Gastro-Tipp

6 besondere asiatische Restaurants in München

Fernostreise ohne Flieger: Diese sechs asiatischen Lokale in der Altstadt, Schwabing und Haidhausen empfiehlt die Redaktion für eine Genussreise – ganz ohne Flugscham.

Anoki

Eine gastronomische Erfolgsgeschichte: bereits seit zehn Jahren betreiben Hieu und Anh-Thu Tran das Anh-Thu in der Kurfürstenstraße, es folgten das Cochinchina in der Kaiserstraße und das Chuchin in Ismaninger Straße, außerdem noch vier Chi-Thu-Streetfood-Lokale. Für das neue Flagschiff Anoki im Palais an der Oper wurde das Konzept ihrer modernen vietnamesischen Küche um eine pan-asiatische, bzw. japanische Note erweitert. Die, wie auch die Schwestern-Lokalitäten, von Designerin Carolin Rauh (formschneider design) in Zusammenarbeit mit der Familie Tran eingerichteten Räumlichkeiten, beeindrucken mit einem japanisch anmutenden Design, das durch helle, einem Tatami-Muster nachempfundene Raumteiler perfekt die Größe einfängt. Noch schöner sitzt man in der Bar, alle Speisen gibt es auch hier. Zu empfehlen: Neben Klassikern wie vietnamesische Pho Bo (9,50), stehen auch Köstlichkeiten wie glasierter Black Cod (37), Loup de Mer Carpaccio mit Yuzu-Trüffel-Öl (17,90), Tuna Tatar mit grünem Spargel (18,70) und Pomelosalat mit Kräutern und Tofu (14,90) oder ganz hervorragende Baby Back Spare Ribs mit Zitronengras (16,90) auf der Speisekarte. FAZIT: Fine Dining mit asiatischer Fusion-Küche in toll gestalteten Räumlichkeiten an einem historischen Ort, das zwar seinen Preis hat, dafür aber ein besonderes Erlebnis bietet. Und: Bar und Restaurant sind bis ein Uhr nachts geöffnet, ideal für Aperitif oder Absacker, nicht nur nach Oper- und Theaterbesuchen.

Anoki, Maximilianstr. 2a (Eingang über Hofgraben 9), täglich von 11.30 bis 1 Uhr, Tel.: 089 413 275 60, www.anokimunich.com

Unsere ausführliche Gastro-Kritik vom 21.11.19: Anoki: Opera Asiatika

Maison Yang

Der Vater ist Halb-Chinese, die Mutter Vietnamesin – Henry Yang wuchs auch zwischen zwei kulinarischen Kulturen auf und dieses Erbe hat er nun in seinem Lokal Maison Yang umgesetzt. Die Qualität des relativ neu eröffneten, hübsch und modern eingerichteten kleinen Restaurants, hat sich ziemlich schnell rumgesprochen, auch bei den anliegenden Mitarbeitern der Büros, Arztpraxen und bei den Anwohnern. Die kleine Karte bietet Teigtaschen, Nudeln, Suppen, Currys und Dumplings.

Zu empfehlen: Sui Cao Soup (8,50) mit wirklich köstlichen Shrimp-Maultaschen und Pak Choi in einer wunderbar abgeschmeckten klaren Brühe. Black Bean Chicken (9,30), Udon-Nudeln mit Hühnchenbrustfilet und Paprika mit schwarzer Bohnenpaste. Pepper Onion Beef (9,80) mit kräftig gewürztem Rindfleisch, Zwiebeln und Bambusspitzen.

FAZIT: Etwas versteckt im Asamhof bietet das kleine Restaurant köstliche und recht individuelle chinesisch-vietnamesische Küche, davor plätschert meditativ ein Brunnen, was vor allem bei schönem Wetter auf der Terrasse ein zusätzlicher Genuss ist.

