18:15 Uhr – 20:00 Uhr
Zentralinstitut für Kunstgeschichte, Katharina-von-Bora-Str. 10, 80333
München
Bildung und Weiterbildung
Das Ende der linken Kunstgeschichte?
Vortrag von Helmut Draxler: Das Ende der linken Kunstgeschichte?
Linke Kunstgeschichte war lange Zeit davon inspiriert, eine materielle und soziale Lesart von Kunstwerken und historischen Ereignissen zu erarbeiten. Dies schien die Gewähr dafür zu bieten, nicht in idealistischen und ideologischen Verhängnissen gefangen zu bleiben und einen realistischen Weg in eine lichte, versöhnte Zukunft zu bahnen. Heute stellt sich die Frage, wie eine solche Zukunft und der fortschreitende Weg dorthin überhaupt gedacht werden können, und welche Rolle der Kunstgeschichte hierbei zukäme. Muss also weiterhin der, in der geschichtsphilosophischen Einheit ihrer Gegenstände begründete Mythos der Kunstgeschichte zu Ende gebracht werden, um einen linken, emanzipatorischen Sinn zur Erscheinung zu bringen, oder geht es nicht vielmehr um den Mythos des Zu-Ende-bringens und mithin um die Frage, wie sich im Rahmen einer dezidiert linken Kunstgeschichte die rhetorische Figur eines Endes: des Endes der Kunst, des Endes der Geschichte, des Endes der Kunstgeschichte und noch ihres eigenen Endes verstehen ließe?
Über den Referenten:
Helmut Draxler ist Kunsthistoriker, Kulturtheoretiker und Kurator. Er arbeitet an den Schnittstellen von Kunst, Politik, Philosophie und Psychoanalyse. Zuletzt sind von ihm die beiden Monografien Was tun? Was lassen? Politik als symbolische Form (Freising: tentare 2024) und Die Wahrheit der Niederländischen Malerei. Eine Archäologie der Gegenwartskunst (Paderborn: Fink/Brill 2021) erschienen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung findet im ZI (Raum 242, II. OG) statt und wird parallel via Zoom übertragen. Informationen & Zoom-Link: https://www.zikg.eu/aktuelles/veranstaltungen/2026/vortrag-helmut-draxler-das-ende-der-linken-kunstgeschichte
(Text: Veranstaltende)
Termine
Eintritt frei
Veranstaltungsort / Karte
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Adresse: Katharina-von-Bora-Str. 10,
80333 München
