das durch das Klopfen mit Besenstilen, das Trommeln mit Mülltonnendeckeln, das Häm- mern mit Rohrzangen oder auch nur ganz po- etisch durch koordiniertes Fingerschnippen. Wer sich hier auf dem Stuhl hält, hat kein Herz.
