IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.
Gentle Monster
R: Marie Kreutzer. Ö, D, F.
Die Konzertpianistin Lucy (Léa Seydoux) zieht mit ihrem Mann Philip (Laurence Rupp) und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa (Jella Haase) gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?
Für Fans großer Krimis in großer Besetzung! Auch Catherine Deneuve mischt mit!
Pressure
R: Anthony Maras. UK.
England, Juni 1944: Unter dem Oberbefehl von US-General Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) steht die größte See-Invasion der Menschheitsgeschichte kurz bevor. Ob der Angriff der Alliierten in der Normandie gelingt, hängt jedoch von einer entscheidenden Bedingung ab – dem richtigen Wetter. In den letzten, entscheidenden 72 Stunden vor dem D Day muss der britische Chefmeteorologe Captain James Stagg (Andrew Scott) die folgenreichste Vorhersage seines Lebens treffen und gerät dabei in einen erbitterten Konflikt mit der alliierten Führung.
Für die, die neue Perspektiven zu einem vielfach verfilmten Kapitel der Geschichte sehen wollen.
Adams Acht
R: Hannu Salonen. D.
Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR. Hier unterrichtet Karl Adam Mathematik, Physik und Sport und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer, Außenseiter, Einzelkämpfer, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Doch Adam sieht etwas in diesen Männern, das sonst niemand sieht. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive. Adams unkonventionelle Methoden führen zu ersten Erfolgen, doch die Funktionäre des elitären deutschen Rudersports belächeln und sabotieren ihn…
Für Fans von Filmen in den sich kleine und große Geschichte durchdringen.
Coyote vs. ACME
R: Dave Green. USA.
Cartoon trifft Realfilm. Wir erinnern uns an unsere Kindheit: Ein Kojote jagt den Roadrunner mithilfe diverser Produkte der Firma „ACME“. Diese funktionieren schlecht und explodieren meist im Gesicht des armen Kojoten. Nach all den Jahren vergeblicher Liebesmüh hat er es satt und beschließt, das Unternehmen für seine mangelhafte Ware zu verklagen. Ein aberwitziges Spiel beginnt, indem neben sagenhaften Cartoonsequenzen auch die Satire nicht zu kurz kommt.
Für Fans von „Space Jam“, „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ etc.
Die Filmstarts vom 10. September
Oasis: Don’t Look Back in Anger
R: Dylan Southern, Will Lovelace. UK.
Eine Geschichte so alt wie die Zeit selbst: Kaum haben sich die Kain und Abel des Rock versöhnt, gehen sie schon auf Tour und nicht mal ein Jahr später kommt schon die Doku über diese weltweit ersehnte Reunion ins Kino. Darin zu sehen: Live-Aufnahmen, Backstage-Material und das erste gemeinsame Interview der beiden Streithansel namens Liam und Noel Gallagher seit über 20 Jahren.
Für Fans von Blur, die mal in diese andere, recht große Britpop-Band reinschnuppern wollen.
The Uprising – Für die Freiheit
R: Paul Greengrass. USA.
England im 14. Jahrhundert: eine verheerende Pestwelle hat große Teile der Bevölkerung ausgelöscht. Die Menschen leiden unter der erdrückenden Steuerlast und sozialer Ungerechtigkeit. Wut und Verzweiflung über die tyrannische Herrschaft des jungen Königs Richard II. breiten sich immer mehr im ganzen Land aus. Der einfache Bauer Ploughman (Andrew Garfield) gerät ins Zentrum des Bauernaufstands von 1381, als er sich einer Gruppe von Rebellen anschließt. Gemeinsam ziehen die Aufständischen nach London…
Für Fans von Historien-Epen mit sozialkritischem Gegenwartsanspruch
Bad Apples
R: Jonatan Etzeler. USA.
Grundschullehrerin Maria (Saoirse Ronan) hat alle Hände voll zu tun, ihre zehnjährigen Schüler*innen zu motivieren. Besonders ein unberechenbarer Junge bringt sie immer wieder an ihre Grenzen. Als Marias berufliche Existenz auf dem Spiel steht, trifft sie eine fatale Entscheidung: Sie nimmt den Schüler mit nach Hause und sperrt ihn im Keller ein. Doch während ihre Klasse plötzlich aufblüht und Maria für ihre Erfolge gefeiert wird, gerät sie immer tiefer in eine ausweglose Situation.
Für Fans rabenschwarzer Komödien, in denen man -Oh Schreck!- zum Bösewicht hält.
KitKatClub – Kinks of Berlin
R: Philipp Fussenegger. D.