Maison Yang, Brunnstr. 3 (im Asamhof), Mo bis Sa von 11 bis 22 Uhr, Tel.: 089 237 021 17, www.facebook.com/Maison-Yang

Unsere ausführliche Gastro-Kritik vom 18.10.19: Maison Yang: Meditativer Genuss

JaVi

Sehr unterschiedliche Küchen pflegt man in Japan und Vietnam – im JaVi in Schwabing kommen sie zusammen, wenn auch nicht auf einem Teller. Sie fallen ins Auge sobald man den großen, hellen Raum betritt: zwei wunderbare rosafarbene Kirschblüten-Bäumchen, die sofort ein Lächeln auf das Antlitz der Besucher zaubern. Inspiriert von Sakura, der japanischen Kirschblüte, soll das Ambiente des Restaurants in Nordschwabing das ganze Jahr die Gäste in den Zauber des japanischen Kirschblütenfestes versetzen. Die Karte versammelt bekannte und beliebte Gerichte aus den beiden Ländern von Sushi bis Pho mit einem modernen Twist.

Zu empfehlen: „Sake Hifu“ mit Tobiko, das sind Inside Out-Maki-Rollen (8 Stk./9,50), gefüllt mit angebratener Lachshaut, Gurke und japanischer Mayonnaise, gewendet statt in Sesam in Lachskaviar. Ein Körbchen mit gemischten Dumplings und Teigtaschen (7,50), hier sind unter anderem „Wantan Chien“, gefüllt mit Garnelen, „Gyoza“ mit Hühnchen und Gemüse, „Siu Mai“, gefüllt mit Schweinefleisch und Garnelen versammelt. Die berühmte Pho Bo-Suppe (große Portion 14,50), die in einer Riesenschale mit Holzlöffel aus dem Völkerkundemuseum serviert wird.

FAZIT: Wer auf raffinierte japanische und vietnamesische Küche steht, ist auch preis-leistungsmäßig in diesem schönen und modernen Restaurant bei gutem Service bestens aufgehoben. Das wissen nicht nur wir, Reservierung empfiehlt sich.

JaVi, Schleißheimer Str. 182, Mo-So von 11.30 bis 14.30 sowie 17.30 bis 23 Uhr,Tel.: 089 306 667 70, www.javi-restaurant.de

Unsere ausführliche Gastro-Kritik vom 08.01.19: JaVi: Ganzjährige Kirschblüte

The Hutong Club

Benannt nach den Gassen rund um die verbotene Stadt in Peking, ist The Hutong Club in der Franz-Josef-Straße eine coole Mischung aus Restaurant und Bar. Mit guten Freunden essen wie eine chinesische Familie: der Hutong Club bietet nicht nur ein geschmackvolles, weit vom Folklore-Kitsch entferntes Ambiente sondern auch eine wunderbare Küche, serviert wird eben „Family Style“, das heißt alle Gerichte kommen hintereinander aus der Küche wie bestellt und sobald sie fertig zubereitet sind. Gegessen wird nach dem „Sharing“-Prinzip, das ist modern, in Asien bereits seit ein paar tausend Jahren.

Zu empfehlen: Dim Sum-Kreationen, zum Beispiel „Spinach and Cream Cheese Crystal Dumplings“ oder gekochte und anschließend gebratene Teigtaschen mit Schweinebauch, Kimchi, Chili und Knoblauch (ab 7,50 Euro). „Crispy Tuna Tartare Spring Rolls“ – das sind warme, knusprig gebratene Frühlingsrollen (hart gebacken, fast wie sizilianische Cannoli), die mit rohem rotem Thunfisch gefüllt sind, dazu gibt es einen tollen Kräutersalat und eine Nam-Prik-Mayo (ab 14,50). Shao Rou“ – gegrillter marinierter Schweinebauch mit grünen Bohnen und Tomaten, gewürzt mit Sichuan-Pfeffer (16,50).

FAZIT: Sehr gute, mal mehr, mal weniger traditionelle chinesische Küche in einer sehr stimmigen, stylischen Umgebung mit professionellem Service und kulinarischen Überraschungen. Auch die Bar ist empfehlenswert.

