19:30 Uhr
Residenztheater, Max-Joseph-Platz 1, 80539
München
Theater
Die Dreigroschenoper
von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik)
unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann
Premiere 27. September 2026
Unter dem gleichgültigen Mond von Soho versucht Londons Unterwelt Mackie Messer dingfest zu machen. Brecht, Hauptmann und Weill erschufen mit »Die Dreigroschenoper« (uraufgeführt 1928) eine völlig neue Form des Musiktheaters, mit Songs und Texten, so geschliffen scharf wie Macs Messer. Ein Stück über eine Gesellschaft, in der alles auf seinen Geldwert reduziert wird und Räuber*innen Bürger*innen sind – und umgekehrt.
Die bevorstehende Krönungsfeier der Königin lässt Jonathan und Celia Peachum, Besitzer*innen der Firma »Bettlers Freund«, auf gute Geschäfte hoffen, schließlich vergeben sie an die Bedürftigen Bettellizenzen und streichen mindestens fünfzig Prozent Gewinnbeteiligung ein. Das ist auch dringend notwendig, denn die Geschäfte laufen schlecht und Mitleid ist Mangelware in diesen Tagen. Dass sich Tochter Polly heimlich mit Macheath, genannt Mackie Messer und Chef einer Banditenbande, verheiratet hat, führt bei den geschäftstüchtigen Eltern zu wenig Begeisterung. Man hat in das Kind schließlich investiert und sie für feinere und vor allem finanzkräftigere Kreise vorgesehen. Kurzerhand beschließen die Peachums, Mackie Messer an den Galgen zu bringen – buchstäblich. Und so zieht sich eine Spur von Verrat, Eifersucht, Bestechung und offenen Rechnungen durch Londons Unterwelt, um dem flüchtigen Macheath endlich das Handwerk zu legen.
»… leider sind auf diesem Sterne eben
die Mittel kärglich und die Menschen roh.«
Basierend auf John Gays Barockopern-Persiflage »The Beggar’s Opera«, 1728 in London uraufgeführt, erschufen Bertolt Brecht, Elisabeth Hauptmann und Kurt Weill eine radikal neue Form des Musiktheaters. 1928 in Berlin am Theater am Schiffbauerdamm zur Uraufführung gebracht, zeigt »Die Dreigroschenoper« eine Welt, in der alles – ob Liebe, Mitleid oder Verbrechen – einen Geldwert hat und dementsprechend bewertet wird. Für die einen heißt es »erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral«, für die anderen kommt einfach nur das Fressen.
Philipp Stölzl, für seine figurenzentrierten Regiearbeiten und poetischen Bühnenbilder gefeiert, inszeniert Bertolt Brechts und Kurt Weills Meisterwerk am Residenztheater.
Künstlerische Leitung
Inszenierung und Bühne: Philipp Stölzl
Musikalische Leitung: Stephen Delaney
Mitarbeit Bühne: Franziska Harm
Kostüme und Puppen: Kathi Maurer
Puppenbau und Einstudierung Puppenspiel: Christian Blank
Choreografie: Sommer Ulrickson
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Ewald Palmetshofer
Besetzung
Moritz Treuenfels: Macheath, genannt Mackie Messer
Oliver Stokowski: Jonathan Jeremiah Peachum, Besitzer der Firma »Bettlers Freund«
Cathrin Störmer: Celia Peachum, seine Frau
Isabell Antonia Höckel: Polly Peachum, seine Tochter
Max Rothbart: Brown, oberster Polizeichef von London
Liliane Amuat: Lucy, seine Tochter
Vassilissa Reznikoff: Spelunken-Jenny
Lukas Rüppel: Moritatensänger / Filch / Smith
+
Bettler / Straßenbanditen / Huren: Volodymyr Melnykov, Levin Rashid Stein, Ivo Mieulet, Jonathan Joèl Albrecht, Maurizio Siconolfi, Lilith Kampffmeyer, Daria Welsch, Nadja Sabersky, Lisa Mader, Victoria Spindler, Raphaela Baumgartner
Termine & Tickets
Veranstaltungsort / Karte
Residenztheater
Adresse: Max-Joseph-Platz 1,
80539 München
