Vom 13. bis 15. Februar 2026 sorgt die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) wieder für Ausnahmezustand und Einschränkungen in der Innenstadt.
Die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Zukunft der transatlantischen Beziehungen, die Wiederbelebung des Multilateralismus und konkurrierende Vorstellungen der globalen Ordnung, regionale Konflikte sowie die sicherheitspolitischen Auswirkungen technologischer Fortschritte gehören zu den Themen mit denen sich die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) befasst. Für die MSC 2026 haben bereits jetzt zahlreiche wichtige Entscheidungsträger:innen zugesagt. US-Vizepräsident J.D. Vance, der mit seiner Rede im vergangenen Jahr für Irritationen sorgte, hat mittlerweile wiederum abgesagt, stattdessen wird US-Außenminister Marco Rubio erwartet. Außerdem sollen dutzende Staats- und Regierungschef:innen sowie führende Vertreter:innen internationaler Organisationen nach München kommen.
Warum ist die Sicherheitskonferenz immer in München?
Tja, warum die Münchner Sicherheitskonferenz jedes Jahr mitten in der Münchner Innenstadt im Hotel Bayerischer Hof und nicht etwa in einem abgeschiedenen Landhotel stattfinden muss, beschäftigt die Münchnerinnen und Münchner seit Jahren. Nicht zuletzt aufgrund der massiven Einschränkungen in vielen Bereichen der Innenstadt. Sicher hat es u.a. mit der vielbeschworenen Sichtbarkeit zu tun, obwohl mediale Präsenz ja allein durch die hochrangigen politischen Vertreterinnen und Vertreter für dieses angeblich „wichtigste internationale Forum für Sicherheit und Außenpolitik“ gewährleistet sein müsste. Über 5.000 Beamtinnen und Beamte aus ganz Deutschland werden im Einsatz sein und sollen für Sicherheit bei der Sicherheitskonferenz sorgen – und natürlich wird es auch wieder zahlreiche Gegendemonstrationen und Kundgebungen unterschiedlichster Gruppierungen und Bündnisse geben.
Münchner Sicherheitskonferenz: Sperrung und Einschränkungen
Von Freitag, 13. Februar ca. 04:00 Uhr bis Sonntag, 15. Februar 2026 ca. 16:30 Uhr ist der Streckenabschnitt Maxmonument – Marienplatz (Theatinerstraße) – Karlsplatz (Stachus) wegen der Münchner Sicherheitskonferenz gesperrt. Die Haltestellen Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater und Kammerspiele werden daher nicht angefahren.
Die Landeshauptstadt München hat für den Zeitraum wie auch in den vergangenen Jahren einen besonderen Sicherheitsbereich um das Hotel Bayerischer Hof“ festlegt. Ab Mittwoch, 11.2. richtet die Münchner Polizei Halteverbotszonen um das Tagungsgelände ein und entfernt unzulässig geparkte Autos. Im Sicherheitsbereichen müssen nach Aufforderung Sichtkontrollen von Gepäckstücken, wie zum Beispiel Taschen, Rucksäcke, Behältnisse etc. durch die Polizei geduldet werden.
Sicherheitskonferenz: Massive Einschränkungen bei Tram und Bus
Von Freitag, 13. Februar ca. 04:00 Uhr bis Sonntag, 15. Februar 2025 ca. 16:30 Uhr ist der Streckenabschnitt Maxmonument – Marienplatz (Theatinerstraße) – Karlsplatz (Stachus) wegen der Münchner Sicherheitskonferenz gesperrt. Aufgrund der weiträumigen Sperrungen kann leider kein Ersatzverkehr mit Bussen (SEV) eingerichtet werden. Darüber hinaus gibt es im Zeitraum massive Verkehrseinschränkungen, u.a. sind die Tramlinie 19 und 21 betroffen (Infos unter www.mvg.de). Die Haltestellen Hauptbahnhof (Bahnhofsplatz), Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater und Kammerspiele entfallen.
Aufgrund der weiträumigen Sperrungen kann leider kein Ersatzverkehr mit Bussen (SEV) eingerichtet werden.
Münchner Sicherheitskonferenz: Veranstaltungen für die Öffentlichkeit
Während internationale hochrangige Entscheidungsträger*innen in München zusammenkommen, wird die Münchner Sicherheitskonferenz am Rande ihres Hauptprogramms wieder mehrere Veranstaltungen für die Öffentlichkeit anbieten. Die öffentlichen Veranstaltungen bieten der breiten Bevölkerung die Möglichkeit, die Debatten der Münchner Sicherheitskonferenz hautnah mitzuverfolgen und an ihnen teilzunehmen – sowohl vor Ort als auch per Livestream.
