Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 12. März

Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 12. März

Eine dreckige Sci-Fi-Komödie, eine Reise ins Paris des Jahres 1959 und ein historisches Kostüm-Musical? In den Filmstarts der Woche.

IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

Good Luck, Have Fun, Don’t Die

R: Gore Verbinski. USA.

Ein mysteriöser „Mann aus der Zukunft“(Sam Rockwell) betritt ein unscheinbares Diner in Los Angeles. Dort trifft er auf eine bunte Mischung von Gästen. Doch diese scheinbar gewöhnliche Begegnung entpuppt sich schnell als alles andere als zufällig. Der Mann aus der Zukunft enthüllt, dass er dringend eine Gruppe von Menschen braucht, um an einer nächtlichen Mission teilzunehmen, die das Schicksal der Welt entscheiden könnte.

Für Fans dreckig-verschrobener Science-Fiction á la 12 Monkeys.

Nouvelle Vague

R: Richard Linklater. FR.

Die Nostalgiewelle erreicht das Arthouse-Kino: Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit „Außer Atem“ ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird.

Für Fans von Godard, Truffaut, Rohmer, Rivette, Malle, Chabrol, Varda u.a.

The Testament of Ann Lee

R: Mona Fastvold. USA, UK u.a.

England, 18. Jahrhundert. Ann Lee (Amanda Seyfried) gründet eine Glaubensgemeinschaft, die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern predigt und deren Gottesdienste rhythmische Tanzeinlagen sind. Als die Anfeindungen zunehmen, führt Ann Lee ihre kleine Schar Gläubiger*innen über den Atlantik, um eine neue Utopie zu errichten. Doch der Preis ihrer Vision ist hoch. Im Vorfeld überschlägt sich die Kritik nahezu.

Für die, die nach Hamnet und „Wuthering Heights“ noch mehr Lust auf Kostümdramen haben.


Die Filmstarts vom 5. März

Hoppers

R: Daniel Chong. USA.

Biber sind grad in: WissenschaftlerInnen haben entdeckt, wie das menschliche Bewusstsein in lebensechte Robotertiere „hoppen“ kann, was es Menschen erlaubt, mit Tieren als Tiere zu kommunizieren! Große Neuigkeiten für Mabel, eine Tierfreundin, die die Gelegenheit ergreift, die Technologie zu nutzen, wobei sie Mysterien des Tierreichs enthüllt, die weit über das hinausgehen, was sie sich je erträumt hätte. Der neueste Streich des Studios Pixar (Toy Story, Findet Nemo etc.), das verlässlich schlaue Kinderfilme produziert.

Für jene, die sich nach „Hundreds of Beavers“ die Rache der lieben Nager wünschen.

Monsieur Robert kennt kein Pardon

R: Pierre-François Martin-Laval. F.

Endlich kann Robert Poutifard in Rente gehen. Nach über 30 Jahren treuer Dienste als Lehrer an einer Grundschule könnte er nun seinen verdienten Ruhestand genießen. Aber er hat da noch drei Rechnungen mit ehemaligen Schülern offen, die ihm besonders übel mitgespielt haben. Sie waren es, die ihn um die Liebe seines Lebens zu einer Kollegin aus Québec gebracht haben. Und Robert Poutifard will keine süße Rache, sondern den kleinen vorlauten Gören von damals die Karriere und ihr erfolgreiches Leben zerstören. So hat er den erfolgreichen Chefkoch Anthony, die inzwischen populären Influencer-Zwillinge und Audrey, eine Pop-Diva im Visier.

Für Freund*innen schwarzen Humors mit einer Messerspitze Savoir Vivre beigemengt.

The Bride! – Es lebe die Braut

R: Maggie Gyllenhaal. USA.

Frankensteins einsames Monster (Christian Bale) reist ins Chicago der 1930er-Jahre, um die geniale Wissenschaftlerin Dr. Euphronius (Annette Bening) zu bitten, eine Gefährtin für ihn zu erschaffen. Die beiden reanimieren eine ermordete junge Frau – „die Braut“ (Jessie Buckley) ist geboren. Doch was sich daraufhin entfaltet, sprengt all ihre Erwartungen: Mord! Besessenheit! Eine entfesselte, radikale Kulturbewegung! Und mitten in diesem Strudel ein geächtetes Paar, verstrickt in eine Romanze, deren heiße Glut zugleich entflammt und zerstört.

Für jene, die sich bei „Wuthering Heights“ mehr Untote gewünscht haben.

Jeunes mères – Junge Mütter

R: Jean-Pierre Dardenne, Luc Dardenne. FR.

Zwei alte weiße Männer drehen einen Film über eine Gruppe junger Mütter: Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen. Die Regie führenden Dardenne-Brüder stehen für empathisches Kino jenseits identitärer Diskurse und haben in dieser Rolle schon oft bewiesen, dass es möglich ist engagiert Geschichten außerhalb des eigenen Erfahrungshorizonts zu erzählen ohne, dass es zum bloßen „Virtue Signalling“ verkommt.

