Magari by Geisha: Panasiatische Küche im Werksviertel-Mitte
Das Magari by Geisha im Werksviertel-Mitte hat mit einem rauschenden Fest eröffnet und kann mit gelungener panasiatischer Küche punkten.
Auf die Schnelle:
| Küche | Panasiatisch · Sushi · Bar | |
| Öffnungszeiten | Täglich 10–15 Uhr und 17–23 Uhr | |
| Adresse | Friedenstraße 20A, 81671 München (Werksviertel-Mitte) | |
| Telefon | +49 89 143 303 23 | |
| Website | magari-werksviertel.de | |
| Preisniveau | €€€ | |
| Preiszusatz | Cocktails 9,50–12 €, Geisha Tataki 19 €, Chef's Selection (für 2) 48 €, Entenbrust 28 € (Preise Herbst 2025); Lunch-Menü unter der Woche | |
| Reservierung | Online reservieren |
Die Eröffnung
Ein rauschendes Fest zum Start
Dragqueens, Fußballstars, Aston Martins vor der Tür, ein roter Teppich und ein ganzer Thunfisch mit über 100 Kilo für rund 7000 Euro – die aus Vietnam stammende Restaurant-Inhaberin Hani hat sich nicht lumpen lassen, um ihr neuestes Gastro-Baby neben dem Geisha an der Müller-/Ecke Corneliusstraße der Öffentlichkeit vorzustellen. 100 geladene Gäste erfreuten sich – wie der Autor – an Champagner und Cocktails, feinstem Sushi, Live-Cooking und Entertainment: Die Eröffnung des Magari by Geisha war ein voller Erfolg – der Balfegó-Thunfisch war jedenfalls bis auf die Knochen abgenagt, erzählte man bei einem weiteren Termin auf Einladung des Restaurants, um die Küche und das Ambiente auch im Normalbetrieb an einem Donnerstagabend zu erleben.
Das Haus
Dunkle Wände, helles Holz und Neon
Ganz im Stil der neuen asiatischen Restaurants in München und auch des Geisha gehalten, bietet auch das Magari ein Konglomerat aus dunklen Wänden, hellem Holz, exotischen Pflanzen, dezenter Asia-Folklore in Form von Vasen, Neon und funky House Music. Durch die fast durchgehenden Glasfronten wirkt es in dem Neubauviertel fast schon futuristisch – passend zu den umliegenden Bürogebäuden, nur einen Steinwurf vom eigentlichen, eher bunten Werksviertel-Mitte mit seinem Container Collective entfernt. Dass hier früher „Bordsteinschwalben“ an der Friedenstraße auf Kundschaft warteten, werden sich die meisten der hunderten von Mitarbeiter*innen in den modernistischen Bürokomplexen rundum nicht mehr vorstellen können.
Tag und Abend
Vom Frühstück bis zur Clubatmosphäre
Bei unserem Besuch im Herbst 2025 begeisterte ein vielseitiges und frisch zubereitetes Frühstück mit einer Mischung aus frischen Früchten, fluffigen Pancake-Variationen, herzhaften Eierspezialitäten und cremiger Avocado täglich rund 300 bis 400 Angestellte – das Magari hatte damals bereits ab 8 Uhr morgens geöffnet, auch nicht die Regel für ein asiatisches Restaurant. Abends wird das Licht gedimmt und für eine fast clubähnliche Atmosphäre gesorgt – zum Glück setzen Punktstrahler Akzente auf Tische und vor allem die Speisen.
Die Küche
Tataki, Sushi-Insel und Entenbrust
Cocktails und Tataki
Zum Start erst einmal zwei Cocktails: Barkeeper und Restaurantleiter Ahmed kommt beim Geishas Kiss (12 Euro) ohne Rezeptur aus; er besteht aus Litschi-Likör, Sarti-Spritz, Yuzu und Eiweiß; der Mango Dancer (9,50 Euro) ist alkoholfrei, hier wird Guaven- und Mangosaft mit Limette zusammengemixt. Beides exotisch-fruchtig – leider ist kein Beach und Sonnenstuhl in der Nähe. Dazu die unvermeidlichen Edamame – passt. Zum Bio-Grauburgunder von Pfirmann aus der Pfalz dann das „Geisha Tataki“ (19 Euro): ca. 5 mm dünne Tranchen vom hellen, leicht angebratenen und innen rohen Balfegó-Thunfisch, der auf einer süßen, sehr leichten Sojasoße angerichtet war. Minimalistischer, köstlicher Genuss.
Cocktails an der Bar des Magari.
Chef’s Selection und Barbarie-Ente
Die „Chef’s Selection“ (48 Euro, für 2 Personen), eine erlesene Auswahl frischer Sushi-Kreationen, verspricht die Karte, ist außerdem eine Reise ins Sushi-Abenteuerland. Auf einem von Trockeneisnebel umwehten Insel-Diorama, das ohne Weiteres die Kulisse für eine Miniatur-Peter-Pan-Verfilmung darstellen könnte, versammelte sich auf verschiedenen Ebenen so ziemlich alles, was die Karte an Maki, Nigiri, Sashimi und Inside-Out zu bieten hatte. Wie immer hatten es dem Autor dieser Zeilen vor allem die „Crunchy“-Variationen angetan – diesmal vor allem panierte Minirollen mit mariniertem Yakitori-Chicken, Frischkäse und Avocado. Als Hauptgang wurden dann noch dünne, sehr zarte Scheiben von einer rosa gegrillten Barbarie-Entenbrust auf Wok-Gemüse und Tamarindensoße (28 Euro) geteilt – auch diese Portion reichte locker für zwei Personen.
Was kostet es?
Preise im Magari
Bei unserem Besuch im Herbst 2025 kosteten die Cocktails 9,50 bis 12 Euro, das Geisha Tataki 19 Euro, die Chef’s Selection für zwei Personen 48 Euro und die Barbarie-Entenbrust 28 Euro. Unter der Woche gibt es laut Haus ein Lunch-Menü. Weil die Karte wechselt, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die Website des Hauses.
Fazit: Inhaberin Hani bleibt ihrem Konzept treu, das Magari wirkt etwas businessmäßiger und edler als das Geisha; die Speisekarte unterscheidet sich nur marginal, was in diesem Fall kein Fehler ist. Das Sushi – wieder eine abenteuerliche Nebel-Show – war von guter Qualität; die Portionen waren ausreichend bis üppig. Die Ente könnte vielleicht noch ein bisschen mehr Kick an Kräutern und Mut an Schärfe vertragen. Das nächste Mal gerne in größerer Runde – es gibt noch einiges zu probieren, was man auch gut teilen kann.
Rainer Germann schreibt seit vielen Jahren die Gastrokritiken für IN München.
Auf einen Blick
Magari by Geisha Öffnungszeiten, Adresse und Kontakt
Das Magari liegt im Werksviertel-Mitte, nur einen Steinwurf vom Container Collective entfernt.


