Nachdem im Herbst 2025 die silberblauen MVG-Mieträder abgebaut worden waren, bekommt München jetzt mit MyRadl ein neues Bikesharing-System. Nach der Neuvergabe des Auftrags bekam die bisherige Betreiberfirma Nextbike wiederum den Zuschlag.
Ab Frühjahr 2026 geht im Großraum München mit My Radl ein neues, regionales Bikesharing-System an den Start. Das Projekt wird im Auftrag der Landeshauptstadt München umgesetzt.
Geplant sind rund 1.000 Stationen mit insgesamt etwa 6.800 Fahrrädern, darunter auch E-Bikes und sogenannte Pedelecs. Nutzerinnen und Nutzer können die Räder kommunen- und landkreisübergreifend ausleihen, nutzen und zurückgeben. Ziel ist es, den öffentlichen Nahverkehr sinnvoll zu ergänzen und insbesondere die sogenannte „letzte Meile“ komfortabler zu gestalten. Neben der Landeshauptstadt wird My Radl auch im Landkreis Fürstenfeldbruck sowie in 36 weiteren Städten, Märkten und Gemeinden eingeführt.
„MyRadl wird nahtlos in unser bestehendes ÖPNV-System integriert. Das regionale Bikesharing schließt Lücken im Alltag, verbindet Stadt und Umland und erleichtert den Umstieg auf Bus und Bahn“, betont Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.
Auch die Landkreise sehen in dem Projekt einen wichtigen Schritt hin zu nachhaltiger Mobilität. Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise, unterstreicht: „Mobilität endet nicht an Stadtgrenzen. MyRadl schafft ein flexibles, einfach zugängliches Angebot für die gesamte Region und stärkt den Umweltverbund nachhaltig.“
Koordiniert wird das Projekt durch den Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV), der als zentrale Schnittstelle zwischen Kommunen und Betreiber fungiert. MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch sieht große Vorteile für den öffentlichen Verkehr: „Das Bikesharing verkürzt die Wege zur Haltestelle und macht den ÖPNV insgesamt attraktiver. Gerade für die letzte Meile ist MyRadl die ideale Ergänzung.“
Gefördert wird das Projekt unter anderem im Landkreis Fürstenfeldbruck sowie in den Kommunen der NordAllianz (Eching, Garching, Hallbergmoos, Ismaning, Neufahrn, Oberschleißheim, Unterföhring und Unterschleißheim) durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Details zu Tarifen, Nutzung und möglichen Vergünstigungen sollen rechtzeitig vor dem offiziellen Start bekanntgegeben werden.
