Europäischer Tag der Restaurierung
Diverse Orte in München

Europäischer Tag der Restaurierung

Sonntag, 18.10.2026
11:00 Uhr – 17:00 Uhr
Eintritt frei

Diverse Orte in München, , 80331 München
Bildung und Weiterbildung

Europäischer Tag der Restaurierung

Mit Fachwissen und Leidenschaft bewahren Restauratorinnen und Restauratoren unser gemeinsames europäisches Kulturerbe. Wie sie das tun, zeigen sie am 18. Oktober 2026.

Das diesjährige Motto lautet: „Ganz nah dran!“

Unter diesem Leitsatz zeigen Restaurator*innen deutschlandweit, wie präzises Hinsehen Beziehungen zwischen Objekt, Zeit und Gesellschaft sichtbar macht.

Restaurierung bedeutet physische Nähe zu Kunstwerken und Geschichtszeugnissen. Im vorsichtigen Annähern an Oberflächen, Schichten und Materialien offenbaren sich Techniken, Veränderungen und Schäden im Detail.

Restaurator*innen sind ganz nah dran an den Geschichten, die Objekte erzählen. Durch die eingehende Beschäftigung mit jedem einzelnen Stück erkennen sie, warum Menschen diese Dinge einst geschaffen haben, wie Generationen mit ihnen umgegangen sind und welche Bedeutung sie heute für diejenigen haben, die sie bewahren oder betrachten. So entsteht eine lebendige Beziehung zwischen Objekt, Vergangenheit und Gegenwart – getragen von fachlicher Präzision und menschlicher Nähe.

Entdecken Sie am jeweils dritten Sonntag im Oktober spannende Konservierungs- und Restaurierungsprojekte, die sonst im Verborgenen stattfinden. In ganz Europa lädt der Europäische Dachverband der Restauratorenverbände E.C.C.O. in Ateliers, Sammlungen und auf Baustellen ein.

Ein virtueller Besuch bei den Restaurator*innen

Seit 2020 wird der Europäische Tag der Restaurierung ergänzend zum Vor-Ort-Programm auch virtuell ausgerichtet. Seitdem sind zahlreiche Videos, Podcasts und Blogs entstanden, die seltene Einblicke in die Arbeitswelt der Restaurator*innen geben. Hier finden Sie eine Auswahl dieser digitalen Beiträge und können sich so schon jetzt auf den nächsten Aktionstag einstimmen.

Digital

PROGRAMM MÜNCHEN 2026:

Restaurierungsgebäude Archäologische Staatssammlung, Bayerisches Nationalmuseum, TU München Oettingenstraße 15, 80538 München

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Bild: Bronzedrahtgehänge mit Biberzahn sowie Bernstein- und Glasperlen aus einem Hortfund, Vogelthal, Stadt Dietfurt an der Altmühl, 12. Jh. v. Chr., © Archäologische Staatssammlung

Unmittelbar nach der Museumsnacht, am 18. Oktober, öffnen die Restaurierungsateliers von 11:00-17:00 Uhr unter dem Motto “Ganz nah dran!” ihre Türen und ermöglichen Besucherinnen und Besuchern, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der Bestand der Archäologischen Staatssammlung umfasst etwa 20 Millionen archäologische Funde, vorwiegend aus Bayern. Es handelt sich um Alltags-, Gebrauchs- und Kultgegenstände, , Luxusgüter, Waffen und Kriegsgerät von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit.

Am Tag der Offenen Tür erhalten Besuchende Einblick in die Restaurierung archäologischer Objekte. Ihre individuelle Geschichte, die lange Lagerung im Boden bzw. in Gewässern, aber auch Umwelteinflüsse nach der Auffindung führen zu unterschiedlichen Arten von Schäden. Eine besondere Herausforderung stellen große Fundmengen dar. Diese müssen zeitnah nach der Bergung versorgt werden, um den Zerfallsprozess aufzuhalten und sie für die Zukunft zu bewahren. Auch der Umgang mit früheren Restaurierungen ist inzwischen ein wichtiger Aspekt bei der nachhaltigen Konservierung. Zudem werden viele Objekte untersucht, um ihre Herstellung, die verwendeten Materialien und ihren Zustand zu erforschen.

