Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 10. September

Neue Kinofilme: Die Starts der Woche vom 10. September

Britpop auf der großen Leinwand, eine rabenschwarze Komödie mit Saoirse Ronan, ein Desktop-Krimi, unser Filmtipp des Monats und mehr… in den Filmstarts der Woche.

IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.

Oasis: Don’t Look Back in Anger

R: Dylan Southern, Will Lovelace. UK.

Eine Geschichte so alt wie die Zeit selbst: Kaum haben sich die Kain und Abel des Rock versöhnt, gehen sie schon auf Tour und nicht mal ein Jahr später kommt schon die Doku über diese weltweit ersehnte Reunion ins Kino. Darin zu sehen: Live-Aufnahmen, Backstage-Material und das erste gemeinsame Interview der beiden Streithansel namens Liam und Noel Gallagher seit über 20 Jahren.

Für Fans von Blur, die mal in diese andere, recht große Britpop-Band reinschnuppern wollen.

The Uprising – Für die Freiheit

R: Paul Greengrass. USA.

England im 14. Jahrhundert: eine verheerende Pestwelle hat große Teile der Bevölkerung ausgelöscht. Die Menschen leiden unter der erdrückenden Steuerlast und sozialer Ungerechtigkeit. Wut und Verzweiflung über die tyrannische Herrschaft des jungen Königs Richard II. breiten sich immer mehr im ganzen Land aus. Der einfache Bauer Ploughman (Andrew Garfield) gerät ins Zentrum des Bauernaufstands von 1381, als er sich einer Gruppe von Rebellen anschließt. Gemeinsam ziehen die Aufständischen nach London…

Für Fans von Historien-Epen mit sozialkritischem Gegenwartsanspruch

Bad Apples

R: Jonatan Etzeler. USA.

Grundschullehrerin Maria (Saoirse Ronan) hat alle Hände voll zu tun, ihre zehnjährigen Schüler*innen zu motivieren. Besonders ein unberechenbarer Junge bringt sie immer wieder an ihre Grenzen. Als Marias berufliche Existenz auf dem Spiel steht, trifft sie eine fatale Entscheidung: Sie nimmt den Schüler mit nach Hause und sperrt ihn im Keller ein. Doch während ihre Klasse plötzlich aufblüht und Maria für ihre Erfolge gefeiert wird, gerät sie immer tiefer in eine ausweglose Situation.

Für Fans rabenschwarzer Komödien, in denen man -Oh Schreck!- zum Bösewicht hält.

KitKatClub – Kinks of Berlin

R: Philipp Fussenegger. D.

LifeHack

R: Ronan Corrigan. UK.

Kyle und seine Freunde verbringen ihre Tage damit, im Netz Betrüger abzuziehen, Sicherheitslücken ausfindig zu machen und sich aus purer Neugier in streng geheime Sicherheitssysteme zu hacken. Als die Gruppe das Krypto-Imperium eines fiesen Tech-Milliardärs ins Visier nimmt, scheint der Riesen-Jackpot nur noch ein paar Klicks entfernt. Doch leider geht der Plan nach hinten los: Die ebenso brillante wie skrupellose Tochter des Milliardärs kommt ihnen auf die Schliche und stellt sie vor ein hartes Ultimatum…

Für jene, die das neue Subgenre „screenlife“ bzw. „Desktop-Film“ entdecken wollen, bei dem die gesamte Handlung über Bildschirme erzählt wird.

Die Filmstarts vom 3. September

Bonnie

R: Mark Lohr. D.

Eine Heavy-Metal-Krimikomödie aus München? Hallelujah! Gegen alle Wahrscheinlichkeiten haben junge Filmenthusiast*innen Lust gehabt eine solche zu drehen und es einfach durchgezogen! Als ein mysteriöser Rucksack vor ihrer einstigen Stammkneipe auftaucht, stolpern zwei ehemalige Band-Kolleginnen Hals über Kopf in eine Hetzjagd quer durch München – dabei werden sie nicht nur mit einer tickenden Bombe und zwei chaotischen Polizisten konfrontiert, sondern auch mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Mit viel Liebe und Verve erzählt und das ein oder andere bekannte Gesicht sieht man auch.

Für Fans von Krimis mit Lokalkolorit, die sich nebenbei eine gehörige Portion Inspiration abholen wollen.

Wer weiß schon, was ein Leben ist?

R: Annelie Boros, Vera Brückner. D.

Paula Modersohn-Becker zählt heute zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne – zu Lebzeiten verkaufte sie dagegen kaum ein Bild. Anlässlich ihres 150. Geburtstags begibt sich eine junge Schauspielerin (gespielt von Katharina Stark) auf die Spur einer außergewöhnlichen Frau. Zwischen Worpswede und Paris nähert sie sich Leben, Werk und Denken Paula Modersohn-Beckers an. Je tiefer sie in deren Welt eintaucht, desto mehr wird die Suche auch zu einer Begegnung mit sich selbst.

Für Fans von Biopics in artsy.

Das gewisse Etwas

R: Marc Rothemund. D.

Nach einem Juwelenraub verstecken sich Alex und sein Vater Karlo ausgerechnet bei einer Gruppe junger Erwachsener mit Beeinträchtigung, die mit ihren Betreuenden gerade in den Sommerurlaub aufbrechen. Die beiden Ganoven geben sich kurzerhand als der fehlende Mitreisende Otto und dessen Betreuer aus – eine fast perfekte Tarnung…

Für Fans des französischen Kinohits „Was ist schon normal?“ von 2024, dessen Remake dieser Film ist.

