Daniel Knorr. Sculpted Platforms
Galerie Rüdiger Schöttle

Daniel Knorr. Sculpted Platforms

Dienstag, 03.03.2026
11:00 Uhr – 18:00 Uhr

Galerie Rüdiger Schöttle, Amalienstr. 41, Rgb., 80799 München
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Daniel Knorr. Sculpted Platforms

Die Galerie Rüdiger Schöttle freut sich, die Einzelausstellung „Sculpted Platforms“ des Künstlers Daniel Knorr ankündigen zu dürfen und dabei zwei neue Werkgruppen zu präsentieren.

In seiner 2026 entstandenen Werkgruppe „Sculpted Platforms“ begegnen uns poetisch-fragile Türme von Sediment, an deren Spitze sich die Form eines Blattes oder eines Steins eingeschrieben hat. Die permanenten Bronze- und ephemeren Wachsobjekte dieser neuen Serie basieren auf einem zufällig entdeckten Naturphänomen: erosive Prozesse haben umliegenden Schlamm abgetragen, während darüberliegende Blätter oder Steine wie ein schützender Baldachin fungierten und ihre Silhouetten dreidimensional in das Erdmaterial eingeschrieben haben. Natürlich anmutend, scheinen die Objekte den physischen Gesetzmäßigkeiten enthoben und veranschaulichen, wie selbst kleinste Elemente substanzielle Wirkung entfalten können. In ihrer Gesamtheit erscheinen diese wesenhaften Arbeiten wie stille Monumente – als Manifestationen der Vernetztheit natürlicher Prozesse ebenso wie als Sinnbilder ihrer inhärenten Fragilität und Ephemeralität.

Fortgesetzt wird diese Idee der Allverbundenheit und Verkettung organischer Prozesse in seiner zweiten skulpturalen Werkgruppe „Synapses“, die 2025 entstand. Hierbei greift der Künstler auf das bereits in den „Depression Elevations“ verwendete Material Harz zurück und überführt es in eine neue formale und konzeptuelle Konfiguration. Das in seiner Opazität variierende Material legt sich wie eine äußere Membran um Äste und Zweige, folgt deren organischer Morphologie und synthetisiert einzelne Elemente zu einer über-geordneten Struktur. Bestehende Verbindungen werden freigelegt, artifizielle generiert. Der Serientitel verweist auf den biologischen Begriff der Synapse – jene neuronale Kontaktstelle, an der Reizübertragungen zwischen Nervenzellen sowie Sinnes-, Muskel-, Drüsen-, oder anderen Nervenzellen stattfinden. Synapsen fungieren dabei nicht allein als Transmitter, sondern vermögen es, die Information der Signalübertragung zu modulieren. Sie sind jene Orte im Gehirn, die die Grundlage unseres Bewusstseins, Denkens, Fühlens und Erinnerungsvermögens bilden.

In verschlungenen, lianenartigen Wandgebilden entstehen so Portraits scheinbar natürlicher Netzwerke, die unweigerlich auch an die feinen Verästelungen von organischen Wurzelstrukturen und Pilzgeflechten denken lassen. Diese strukturelle Analogie zwischen neuronalen und pflanzlichen Netzwerken – und die darin enthaltene Idee einer universellen Verbundenheit allen Organischen – führt uns der Künstler vor Augen.


Daniel Knorrs Werke befinden sich in renommierten Sammlungen weltweit, darunter: Belvedere, Wien; Museum Folkwang, Essen; Kunsthalle Bremen; Kunstmuseum Bonn (KiCo Collection); Lenbachhaus, München; Pinakothek der Moderne, München; Museum of Modern Art, Warschau; M HKA, Museum of Contemporary Art, Antwerpen; Mezzanin Stiftung für Kunst, Schaan; Vehbi Koç Foundation, Istanbul; Jorge M. Pérez Collection, USA; The Nancy A. Nasher and David J. Haemisegger Collection of Contemporary Art, USA; Pingshan Art Museum, China.



(Text: Veranstaltende)


Eröffnung am Do 26.2. um 18:00-21:00

Öffnungszeiten: Di-Fr 11:00-18:00, Sa 12:00-16:00, oder nach Vereinbarung

Öffnung an Feiertagen: T. +49 89 333686 oder [email protected]

Ausstellung bis 2.5.

Termine & Tickets

Dienstag, 03.03.2026 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
Mittwoch, 04.03.2026 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
Donnerstag, 05.03.2026 11:00 Uhr – 18:00 Uhr
+ weitere Termine

Veranstaltungsort / Karte

Galerie Rüdiger Schöttle
Adresse: Amalienstr. 41, Rgb., 80799 München

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