Smiling naked man lying on grass in a park, with other sunbathers visible in the background.

Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 14. Mai

Hugh Jackman unter Schafen, ein Münchner im Himmel, ein großes Drama aus Ungarn und vieles mehr… in den Filmstarts der Woche.

IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

Wacken – Hearts Full of Metal

R: Cordula Kablitz-Post. D.

Einmal im Jahr wird der kleine Ort Wacken in Schleswig-Holstein zu dem Treffpunkt für Rock- und Metal-Fans aus aller Welt. Zum 35. Jubiläum des Wacken Open AIR, bei dem rund 85.0000 Fans erwartet werden, liefert der Film einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen. Festivalgründer Holger Hübner und Thomas Jensen erzählen die spektakuläre Geschichte des weltbekannten Festivals, das als kleine Dorfparty anfing und mittlerweile international berühmt ist.

Für all jene, die ihre Häupter gerne zu verzerrten Saiteninstrumentenklängen auf und ab wippen lassen.

Glennkill: Ein Schafskrimi

R: Kyle Balda. USA.

Schäfer George (Hugh Jackman) liest seinen geliebten Schafen jeden Abend Krimis vor und nimmt an, dass sie kein Wort davon verstehen. Doch als ein mysteriöser Vorfall das friedliche Leben auf der Farm durchbricht, wird den Schafen bewusst, dass sie selbst nun die Ermittlungen übernehmen müssen. Also folgen sie der Spur der Beweise und machen menschliche Verdächtige ausfindig. Dabei beweisen sie, dass auch Schafe brillant darin sein können, Verbrechen aufzuklären.

Für jene, die Shaun das Schaf gerne etwas blutrünstiger hätten.

Ein Münchner im Himmel – Der Tod ist erst der Anfang

R: David Dietl. D.

Ein Klassiker im neuen Gewand: Taxifahrer und Münchner Original Wiggerl (Maximilian Brückner) landet nach einem Autounfall im Himmel – aber statt Bier und Blasmusik gibt’s hier nur Soja-Manna und Yoga zu Harfenklängen. Ein Albtraum für den aufmüpfigen bayerischen Dickkopf. Damit im Himmel wieder Ruhe und Frieden einkehrt, schickt man ihn kurzerhand mit einer Mission zurück. Wenn er es schafft, sein Karma-Konto auf Vordermann zu bringen, darf er auf der Erde bleiben.

Für Fans von Münchner Mythen zwischen Dietl und Thoma

Andor Hirsch

R: László Nemes. HU.

Eben noch demokratisch gewählt, und schon kommt ein Film, der die verlorengegangene Demokratie zum Thema hat auf unsere Leinwände: Nach dem ungarischen Volksaufstand von 1956 wächst ein kleiner Junge bei seiner Mutter auf, die ihm die idealisierte Geschichte seines verstorbenen Vaters erzählt. Doch eines Tages taucht ein brutaler Mann auf, der behauptet, sein leiblicher Vater zu sein.

Für Fans von Filmen, in denen sich große und kleine Geschichte durchdringen.

Was an Empfindsamkeit bleibt

R: Daniela Magnani-Hüller. D.

Vierzehn Jahre nachdem die Filmemacherin den versuchten Femizid eines Mitschülers überlebt hat, kehrt sie zu den prägenden Momenten und Menschen von damals zurück. Es sind Erinnerungen voller Wärme und Zuversicht, aber auch von Kälte und Brutalität. In einer fragmentarischen, selbstreflexiven Erzählform nähert sie sich dem Erlebten erneut an und begegnet den Personen, die in den drei Jahren um die Tat für sie eine wichtige Rolle spielten: einer Lehrerin, einer ehemaligen Mitschülerin, einem Arzt u.a.

Besonders für all jene, die immer noch nicht begriffen haben, dass das Patriarchat abgeschafft werden sollte.

Palästinä 36

R: Annemarie Jacir.

Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig siedeln sich europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in der Region an. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands. Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu – ein entscheidender Moment, der den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.

Für Fans historischer Filme, die bis ins Heute strahlen.


Die Filmstarts vom 7. Mai

Wild Foxes

R: Valéry Carnoy. F, B.