LifeHack
R: Ronan Corrigan. UK.
Kyle und seine Freunde verbringen ihre Tage damit, im Netz Betrüger abzuziehen, Sicherheitslücken ausfindig zu machen und sich aus purer Neugier in streng geheime Sicherheitssysteme zu hacken. Als die Gruppe das Krypto-Imperium eines fiesen Tech-Milliardärs ins Visier nimmt, scheint der Riesen-Jackpot nur noch ein paar Klicks entfernt. Doch leider geht der Plan nach hinten los: Die ebenso brillante wie skrupellose Tochter des Milliardärs kommt ihnen auf die Schliche und stellt sie vor ein hartes Ultimatum…
Für jene, die das neue Subgenre „screenlife“ bzw. „Desktop-Film“ entdecken wollen, bei dem die gesamte Handlung über Bildschirme erzählt wird.
Die Filmstarts vom 3. September
Bonnie
R: Mark Lohr. D.
Eine Heavy-Metal-Krimikomödie aus München? Hallelujah! Gegen alle Wahrscheinlichkeiten haben junge Filmenthusiast*innen Lust gehabt eine solche zu drehen und es einfach durchgezogen! Als ein mysteriöser Rucksack vor ihrer einstigen Stammkneipe auftaucht, stolpern zwei ehemalige Band-Kolleginnen Hals über Kopf in eine Hetzjagd quer durch München – dabei werden sie nicht nur mit einer tickenden Bombe und zwei chaotischen Polizisten konfrontiert, sondern auch mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Mit viel Liebe und Verve erzählt und das ein oder andere bekannte Gesicht sieht man auch.
Für Fans von Krimis mit Lokalkolorit, die sich nebenbei eine gehörige Portion Inspiration abholen wollen.
Wer weiß schon, was ein Leben ist?
R: Annelie Boros, Vera Brückner. D.
Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich eine junge Schauspielerin (gespielt von Katharina Stark) auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Zwischen Worpswede und Paris nähert sie sich Leben, Werk und Denken Paula Modersohn-Beckers an. Je tiefer sie in deren Welt eintaucht, desto mehr wird die Suche auch zu einer Begegnung mit sich selbst.
Für Fans von Biopics in artsy.
Das gewisse Etwas
R: Marc Rothemund. D.
Nach einem Juwelenraub verstecken sich Alex und sein Vater Karlo ausgerechnet bei einer Gruppe junger Erwachsener mit Beeinträchtigung, die mit ihren Betreuenden gerade in den Sommerurlaub aufbrechen. Die beiden Ganoven geben sich kurzerhand als der fehlende Mitreisende Otto und dessen Betreuer aus – eine fast perfekte Tarnung…
Für Fans des französischen Kinohits „Was ist schon normal?“ von 2024, dessen Remake dieser Film ist.
Vaterland
R: Pawel Pawlikowski. P, D, I.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft…
Für alle, die wissen wollen, wie die Gräuel der deutschen Geschichte in unser aller Familien eindringen.
Die Filmstarts vom 27. August
Das Ende der Sterne
R: Ridley Scott. USA.
Und noch ein Endzeit-Szenario aus den der Apokalypse verfallenen USA. Und dann auch noch mit den beiden schwer beliebten Leinwand-Wonneproppen Jacob Elordi und Margaret Qualley: Regielegende Scott (Alien, Blade Runner…) erzählt die Geschichte von Hig, einem jungen Piloten, der sich gemeinsam mit dem militärischen Überlebensexperten Bangley in einer zerstörten Welt ein abgeschottetes, effizientes Zuhause geschaffen hat. Als ihn eine geheimnisvolle Funkübertragung erreicht, bricht Hig zu einer gefährlichen Reise ins Unbekannte auf.
Für jene, die sehen wollen, wie weit es kommt, wenn wir uns alle nur noch abschotten und nicht aufeinander zu gehen.
Strange River
R: Jaume Claret Muxart. S, D.
Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer unerwiderten Liebe nach. Doch plötzlich sieht er an jedem Stopp der Reise denselben rätselhaften Jungen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac etwas mehr in den Bann des Fremden hinein.
Für Fans der Donau – als erhabene Trägerin uralter Mysterien, lyrisch und traumgleich auf 16-mm gebannt
Becoming Kim
R: Susanne Kim. D.
Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen.
Für Fans humorvoller Blicke auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Der Heimatlose
R. Kai Stänicke. D.
Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten.
Für Fans von „Stiller“, „Die Jagd“ und anderen Streifen, in denen Menschen für ihre Identität kämpfen.
