CSD München 2026: Pride Weeks, Parade, Route und Events

CSD München 2026: Pride Weeks, Parade, Route und Events

Der CSD München 2026 findet vom 11. bis 28. Juni statt; Höhepunkt ist die große PolitParade am Samstag, 27. Juni 2026. Unter dem Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke.“ setzt München ein Zeichen für Sichtbarkeit, gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz der LGBTIQ*-Community.

Wir bei IN München sammeln für euch alle wichtigen Infos zur CSD Route München, zur PrideMeile in der Ludwigstraße, zum Rathaus Clubbing und zu ausgewählten Events während der Pride Weeks. Die Seite aktualisieren wir laufend, sobald neue Details zum CSD feststehen.

Wann ist der CSD München 2026?

Der Christopher Street Day wird von Münchens LGBTQ*-Community am 27. Juni 2026 gefeiert. Bereits am 11. Juni starten die Pride Weeks, und wer dabei ist, zeigt Haltung. Hinter dem neuen Slogan „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke. stehen konkrete politische Forderungen wie beispielsweise als Minoritäten zusammenzuhalten gegen Hass und Diskriminierung. Denn unsere Gesellschaft ist eine bessere, gerechtere und stärkere, wenn wir Vielfalt leben und schützen, so die Organisatoren. Eingereicht wurde das Motto von Raphael Kosecki vom Schwul-Queeren Zentrum Sub e.V. Er beschreibt sein Motto: „Die Vielfalt wird immer wieder (auch innerhalb der Community) als etwas teilendes und trennendes wahrgenommen. In Wirklichkeit ist es aber gerade das, was uns stark macht.“

Das Motto des CSD München 2026: Mehr als eine Parole

CSD-Parade in München. Demonstrierende halten Plakate 
 und Regenbogenflaggen hoch und lächeln.
© Bethel Fath

Das Motto „Unsere Vielfalt. Unsere Stärke.“ umfasst zwei zentrale Begriffe der jahrzehntelangen Pride-Bewegung: „Das Wort Vielfalt benennt, wofür wir stehen und kämpfen: alle Menschen, egal welche Identität, Gender, Liebe, Sexualität sie sind und leben, verdienen Respekt und ihren sicheren Platz in der Gesellschaft. Das Wort Stärke macht dann unmissverständlich klar: Die LGBTIQ*-Community positioniert sich selbstbewusst, kämpferisch und stark mit einer Message an alle, die uns für schwach und weniger wert halten. Wir lassen uns nicht verdrängen oder diskriminieren. Wir werden kämpfen für das, was uns als Menschen zusteht.“

Wo der CSD München seinen Ursprung hat: Die Stonewall Riots 1969

Wo der CSD München seinen Ursprung hat: Die Stonewall Riots 1969
© Wikipedia / Joseph Ambrosini

Die Protestierenden in der ersten Nacht der Stone Wall Riots am 28. Juni 1969

In diesem Jahr fällt der abschließende Sonntag der Pride Weeks auf den Jahrestag der Aufstände rund um die Bar Stonewall Inn in der Christopher Street. Mit ihrem Widerstand gegen eine Polizeirazzia begründeten LGBTQ* in New York City die queere Protestkultur. Die ersten Auseinandersetzungen ereigneten sich in der Nacht zum Samstag, dem 28. Juni 1969. Der erste Christopher Street Day in München fand elf Jahre später, am 28. Juni 1980 statt.

CSD München 2026: Parade, Start und Route

Höhepunkt des CSD München 2026 ist die PolitParade am Samstag, 27. Juni: Wer mitläuft, steht ein für Demokratie, Vielfalt und queere Rechte. Die Münchner PolitParade ist die größte Demonstration von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen (LGBTIQ*) für gleiche Rechte und gesellschaftliche Akzeptanz im süddeutschen Raum und wird traditionell von den Dykes on Bikes angeführt.