Für Fans bedächtig-wuchtigen Erzählkinos.

Gelbe Briefe

R: İlker Çatak. D, FR, T.

Derya und Aziz, ein gefeiertes Künstlerehepaar aus Ankara, führen mit ihrer 13-jährigen Tochter Ezgi ein erfülltes Leben – bis ein Vorfall bei der Premiere ihres neuen Theaterstücks alles verändert. Über Nacht geraten sie ins Visier des Staates und verlieren ihre Arbeit und ihre Wohnung. Sie gehen nach Istanbul, wo sie vorläufig bei der Mutter von Aziz unterkommen. Während sich Aziz mit Gelegenheitsjobs durchschlägt und an seinen Überzeugungen festhält, sucht Derya nach einem Ausweg, der sie finanziell unabhängig macht. Nach und nach vergrößert sich die Distanz zwischen ihnen und ihrer Tochter, bis sie sich zwischen ihren Wertvorstellungen und der gemeinsamen Zukunft als Familie entscheiden müssen.

Nicht nur für Fans von Çataks 2023er Hit „Das Lehrerzimmer“.


Die Filmstarts vom 26.2.

Father Mother Sister Brother

R: Jim Jarmusch. USA

Der Meister der Coolness und Zwischentöne mit einem Spielfilm als Triptychon. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: Im Nordosten der USA; in Dublin und in Paris. In den ruhigen Charakterstudien treten unter anderen Tom Waits, Adam Driver, Charlotte Rampling, Cate Blanchett auf.

Für Fans von Filmen in denen beinahe nichts passiert.

Marty Supreme

R: Josh Safdie. USA

Schuhverkäufer Marty (Timothée Chalamet) hat nur ein Ziel im Leben: Weltmeister im Tischtennis zu werden und somit in den Olymp der gefeierten Athleten aufzusteigen, zu denen er sich selbst ohnehin schon lange zählt. Um an einem Turnier in London teilnehmen zu können, setzt der junge New Yorker alles auf eine Karte, muss sich im nervenaufreibenden Finale aber dem japanischen Sportstar Endo geschlagen geben. Doch das ist erst der Anfang der Odyssee eines Mannes, der bereit ist, für Ruhm und Erfolg alles zu riskieren.

Für Fans des zumindest auf der Leinwand erlebbaren amerikanischen Traums

Night Stage

R: Filipe Matzembacher & Marcio Reolon. BRA

Dem aufstrebenden Schauspieler Matias gefällt es, angeschaut zu werden – sei es auf der Bühne oder beim nächtlichen Sex in der Öffentlichkeit mit dem Politiker Rafael. Letzterer will Bürgermeister von Porto Alegre werden, und beiden liegt viel daran, ihre Beziehung zugunsten ihrer jeweiligen Karriere geheim zu halten. Trotzdem probieren sie immer wieder aus, wie weit sie bei ihren gemeinsamen Abenteuern gehen können: im Park, im Auto, im Büro oder im Hinterhof. Wohl wissend, dass Rafaels Geldgeber zu allen Mitteln greifen würden, um dieser Affäre ein Ende zu setzen.

Für Fans schwitzender Körper in blau-rotem Neonlicht


Die Filmstarts vom 19.Februar

Souleymans Geschichte

R: Boris Lojkine. FR.

Souleymane ist aus Guinea geflüchtet und versucht in Frankreich einen Asylantrag zu stellen. Da er keinen Pass hat, braucht er dringend Geld, um an Papiere zu kommen. Dafür schlägt er sich unter haarsträubenden Bedingungen als Fahrradkurier für einen Food Delivery Service in Paris über die Runden. Es bleiben ihm nur noch 48h bis zu seinem entscheidenden Termin beim Migrationsamt.

Für… No Border, No Nation! Refugees Welcome!

Dust Bunny

R: Bryan Fuller. USA.

Der Serienschöpfer von Hannibal und Pushing Daisies gibt sein Spielfilmdebüt: Ein zehnjähriges Mädchen verbündet sich mit ihrem namenlosen Nachbarn (Mads Mikkelsen), um sich gemeinsam ihren inneren und äußeren Monstern zu stellen. Aurora ist überzeugt: Ein Monster hat ihre Familie verschlungen. Ihre letzte Hoffnung ruht auf dem unheimlichen Mann von nebenan – von dem es heißt, er töte „echte“ Monster. Was als skurrile Geschichte beginnt, entwickelt sich rasch zu einem düsteren Geflecht aus Gewalt, Schuld und kindlicher Vorstellungskraft.

Für Fans von „Pan’s Labyrinth“ und „Léon – Der Profi“

Das Flüstern der Wälder

R: Vincent Munier. FR.

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier, Vater des Filmemachers Vincent, auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend – immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.

Für Fans von Muniers „Der Schneeleopard“ und anderen eindrucksvollen Naturdokumentationen