Alte Pinakothek Außenansicht

Alte Pinakothek

Alte Pinakothek München: Öffnungszeiten, Tickets und Ausstellungen

Die Alte Pinakothek in der Münchner Maxvorstadt zeigt europäische Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert und gehört zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas. Ihr seht hier Meisterwerke von Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens, Leonardo da Vinci, Raffael, Tizian, Rembrandt und vielen weiteren Künstler*innen.

Das Museum liegt an der Barer Straße 27 im sogenannten Münchener Kunstareal und ist Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Es öffnet dienstags bis sonntags ab 10 Uhr; dienstags und mittwochs könnt ihr die Sammlung bis 20 Uhr besuchen. Der reguläre Eintritt kostet 9 Euro, sonntags zahlt ihr nur 1 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. 

Was erwartet euch in der Alten Pinakothek?

Die Alte Pinakothek führt euch durch rund fünf Jahrhunderte europäischer Kunstgeschichte. Die Sammlung reicht von der mittelalterlichen Tafelmalerei über die Renaissance bis zum Barock und Rokoko. Rund 700 Gemälde sind in den Sälen ausgestellt. Zu den Schwerpunkten gehören altdeutsche, altniederländische, flämische, holländische, italienische, französische und spanische Malerei. Auch ohne kunsthistorisches Vorwissen könnt ihr hier einige der bekanntesten Gemälde Münchens entdecken. Wer zum ersten Mal kommt, sollte mindestens zwei Stunden einplanen. Für einen ausführlichen Rundgang durch die Sammlung und die aktuellen Ausstellungen sind drei bis vier Stunden realistischer.

Der Reichtum und viele Höhepunkte der 1836 eröffneten Galerie verdanken sich den Kunstsammlungen der Fürsten des Hauses Wittelsbach. Der Gemäldeschatz der bayerischen Herzöge und Kurfürsten wurde im 16. Jahrhundert begründet und konnte in den folgenden Jahrhunderten wesentlich ausgebaut werden. Nach dem Erlöschen verschiedener Familienzweige der Wittelsbacher gelangten um 1800 die Galeriebestände der Residenzen in Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken nach München. So entstand eine umfassende Sammlung, die während des frühen 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation und durch die bedeutenden Erwerbungen Ludwigs I. von Bayern nochmals erheblich an Größe und Bedeutung gewann.

Diese Meisterwerke solltet ihr nicht verpassen

Die Alte Pinakothek besitzt eine außergewöhnlich große Sammlung von Werken Peter Paul Rubens’. Sein monumentales Gemälde „Das Große Jüngste Gericht“ gehört zu den eindrucksvollsten Bildern des Museums. Das Werk prägte sogar die Dimensionen des dafür vorgesehenen Saals. Zu den bekanntesten Bildern der Sammlung zählt außerdem Albrecht Dürers „Selbstbildnis im Pelzrock“ aus dem Jahr 1500. Dürer zeigt sich darin frontal und mit einem selbstbewussten Blick, der bis heute ungewöhnlich modern wirkt. Ein weiteres Schlüsselwerk ist Leonardo da Vincis „Madonna mit der Nelke“. Die Alte Pinakothek ist das einzige Museum in Deutschland, das ein Gemälde von Leonardo da Vinci besitzt. Auch Raffaels „Madonna Tempi“ und „Die Heilige Familie aus dem Hause Canigiani“ gehören zu den Höhepunkten. Hinzu kommen Werke von Tizian, Rembrandt, Frans Hals, Rogier van der Weyden, Hans Memling, Lucas Cranach, Albrecht Altdorfer, Jan Brueghel dem Älteren, Anthonis van Dyck und Bartolomé Esteban Murillo.

Zehn Werke für euren ersten Besuch

Bei wenig Zeit konzentriert ihr euch am besten auf diese Künstler und Gemälde:

  • Albrecht Dürer: „Selbstbildnis im Pelzrock“
  • Leonardo da Vinci: „Madonna mit der Nelke“
  • Peter Paul Rubens: „Das Große Jüngste Gericht“
  • Raffael: „Madonna Tempi“
  • Raffael: „Die Heilige Familie aus dem Hause Canigiani“
  • Albrecht Altdorfer: „Alexanderschlacht“
  • Rogier van der Weyden: „Columba-Altar“
  • Rembrandt: „Die Heilige Familie“
  • François Boucher: „Madame de Pompadour“
  • Tizian: ausgewählte Werke der venezianischen Renaissance