The Hutong Club, Franz-Joseph-Straße 28, täglich von 18 bis 1 Uhr (Küche bis 23.30 Uhr), Tel.: 089 383 803 43 www.thehutongclub.de

Unsere ausführliche Gastro-Kritik vom 25.10.17: The Hutong Club: Chinesischer Herrenabend

MUN

Im Restaurant MUN in der Inneren Wiener Straße erzählt der Chefkoch seine Lebensgeschichte auf dem Teller. Nach Stationen in Honolulu, Los Angeles und Argentinien ist der ehemalige Banker und ausgebildete Sushi-Meister Mun Kim in München gelandet, wo er zusammen mit seinem Partner das ehemalige marokkanische Kellerlokal in Haidhausen aufwendig renovierte. Mit seinen ausgefallenen Lampen und den Elementen aus Holz, Moos und Steinen soll das MUN einem japanischen Garten erinnern. Stylisch, aber nicht aufgesetzt, strahlt das Restaurant eine angenehme Noblesse aus, die hervorragend zu den Kreationen auf den Tellern bzw. Schieferplatten passt. Fisch steht ganz klar im Mittelpunkt und wie der kulinarische Lebensweg des Chefkochs, beginnt jedes Menü im Restaurant mit Sushi.

Zu empfehlen: Neben Sushi in diversen Variationen und den vier-fünf-gängigen Menüs, ganz neu das Korean BBQ, das ab 2 Personen (55 p.P.) von Dienstag bis Donnerstag serviert wird.

FAZIT: Anspruchsvolle koreanische-südamerikanische Fine Dining-Küche, die auch mit Überraschungen und bestem Sushi aufwarten kann, in einem toll eingerichteten Lokal mit Stil und einer besonderen Weinkarte.

Restaurant MUN, Innere Wiener Straße 18, Di bis So von 17:30 bis 24 Uhr, Tel.: 089 628 095 20, www.munrestaurant.de

Die ausführliche Gastro-Kritik vom 12.12.17: Restaurant Mun: Ja zum Geschmack

Saigon Deli

Nun also auch in Haidhausen: das umtriebige vietnamesische Gastro-Ehepaar Anh Thu und Hieu Tran hat in der Breisacherstraße nach ihren gehobenen Restaurants und Streetfood-Läden nun mit dem Saigon Deli praktisch den „Missing Link“ zwischen den zwei Linien eröffnet. Betritt man das Lokal, fühlt man sich sofort in eine andere Welt entführt – die Küche befindet sich hinter einer Holz-Bar, die an eine Strandhütte erinnert, der zweiteilige Speiseraum ist einmal klar und modern, einmal kolonial-asiatisch im Retro-Style eingerichtet, Pflanzen, Vasen und Lampenschirme verbreiten exotischen Charme.

Zu empfehlen: Glücksrollen Goi Cuon Ga mit Kräutern, Reisnudeln und marinierten Hühnerfleisch (6,90) mit sehr guter, hausgemachter Hoisin-Soße.Hoanh Thanh Suppe (6,90) mit Hühnerbrühe, Wan Tan mit Garnelenfüllung, Pak Choi und Sojasprossen. Tom Cun, frittierte Garnelen mit Walnüssen, Mayonnaise und Chiliflocken (7,90). Tep Rang Thit Ba Chi, kleine Garnelen, Schweinbauch, Zwiebeln, Pfeffer und Reis (15,90) ist ein bekanntes Streetfood-Gericht aus Saigon.

FAZIT: Auch hier kann allein schon die originelle Einrichtung für sich punkten, vom Essen ganz abgesehen - tolle vietnamesische Küche mit gelegentlichen Abstechern in andere asiatische Provenienzen zu fairen Preisen.

Saigon Deli, Breisacher Str. 18, Di bis So von 11.30-14.30 sowie 18-23.30 Uhr, Tel.: 089 940 029 44, www.facebook.com/TheSaigonDeli

Unsere ausführliche Gastro-Kritik vom 06.06.19: Saigon Deli: Europagras im Franzosenviertel

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