Checker Tobi erklärt uns die Welt, Hugh Jackman singt um die Liebe, aus dem Iran gibts Neues von einem unbeugsamen Meister und Brendan Fraser entdeckt in Japan den Sinn des Lebens… in den Filmstarts der Woche.
IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.
Checker Tobi und die heimliche Herrscherin der Erde
R: Antonia Simm. D.
Neues vom Checker: Beim Aufräumen des Kellers entdecken Tobi und Marina eine alte Videoaufnahme: Der achtjährige Tobi moderiert darin eine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden – und stellt seine allererste „Checker-Frage“: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich? Doch die Antwort darauf hat Tobi wieder vergessen. Er begibt sich auf Spurensuche, und damit auf sein bislang größtes Abenteuer. Dieses führt ihn in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, in die Permafrostregion Spitzbergens und zu den Spuren der alten Maya in Mexiko…
Für kleine Entdecker*innen und ihre Eltern
Ein einfacher Unfall
R: Jafar Panahi. IR, FR, LU.
Neues vom unbeugsamen Meister: Vahid, ein aserbaidschanischer Automechaniker, wurde einst vom iranischen Regime inhaftiert und dort immer wieder mit verbundenen Augen verhört. Eines Tages betritt ein Mann namens Eghbal seine Werkstatt. Das Quietschen seiner Beinprothese lässt Vahid glauben, in Eghbal einen seiner früheren Peiniger wiederzuerkennen… In Cannes gab es dafür völlig zurecht die Goldene Palme.
Für Fans von engagiertem Kino in meisterlicher Inszenierung
Schwesterherz
R: Sarah Miro Fischer. D, S.
Rose hat sich gerade von ihrer Freundin getrennt und zieht übergangsweise zu ihrem älteren Bruder Sam. Eingespielt teilen die Geschwister die Rituale des Alltags und gemeinsame Zeit mit Freund*innen. Doch die enge Vertrautheit der beiden gerät ins Wanken, als eine Frau Sam beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Für Rose, die im Rahmen der Ermittlungen aussagen soll, beginnt ein innerer Kampf: Zwischen dem Wunsch, ihrem Bruder zu glauben, und der wachsenden Unsicherheit, was tatsächlich passiert ist
Für jene, die im Kino auch ohne einfache Antworten auskommen.
Song Sung Blue
R: Craig Brewer. USA.
Als Mike Sardina (Hugh Jackman) die Sängerin Claire Stengl (Kate Hudson) zum ersten Mal auf der Bühne sieht, ist es sofort um ihn geschehen. Mike, ein Vietnam-Veteran und ehemaliger Alkoholiker, jobbt als Mechaniker – doch sein Herz schlägt für die Musik, die er abends auf kleinen Bühnen spielt. In Claire erkennt er dieselbe Begeisterung. Schnell entsteht zwischen den beiden eine tiefe Verbundenheit. Sie gründen die Neil-Diamond-Tribute-Band „Lightning & Thunder“. Und dann? Liebe, Leidenschaft, Musik. Eh klar.
Für die, die sehen wollen, wie weit es führen kann, wenn man zusammen „Sweet Caroline“ schmettert.
Rental Family
R: Hikari. JP, USA.
Und wieder entdeckt ein Westler Fernost den Sinn des Lebens. Diesmal in Tokio, 2025: Ein amerikanischer Schauspieler (Brendan Fraser) nimmt einen ungewöhnlichen Job an: Er arbeitet für eine japanische Agentur für Mietfamilien und schlüpft in die Rollen von Fremden. Während er in die Welt seiner Klienten eintaucht, entstehen echte Bindungen, die die Grenzen zwischen Rolle und Realität verschwimmen lassen. Konfrontiert mit den moralischen Dilemmata seiner Arbeit, entdeckt er Sinn, Zugehörigkeit und die stille Schönheit menschlicher Beziehungen neu.
Für Fans von „Perfect Days“, „Kirschblüten – Hanami“ und „Lost in Translation“
Die Filmstarts vom 1. Januar
Holy Meat
R: Alison Kuhn. D.
