20:00 Uhr – 21:00 Uhr
ZENTRUM ST. MICHAEL, Maxburgstr. 1, 80333
München
Klassik
Simileo Alpin
Studierende der Abteilung „Alte Musik“ der Hochschule für Musik und Theater München spielen Werke von J.S. Bach, Händel, Quantz, Hotteterre
Das Kollektiv Simileo Alpin ist ein professionelles Ensemble mit Sitz in München, geleitet von Andreas Kammenos (Blockflöten) und Sumin Ahne (Traversflöte), gemeinsam mit Katharina Lampersperger (Viola da Gamba) und Marie Dumas (Cembalo).
Die Mitglieder des Ensembles begegneten sich an der Hochschule für Musik und Theater München im Kontext von Kammermusik und Barockorchester HMTM. Aus dieser Begegnung erwuchs nicht nur eine musikalische Zusammenarbeit, sondern eine gemeinsame künstlerische Haltung: die Suche nach einem Klang, der historische Tiefe mit gegenwärtiger Sensibilität verbindet. Simileo Alpin versteht sich als ein Raum, in dem individuelle musikalische Persönlichkeiten zu einer gemeinsamen ästhetischen Sprache zusammenfinden.
In wechselnden Programmen und Besetzungen verbindet das Ensemble technische Präzision, klangliche Neugier und interpretatorische Offenheit. Der Fokus liegt dabei nicht auf der bloßen Rekonstruktion historischer Praxis, sondern auf ihrer lebendigen Aktualisierung. Der reine Flötenklang, dessen Tonerzeugung ähnlich („similis“), beinahe, aber eben doch nicht gleich ist, bildet einen zentralen Ausgangspunkt der Ensemblearbeit. Ebenso prägend ist die Faszination für alpine Landschaften – ihre Klarheit, Weite und Atemräume –, die Spannung zwischen renaissancehafter Geradheit und barocker Ungleichheit sowie das Zusammenspiel von Natur, Klang und menschlicher Wahrnehmung, die dem Ensemble seinen Namen gaben.
Das Repertoire von Simileo Alpin umfasst Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach und Johann Joachim Quantz ebenso wie Kompositionen von Michel Delalande, Louis-Antoine Dornel oder Pierre Prowo. In bewusst gestalteten akustischen Grenzgängen und in der intensiven Auseinandersetzung mit Instrument, Raum und Klang zeigt das Ensemble, dass historische Aufführungspraxis keine perfektionierte Museumskunst ist, sondern ein gegenwärtiger künstlerischer Prozess – ein Öffnen von Herz, Geist und Hörraum.
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Veranstaltungsort / Karte
ZENTRUM ST. MICHAEL
Adresse: Maxburgstr. 1,
80333 München