Der junge talentierte Boxer Camille träumt von einer Zukunft im Profisport. Camille ist ehrgeizig, gilt als unschlagbar im Ring – und füttert heimlich Füchse im angrenzenden Wald. Als er bei einem Waldausflug von einem Felsen abstürzt, überlebt er nur knapp. Nach schneller Genesung wird Camille von unerklärlichen Schmerzen heimgesucht, die seinen Traum von einer Karriere bedrohen. Auch die Beziehung zu seinem Team verschlechtert sich, denn in der Welt der jungen Boxer gibt es für Schwäche keinen Platz. Als ein wichtiges Turnier in Brüssel ansteht, setzt Camille alles auf eine Karte…

Für jene, die seit „Raging Bull“ auf einen weiteren Boxfilm mit Zwischentönen gewartet haben.

Whistle

R: Corin Hardy. USA.

Mehr Aztekenhorror für die Welt: Der Fund eines geheimnisvollen Artefakts setzt eine Kette blutiger Ereignisse an der Pellington High in Gang. Die uralte aztekische Totenpfeife hält einen Fluch gefangen. Wer sie bläst, ist zu einem furchtbaren Tod verdammt, wie auch alle anderen, die den markerschütternden Schrei des Instruments hören… Manche sagen: Eine entlegene Metapher für Schoolshootings. Andere: Tumber Horrorspaß.

Für Fans von… Warum müssen in diesen Filmen eigentlich immer Teenager ihr Ende finden?

Nürnberg

R: James Vanderbilt. USA.

Hermann Göring (Russell Crowe) wird von den Alliierten verhaftet und soll als ranghöchster noch verbliebener Nazi für die unfassbaren Taten des NS-Regimes zur Rechenschaft gezogen werden. Der Psychiater Dr. Kelley (Rami Malek) wird beauftragt, alle Angeklagten auf ihre Prozessfähigkeit hin zu untersuchen. Schnell ist er von Görings Scharfsinn und Charisma eingenommen und obwohl er dessen Machtspiele durchschaut, kann sich Dr. Kelley der manipulativen Stärke und Faszination des Bösen nur schwer entziehen.

Für Fans dramaturgisch überspitzter Filme über das 3. Reich, wie sie nur in den USA gedreht werden.

Das Gewicht der Welt

R: Florian Heinzen-Ziob. D.

Wissenschaft soll sachlich sein: Fakten statt Gefühle. Aber eine neue Generation Naturwissenschaftler*innen erlebt, wie ihre Forschung durch den Klimawandel aus den Fugen gerät. Statt die Wunder der Natur zu entdecken, sind Maria, Doktorin der Glaziologie, Sebastian, Professor für Physikalische Chemie, und Nana, Molekularbiologin, Chronisten einer untergehenden Welt. Aber niemand hört auf sie. Was tun? Statt sich frustriert in den Elfenbeinturm ihrer Forschung zurückzuziehen, verlassen sie das Labor und werden zu Aktivist*innen…

Für Fans unseres Planeten.

Die Filmstarts vom 30. April

Rose

R: Markus Schleinzer. Ö, D.

„Die wahrhaftige Beschreibung einer Land- und Leutebetrügerin, die, obwohl als eine Weibs-Person geboren dem zum Trotz unter falschem Nam als Manns-Bild sich betragen, und viel üble Schandtat hat getrieben.“In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgeschiedenen Dorf. Der Fremde behauptet, Erbe eines verlassenen Gutshofs zu sein, und kann ein Dokument vorlegen, das seinen Anspruch bestätigt. Zum großen Missfallen der Dorfgemeinde… Sandra Hüller darf mal wieder brillieren.

Für Fans von „Marketa Lazarová“, „Es ist schwer, ein Gott zu sein“ und andere Filme von archaischer Wucht.

Der Teufel trägt Prada 2

R: David Frankel. USA.

Nachdem sie vor zwanzig Jahren in ihren Rollen als Miranda, Andy, Emily und Nigel zu sehen waren, kehren Meryl Streep, Anne Hathaway, Emily Blunt und Stanley Tucci in die modischen Straßen von New York City und in die eleganten Büros des Runway-Magazins zurück. Und auch wenn zwei Dekaden ins Land gezogen sind, sind die Fronten deswegen nicht weniger verhärtet.

Für Fans großer amerikanischer Schauspiel-Komödien, wie sie immer seltener gedreht werden.

Erich Fried – Friendly Fire

R: Klaus Fried, Julia Albrecht. D.