Vaterland

R: Pawel Pawlikowski. P, D, I.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft…

Für alle, die wissen wollen, wie die Gräuel der deutschen Geschichte in unser aller Familien eindringen.

Die Filmstarts vom 27. August

Das Ende der Sterne

R: Ridley Scott. USA.

Und noch ein Endzeit-Szenario aus den der Apokalypse verfallenen USA. Und dann auch noch mit den beiden schwer beliebten Leinwand-Wonneproppen Jacob Elordi und Margaret Qualley: Regielegende Scott (Alien, Blade Runner…) erzählt die Geschichte von Hig, einem jungen Piloten, der sich gemeinsam mit dem militärischen Überlebensexperten Bangley in einer zerstörten Welt ein abgeschottetes, effizientes Zuhause geschaffen hat. Als ihn eine geheimnisvolle Funkübertragung erreicht, bricht Hig zu einer gefährlichen Reise ins Unbekannte auf.

Für jene, die sehen wollen, wie weit es kommt, wenn wir uns alle nur noch abschotten und nicht aufeinander zu gehen.

Strange River

R: Jaume Claret Muxart. S, D.

Sommerferien am Donauufer, eine katalanische Familie radelt den Fluss entlang. Während seine Eltern in Erinnerungen an ihre Jugend schwelgen und seine jüngeren Brüder seine Nähe suchen, ist der sechzehnjährige Dídac lieber allein und still. Sein Herz schmerzt einer unerwiderten Liebe nach. Doch plötzlich sieht er an jedem Stopp der Reise denselben rätselhaften Jungen, im Wasser und an Land, in der Ferne und ganz nah. Und jedes Mal zieht es Dídac etwas mehr in den Bann des Fremden hinein.

Für Fans der Donau – als erhabene Trägerin uralter Mysterien, lyrisch und traumgleich auf 16-mm gebannt

Becoming Kim

R: Susanne Kim. D.

Die deutsche Filmemacherin Susanne, verheiratet mit Jeong Rae Kim, einem Koreaner, richtet die Kamera mit Humor und Zärtlichkeit auf ihre eigene interkulturelle Ehe und Familie. Während sie mit den Rollen als Ehefrau, Mutter und Künstlerin jongliert, inszeniert sie humorvolle und poetische Performances – leise Akte der Rebellion, die ihren Gefühlen und ihrer inneren Welt Ausdruck verleihen.

Für Fans humorvoller Blicke auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Der Heimatlose

R. Kai Stänicke. D.

Nach 14 Jahren auf dem Festland kehrt Hein in seine Heimat zurück – das einzige Dorf auf einer abgelegenen Nordseeinsel. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben. Doch im Verlauf des Prozesses mehren sich die Ungereimtheiten.

Für Fans von „Stiller“, „Die Jagd“ und anderen Streifen, in denen Menschen für ihre Identität kämpfen.

Die Filmstarts vom 20. August

A Sad and beautiful world

R: Cyril Aris. LIB.

Liebe in unruhigen Zeiten: Nino und Yasmina werden im selben libanesischen Krankenhaus, am selben Tag und nur Sekunden nacheinander geboren, ohne zu ahnen, dass sich ihre Lebenswege für immer miteinander verweben werden. Im ewigen Chaos Beiruts werden sie Kindheitsfreunde, verlieren sich aus den Augen, nur um sich Jahrzehnte später durch einen Zufall wiederzutreffen und Hals über Kopf zu verlieben. Nino betreibt mittlerweile das Restaurant seiner Familie mit ansteckender Lebensfreude, die desillusionierte Karrierefrau Yasmina würde am liebsten nach Europa auswandern…

Für Fans der verschlungenen Lebenswege, auf denen wir alle unaufhaltsam voran wandern.

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

R: Jane Schoenbrun. USA.

Nach mehreren abgeschmackten Sequels erhält eine junge Regisseurin den Auftrag, die Horrorfilmreihe Camp Miasma wiederauferstehen zu lassen. Doch als sie die zurückgezogen lebende Original-Hauptdarstellerin besucht, versinken beide Frauen in einer blutigen Welt voller Begierde, Furcht und Wahn. Mit einer großartigen Gillian Anderson.

Für Fans von Meta-Horror á la Cabin in the Woods.

Spaziergang nach Syrakus

R: Lars Jessen. D.

Einmal nach Syrakus und zurück – davon träumt Paul Gompitz. Mit einer Reise nach Sizilien will er auf den Spuren des Dichters Johann Gottfried Seume wandeln. Da gibt es nur ein Problem: Wir schreiben das Jahr 1982 und Paul lebt in der DDR. Alle Versuche, eine offizielle Genehmigung für seine Ausreise zu bekommen, scheitern. Paul muss seine Flucht planen. Was die Sache nicht einfacher macht: Er will danach auch wieder nach Hause zurück. Zurück nach Rostock, zur Ostsee, zu seiner Frau Anne. Paul ersinnt einen verwegenen Plan …

Für Fans von… puh… all den anderen Filmen, deren Zusammenfassung ungefähr so wie die obige klingt.