Das Team der Restaurierung stellt aktuelle Projekte vor. Zu sehen gibt es u.a.:

– Masse statt Klasse: Wie kommen die vielen, vielen Funde ins Depot?

– Wenn Metalle altern. Rostiges Eisen und grünes Kupfer.

– Der Topf ist kaputt: Moderne Restaurierung und römische Flickung.

– Viel zerbrochenes Glas: Wirtshauskultur in Scherben.

– Nur noch im Rost: Spuren von Stoffen, Leder und Holz.

– Was ist es und ist es echt oder falsch? Untersuchungsgeräte in Aktion.

Neugierige sind eingeladen, vor Ort selbst mitzumachen! Unter anderem winken ein Blick durchs Mikroskop, die Technik des Sandstrahlens, die Herstellung von römischem Schmuck oder das Zusammenpuzzeln von Scherben. Des Weiteren gibt es spannende Vorträge rund um Restaurierungsthemen.

Bayerisches Nationalmuseum / Atelier- und Werkstättengebäude Oettingenstraße 15, 80538 München

So 18.10.2026 | 11 bis 17 Uhr Tag der offenen Tür im Atelier- und Werkstättengebäude des Bayerischen Nationalmuseums.

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Europaweit geben Restauratoren an diesem Tag Einblicke in ihre Arbeit. Das diesjährige Motto lautet: „Ganz nah dran!“ Unter diesem Leitsatz zeigen Restaurator*innen deutschlandweit, wie präzises Hinsehen Beziehungen zwischen Objekt, Zeit und Gesellschaft sichtbar macht. Hierfür öffnet das Bayerische Nationalmuseum gemeinsam mit der Archäologischen Staatssammlung und der TU München seine normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Labore und Restaurierungsateliers für Besucherinnen und Besucher. Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen stellen Beispiele aus ihrer Konservierungs- und Restaurierungspraxis vor. Unmittelbar an den Kunstwerken stehen sie für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Auch dieses Jahr erwartet Sie ein bunter Strauß an Themen aus dem aktuellen Aufgabenspektrum der Restaurierungsabteilungen beider Museen: Ob es um die Konservierung von Verlobungskleidern, die Restaurierung von Architekturmodellen, die Verwendung von Faserbrei, Gelen und Kompressen für die Gemälderestaurierung oder die Restaurierung einer historischen Smartwatch geht: für alle dürfte etwas Interessantes dabei sein.

Programm

Steinrestaurierung Beispiele für Reinigungsmethoden auf Natursteinoberflächen

Für Kinder: Herstellung kleiner Gipskopien

Skulpturen-, Gemälde- und Grafikrestaurierung

Faden, Faserbrei und Intarsie – Möglichkeiten der Restaurierung von Rissen und Fehlstellen in Leinwandbildträgern – mit praktischer Übung

Malerei auf Pergament, Papier oder Holz – Methoden zur Malschichtfestigung

Gele und Kompressen – Einsatzmöglichkeiten für Firnisabnahme, Abnahme von Übermalungen und Oberflächenreinigung

Für Kinder: Herstellung kleiner Gipskopien

Restaurierung Möbel und Musikinstrumente

Laubsägekunst vom Allerfeinsten – das Großmodell des Ulmer Münsters und sein Wiederaufbau, u.a. mit 3D-gedruckten Ergänzungen

Volkskunderestaurierung

Zeitgenössische Hinterglasbilder zwischen Tradition und Experiment: Technische Vielfalt am Beispiel der Spiegelbilder von Fride Wirtl-Walser