Die viertägige MSC Security and Literature Series im Literaturhaus München ist ein fester Bestandteil der Münchner Sicherheitskonferenz. Wie in den vergangenen Jahren erwarten die Veranstalter prominente internationale Autor:innen, Führungspersönlichkeiten aus der ganzen Welt und spannende Debatten. Alle Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt, werden von DIE ZEIT mitveranstaltet und Co-Host ist das Literaturhaus München. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei, eine Registrierung über das unten stehende Formular ist verpflichtend.
MSC Cinema Serie im Gloria Filmpalast
Auch in diesem Jahr lädt die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) im Rahmen der MSC Cinema Serie wieder zu vier exklusiven Screenings ein.
Im Mittelpunkt dieser Filmabende stehen aktuelle Krisen und Konflikte. MSC Cinema verbindet eindrucksvolles Kino mit anschließenden Paneldiskussionen und schafft so einen Raum für den direkten Austausch zwischen hochrangigen Gästen der MSC und der Münchner Öffentlichkeit.
Die Veranstaltungen finden in englischer Sprache statt und sind kostenlos. Die Anmeldung wird nach Veröffentlichung unter folgendem Link möglich sein: MSC 2026: Veranstaltungen für die Öffentlichkeit – Munich Security Conference
Vier Tage bietet das Literaturhaus der MSC Security and Literature Series eine Bühne.
Auch in diesem Jahr lädt die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zum traditionellen MSC Konzert am Donnerstag, 12. Februar 2026, von 19:00 bis 21:00 Uhr im Cuvilliés-Theater ein. Nach einer hochkarätig besetzten Paneldiskussion zum Thema „Wonderland“ treten im musikalischen Teil der Veranstaltung international renommierte Künstler auf. Neben dem Münchener Kammerorchester (MKO) sind dies die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili sowie die Sopranistin Teona Todua.
Auf dem Programm stehen das Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart Nr. 23 in A-Dur (KV 488), Arien aus der Oper „Le Nozze di Figaro“ (KV 492) und der Oper „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck. Zudem kommen weitere Werke von Gluck und Luigi Boccherini zur Aufführung.
Energy Security Hub im BMW Foundation Herbert Quandt Pavilion
Als offizieller Partner der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) versammelt die BMW Foundation Herbert Quandt Führungspersönlichkeiten und Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vom 12. bis 14. Februar 2026 im Energy Security Hub. Der Hub ist im BMW Foundation Herbert Quandt Pavilion am Lenbachplatz 7, nur drei Gehminuten vom Hotel Bayerischer Hof entfernt.
Zahlreiche Gegendemonstrationen und Kundgebungen
Auch in diesem Jahr werden wieder mehrere Demonstrationen gegen und rund um die Sicherheitskonferenz stattfinden, insgesamt 21. Der Schwerpunkt der Proteste liegt auf Samstag, dem 14. Februar. Die Gegner der Sicherheitskonferenz (Anti-Siko-Bündnis) haben eine Demo (Start 13 Uhr) vom Stachus über den Odeonsplatz bis zum Marienplatz angekündigt. Zudem ist eine Menschenkette durch die Fußgängerzone geplant. Die größte erwartete Demonstration findet gegen das Mullah-Regime im Iran am 14.2. um 13 Uhr auf der Theresienwiese statt. Die Veranstalter Munich Circle rechnen im Rahmen eines „Global Day of Action“ mit bis zu 100.000 Teilnehmer*innen.
Parallel zur Sicherheitskonferenz wird auch wieder die Münchner Friedenskonferenz stattfinden, die sich unter dem Motto „Gegen den Strom der Gewalt“ als Gegenveranstaltung zur SiKo versteht und vom 13 bis 15. Februar im Salesianum, St.Wolfgangs-Platz 11 stattfindet.
Thematische Schwerpunkte sind in diesem Jahr Kriegsdienstverweigerung, sowie Sanktionen und Boykotte. Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends am 13. Februar stehen dabei persönliche Erfahrungen von Kriegsdienstverweigerer:innen aus verschiedenen Ländern. Am 14. Februar beleuchtet darauf eine prominent besetzte Podiumsdiskussion Sanktionen und Boykotte als politische und zivilgesellschaftliche Instrumente zwischen Machtpolitik, moralischer Verantwortung und internationalem Recht. Auf dem Podium diskutieren Deborah Feldman, Shir Hever, Khaled El Mahmoud und Isabel Feichtner. Die Moderation übernimmt Kristin Helberg, Initiatorin von „Zeit zu reden“.
Neben Panel-Diskussionen werden auch verschiedene Workshops angeboten.
Am Sonntag, 15. Februar 2026 ruft eine Initiative außerdem um 18 Uhr zum gemeinsamen Friedensgebet auf. Jüdinnen und Juden, Christinnen und Christen, Muslima und Muslime, Bahá’i, Buddhistinnen und Buddhisten kommen zusammen, um aus ihren jeweiligen religiösen Traditionen heraus für den Frieden zu beten.
Infos unter https://securityconference.org und https://friedenskonferenz.info
