Spider-Man rettet uns wieder mal, der neue Almodóvar, eine Amore-Komödie aus Italia und mehr… in den Filmstarts der Woche.
IN München stellt die spannendsten Kinostarts der Woche vor.
Spider-Man 4: Brand New Day
R: Destin Daniel Cretton. USA.
Superheldenfilmfortsetzung: Als Spider-Man stellt Peter Parker sich nun in Vollzeit dem Verbrechen entgegen – in einer Welt, die sich nicht mehr an ihn erinnert. Während er mitansehen muss, wie seine einstigen Freunde ihr Leben ohne ihn weiterführen, gerät Peter zunehmend unter Druck. Dabei setzt eine tiefgreifende Veränderung in ihm Kräfte frei, die er möglicherweise nicht kontrollieren kann. Doch diese Verwandlung könnte auch das Einzige sein, was eine schockierende neue Bedrohung für die Stadt und die Menschen, die er liebt, aufzuhalten vermag. Ob das gut geht?
Für Fans von Vorhersehbarkeit mit Schauwerten.
Bitteres Fest
R: Pedro Almodóvar. SPA.
Meta-Spielereien vom Altmeister: Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben. In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet ein erfolgreicher Autor, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt.
„Für alle, die sich so fühlen, als würde ihr Leben von jemandem geschrieben.“ las er*sie im Stadtmagazin und blickte verblüfft vom Heft auf.
The Invite
R: Olivia Wilde. USA.
Nach 15 Jahren Ehe steckt die Beziehung von Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) in der Krise. Gemeinsame Abendessen mit anderen Paaren gab es schon lange nicht mehr. Als Angela spontan die Nachbarn aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als die distanzierten Begegnungen im Fahrstuhl bislang vermuten ließen…
Für Fans von Yasmina Reza mit einer Prise Woody Allen
Amore und Basta!
R: Massimiliano Bruno. IT.
Alessandra und Valerio treffen sich eines Morgens im Bus und landen kurz darauf im Bett – trotz unterschiedlichster Lebenseinstellungen. Wie sich zum Schrecken beider herausstellt, ist Valerio Direktor an der neuen Schule der freigeistigen Lehrerin. Doch da beide wie Feuer und Wasser sind, beginnt es zwischen der feministischen Alessandra und dem machohaften Valerio ordentlich zu dampfen.
Für Fans von etwas arg konstruierten Komödien, die dennoch ihren Charme entfalten.
Die Filmstarts vom 23. Juli
Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust
R: Reem Kherici. F.
Fanny und Tom sind seit über 20 Jahren glücklich verheiratet. Tom, ein perfektionistischer doch erfolgloser Ingenieur, tüftelt am liebsten an Erfindungen. Die Familienkasse ist leer, das Haus samt geliebter Werkstatt soll verkauft werden, als ihm eines Tages Fanny ein Geheimnis anvertraut: sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus. Tom ist schockiert, doch was folgt, ist keine Krise, sondern ein Pakt und was als absurde Idee beginnt, wird zu einer abenteuerlichen Expedition zweier Komplizen im Auftrag der Libido.
Für Fans von Feelgood-Kino with a cause.
Toy Story 5
R: Andrew Stanton, McKenna Harris. USA.
Ganz ehrlich: Von allen Filmen dieses Monats freu ich mich auf den hier am meisten. Die ersten drei sind ganz nah an meinem Herzen und ebenso nah an der perfekten Trilogie. Meilen über „Der Pate“ oder „Herr der Ringe“. Ja, Sie lesen richtig und, ja, der vierte Teil war dann leider etwas unnötig. Dennoch bin ich gespannt, wie das interessanteste Mainstream-Animationsstudio die Puppen und Action-Figuren im neuesten Teil der Reihe gegen ein Gaming-Tablet antreten lassen.
Für alle aus meiner Generation und die drüber und die drunter.
Dreams – Gefährliches Verlangen
R: Michel Franco. USA, MEX.
Jennifer ist ebenso reich wie attraktiv und genießt ein glamouröses Leben als Philanthropin in der amerikanischen High Society. Niemand ahnt, dass sie während ihrer regelmäßigen Aufenthalte in Mexiko eine leidenschaftliche Beziehung mit dem jungen Balletttänzer Fernando führt – einem vielversprechenden Talent ihrer Kulturstiftung. Verliebt und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA wagt Fernando eines Tages den gefährlichen Weg über die Grenze. Und plötzlich steht er in Jennifers luxuriösem Apartment in San Francisco.
Für Fans von Erzählungen zwischen Macht, Intimität und Sozialkritik
H wie Habicht
R: Philippa Lowthorpe. UK.
Als Helens geliebter Vater stirbt, wird sie von tiefer Trauer überwältigt und verliert sich in Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit beim Beobachten von Vögeln und beim Erkunden der Natur. Besessen von der Idee, selbst einen Habicht abzurichten, holt sie den imposanten Vogel Mabel zu sich nach Cambridge. Doch während sie versucht, Mabel das Jagen und das eigenständige Fliegen beizubringen, erkennt sie, wie sehr sie ihre eigenen Gefühle und ihr Leben vernachlässigt hat.