Zwei Armreliquiare aus dem 18. Jahrhundert: Die Problematik wiederholter Festigungsprozesse an Blattmetall-Fassungen

Metallrestaurierung

Eine Smartwatch aus dem 19. Jh.? – Über die Restaurierung einer Tischuhr mit verblüffenden Funktionen

Im Hintergrund wirksam – Montagen für Ausstellungsobjekte

Textilrestaurierung

Untersuchungsmethoden zu Material und Gewebe mit Mikroskop und Makroskop

Das Verlobungskleid der Therese von Bayern auf Figur gebracht

Nähen mit der Rundnadel – praktische Übung

Restaurierung Kunsthandwerk Hinterglasmalerei: Technik und Konservierung

Schreinerei Besichtigung

Vorträge im Seminarraum:

Marcus Herdin (Präventive Konservierung / Bau): Dicht doch transparent: Planung des Lichtschutzes vor Tageslicht am Beispiel Schloss Obernzell

Dr. Daniela Karl (Skulptur / Gemälde / Grafik): Ein Altar aus Pähl aus dem frühen 15. Jahrhundert. Zur Verbindung von Technologie, Restaurierungsgeschichte und Erscheinungsbild

Alte Münze Hofgraben 4, 80539 München

18. Oktober | 11:45-12:45 / 13:15-14:15 / 14:45-15:45 (maximal 23 Personen)

Führung: Die Restaurierungsateliers für Bau- und Kunstdenkmalpflege

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Bild: Doris Zeidler restauriert Gemälde, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

Die Restaurierung für Bau- und Kunstdenkmalpflege am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege betreut Restaurierungsmaßnahmen an Baudenkmälern in Bayern. Das umfasst die Fachbereiche Wandmalerei und Architekturfassung, Gemälde und Skulptur, Textil, Metall, Stein, holzsichtige und gefasste Raumausstattung, Präventive Konservierung, sowie moderne Materialien und Schadstoffe. Die Restauratorinnen und Restauratoren des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege führen durch die Atelierräume in der Alten Münze, geben Ihnen Einblicke in aktuelle Projekte und erläutern denkmalpflegerisch-restauratorische Grundsätze.

Anmeldung: https://eveeno.com/tag-der-restaurierung-2026-bau-und-kunst

Museum Brandhorst Theresienstraße 35a, 80333 München

18. Oktober | 11:00-12:00 / 13:00-14:000

Führung: Behind the Scenes mit Christina Hierl

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Bild: Christina Hierl © Foto: Verena Hägler. Museum Brandhorst, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Was passiert hinter den Kulissen, bevor eine Ausstellung ihre Türen öffnet? Wie kommen die Kunstwerke ins Museum, wie werden sie installiert und welche Aufgaben übernehmen Restaurator:innen bei diesem Prozess?

Anlässlich des Europäischen Tags der Restaurierung mit dem Motto „Ganz nah dran“ gibt es einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Aufbaus der neuen Ausstellung „In My Head“, bevor sie offiziell am 29. Oktober im Museum Brandhorst eröffnet.

Christina Hierl, leitende Restauratorin am Museum Brandhorst und am Doerner Institut tätig, führt durch die Kabinette, in denen derzeit die Ausstellung entsteht. Dabei erwarten Sie besondere Einblicke in die Abläufe hinter dem Aufbau, den Beruf der Restaurator*in und die vielen kleinen Details, die für die Präsentation eines Kunstwerks wichtig sind.

Ticket: https://pinakothek.shop/#/product/event/1497?date_id=9592

berechtigt zur Teilnahme an der öffentlichen Führung. Für den Besuch des Museums benötigen Sie zusätzlich ein Eintrittsticket.

Termine

Eintritt frei

Sonntag, 18.10.2026 11:00 Uhr – 17:00 Uhr

Veranstaltungsort / Karte

Diverse Orte in München
Adresse: , 80331 München

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