Die CSD Demo startet 2026 baustellenbedingt an der Erhardtstraße/Ecke Fraunhoferstraße. Der Startschuss fällt um 12 Uhr. Die komplette CSD Route München wird vom Veranstalter noch final veröffentlicht. Fest steht bereits: Für Fußgruppen endet die Demo am Platz der Opfer des Nationalsozialismus; von dort gehen sie durch die Briennerstraße zur PrideMeile am Odeonsplatz. Die Fahrzeuge fahren weiter über den Oskar-von-Miller-Ring in die Ludwigstraße Richtung Schellingstraße, wo der Abbau stattfindet. Sobald die finale csd münchen strecke feststeht, aktualisieren wir diesen Abschnitt.

CSD München 2026 Parade: Alle Infos zur CSD Route München, Hauptbühne am Marienplatz München
© Bethel Fath
CSD München 2026 Parade: Dykes on Bikes mit Regenbogenflaggen
© Bethel Fath

Führen jedes Jahr die Parade an: Dykes on Bikes

PrideMeile in der Ludwigstraße und RathausClubbing

Das dreitägige Straßenfest vom 26. bis 28. Juni ist eines der vielen Highlight beim CSD München 2026. Es läuft diesmal unter dem Motto „PrideMeile in der Ludwigstraße“, findet also nicht in der gesamten Innenstadt vom Marienplatz bis zur Kaufingerstraße statt. Stattdessen ballt sich das bunte Spektakel mit acht Bühnen und Areas im Bereich zwischen Odeonsplatz und Siegestor. Nähere Informationen folgen noch!

Anmeldung für die Parade und das ganze Programm unter www.csdmuenchen.de

Das legendäre RathausClubbing mit sechs Dancefloors rundet das Programm des CSD München 2026 ab. Im Vorverkauf sind allerdings schon sämtliche Tickets weggegangen. Aber an der Abendkasse am CSD-Infopoint am Fischbrunnen (Marienplatz) wird es bei stabiler Wetterlage (kein Dauerregen) ein Restkontingent geben zu 40 Euro. Näheres zum Musikprogramm in Kürze!

CSD München 2026: Ausgewählte Events & Partys während der Pride Weeks

Die Pride Weeks in München bieten mit über 100 Veranstaltungen in zwei Wochen rund um den CSD München 2026 Raum für Sichtbarkeit und Austausch. Darunter sind Ausstellungen, DJ-Abende, Podiumsdiskussionen, Drag, Comedy, Poesie oder Musik, Revue, Kabarett und Tanz.

Donnerstag, 11. Juni:

  • Zum Auftakt der PrideWeeks laden die Münchner Philharmoniker und das Rainbow Sound Orchestra Munich im Rahmen der Patenschaft mit der Münchner Regenbogen-Stiftung ein zum Regenbogenkonzert. Dort spielen die queeren RSOM-Musiker*innen neu entdeckte, ungehörte Werke von Borbón, Cannabich, Farrenc, Monnot, Crawford Seeger, Strauch und Zmelty. Besonderes Schmankerl: der Regenbogenwalzer von Florence Price! Ein Ensemble der Münchner Philharmoniker übernimmt den 2. Programmteil.
  • Queer Walking Tour München – Stadtführung durchs Glockenbachviertel mit Gay Guide Anian. Diese dialogische Tour auf Augenhöhe verbindet spannende Geschichten, persönliche Perspektiven und Humor. Erfahre, wie sich queeres Leben in München entwickelt hat, von prägenden Persönlichkeiten, legendären Clubs und Bars, aber auch von herausfordernden Zeiten und dem Wandel des Viertels.

Samstag, 13. Juni:

  • Glockenbachfest 2026 – Das wohl älteste Straßenfest im Glockenbachviertel lädt zu Musik und Tanz an den Karl-Heinrich-Ulrichs-Platz im Herzen des Viertels. Unter anderem dabei ab 19 Uhr DJ Jens Poenitsch.
  • Eudaimonia-Party – ein queerfreundlicher Clubabend im alten Nachtwerk Club (Landsberger Str. 185) mit Fokus auf Konsens, Awareness und echte Freiheit. Ein safer Space, in dem Tanzen ohne Angst möglich ist. Musikalisch startet der Abend mit Dance-Pop, später folgen treibende Latin-, Phonk- und Pop-Tech-Sounds. Ergänzt durch eine interaktive Performance entsteht ein Erlebnis zwischen Hedonismus, Connection und Selbstbestimmung.