Die Eskalation einer Laieninszenierung der Passion Christi lässt drei ungleiche Charaktere aufeinanderprallen: Roberto, der aus der Berliner Theaterszene gecancelt wurde, Metzgerin Mia, die plötzlich zum Vormund ihrer Schwester mit Down-Syndrom wird, und Pater Oskar Iversen, der seiner dänischen Gemeinde aus mysteriösen Gründen den Rücken gekehrt hat. So eine absurde Komödie sieht man selten aus Deutschland
Für jene, die nach Weihnachten wieder etwas wohltuende Blasphemie brauchen.
Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter
R: Enya Baroux. F.
Die 80-jährige Marie hat ihr Leben stets selbstbestimmt gestaltet – und daran ändert auch ihre schwere Krankheit nichts! Den Termin für die Sterbehilfe in der Schweiz hat sie bereits vereinbart – jetzt muss sie es nur noch ihrer Familie beibringen. Doch im letzten Moment verlässt sie der Mut, und sie rettet sich in die Notlüge von einer angeblichen Erbschaft, die in der Schweiz auf sie wartet. Ihr Sohn Bruno, den ständig Geldsorgen plagen, will sofort aufbrechen. Auch Brunos Tochter Anna, die mitten im Chaos der Pubertät steckt, kommt mit. Als Fahrer rekrutiert Marie kurzerhand Rudy, den hilfsbereiten jungen Mann vom Pflegedienst.
Für die, die sich „Little Miss Sunshine“ etwas französischer wünschen.
Die Filmstarts vom 25. Dezember
Die jüngste Tochter
R: Hafsia Herzi. FR, D.
Die 17-jährige Fatima ist die jüngste von drei Töchtern einer französisch-algerischen Familie in einem Pariser Vorort. Ihr Lieblingssport ist Fußball, in der Schule hängt sie mit den prahlerischsten Jungs ihrer Klasse ab, und sie hat einen heimlichen festen Freund, der bereits ans Heiraten denkt. Fatima fällt es jedoch zunehmend schwerer zu verbergen, was niemand wissen darf: Ihr Herz schlägt für Frauen. Als sie ein Philosophiestudium in Paris beginnt, eröffnet sich für sie eine völlig neue Welt. Hin-und hergerissen zwischen Familientradition, Glauben und ihrem Wunsch nach Freiheit muss Fatima ihren eigenen Weg finden.
Für Fans der gefeierten autofiktionalen Romanvorlage von Fatima Daas.
Spongebob Schwammkopf: Piraten Ahoi!
R: Derek Drymon. USA.
SpongeBob und seine Freunde aus Bikini Bottom stechen in See! SpongeBob, der endlich auch zu den Großen gehören möchte und Mr. Krabs seinen Mut beweisen will, folgt dem Fliegenden Holländer – einem mysteriösen, verwegenen Geisterpiraten. Und so beginnt ein rasantes und witziges Seefahrts-Abenteuer, das ihn in die tiefsten Tiefen der Tiefsee führt, wo noch kein Schwamm zuvor gewesen ist.
Für Fans von Unterwasser-Cartoon-Slapstick und solche, die es werden wollen.
Therapie für Wikinger
R: Anders Thomas Jensen. DK.
Schwarzer Humor aus Dänemark: Nach 15 Jahren wegen Bankraub wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred (Mads Mikkelsen) vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben. An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen.
Für Fans von derben Späßen und schrägen Typen.
Die Filmstarts vom 18. Dezember
Avatar: Fire and Ash
R: James Cameron. USA.
Teil drei der groß angelegten Sci-Fi-Saga: James Cameron nimmt das Publikum mit auf eine Reise nach Pandora und begleitet dabei den ehemaligen Marine und Na’vi Anführer Jake Sully sowie Na’vi Kriegerin Neytiri und ihre Familie. Nebenbei wird ein neues Na’vi-Volk eingeführt: die Feuer-Na’vi – die sogannten Ash People- zeigen, dass nicht alle Einwohner von Pandora gut sind…Recht viel mehr hat Disney bisher nicht bekanntgegeben. Bildgewaltig wird’s auf jeden Fall!
Für Fans von Popcorn-Eskapismus
Herz aus Eis
R: Lucile Hadzihalilovic. FR.
Die 1970er Jahre. Die Ausreißerin Jeanne findet in einem Filmstudio Zuflucht und gerät in den Bann von Cristina, der rätselhaften Hauptdarstellerin des Films „Die Schneekönigin“, der dort gerade gedreht wird. Christina gilt als genial, perfektionistisch und kompliziert, doch überraschend entwickelt sie eine fürsorgliche Zuneigung für Jeanne. Es entsteht eine gegenseitige Faszination zwischen der Schauspielerin und der jungen Frau.
