Justizpalast

Justizpalast

Direkt am Karlsplatz befindet sich der Justizpalast als eines der eindrucksvollsten Gebäude der Münchner Innenstadt. Der neobarocke Bau aus dem späten 19. Jahrhundert zieht mit seiner prachtvollen Fassade und der auffälligen Glaskuppel sofort die Aufmerksamkeit auf sich.

Der Justizpalast wurde zwischen 1890 und 1897 nach Plänen des Architekten Friedrich von Thiersch errichtet. Ziel des Neubaus war es, die seit Langem bestehenden Platzprobleme der Münchner Justiz zu lösen, die zuvor auf mehrere Gebäude verteilt war, darunter auch das ehemalige Augustinerkloster in der Neuhauser Straße. Zu Beginn vereinte der Justizpalast das Justizministerium, das Oberlandesgericht, die Münchner Landgerichte sowie mehrere Staatsanwaltschaften unter einem Dach. Aufgrund des erneuten Platzmangels wurde er 1902 durch das heutige Oberlandesgerichtsgebäude erweitert. Gegenwertig beherbergt der Justizpalast vor allem das Bayerische Staatsministerium der Justiz sowie Teile des Landgerichts München I.

© München Tourismus, Sigi Müller

Architektonisch besonders beeindruckend ist die rund 66 Meter hohe Glaskuppel aus Eisen und Glas, die das Gebäude krönt. Darunter erstreckt sich ein großzügiger Lichthof mit einer aufwendig gestalteten Treppenanlage. Dieser Innenbereich ist wochentags zu bestimmten Zeiten öffentlich zugänglich.

© München Tourismus Michael Adair

Doch der Justizpalast ist nicht nur schön, sondern auch historisch bedeutend: Hier fanden während der NS-Zeit unter anderem die Prozesse gegen Mitglieder der Weißen Rose statt. In einer Dauerausstellung im Gebäude wird an die Opfer erinnert.

Justizpalast


Prielmayerstr. 7
80335 München

Web: https://www.justiz.bayern.de/ministerium

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