Für Fans der preisgekrönten Buchvorlage von Helen Macdonald
Die Filmstarts vom 16. Juli
So klingt das Leben
R: Daniel Sánchez Arévalo. SPA.
Zwei Jahre nach einem Schiffsunglück versucht ein kleines Fischerdorf an der galicischen Küste, wieder Halt zu finden. Als die Dorfgemeinschaft beschließt, ihr traditionelles Musikensemble wieder aufleben zu lassen, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ums Leben kam. Mit Entschlossenheit bringt sie frischen Wind in die Proben für den regionalen Wettbewerb, verbindet vertraute Instrumente mit zeitgenössischen Hits und weckt so die Lebensfreude und Zuversicht der Menschen.
Für die unbändige Lebensfreude, die uns allen lodern kann.
Was haben wir gelacht
R: Eva Müller, Isabel Schneider. D.
Was haben wir gelacht von Eva Müller und Isabel Schneider wird in unserem Filmtipp des Monats ausführlich besprochen.
Die Odyssee
R: Christopher Nolan. USA.
Opulent ist wohl noch milde ausgedrückt. Laut Press-Release ist Christopher Nolans (Inception, The Dark Knight, Oppenheimer) neuestes Filmprojekt „ein bildgewaltiges Action-Epos“, das an Schauplätzen auf der ganzen Welt entstanden ist. Der Film bringt also Homers mythische Heldensaga auf die große Leinwand. Und das in so gesehen recht schlanken 172 Minuten. Sicher hochtrabend aber eben immer auch ein Erlebnis beim Herrn Nolan.
Für Fans vom alten Genre Sandalenfilm mit der Wucht neuer technischer Möglichkeiten
Ninja Motherf*cking Destruction
R: Lotta Schwerk. D.
Queeres Erwachsenwerden: Mit 18 sind die besten Freundinnen Leonie und Marlene sich sicher, dass nichts sie trennen kann. Doch Leonie verliebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer ersten großen Liebe hin und entfernt sich immer weiter von ihrer besten Freundin. Naomis depressive Schübe jedoch überfordern Leonie zunehmend. Als ihre Beziehung scheitert, merkt Leonie, wie sehr sie sich isoliert hat… Ohne Förderung oder Filmschule, denn DIY or die.
Für Fans von Authentizität und Leidenschaft, die nur so aus dem Celluloid rausschreit.
Die Filmstarts vom 9. Juli
Etwas ganz Besonderes
R: Eva Trobisch. D.
„Alle glücklichen Familien gleichen einander; jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Das Tolstoi‘sche Bonmot muss auch Lea einsehen, als sie sich bei einer Castingshow bewirbt. Der Redakteur fragt: „Wer bist Du und was macht Dich aus?“ Lea weiß es nicht und beginnt, nach einem passenden Ich zu suchen, während zeitgleich die Pension ihrer Familie ums wirtschaftliche Überleben kämpft. Leas Eltern, Matze und Rieke sind frisch getrennt da Rieke schwanger von einem neuen Mann ist.
Für Fans komplexer Familienmosaike.
Virginia Woolf’s Night & Day
R: Tina Gharavi. UK, D.
London, 1910. Katharine Hilbery schwärmt für Mathematik und tut alles, um der Liebe aus dem Weg zu gehen. Als ihr Vater sie bei einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft erwischt, die nur Männern vorbehalten ist, verlangt er, dass sie ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgibt und ihren ältesten Freund William heiratet. Doch dann lernt Katharine bei einer Teeparty die temperamentvolle Frauenrechtlerin Mary kennen. Und stolpert dabei auch noch über einen charmanten Mann aus der Arbeiterklasse…
Für Fans unromantischer Liebeskomödien, in denen es doch auch noch um mehr geht.
Vaiana
R: Thomas Kail. USA.
Auch in der Realverfilmung des Animationsabenteuers folgt Vaiana dem Ruf des Ozeans und wagt sich zum ersten Mal über das Riff ihrer Heimatinsel Motunui hinaus. Gemeinsam mit dem berühmt-berüchtigten Halbgott Maui begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise über die Weiten des Meeres, um die Zukunft ihres Volkes zu sichern.
Für Fans sommerlicher Family-Filme, die auf Nummer sicher gehen.
Wise Women – Fünf Hebammen, Fünf Kulturen
R: Nicole Scherg. Ö.
Die Regisseurin begleitet fünf Hebammen aus verschiedenen Teilen der Welt bei ihrer Arbeit: Genet Gebru aus Äthiopien, Aïcha El Fathi aus Marokko, Kanchan Mala Shrestha aus Nepal, Gunda Gutscher aus Österreich und Sheila Santos aus Brasilien. Sie alle unterstützen Frauen in einem der intensivsten und prägendsten Momente ihres Lebens: der Geburt eines Kindes.
Für jene, die im Kino mit den wahrlich existenziellen Momenten konfrontiert werden wollen.