Sonntag, 14. Juni:

  • Pride Picknick – Eingeladen sind alle, die queer sind, egal welches Geschlecht, Orientierung oder Alter. Der Treffpunkt ist am Südufer vom Kleinhesseloher See, gut zu erkennen an der Progress-Flagge. Verpflegung und Decken bitte selbst mitbringen. Ausweichort bei schlechtem Wetter ist das diversity Café, wo es dann Kuchen und Getränke zu günstigen Preisen gibt.

Freitag, 19. Juni:

  • Drag Royalty Musik, Tanz und Comedy. Am Puls der Zeit, unterhaltsam und bunt. Offen, anmutig und selbstbewusst. Ruby Tuesday und Vicky Voyage laden zu einer Drag-Revue der Extraklasse. Gemeinsam mit einem hochkarätigen Ensemble von Drag-Artists von Nah und Fern lassen sie den Silbersaal im Deutschen Theater an zwei Abenden (auch am 20.6.) in allen Farben des Regenbogens schillern.

Samstag, 20. Juni:

  • Lesbisches Straßenfest München Zum fünften Mal verwandelt sich der Münchner Stephansplatz in ein farbenfrohes, fröhliches und kraftvolles Zeichen lesbischer Sichtbarkeit: Das Lesbische Straßenfest ist zurück – bunt, laut, herzlich und voller Leben. Auch 2026 erwartet euch wieder eine Bühne voller Vielfalt: Musik, Performances, inspirierende Begegnungen und kleine wie große Überraschungen, die diesen Tag jedes Jahr zu etwas ganz Besonderem machen.
  • Woke Schlampen (München-Edition) – Nach drei ausverkauften Veranstaltungen in Nürnberg expandieren die Woken Schlampen zur Pride Week in die Weltstadt mit Herz! Gibt es auch hier Schlamp*innen, Queers, Allies, liebevolle Menschen und menschliche Liebe? Aber sicher! Neben einer Show von Glitzerqueen Rox Rued und A-Jey, Nürnbergs schlimmste Tunte, gibt es einen Musikact und anschließend ein DJ-Set von Sendling Grammar im Milla Club.

Sonntag, 21. Juni:

  • Drag me to the Sky im Gans Woanders – Wenn Glitzer auf Sommerluft trifft und der Himmel zur Bühne wird, dann weißt du: Hier passiert etwas Besonderes. Eine mitreißende queere Open-Air-Show voller Energie, Glamour und Überraschungen. Luftakrobatik-Performances von Drag Queen Kasey Klett, weitere Acts werden noch bekanntgegeben. Eintritt frei, Spenden willkommen. Im Innenhof des Kulturcafés „Gans Woanders“ am Kolumbusplatz. 

Mittwoch, 24. Juni:

  • Pride Pink Paradise – Die legendäre Party immer mittwochs im Prosecco feiert in den Münchner PrideWeeks einen Special-Abend. DJ James Munich legt auf und Drag Darling Envy Mor Larue bringt euch eine Show. Ein weiteres Highlight des Abends: Das Bier kostet nur 1 Euro, zumindest von 19 bis 21 Uhr. Also früh kommen! Spät gehen ergibt sich von ganz allein …
  • The DRAGademy Showtime – Die DRAGademy-Abschlussshow bildet den Höhepunkt einer intensiven Workshop-Reihe. Auf der Bühne des Pathos-Theaters versammeln sich Performer*innen, die monatelang in der DRAGademy ihre individuelle Drag-Persönlichkeit entwickelt, mutig experimentiert und mit viel Kreativität gearbeitet haben. Die Show feiert die ganze Bandbreite von Drag: Queens, Kings und einzigartige Charaktere, die jenseits klassischer Kategorien neue Akzente setzen.

