… zumindest bei den Northern-Soul-Schöngeistern Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, während Granada ihre Karriere beenden und Drake gleich drei Mal die Olympiahalle bespielt!
Men Without Heads
Achtung: One-Hit-Wonder-Kult! Die kanadische New-Wave-Band Men Without Heads macht seit den späten 70ern mit Synthies, schrillen Sounds und Ohrwurm-Melodien auf sich aufmerksam. Ihren größten Hit landeten sie 1982 mit dem Dancefloor-Klassiker „The Safety Dance“ – ein rebellischer Partysong mit Message. Angeführt von Frontmann Ivan Doroschuk, mixen sie Elektro-Beats mit Pop-Attitüde und liefern den perfekten Soundtrack für alle, die lieber tanzen als stillstehen. Jetzt geht die Band nach langem wieder auf Tour und macht Stopp im Feierwerk. (2.9., Feierwerk Hansa 39)
Jack Botts
Jack Botts aus dem australischen New South Wales vereint Surf, Folk, Country und Pop zu einem einzigartigen Sound voller Tiefe und Emotion. In den letzten fünf Jahren hat er sich mit seiner entspannten, gefühlvollen Musik eine weltweite Fangemeinde aufgebaut und die 100 Millionen-Schallgrenze bei den Streams geknackt. Nachdem er zuletzt auch als Support für Tash Sultana, JP Saxe, Ocean Alley und Boy & Bear begeisterte, kommt Mr. Botts nun im Rahmen seiner bisher größten Headliner-Tour auch nach München. (4.9. Milla)
Gen And The Degenerates
Bekannt für ihren frechen Spirit, ihren vom Punk inspirierten Trash-Pop-Sound und ihre augenzwinkernden Texte, hauchen Gen And The Degenerates aus Liverpool der Indie-Community neues Leben ein. Aber von wegen „hauchen“. Rülpsen träfe es vielleicht sogar besser, in jedem Fall aber prügeln, haha … und eine Riesengaudi ist das obendrein. Nix wie hin! (10.9. Feierwerk Sunny Red)
Sofie Royer
Nach ihrer ersten US-Tour im Sommer kommt die österreichisch-iranische Musikerin und Produzentin Sofie Royer nun im Herbst 2025 erstmals mit ihrem aktuellen Album „Young-Girl Forever“ auf Tour durch Deutschland. Sie war bereits zu Gast bei Lewis Ofman und Toro Y Moi, eröffnete Shows für Lana Del Rey, Air und LCD Soundsystem und überzeugt ganz allgemein mit ihrer eigenen Mischung aus eindringlich schönen Balladen und verspieltem Dance-Pop. Könnte gut werden. Support: Rebounder (11.9. Milla)
Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen
Im späten Frühjahr diesen Jahres erschien „Egg Benedict“, das neue Album von Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen. Und, was soll man schon groß drumherum schreiben: Es ist fantastisch geworden! Diesen Sommer selten so gute Laune gehabt wie beim Hören dieses Northern-Soul-Deutsch-Pop-Charmeurs, der mit einer gar meisterlichen Mischung aus 60s, Indie sowie Power Pop, Punk, Big Beat, Lounge – und was es sonst nicht alles so gibt – brilliert. (12.9. LiveEvil)
25 Jahre Tour de France
Halleluja! 25 Jahre Tour de France – wie doch die Zeit vergeht. Aber hey: Clap your hands and dance, wenn die DJs Thomas Bohnet & Christian Berst mal wieder das Feinste aus dem Land unserer Lieblingsnachbarn auf die Plattenteller wuchten. Davor aber gibt’s Live-Musik und zwar von der Pariser Party-Institution Les Yeux D’La Tête, die auch schon in den vergangenen Jahren die Halle stets zum Beben brachten und die 2025 ein neues Album veröffentlichen. Erstmals mit dabei die ebenfalls aus der Metropole an der Seine stammende Band Jagas, die unlängst erst mit einer französischen Coverversion des Konstantin-Wecker-Hits „Sage Nein“ („Dis Non“) – auch hierzulande – auf sich aufmerksam machte. Félicitations !!! (12.9. Muffathalle + Café)
Granada
Wie aus der 10-Jahre-Granada-Party eine Farewell-Tour wurde? Hier schreibt’s die Band selbst: „Nach zehn intensiven, lauten, leisen, wilden und wunderbaren Jahren haben wir beschlossen, unsere gemeinsame Zeit als Band zu beenden. Wie so oft nach langer Zeit sind es am Ende vor allem kreative Differenzen, die dazu geführt haben, dass wir keinen gemeinsamen Weg mehr für die Zukunft gesehen haben. Nach vielen Gesprächen war für uns klar: Es ist Zeit loszulassen – ohne Streit, aber mit Klarheit. Wir gehen im Guten auseinander. Mit Respekt füreinander und für das, was wir gemeinsam geschaffen haben.“ So weit so traurig, so schön aber auch, dass sie sich nochmal gebührend in München feiern lassen, wo sie doch außerhalb von Österreich eine ihrer treuesten Fanbases haben. Servus Granada, ‘s war uns eine Ehre. (13.9. Circus Krone)
Bobby Conn
Bobby Conn – auch bekannt als „Derwisch von Absurdistan“ (SZ) -ist Sänger, Songwriter und Performance-Künstler aus Chicago. Er entstammt der Chicagoer „No-Wave“-Szene der Mitte der 90er-Jahre – einer Mischung aus Lärmkunst und Performance – entwickelte jedoch schnell den Ruf für überbordende, exzessive Auftritte, satirisch-politische Texte und experimentellen Electro-Glam-Art-Rock. (14.9. Milla)
Wiegedood
Bei den aus Belgien stammenden Wiegedood dreht sich so gut wie alles um eine Gedankenachse aus Verlust und Reflexion, Wut und Verzweiflung. Ihre in Songs gegossenen Black Metal-Attacken klingen für eine Genre ferne Hörerschaft mal nach Akkuschrauber, Bohrmaschine oder Presslufthammer, sind für Metal-Profis allerdings fein austarierte Ohrfell-Vibratoren die auf Stufe 10 erst so richtig befriedigend wirken… (18.9. Feierwerk Hansa 39)
Frustration
Frustration aus Paris bringen rohen, treibenden Post-Punk auf den Punkt – düster, wütend und voller Energie. Seit den frühen 2000ern mischen sie analoge Synths, knarzige Gitarren und kaltschnäuzigen Gesang zu einem kompromisslosen Sound zwischen Cold Wave, Punk und Industrial. Nun feiern sie die Veröffentlichung ihres sechsten Albums „Our Decisions“ auf Tour. (18.9., Feierwerk Orangehouse)
Mogwai
Mogwai-Sprachrohr Stuart Braithwaite sagte vor geraumer Zeit zur unlängst gestarteten Welttournee: „Wir freuen uns riesig auf unsere erste Welttournee seit der Pandemie. Wir werden an einige großartige Orte reisen und können es kaum erwarten, unsere neuen Songs zu spielen.“ Dass darunter wunderbarer Weise auch München ist, macht die hiesigen Art- und ProgRock-Afficionados natürlich überglücklich. Bekannt für ihre ebenso episch wie cineastisch, hypnotisch wie fantastisch übereinander geschichteten Soundkulissen, veröffentlichten Mogwai im Januar 2025 ihr Bandalbum „The Bad Fire“ und kurz darauf Mitte Mai noch den Soundtrack zur gleichnamigen Serie „The Bombing of Pan Am 103“. Für neues Material ist also hinlänglich gesorgt. (19.9. Muffathalle)