Kaum ein Kinderheld hat sich so tief ins Gedächtnis der Deutschen eingebrannt wie Pumuckl, der freche Kobold mit den roten Haaren und der markanten Stimme. Doch wusstet ihr, dass seine Geschichte eng mit München verbunden ist? Wir nehmen euch mit auf eine Reise durch die Stadt und die Historie dieses Kobolds.
Im Lehel trefft ihr seine Spuren auf Schritt und Tritt: Die Gedenktafel an der WidenmayerstraĂźe 2 holt Meister Eders Werkstatt zurĂĽck ins Gedächtnis, die Pumuckl Ampel MĂĽnchen bringt euch mit einem Augenzwinkern ĂĽber die StraĂźe. Wer zu Hause weiterträumen will, streamt neue Folgen und die TV-Klassiker – und feiert jedes Jahr am 21. Februar den Geburtstag des Kobolds. Â
Der Pumuckl & MĂĽnchen in KĂĽrze

Die Geschichte von Pumuckl
Erfunden wurde der Pumuckl von Kinderbuchautorin Ellis Kaut (1920–2015), seine lustig quäkende Stimme verlieh ihm Hans Clarin (1929–2005). Mit der Folge „Spuk in der Werkstatt“ ging die Erfolgsgeschichte im Februar 1962 im Hörfunk los. Ab 1965 erschienen auch Pumuckl-Bücher, seit 1969 wurden Schallplatten gepresst und ab 1982 flimmerte die entsprechende Fernsehserie mit Gustl Bayrhammer in der Rolle des Schreinermeisters Franz Eder über die Bildschirme. „Meister Eder und sein Pumuckl“ spielt hauptsächlich in einer Münchner Schreinerwerkstatt.
Drehorte in MĂĽnchen
München spielt eine zentrale Rolle in der Serie. Ein ikonischer Drehort ist die Schreinerwerkstatt im Hinterhof der Widenmayerstraße 2 im Lehel. Obwohl die Werkstatt 1985 abgerissen wurde, zieht der Ort bis heute Fans aus aller Welt an. In der Umgebung könnt ihr auf den Spuren von Pumuckl wandeln und die charmante Atmosphäre genießen, die so typisch für die Serie ist.
Darüber hinaus gibt es in der Stadt viele weitere Orte, die in der Serie vorkommen. Vom Viktualienmarkt bis hin zu verschiedenen Straßenzügen in der Altstadt – München war nicht nur die Kulisse, sondern auch eine Art heimlicher Mitspieler. Besonders die Viertel Lehel und Haidhausen, einst Arbeiterviertel, dienten als authentische Schauplätze für die Geschichten von Pumuckl und Meister Eder.
Pumuckl-Ampeln im Lehel
Seit dem 6. Februar 2025 hat das Lehel seine eigene Pumuckl Ampel: Die erste wurde an der Kreuzung Liebig-/Trift-/WagmĂĽllerstraĂźe enthĂĽllt – nur ein paar Minuten vom „Pumuckl Haus“ in der WidenmayerstraĂźe entfernt. Â
Inzwischen regelt der Kobold an drei Stellen den Verkehr: zusätzlich an Robert-Koch-/SternstraĂźe und Stern-/WidenmayerstraĂźe. Wenn ihr dort unterwegs seid, lohnt sich ein kurzer Abstecher zur Gedenktafel an der WidenmayerstraĂźe 2 – perfekte Kombi fĂĽr Fotos und einen kleinen Spaziergang durchs Viertel. Â
Der Pumuckl-Brunnen im Luitpoldpark
Eine besondere Sehenswürdigkeit für alle Fans ist der Pumuckl-Brunnen im Luitpoldpark. Der Brunnen wurde zu Ehren des kleinen Kobolds errichtet und zeigt eine detailreiche Statue, die seine unverwechselbare Züge perfekt einfängt. Kinder und Erwachsene können hier eine Pause machen und sich an die Geschichten erinnern, die sie mit dem Rotschopf verbinden. Der Brunnen ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, sondern auch ein Symbol für die enge Verbindung Münchens mit der Kultfigur.
Streaming und Kino – so schaut ihr Pumuckl jetzt
Für den gemütlichen Abend daheim seid ihr bei RTL+ richtig: Dort laufen die „Neuen Geschichten vom Pumuckl“ – inklusive der aktuellen Staffel 2 (Start 4. Dezember 2025 auf RTL+, weitere Folgen zu Ostern 2026).
Auch die Originalserie „Meister Eder und sein Pumuckl“ (52 Folgen, 1982–1989) ist bei RTL+ abrufbar. Damit könnt ihr zwischen Nostalgie und neuen Abenteuern wechseln – alles an einem Ort.
Neben dem Stream läuft aktuell im Kino „Pumuckl und das große Missverständnis“ (Kinostart 30. Oktober 2025). In München zeigen u. a. Mathäser, Museum-Lichtspiele, City Kinos und die Astor Film Lounge im ARRI den Film.
Schon 2023 gab es ein Vorab-Event im Kino: Ab 26. Oktober 2023 lief eine Kinofassung aus drei Folgen der 1. Staffel als Teaser zur Neuauflage – ideal, um den Kobold zurück auf der großen Leinwand zu erleben.
Vier GrĂĽnde, warum der Pumuckl immer noch cool ist!
1. Der kleine Kobold bringt Spaß für Jung und Alt. Während die Eltern in Nostalgie schwelgen und sich an einfachere Zeiten zwischen „Schlawiner Club“ und „Sendung mit der Maus” erinnern, können sich die Kleinen ganz aufs Neue vom Schabernack des Kobolds mit der grünen Hose belustigen lassen.
2. Der Pumuckl ist ein echtes Münchner Original – und davon gibt es nicht mehr so viele. Auch wenn es in den 1960er Jahren unter dem Namen Fizzibitz einen rheinischen Ableger gab, wird der rothaarige Kobold unauflöslich mit München verbunden bleiben. Neben Karl Valentin, Gerhard Polt und Kathi Kobus ist er eine der wenigen cool-rebellischen Münchner Ikonen. Und ein bisschen zivilen Ungehorsam darf man den Kindern schon beibringen.
3. Der Zeichentrick-Rotschopf trifft das Who is who der 80er Jahre, zumindest der Münchner 80er Jahre. Wirklich erstaunlich, wer da alles mitmischt: Neben Gustl Bayrhammer sind auch weitere gestandene Volksschauspieler*innen wie Erni Singerl, Karl Obermayr und – der ewige Stenz höchstselbst – Helmut Fischer als Dr. Schredlbach mit von der Partie. Wer seine Kinder also streng mit bayrischen Serien erziehen will, kann sie hiermit schon mal auf “Monaco Franze”, “Die Hausmeisterin” und “Kir Royal” vorbereiten.
4. Der Pumuckl reimt viel und wie sagte er doch immer: “Alles, was sich reimt, ist gut” – sei es auch nur fürs sprachliche Vermögen der Kids.