Für jene, die an Märchen die Dunkelheit schätzen.
Lurker
R: Alex Russell. USA.
Der schüchterne Verkäufer Matthew führt ein eintöniges Leben in Los Angeles, bis er auf den charismatischen Oliver trifft, einen aufsteigenden Popstar kurz vor dem Durchbruch. Fasziniert von dessen Anziehungskraft und Kreativität, drängt sich Matthew immer tiefer in Olivers Welt. Was als stille Bewunderung beginnt, entwickelt sich zu einer gefährlichen Nähe, in der die Grenzen zwischen Freundschaft und Besessenheit, Inspiration und Manipulation zunehmend verschwimmen. Doch als Matthews Einfluss schwindet, ist er zum Äußersten bereit …
Für Fans von Saltburn, Teorema, Borgman, Visitor Q und anderen Intrusionsfilmen.
Die Filmstarts vom 11. Dezember
Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen
R: Gregor Schnitzler. D.
Die Neustädter Junghexe Bibi ist ganz aus dem Häuschen: Der große Hexenkongress steigt – und das auf dem Blocksberg! Klar wie Kartoffelbrei, dass sie zusammen mit Schubia und Flauipaui als Helferin mit dabei sein will. Doch kaum sind die ersten Hexen gelandet, geht alles drunter und drüber: Hexsprüche enden im Durcheinander, die Althexen spielen plötzlich verrückt und der ganze Hexenkongress gerät aus dem Ruder! Jetzt brauchen die Junghexen Mut, Fantasie und eine ordentliche Portion Freundschaft, um das Chaos zu stoppen und die Zukunft der Hexenwelt zu retten…
Für Fans von Kinderfilmen, die ihr Publikum ernst nehmen.
Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos
R: Cesc Gay. SPA.
Eva ist eine starke Frau, die weiß, was sie will, aber ihr Herz macht nach 25 Jahren Ehe nur noch Dienst nach Vorschrift. Das normale Leben hat ihr etwas genommen, das für sie lebenswichtig ist: das Spiel der Liebe. Bei einer Geschäftsreise nach Rom begegnet sie dem Schriftsteller Alex, in den sie sich spontan verliebt. Zurück in Barcelona gibt Eva ihr geordnetes Leben auf, steigt in die Welt der Dating-Algorithmen ein und versucht, sich im Dschungel der post-romantischen Möglichkeiten zurechtzufinden – nicht immer mit Erfolg.
Für jene hoffnungslosen Romantiker*innen, die nie genug der Liebesfilme sehen können. <3
Dreamers
R: Joy Gharoro-Akpojotor. UK.
Nachdem sie zwei Jahre illegal im Vereinigten Königreich gelebt hat, wird Isio in das Abschiebezentrum von Hatchworth eingewiesen. Sie hofft, dass ihr Asylantrag schnell bewilligt wird und sie ihr altes Leben wieder aufnehmen kann. Ihre Zimmergenossin Farah hat weniger Vertrauen ins System und schmiedet mit ihren Freundinnen bereits einen Fluchtplan. Zeit vergeht und im Chaos des Zentrums finden die beiden Frauen zueinander. Ein kleines Stück Glück wird immer größer, Hoffnung keimt. Doch dann wird Farahs Asylantrag abgelehnt.
Für die, die ihre Liebesgeschichten gerne realistischer haben.
Silent Night, Deadly Night
R: Mike P. Nelson. CA.
Remake des Slasher-Klassikers von 1984. Ein kleiner Junge muss mitansehen, wie seine Eltern von einem Mann im Weihnachtsmannkostüm ermordet werden und wird deshalb später selber… ein kaltblütiger Killer! Sie sehen, wir befinden uns in ganz anspruchsvollen Gefilden, aber Weihnachten selbst hat ja durchaus auch seine trashigen Seiten. Somit sei auch diesem Film Existenzberechtigung erteilt. Und Spaß macht er laut Vorabkritiken durchaus!
Für die große Dunkelziffer an Mitbürger*innen, die zum Fest zwischen „besinnlich“ und „blutrünstig“ changieren.
