Wiede‑Fabrik München – Kreativer Freiraum mit historischem Charme

Wiede‑Fabrik München – Kreativer Freiraum mit historischem Charme

Die Wiede‑Fabrik in München‑Johanneskirchen zählt zu den außergewöhnlichsten kreativen Orten der Stadt. Auf dem Gelände der ehemaligen Wiede‑Acetylen‑Werke, die 1928 zur Produktion von Acetylen-Gas errichtet wurden, hat sich seit den 1990er-Jahren eine lebendige Künstlergemeinschaft etabliert.

Nach der Stilllegung des Werks im Jahr 1985 stand das weitläufige Areal zunächst leer – verwildert, verfallen und bereit für einen Neuanfang. 1992 begann dieser Wandel, als die Münchner Malerin Claudia Grögler eines der Gebäude als Atelier bezog. Ihr folgten zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler, sodass die Fabrik schnell „weitgehend in Künstlerhand“ war. Heute arbeiten dort rund 25 bis 30 Kunstschaffende in individuell gestalteten Ateliers und Werkstätten.

Ein Ort für Kunst, Begegnung und Veranstaltungen

Die Wiede‑Fabrik ist weit mehr als ein Atelierkomplex – sie ist ein inspirierender Veranstaltungsort, der regelmäßig Besucher aus ganz München und darüber hinaus anzieht. Mehrmals jährlich öffnen die Künstlerinnen und Künstler ihre Türen zu den beliebten „Offenen Ateliers“, bei denen aktuelle Werke aus den Bereichen Malerei, Konzeptkunst, Fotografie, Installation, Bildhauerei und digitaler Kunst präsentiert werden. Diese Ausstellungen ermöglichen Gespräche mit den Kunstschaffenden und geben direkte Einblicke in deren kreative Prozesse.

Neben diesen großen Gemeinschaftsausstellungen finden immer wieder Sonderausstellungen und thematische Präsentationen statt, die das Gelände zu einem lebendigen Kulturzentrum machen. Das historische Ambiente der Fabrik – von alten Werkhallen bis zu ehemaligen Holzhäusern – verleiht jeder Veranstaltung eine besondere Atmosphäre.

Beliebt bei Kunstszene und Filmproduktionen

Auch die Filmbranche hat den außergewöhnlichen Charakter der Wiede‑Fabrik für sich entdeckt: Teile der Erfolgsserie „Türkisch für Anfänger“ wurden hier gedreht. Die Mischung aus Industriecharme, großzügigen Freiflächen und authentischer Atelierkultur macht das Gelände zu einer attraktiven Location für Dreharbeiten und Fotoshootings.

Darüber hinaus stehen einzelne Ateliers und Innenbereiche auf Anfrage für Produktionen zur Verfügung. Die rund 2.500 m² Nutzfläche sowie diverse Außenflächen bieten ideale Bedingungen für kreative Projekte.

Historie trifft Zukunft

Der Eigentümer Andreas Wiede‑Kurz – ein Nachfahre des Firmengründers – entwickelt die Wiede‑Fabrik seit Jahrzehnten mit Leidenschaft und Nachhaltigkeit weiter. Sein Ziel: einen Ort zu schaffen, an dem Kunst gedeihen kann. Die Künstler renovieren ihre Ateliers oft selbst, was zur individuellen Ästhetik des Geländes beiträgt und die besondere Atmosphäre dieses Kreativquartiers bewahrt.

Fazit: Ein einzigartiger Kulturort im Münchner Osten

Die Wiede‑Fabrik ist ein Ort, an dem Geschichte, Kreativität und Gemeinschaft aufeinandertreffen. Ob für Kunstinteressierte, Veranstalter oder Filmschaffende – das ehemalige Fabrikareal bietet Raum für Inspiration und Begegnung. Wer in München etwas Besonderes erleben möchte, sollte diesen kreativen Hotspot unbedingt besuchen.

Wiede-Fabrik


Rambaldistr. 27
81929 München

Web: https://www.wiede-fabrik.de

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