19:00 Uhr
Münchner Kammerspiele / Münchner Kammerspiele – Habibi Kiosk, Maximilianstr. 28, 80539
München
Sonstige
Auf einen Mokka mit Sue
Eine Gesprächsreiche von und mit Suzan Çakar
„Auf einen Mokka mit Sue“ ist die neue Gesprächsreihe im Habibi Kiosk. Suzan Çakar lädt regelmäßig wechselnde Gäste ein und verbindet mit ihnen Kultur mit Haltung – mal im Gespräch, mal in performativen Momenten, stets als Einladung zum gemeinsamen Weiterdenken.
Im Zentrum steht der Austausch über das Leben in all seinen Facetten: politisch, persönlich und poetisch. Zu Wort kommen Stimmen, die sonst oft überhört werden – insbesondere Frauen, marginalisierte Personen und Menschen mit Migrationsgeschichte.
Es geht dabei immer um Fragen von Identität, Widerstand, Zugehörigkeit, Körper, Sprache und Herkunft – all das, wo das Private zum Politikum wird und Kunst und Kultur zu Räumen der Selbstermächtigung werden können. So versteht sich das Format auch als Teil einer postmigrantischen Kulturlandschaft – künstlerisch, aber ebenso im Sinne von Durchlässigkeit und Zugänglichkeit.
Kostenfrei

Foto: Berfin Celebi, © Manoosh Niakan
Zu Gast am 23.1.2026:
Berfin Celebi
Auf TikTok wurde sie als „kurdischekween“ bekannt für die Sichtbarmachung queerer muslimischer Identitäten.
Im Kiosk-Talk mit Suzan Cakar zeigt sie, dass Themen wie Geschlecht, Glaube und Kultur keineswegs im Widerspruch zueinanderstehen müssen.
Berfin Celebi ist eine queere, trans Aktivistin, Sozialarbeiterin, die unter ihrem Online-Namen „kurdischekween“ auf Plattformen wie TikTok und Instagram vielfältige Einblicke zu Themen wie Transidentität, Islam, Antirassismus und kurdischer Kultur teilt. Sie setzt sie sich mit großer Leidenschaft dafür ein, Betroffene zu unterstützen und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Offen spricht Berfin über die Herausforderungen ihrer Transition, die unter anderem durch ein unfreiwilliges Outing geprägt wurde – ein Erlebnis, das ihr Leben und ihren Aktivismus tiefgreifend beeinflusst hat. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Vermittlung intersektionaler Perspektiven: Sie thematisiert Mehrfachdiskriminierung, Selbstermächtigung und das komplexe Spannungsfeld zwischen Religion und Queerness.
Dabei hebt sie die Bedeutung von Repräsentation im digitalen Raum hervor und nutzt soziale Medien nicht nur als Bühne, sondern vor allem als Bildungsplattform, auf der gesellschaftliche Fragen diskutiert und Tabus gebrochen werden. Berfin spricht offen über Selbstfindung, Spiritualität und die gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sie begegnet. Mit ihrer ausdrucksstarken Präsenz schafft sie einen Raum, in dem queere muslimische Identitäten sichtbar werden – und zeigt, dass Themen wie Geschlecht, Glaube und Kultur keineswegs im Widerspruch zueinanderstehen müssen.
In der Gesprächsreihe „Auf einen Mokka mit Sue“ erzählt Berfin von ihrem Weg als trans Frau innerhalb einer vielfach marginalisierten Community, von dem Balanceakt zwischen Sichtbarkeit und Verletzlichkeit – und von ihrer Vision einer Gesellschaft, die Raum für Widersprüche lässt und Heilung ermöglicht.

Foto: Maya Azzam, © privat
Zu Gast am 20.2.2026
Maya Azzam
Ein Gespräch über die Lage der Minderheiten in Syrien nach dem Fall von Assad
In dieser Ausgabe spricht Sue mit Maya Azzam. Maya, geboren 2005 in Suwayda, wuchs in Syrien auf, bevor sie mit 11 Jahren nach Deutschland floh. Ihre Familie träumte von einem Ende der Assad-Diktatur, doch nach den Massakern und der Gewalt gegen Minderheiten in Syrien, besonders gegen die Drusen in ihrer Heimatstadt, wurde ihr klar, dass der Wandel nicht einfach sein würde. Heute nutzt Maya ihre Stimme in Deutschland, um auf die humanitäre Krise in Syrien aufmerksam zu machen und gegen Falschinformationen anzukämpfen.
Maya gibt uns einen Einblick in die Lage der Minderheiten in Syrien nach dem Fall von Assad. Es wird ein Mokka über Widerstand, Hoffnung und die Bedeutung von Solidarität – und vor allem über die Stimmen derjenigen, die oft nicht gehört werden.
Termine & Tickets
Veranstaltungsort / Karte
Münchner Kammerspiele / Münchner Kammerspiele – Habibi Kiosk
Adresse: Maximilianstr. 28,
80539 München
