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6 Tipps für richtig gute Pizza im Gärtnerplatzviertel

Der italienische Klassiker Pizza ist immer noch schwer angesagt, auch im Trendviertel rund um den Gärtnerplatz.

Von hauchdünn bis riesengroß – in diesen sechs Pizzerien kann man eigentlich nichts falsch machen und für einen Drink danach, ist auch noch was übrig, denn Pizza ist meistens günstig und man kann sie gut teilen.

L’Assaggino

Heimlicher Liebling, italienisches Wohnzimmer, ein guter Freund – für die vielen Stammgäste ist der kleine, rustikale Laden von Salvatore „Salvo“ Cavallo dies alles und noch viel mehr. Neben Pasta und ein paar Antipasti, serviert er vor allem sehr gute Pizza in zwei unterschiedlichen Größen und in diversen Variationen, neben Klassikern wie Margherita, Capricciosa und Quattro Stagioni (7 bis 9,50) auch mit Belag nach Gusto was die Küche zu bieten hat. Stammgäste haben hier eigene Pizza-Varianten nach ihren Vornamen!

Zu empfehlen: „Verdura e Crudo“ (mit Gemüse und rohem Schinken), eine Variation der Crudo e Rucola (9,50).

FAZIT: Seit über 20 Jahren ein Klassiker im Viertel mit günstiger authentischer Küche (Salate, Antipasti ab 4,10 Euro, Pasta ab 8,50 Euro) und einer sehr fair kalkulierten Weinkarte mit rund 15 offenen Rot- und Weißweinen aus Italien (0,2 ab 5 Euro).

L’Assaggino, Fraunhoferstraße 7, Mo-Fr: 11.30-14.30/18-22 Uhr; Tel.: 089 260 61 21

Soul Kitchen

Relativ neue, ziemlich hippe Pizzeria im Industrial Style. Von Anfang an immer sehr gut besucht von einem jungen, internationalen Publikum, und das nicht ohne Grund. Es gibt auch Arancini, Salate und Antipasti, im Mittelpunkt stehen aber die neapolitanischen Pizzen, die funky Namen wie „Reggie Miller“ oder „Purple Rain“ (11,90 bis 14,90) tragen, ausgefallen belegt sind und hier in einem extrem heißen Spezialofen in nur 90 Sekunden sehr luftig gebacken werden.

Zu empfehlen: „Hells Kitchen“ mit Caciocavallo-Käse, Fiore de Latte-Mozzarella, karamellisierter Salami und Basilikum (13,80)

FAZIT: Unbedingt reservieren – der kleine Laden der „Soulmates“ ist schwer angesagt und bereits mittags gut besucht, kein Wunder bei diesen ungewöhnlichen Pizzen. Neben diversen Trend-Getränken, lohnt es sich auch einen Blick in die Weinkarte zu werfen, die Selektion stammt unter anderem von Garibaldi.

Soul Kitchen, Fraunhoferstr. 27a, Öffnungszeiten: Mo. - Do: 11.30 - 23.30 Uhr/Fr. - Sa.: 11.30 – 0.30 Uhr, So.: 11.30 – 23.30 Uhr; Tel.: 089 23 04 15 44, www.soulkitchen-munich.de 

Hinweis: Unsere ausführliche Gastro-Kritik zum Soul Kitchen findet Ihr hier.

Rossopomodoro

Im Eataly in der Schrannenhalle gelegen, ist diese neapolitanische Pizza-Kette auch in den Filialen des italienischen Lebensmittelmarktes weltweit von New York bis Tokio vertreten. Hier kann man auf einem Bildschirm zusehen, wie lange der Teig für die Pizza „geht“, außerdem werden nur Produkte verwendet, die es auch im Markt zu kaufen gibt. „Come un giorno a Napoli“ heißt es hier und den Tag in Neapel kann man mit wunderbar luftiger Pizza genießen (8 bis 13 Euro), die mit frischesten Produkten wie Salsiccia-Wurst, Büffel-Ricotta, Datteltomaten oder Gorgonzola belegt ist.

Zu empfehlen: „Rossopomodoro“ mit Provola-Käse aus Agerola, Kirschtomaten, gelben Datteltomaten, Tomatenfilets und gereifter Ricotta (12).

FAZIT: Vielleicht die beste Tomatensoße auf einer Pizza in München – richtig süß und fruchtig, wie man sie hierzulande eher selten bekommt. Die spezielle Atmosphäre in der Markthalle lässt mediterrane Stimmung aufkommen, mittlerweile kann man die Pizza auch an der Piazza-Weinbar zu einem schönen Glas Vino aus der Enoteca genießen.

