Brandhorst Museum in München – moderne und zeitgenössische Kunst
Das Museum Brandhorst, eröffnet im Jahr 2009, ist eine der jüngsten Adressen für zeitgenössische Kunst in München. Inmitten des Kunstareals beeindruckt das Gebäude bereits von außen mit seiner Architektur: Die vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch Hutton entworfene Fassade aus 36 000 Keramikstäben in 23 verschiedenen Farben ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt, sie spiegelt auch die Vielfalt der Kunstwerke und des Veranstaltungsprogramms im Inneren wider.
Fakten zum Museum Brandhorst
- Eröffnungsjahr: 2009
- Stifter: Udo und Anette Brandhorst
- Architektonisches Highlight: Farbenfrohe Fassade aus 36.000 keramischen Stäben
- Sammlungsschwerpunkte: Werke nach 1960, insbesondere Andy Warhol und Cy Twombly
- Besondere Angebote: Wechselnde Sonderausstellungen, Bildungsprogramme
© Museum Brandhorst.
Foto: Andreas Lechtape, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Geschichte des Brandhorst Museum
Das Museum zeigt die Sammlung von Udo und Anette Brandhorst, die 1993 in eine Stiftung überführt und 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Seitdem ist das Museum Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen:
Der Freistaat Bayern betreibt das Haus, während die Stiftung die kontinuierliche Erweiterung der Sammlung ermöglicht. Dank der Stiftung und der Schenkung der Eva Felten Fotosammlung umfasst
die Sammlung inzwischen über 2000 Arbeiten und bietet einen vielschichtigen Überblick über die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Die Sammlung
Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf US-amerikanischer Kunst von den 1960er-Jahren bis heute. Besonders hervorzuheben ist die europaweit wichtigste Sammlung an Werken von Cy Twombly. Sein monumentaler „Lepanto”-Zyklus (2001) gehört zu den absoluten Höhepunkten des Museums und wird in einem eigens dafür geschaffenen Raum präsentiert. Dauerhaft zu sehen ist auch die Werkserie „Untitled (Roses)” (2008), die Twombly speziell für einen Saal des Hauses gemalt hat.
© Cy Twombly Foundation.
Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
© Cy Twombly Foundation.
Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Mit über 120 Arbeiten besitzt das Museum Brandhorst die größte Andy-WarholSammlung außerhalb der USA. Der Pop-Art-Mitbegründer ist mit frühen Zeichnungen der 1950er-Jahre ebenso vertreten wie mit ikonischen Werken der 1960er-Jahre, etwa „Round Marilyn“ (1962), „Mustard Race Riot“ (1963) und „Triple Elvis“ (1963). Auch sein Spätwerk ist umfassend präsent, darunter zentrale Serien wie „Hammer and Sickle“
(1975/76), „Shadows“ (1978/79), die „Oxidation Paintings“ (1977/78) und „The Last Supper“ (1986).
Neben den Beständen zu Twombly und Warhol finden sich bedeutende Werkgruppen von Keith Haring, Roni Horn, Jacqueline Humphries, Arthur Jafa, Alex Katz, Mike Kelley, Louise Lawler, Cady Noland, Pope.L, Seth Price und Kara Walker. Der kontinuierliche Austausch mit Künstler:innen steht hier ebenso im Mittelpunkt wie die Beschäftigung mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen: von Konsumkritik über Fragen zu Rassismus und Diversität bis zur Rolle digitaler Technologien und individueller Lebensformen in einer sich wandelnden Gesellschaft.
Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Foto: Dirk Tacke, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Gegenwart
Foto: © Bojan Ritan, Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Ein weiterer Schwerpunkt ist die 2021 geschenkte Eva Felten Fotosammlung mit rund 450 Werken von den 1930er-Jahren bis heute, darunter Arbeiten von Diane Arbus, LaToya Ruby Frazier, Nan Goldin, Deana Lawson, Sherrie Levine, Thomas Ruff, Ed Ruscha und Carrie Mae Weems.
Das Museum Brandhorst ist ein Ort der Begegnung mit Gegenwartskunst. Es versteht sich nicht nur als Raum des Ausstellens, sondern auch als Plattform für Forschung und Austausch. Führungen, Workshops und Artist Talks eröffnen neue Zugänge. Mit der Factory ist ein wegweisendes Projekt der kulturellen Bildung entstanden, das jährlich mehrere Tausend Kinder und Jugendliche mit ihren Familien sowie
Bildungseinrichtungen begeistert – vor Ort wie auch digital.
Karte, Anfahrt, Tickets und Öffnungszeiten
- Adresse: Theresienstr. 35a, 80333 München
- Nächste Haltestelle: U2 Königsplatz
- Nächste Parkmöglichkeit: Tiefgarage Amalienpassage
- Öffnungszeiten: täglich außer Mo 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Do bis 20:00 Uhr
- Eintrittspreise (bis 18 Jahre kostenlos):
- Regulär: 7,00 €
- Ermäßigt: 5,00 €
- Sonntags: 1,00 €
- Tickets: gibt’s im Onlineshop
- Website: museum-brandhorst.de