Alte Meister in neuen Konstellationen: Neupräsentation der Sammlung

In der Oberen Galerie der Alten Pinakothek erwartet euch derzeit eine ungewöhnliche Neuordnung der Sammlung. Für die Präsentation „Alte Meister in Bewegung“ haben rund 200 Gemälde ihren bisherigen Platz gewechselt. Statt die Bilder ausschließlich nach Epoche und Herkunft zu sortieren, stellt das Museum Werke aus unterschiedlichen Zeiten und Kunstlandschaften einander gegenüber. Dadurch entstehen neue thematische Gruppen und überraschende Bildpaare. Ihr könnt vergleichen, wie Künstler*innen ähnliche Motive behandelt haben, welche Ideen sie verbanden und worin sich ihre Stile unterscheiden. Auch bekannte Hauptwerke erscheinen durch ihre neuen Nachbarbilder in einem anderen Licht. Die Präsentation eignet sich deshalb nicht nur für den ersten Besuch, sondern auch für alle, die die Alte Pinakothek bereits kennen. Neu positionierte Werke erkennt ihr vor Ort an dunkelblauen Objektschildern. „Alte Meister in Bewegung“ ist in der Oberen Galerie zu sehen und läuft nach aktueller Planung bis zum 31. Dezember 2026.

Alte Pinakothek UNFRAMED

Die Alten Meister ganz bequem per Smartphone vor Ort oder zu Hause entdecken, egal ob als Vorbereitung für den Besuch, während dessen oder als Nachbereitung. Das geht kostenlos über das Handy oder Tablet mit der WebApp „Alte Pinakothek UNFRAMED“ unter www.app.pinakothek.de!

Häufige Fragen zur Alten Pinakothek München

Was liegt in der Nähe der Alten Pinakothek?
Die Alte Pinakothek liegt mitten im Kunstareal München. Direkt in der Umgebung findet ihr die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst, die Glyptothek, die Staatliche Antikensammlung und das NS-Dokumentationszentrum.

Wann hat die Alte Pinakothek geöffnet?
Die Alte Pinakothek öffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr. Dienstags und mittwochs bleibt sie bis 20 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag.  

Was kostet der Eintritt in die Alte Pinakothek?
Der reguläre Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Sonntags zahlt ihr 1 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt.  

Welche Taschen sind in der Alten Pinakothek erlaubt?
Taschen bis zur Größe DIN A4 dürft ihr mit in die Ausstellungen nehmen. Größere Taschen und Rucksäcke müssen an der Garderobe oder in einem Schließfach bleiben. Für die Schließfächer benötigt ihr eine 1- oder 2-Euro-Münze als Pfand.

Ist die Alte Pinakothek sonntags kostenlos?
Nein. Der Eintritt kostet sonntags aber nur 1 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren besuchen das Museum an allen Öffnungstagen kostenlos.  

Ist die Neue Pinakothek in der Alten Pinakothek?
Nein, die Neue Pinakothek ist ein eigenes Gebäude in der Nähe, bleibt wegen einer Sanierung aber längere Zeit geschlossen. Eine Auswahl ihrer Meisterwerke des 19. Jahrhunderts ist aktuell unter anderem im Erdgeschoss der Alten Pinakothek ausgestellt.  

Gibt es in der Alten Pinakothek ein Café?
Ja. Das Museumscafé öffnet dienstags bis sonntags ab 10 Uhr. Es schließt regulär um 17.30 Uhr, dienstags und mittwochs um 19 Uhr.  

Darf man in der Alten Pinakothek fotografieren?
Private Fotos sind grundsätzlich ohne Blitz und Stativ erlaubt. Bei einzelnen Werken können Einschränkungen gelten. 

Karte, Anfahrt, Öffnungszeiten, Tickets für die Alte Pinakothek

  • Adresse: Barer Str. 27, 80333 München
  • Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, 10 – 20 Uhr / Donnerstag – Sonntag, 10 – 18 Uhr
  • Nächste Haltestelle: U-Bahn Königsplatz, Theresienstr., Odeonsplatz oder Universität / Tram Pinakotheken
  • Nächste Parkmöglichkeit: schwierig, mit Glück ein Strassenparkplatz
  • Website: https://www.pinakothek.de/de/alte-pinakothek