19:00 Uhr – 22:00 Uhr
Ludwig-Maximilians-Universität LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539
München
Ausstellungen
„Wieso seid ihr noch am Leben?“ Der Holodomor 1932/33
Stalin stürzt die Ukraine in die größte Hungersnot der Geschichte Europas
Die vom Ukrainischen Institut des Nationalen Gedenkens und dem Holodomor-Museum in Kyjiw konzipierte Ausstellung zeigt Vorgeschichte, Verlauf und Nachwirkungen sowie die Erinnerung und künstlerische Verarbeitung des Holodomor.
Das 20. Jahrhundert war auch eine Zeit der „politischen Hungersnöte“, mit denen Staaten eine „feindliche“ Bevölkerung in die Knie zwingen wollten. Der Holodomor („Hungermord“), die größte Hungersnot in der Geschichte Europas, ist ein erschütterndes Beispiel dafür. Unter Machthaber Stalin führten die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, die Beschlagnahme von Getreide und am Ende jeglicher Lebensmittel in der Ukraine zum Hungertod von etwa vier Millionen Menschen.
In den russisch besetzten Gebieten werden heute Denkmäler für die Opfer des Hungers zerstört; Moskau will die Erinnerung daran auslöschen. Der Deutsche Bundestag hat in seiner Resolution vom 22.11.2022 den Holodomor als Genozid eingeordnet und gefordert, dieses in Deutschland kaum bekannte Menschheitsverbrechen ins Bewusstsein zu rücken, eine „achtsame Perspektive auf unsere östliche Nachbarschaft“ zu stärken und „blinden Flecken“ im Geschichtsbild entgegenzuwirken.
Die Ausstellung wird vom 3. März bis zum 10. April 2026 im LMU-Hautgebäude, Geschwister-Scholl-Platz 1, 1.OG, Dekanatsgang, (nahe der Statue „Speerträger“) zu sehen sein.
Das Mykola-Haievoi-Zentrum lädt zur Eröffnung am Mo 2.3. um 19:00 (LMU-Hauptgebäude, EG, Hörsaal E004)
Begrüßung durch Prof. Martin Schulze Wessel, Direktor des Mykola-Haievoi-Zentrums
Grußwort von Yurii Nykytiuk, Generalkonsul der Ukraine in München (per Zoom)
Grußwort von Prof. Larysa Didkovska, Rektorin der Ukrainischen Freien Universität, München
Eröffnungsvortrag: „Widerstand und Menschlichkeit in der Ukraine der frühen Stalin-Zeit“ – Dr. Volodymyr Tylishchak, Historiker, stellvertretender Direktor des Ukrainischen Instituts des Nationalen Gedenkens (UINP) in Kyjiw
Kleiner Empfang und gemeinsame Besichtigung der Banner (A280)
(Text: Veranstaltende)
Öffnungszeiten: Mo-Fr 6:30-0:00, Sa 8:00-22:00, So 8:00-20:00
Termine
Eintritt frei
Veranstaltungsort / Karte
Ludwig-Maximilians-Universität LMU
Adresse: Geschwister-Scholl-Platz 1,
80539 München