Rossopomodoro im Eataly, Viktualienmarkt 15, täglich von 11.30 bis 22.30 Uhr; Tel.: 089 248 81 77 11, www.eataly.net

Hungriges Herz

Direkt an der Isar gelegen und mit Kronleuchter und Kissenecken im Retrolook ausgestattet, gibt es hier ein bisschen was von allem – Frühstück, Kaffee und Kuchen, kleine Bistro-Gerichte und eben auch Pizza, die in einem eigenen Abschnitt mit Straßenverkauf frisch zubereitet wird (zwischen 4,90 und 12,40) und auch mal mit Trüffel und Parmaschinken „getoppt“ werden kann (plus 4,90 bzw. 3,50). Viele weibliche Gäste, oft in großen Freundinnen-Runden.

Zu empfehlen: „Capraio“ mit Tomatensoße, Mozzarella, Ziegenkäse, Feigen und gerösteten Walnüssen (12,40).

FAZIT: Die Pizzen fallen eher groß, ziemlich dünn und mit flachem Rand gebacken aus, im Straßenverkauf gibt es sie auch als Pizza-Ecken. Nur tagsüber geöffnet, wirkt das Lokal weniger wie eine Pizzeria sondern eher wie ein gut besuchtes, trendy Großstadt-Bistro-Café. Besser reservieren, vor allem am Wochenende.

Hungriges Herz, Fraunhofer 42, Mo-Fr: 9-17/Sa & So: 9-18 Uhr; Tel.: 089 20 20 15 15, www.hungrigesherz.com

Neuhauser

Auch in der dritten Neuhauser-Filiale, die im letzten Jahr im ehemaligen Forum eröffnet wurde, sind überwiegend Pizzen im Angebot, tagsüber sind sie auch klein (28 cm) zu bekommen, abends messen sie dann stolze 38 Zentimeter im Durchmesser. Dutzende Variationen stehen auf der Karte, von Margherita (kl. 9,40/gr. 10,90 Euro) bis „Atilla“ mit Büffel-Mozzarella, türkischer Knoblauchwurst, getrockneten Tomaten und Basilikum (16,40/17,90).

Zu empfehlen: „Ela“ mit Salsiccia piccante, getrockneten Tomaten, Steinpilzen und Basilikum (gr. 16,90).

FAZIT: Eine Alternative zu der Kette L’Osteria, auch hier reichen die nicht ganz günstigen, aber großen Pizzen leicht für zwei, der Teig ist ebenfalls schön dünn, der Rand knusprig, in der Mitte kann das Ganze dann aber recht weich werden, je nach Belag. Ein Pluspunkt ist die schöne Sonnenterrasse.

Neuhauser, Corneliusstraße 2, Mo-Fr: 10-1 Uhr/Sa & So: 9-1 Uhr; Tel.: 089 24 21 25 25, www.cafeneuhauser.de

Hinweis: Unsere ausführliche Gastro-Kritik zum Neuhauser findet Ihr hier.

Santo Anger

Pizza mit Punkrock – ein eigenes Konzept, das hier auch schon bald zehn Jahre auf dem Teller hat. Die hübschen rotkarierten Tischdecken und Kerzenständer dürfen als Hommage an die klassischen italienischen Lokale der 60er/70er-Jahre verstanden werden. Spätestens wenn aber die Pizzen mit Nirvana, Ramones und Iggy Pop statt Eros Ramazzotti beschallt werden, wechselt das Bild zu einer coolen Indie-Kneipe, in der es außerdem ziemlich gute, klassische Pizza (6,60 bis 12.40) gibt.

Zu empfehlen: „Hawaii“ mit gekochtem Schinken, Ananas, Tomatensoße und Mozzarella (10,40)

FAZIT: Cooler Laden auch für Nachtschwärmer mit alternativer Musikbeschallung und Bier zur sehr ordentlichen Pizza, nicht nur beliebt bei der Münchner Musikerszene. Hier gibt es auf veganen Wunsch auch pflanzlichen Pizzakäse statt Mozzarella.

Santo Anger, Blumenstr. 25, So-Do: 17.30 -1 Uhr/Fr & Sa. 17-3 Uhr; Tel.: 089 25 54 76 88, www.santoanger.de

Autor: Rainer Germann

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