Snow-covered cinema in a pine forest; a person in a red coat pulls a suitcase toward the entrance.

Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 20. August

Eine libanesische Liebesgeschichte durch die Jahrzehnte, surrealer Horror mit Gillian Anderson und ein weiterer Beitrag aus dem Feld der Ostalgie… in den Filmstarts der Woche.

IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

A Sad and beautiful world

R: Cyril Aris. LIB.

Liebe in unruhigen Zeiten: Nino und Yasmina werden im selben libanesischen Krankenhaus, am selben Tag und nur Sekunden nacheinander geboren, ohne zu ahnen, dass sich ihre Lebenswege für immer miteinander verweben werden. Im ewigen Chaos Beiruts werden sie Kindheitsfreunde, verlieren sich aus den Augen, nur um sich Jahrzehnte später durch einen Zufall wiederzutreffen und Hals über Kopf zu verlieben. Nino betreibt mittlerweile das Restaurant seiner Familie mit ansteckender Lebensfreude, die desillusionierte Karrierefrau Yasmina würde am liebsten nach Europa auswandern…

Für Fans der verschlungenen Lebenswege, auf denen wir alle unaufhaltsam voran wandern.

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

R: Jane Schoenbrun. USA.

Nach mehreren abgeschmackten Sequels erhält eine junge Regisseurin den Auftrag, die Horrorfilmreihe Camp Miasma wiederauferstehen zu lassen. Doch als sie die zurückgezogen lebende Original-Hauptdarstellerin besucht, versinken beide Frauen in einer blutigen Welt voller Begierde, Furcht und Wahn. Mit einer großartigen Gillian Anderson.

Für Fans von Meta-Horror á la Cabin in the Woods.

Spaziergang nach Syrakus

R: Lars Jessen. D.

Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz. Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottfried Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne. Paul ersinnt einen verwegenen Plan …

Für Fans von… puh… all den anderen Filmen, deren Zusammenfassung ungefähr so wie die obige klingt.

Die Filmstarts vom 13. August

Exit 8

R: Genki Kawamura. JP.

„Backrooms“ á la japonaise: Ein Mann ist in einem seltsam sterilen U-Bahn-Gang gefangen, der sich in einer scheinbar endlosen Schleife ständig wiederholt. Um zu entkommen, muss er den „Exit 8“ finden. Die Regeln sind einfach: Entdeckst du eine Veränderung, kehr sofort um. Entdeckst du keine, geh weiter. Wenn du auch nur einen einzigen Hinweis übersiehst, musst du zurück zum Anfang.

Für all jene, die sich immer schon fragten: „Wie würde es sich eigentlich in diesem M.C. Escher Gemälde leben lassen?“

Steckerlfischfiasko

R: Ed Herzog. D.

Für den beliebten Dorfgendarm Franz Eberhofer geht es auf bisher unberührtes Terrain, als der örtliche Steckerlfischkönig auf dem hiesigen Golfplatz mausetot aufgefunden wird. Klar, dass sich der Franz da nicht länger mit Nichtigkeiten wie dem Umzug in den Neubau oder dem Wahlkampf von der Susi zur Bürgermeisterin aufhalten kann. Gemeinsam mit Kumpel Rudi Birkenberger und dem richtigen Riecher ermittelt das wiedervereinte Dreamteam inmitten zweier verfeindeter Volksfestclans – Fiasko vorprogrammiert.

Für Fans der neun vorherigen -ja wahrlich charmanten- Filme der Kultreihe.

Sunny Dancer

R: George Jaques. GB.

Partys, Freunde, große Freiheit – die Sommerferien eines typischen Teenagers. Nicht so für die eigenbrötlerische Ivy, die sich nach ihrer überstandenen Krebserkrankung zurückzieht. Aus diesem Grund melden ihre überfürsorglichen Eltern die 17-Jährige für einen vierwöchigen Aufenthalt im Children Run Free Camp für krebskranke Jugendliche an. Überzeugt, dass ihr die schlimmste Zeit ihres Lebens bevorsteht, bezieht Ivy ihre Unterkunft und findet unerwartet Gleichgesinnte in einer Gruppe von Außenseiter*innen, aus denen schnell ein Freundeskreis wird.

Für Fans von Coming-of-Age-Stories, in denen ruhig auch ein paar Schicksalsschläge vorkommen dürfen.

The End of Oak Street

R: David Robert Mitchell. USA.

Das Ende der Welt hat immer noch Konjunktur: Ein unerklärliches kosmisches Ereignis reißt die Oak Street aus ihrem Vorstadtidyll heraus und befördert die gesamte Nachbarschaft an einen unbekannten Ort. Die Mitglieder der Familie Platt müssen in dieser für sie völlig fremden Umgebung schnell feststellen, dass sie nur dann überleben können, wenn sie eng zusammenstehen.

Für Fans von Anne Hathaway und Ewan MacGregor im Griff wohlbemuskelter Dinosaurierkiefer

Im Spiegel meiner Mutter

R: Jutta Brückner. D.

Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner (Corinna Harfouch) macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter (Hildegard Schmahl) verarbeiten. Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen.

Für Fans komplexer Familiendramen, in denen verborgene Geheimnisse ans Licht kommen.

Die Filmstarts vom 6. August

Flieg Steil

R: Martina Schöne-Radunski, Lana Cooper. D.

„Die in der rechten Szene angesehene Musikerin Konnie verliert an Ansehen, als sie feministische und queere Inhalte in ihre Musik einbindet. Um sich zu rehabilitieren, nutzt sie den Außenseiter-Punk Rudi, der eine Nazi-Kneipe attackieren will. Doch beide kämpfen letztlich einen Kampf um Zugehörigkeit – wer bleibt übrig?“ So hier die antifaschistische linke und die menschenfeindliche rechte Szene nicht über einen Kamm geschoren werden, könnte dieser Film sehr interessant sein!

Für Fans von „SLC Punk“, „American History X“ und/oder „Kriegerin“

Lebensansichten eines Huhns

R: György Pálfi. D, GR, HU.

Der Zufall will es, dass auf einem griechischen Hühnerhof ein schwarz gefiedertes und besonders kluges Hühnchen eines Tages entschlüpft und loszieht in die große, weite Welt. Nach einem Tankstellen-Rendezvous mit einem hungrigen Fuchs nutzt es eine Mitfahrgelegenheit mit einem Lkw. Doch ein Hund verschleppt das renitente Federtier auf den Hinterhof eines heruntergekommenen Restaurants. Dessen alternder Besitzer steht nur scheinbar besser da, denn der Laden läuft nicht mehr und schlecht gelaunte Schmuggler gehen ein und aus… Regisseur Pálfi steht für überbordende Leinwandfantasie.

Für Fans von unscheinbar und daher umso wuchtiger daherkommenden existenziellen Dramen. Mit und ohne Hühnern.

Everytime

R. Sandra Wollner. D, Ö.

Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister sind überall.

Für Leute, die sich -wie ich- freuen Birgit Minichmayr auf der Leinwand zu sehen.

Der Klang der Stradivari

R: Grégory Magne. F.

Astrid steht kurz davor, Musikgeschichte zu schreiben und den Traum ihres verstorbenen Vaters zu erfüllen: vier weltberühmte Stradivari zum ersten Mal für ein Konzert zu vereinen. Doch die Harmonie endet bei den kostbaren Streichinstrumenten. Die für das Projekt engagierten Solisten Lise, George, Peter und Apolline beherrschen zwar virtuos ihre Saiten, aber nicht ihre Emotionen. Während der Proben auf dem abgeschiedenen Chateau prallen Eitelkeiten, alte Rivalitäten und künstlerische Differenzen aufeinander

Für Fans liebevoll-verschrobener Feelgood-Komödien.

Die Filmstarts vom 30. Juli

Spider-Man 4: Brand New Day

R: Destin Daniel Cretton. USA.

Superheldenfilmfortsetzung: Als Spider-Man stellt Peter Parker sich nun in Vollzeit dem Verbrechen entgegen – in einer Welt, die sich nicht mehr an ihn erinnert. Während er mitansehen muss, wie seine einstigen Freunde ihr Leben ohne ihn weiterführen, gerät Peter zunehmend unter Druck. Dabei setzt eine tiefgreifende Veränderung in ihm Kräfte frei, die er möglicherweise nicht kontrollieren kann. Doch diese Verwandlung könnte auch das Einzige sein, was eine schockierende neue Bedrohung für die Stadt und die Menschen, die er liebt, aufzuhalten vermag. Ob das gut geht?

Für Fans von Vorhersehbarkeit mit Schauwerten.

Bitteres Fest

R: Pedro Almodóvar. SPA.

Meta-Spielereien vom Altmeister: Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben. In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet ein erfolgreicher Autor, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.

„Für alle, die sich so fühlen, als würde ihr Leben von jemandem geschrieben.“ las er*sie im Stadtmagazin und blickte verblüfft vom Heft auf.

The Invite

R: Olivia Wilde. USA.

Nach 15 Jahren Ehe steckt die Beziehung von Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) in der Krise. Gemeinsame Abendessen mit anderen Paaren gab es schon lange nicht mehr. Als Angela spontan die Nachbarn aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als die distanzierten Begegnungen im Fahrstuhl bislang vermuten ließen…

Für Fans von Yasmina Reza mit einer Prise Woody Allen

Amore und Basta!

R: Massimiliano Bruno. IT.

Alessandra und Valerio treffen sich eines Morgens im Bus und landen kurz darauf im Bett – trotz unterschiedlichster Lebenseinstellungen. Wie sich zum Schrecken beider herausstellt, ist Valerio Direktor an der neuen Schule der freigeistigen Lehrerin. Doch da beide wie Feuer und Wasser sind, beginnt es zwischen der feministischen Alessandra und dem machohaften Valerio ordentlich zu dampfen.

Für Fans von etwas arg konstruierten Komödien, die dennoch ihren Charme entfalten.