19:00 Uhr – 20:30 Uhr
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Barbastelle, Am Bergson Kunstkraftwerk 2, 81245
München
Sonstige
Bitte Lächeln: Die Mimik der Mäuse und ihre Bedeutung für die Emotionsforschung
Ein Abend mit Dr. Nadine Gogolla, Direktorin am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München
Emotionen sind zentrale Bestandteile des menschlichen Erlebens und Verhaltens – doch wie entstehen sie auf neuronaler Ebene?
Dr. Nadine Gogolla hat mit ihren Kolleg:innen eine Studie in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht, welche untersucht hat, wie das Gesicht einer Maus Rückschlüsse auf deren Emotionen gibt. Ähnlich wie beim Menschen sieht das Gesicht einer Maus ganz unterschiedlich aus, je nachdem, ob sie etwas Süßes oder Bitteres schmeckt oder ob sie ängstlich wird. Mit dieser neuen Möglichkeit, die Emotionen von Mäusen messbar zu machen, können Neurobiolog:innen nun die grundlegenden Mechanismen erforschen, wie Emotionen im Gehirn entstehen und verarbeitet werden.
Diese Forschung geht dabei über eine reine Verhaltensbeobachtung hinaus und verknüpft mimische Veränderungen direkt mit neuronalen Aktivitätsmustern in relevanten Gehirnregionen, insbesondere der Inselrinde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es spezialisierte Neuronen gibt, die jeweils auf bestimmte Emotionen reagieren, und dass Emotionen nicht nur Reaktionen auf äußere Reize sind, sondern innere Bewertungen reflektieren. Diese Entwicklungen eröffnen neue Perspektiven für das Verständnis von Emotionsentstehung und ‑verarbeitung und liefern mögliche Ansatzpunkte zur Erforschung und Behandlung von Störungen wie Angststörungen und Depressionen.
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Veranstaltungsort / Karte
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Barbastelle
Adresse: Am Bergson Kunstkraftwerk 2,
81245 München
