18:15 Uhr – 19:30 Uhr
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333
München
Bildung und Weiterbildung
Gegen den Kamerablick
Phänomenologische Positionen amerikanischer Kunst um 1970
Vortrag von Magdalena Nieslony, Innsbruck
In der US-amerikanischen Kunst der 1960er und 1970er Jahre gewann die körperliche Präsenz der Werke an Bedeutung: KünstlerInnen wie Nancy Holt oder Richard Serra konzipierten Rauminstallationen und Land Art Projekte, die mit dem ganzen Körper erfahren werden sollten und diese Erfahrung zum eigentlichen Zweck machten. Die KünstlerInnen selbst und die KunstkritikerInnen deuteten diese Arbeiten mithilfe der Phänomenologie, die der leiblichen Wahrnehmung einen hervorgehobenen epistemischen Wert zuspricht. Im Vortrag werden die phänomenologischen Positionen der Kunst um 1970 nicht als universell verständliche Erfahrungsangebote verstanden, sondern als historisch spezifische künstlerische Auseinandersetzungen mit fotografischen Bildern und mit der damals omnipräsenten Medientheorie. Die Bevorzugung der körperlichen Präsenz wird so als Kritik am täuschenden Kamerablick lesbar.
Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe „Das Auge der Kamera: Kunst, Politik und Wahrnehmung in der amerikanischen Fotografie“.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung finde im ZI (Raum 242, II. OG) statt und wird parallel via Zoom übertragen. Informationen & Zoom-Link: https://www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2026/vortrag-magdalena-nieslony
Über die Referentin:
Magdalena Nieslony ist seit 2024 Professorin für neueste Kunstgeschichte und Leiterin der Kunstsammlung an der Universität Innsbruck. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören sowjetische Avantgarde, US-amerikanische Kunst der 1970er Jahre und polnische Gegenwartskunst; sie fragt dabei nach den historischen Bedingungen und Bewertungen künstlerischer Arbeit.
(Text: Veranstaltende)
Termine
Eintritt frei
Veranstaltungsort / Karte
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Adresse: Katharina-von-Bora-Str. 10,
80333 München