Donnerstag, 25. Juni:

  • Pride Pool Party – Das Michaelibad verwandelt sich ab 17:00 Uhr in eine queere Feierzone mit eiskalten Drinks und heißen Beats. Freut euch auf abwechslungsreiche Sets von DJ* BiMän, Pop-Queen Pasta Parisa & Uncle J. Als Special Guests bringen Drag Queen Phi Phi Cumfort und die Isarhechte besondere Pride-Momente auf die Fläche. Zutritt ab 18 Jahren. Eintritt: 34 Euro (Vorverkauf) / 36 Euro (Abendkasse) – Signature-Drink inklusive. 
  • PowerPoint Karaoke Queer-Special – Comedians stellen ihnen völlig unbekannte Präsentationen vor – live, unvorbereitet und mit vollem Einsatz. Ob absurde Businesspläne, wilde Wissenschafts-Theorien oder skurrile Urlaubs-Diashows: Alles ist möglich. Und genau das macht den Reiz aus! Diesen Monat mit gebuchten queeren Comedians! Durch den Abend führen Talia Klenk und Rune Vollbehr. Und das Beste: Von der offenen Liste bekommen Menschen aus dem Publikum die Chance, spontan auf die Bühne zu treten.

Freitag, 26. Juni:

  • CSD Warm-up-Party – Über den Dächern der Stadt startet das Pride-Wochenende stilvoll: Auf der Dachterrasse der Deutschen Eiche lädt die CSD-Warm-up-Party zum entspannten Vorglühen vor der großen PolitParade am Samstag ein. Freut euch auf sommerliche Beats und Live-Sets von DJ Pasta Parisa und DJ JamieZ, kühle Drinks und beste Community-Vibes mit Blick über München.
  • Luxuspop CSD Warm-up – Auch im NY.Club gibt’s ein gemeinschaftliches Aufwärmen fürs große CSD-Wochenende. Feiert mit dem Luxuspop-Team eine Warm-up-Party mit DJ Marv am Mischpult, Welcome Shot, Pride Bags, Cocktail Happy Hour und großem Außenbereich.

Samstag, 27. Juni:

  • NYXA Queer FLINTA* Party im Backstage – eine der lautesten queersten FLINTA*-Afterparty des CSD München findet auf zwei Floors und einer Outdoor Area im Backstage an der Friedenheimer Brücke statt mit Livekonzerten, Drag-shows und mehr. Auf der Bühne stehen Leanne Deliah und Goldie 333, beides Acts aus Berlin. Dazu gibt’s Rock & Alternative by DJ Dyna sowie R’N’B, Hiphop & Afro by DJ RINA auf die Ohren.
  • Holey CSD in der Roten Sonne – Bei den heiligen CSDlern ist ein Dresscode angesagt: Um die perfekte Atmosphäre bei dieser Veranstaltung zu schaffen, bitten die Veranstalter euch, diese Vorgaben auch einzuhalten: Sportlich, Nackt, Dessous, Lack & Leder, Latex, Cross-Dressing, Kostüme – ausgefallene Outfits jeglicher Art sind willkommen. Streetwear und Freizeitkleidung sind dagegen nicht erlaubt.
  • CSD-Party im NY.Club – Münchens einziger queerer Club lädt euch zu einer bunten Partynacht mit tollen DJs, Drags und Künstlern, mit House Floor, Open Air Luxuspop Garden und allem, was man braucht, um unbeschwert zu feiern. Die DJs Rashad Miraz, Pablo Horta und HPM bespielen den Housefloor und DJ Roofey bringt den Luxuspop Garden zum Tanzen.

Sonntag, 28. Juni

  • WoopWoop Party im NY.Club – wer nach all der Feierei noch Puste hat, geht zum Abschluss am Sonntag auf die offizielle CSD Closing-Party in den NY.Club. Wenn dann die Beats auf dich treffen und die Nacht ihre eigenen Regeln schreibt, vergisst du, dass der Akku leer ist und es entsteht ein Moment, der sich jeder Erklärung entzieht. Für die animierenden Sounds dazu sind die DJs Luuk de Keizer & JR-Jones zuständig.

Weitere Veranstaltungen rund um den CSD München 2026: