15:00 Uhr – 16:00 Uhr
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333
München
Bildung und Weiterbildung
Provenienzforschung am ZI – Die Bestände der Bibliothek und Photothek
Führung zum Tag der Provenienzforschung 2026
Im Juni 1945 richtete die amerikanische Militärregierung in dem Gebäude, in dem sich heute u. a. das Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) befindet, den sogenannten Central Art Collecting Point (CCP) ein, um Kunstwerke, die während des Zweiten Weltkriegs vom NS-Regime in ganz Europa geraubt worden waren, an ihre rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben. Dafür wurden auch kunsthistorische Bücher, die das CCP bei nationalsozialistischen Organisationen und kompromittierten Personen beschlagnahmt hatte, herangezogen. Sie bilden den Grundstock der Bibliothek des Instituts. Die im CCP erstellten Fotografien sowie weitere für die Recherchen zusammengetragene Fotosammlungen sind bis heute Teil der Photothek. In den letzten fünfzehn Jahren wurden diese Bestände kontinuierlich erweitert, insbesondere durch den Erwerb von Münchner Kunsthandelsquellen. Diese materielle Vielfalt bietet eine außergewöhnliche Grundlage für die heutige Provenienzforschung, erfordert aber gleichzeitig eine kritische Auseinandersetzung und Kontextualisierung.
Die Führung mit Lena Schneider und Cosima Dollansky bietet einen kurzen Überblick zur Geschichte des Zentralinstituts für Kunstgeschichte (ZI) sowie Einblicke in die Bibliothek, die Photothek und die dort liegenden Kunsthandelsquellen.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
(Text: Veranstaltende)
Termine
Eintritt frei
Veranstaltungsort / Karte
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Adresse: Katharina-von-Bora-Str. 10,
80333 München