Der Eröffnungsfilm des letztjährigen DOK.Films: Der Österreicher Erich Fried ist der bis heute meistgelesene, deutschsprachige Lyriker. Seine Lebensumstände sind die eines traumatisierten, hochgebildeten und empathischen Unruhestifters und einem fast krankhaften Drang zur Versöhnung mit den Extremen politischer Überzeugungen, von RAF bis Neo-Nazi Michael Kühnen. Sein in England lebender Sohn Klaus beklagt, dass er ihn mit einer Generation junger Deutscher teilen musste, die ihren eigenen Vätern nicht trauen konnten und er begibt sich auf Spurensuche.

Für jene, die in 109 Minuten durchs komplette europäische 20. Jahrhundert reisen wollen.


Die Filmstarts vom 23. April

Michael

R: Antoine Fuqua. USA.

Umstritten aber natürlich wegweisend: der King of Pop. Dieses Bio-Pic ist laut Verleih „das Portrait eines Ausnahmekünstlers, dessen Musik die Welt bewegt und jede Generation bis heute inspiriert hat.“ Der Film zeichne „seinen Weg nach von der Entdeckung seines außergewöhnlichen Talents als Leadsänger der Jackson Five bis hin zu dem visionären Künstler, dessen kreativer Ehrgeiz ihn unermüdlich antrieb, der größte Entertainer der Welt zu werden.“ Puh, schon dick aufgetragen… Gespielt wird Jacko übrigens von Jafaar Jackson, dem Neffen Michaels.

Für Fans klassischer Bio-Pics, die aber manche Lebensaspekte der gezeigten Persönlichkeit bewusst ausblenden.

Wir Erben

R: Simon Baumann. D, F.

Familien-Doku: Inmitten der ländlichen Idylle Frankreichs liegt das Lebenswerk von Stephanie und Ruedi Baumann – ein biologischer Landwirtschaftsbetrieb, den sie seit über 20 Jahren mit politischem Eifer und Hingabe führen. Mit zunehmendem Alter stellt sich die Frage, wer den Hof einmal übernehmen wird. Ihr Sohn Simon, längst in einem eigenen Leben als Filmemacher verankert, begleitet mit der Kamera, wie die Familie über diese Zukunft nachdenkt. Sein Bruder Kilian führt bereits einen eigenen Betrieb. Beide stehen vor der Herausforderung, persönliche Wege und die Verantwortung des Erbes in Einklang zu bringen.

Für Fans charmant offener Nabelschauen.

Die reichste Frau der Welt

R: Thierry Klifa. F.

Satire: Die reichste Frau der Welt (Isabelle Huppert) begegnet einem Fotografen voll unverschämtem Ehrgeiz. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Mit kreativer Boshaftigkeit nistet er sich ein – in den altehrwürdigen Machtstrukturen dieser Familie und ihrem grenzenlosen Luxus. Doch da ist auch noch eine Tochter, die um ihr Erbe, die Familie und die Liebe ihrer Mutter kämpft. Und ein Butler, der mehr weiß als er sagt. Über Familiengeheimnisse und fragwürdige Spenden in astronomischen Höhen. Es beginnt ein Krieg, dem alle Mittel recht sind.

Für jene, die sich ein Crossover aus „Teorema“ und „Altes Geld“ wünschen.

Cotton Queen

R: Suzannah Mirghani. D, F u.a.

Nafisa (15) lebt in einem traditionellen Baumwolldorf im Sudan. Sie hat Sommerferien und muss mit ihren Freundinnen bei der Baumwollernte ihrer Großmutter helfen. Außerdem ist sie zum ersten Mal verliebt – in einen Jungen aus dem Dorf. Ihre Großmutter Al-Sit, die geachtete Matriarchin, hält die Fäden des Dorfs fest in ihren Händen und gibt ihr Wissen an Nafisa weiter. Die Ankunft von Nadir, einem jungen sudanstämmigen Geschäftsmann aus dem Ausland, droht das Leben des Dorfs durch neue Technologien im Baumwollanbau zu erschüttern. Nafisas Eltern wittern die Chance, ihre Tochter mit Nadir zu verheiraten und so den Wohlstand der Familie zu vergrößern…

Für jene, die über ihren mitteleuropäisch-westlichen Tellerrand hinaussehen wollen.