16:00 Uhr – 17:15 Uhr
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Elektra Tonquartier, Am Bergson Kunstkraftwerk 2, 81245
München
Klassik
Alle Beethoven-Symphonien von Franz Liszt: Nr. 1 & 3
Sie sind vermutlich das Schwerste, was man auf dem Klavier spielen kann: die neun Symphonien von Ludwig van Beethoven in der Bearbeitung von Franz Liszt. Nur ein genialer Pianist, einer der größten Virtuosen aller Zeiten wie Franz Liszt, konnte es wagen, so große symphonische Werke auf das Klavier zu übertragen. Denn was sonst 60, 70 Musiker:innen spielen, müssen hier zehn Finger leisten. Und Liszt, der keine technischen Grenzen kannte, tobte sich entsprechend aus. Die enormen Ansprüche der Bearbeitungen sind der Hauptgrund, dass man quasi nie den gesamten Zyklus aller neun Symphonien erleben kann.
Trotz aller technischen Schwierigkeiten wollte Liszt nie brillieren. Sein Ziel war es, dass das Publikum vergisst, nur ein Klavier zu hören, und stattdessen das Orchester im Kopf entstehen lässt. Und so bietet dieser Zyklus in gewisser Weise immer zwei Konzerte in einem: Zum einen ist Beethoven zu hören und zugleich Liszt als genialer Übersetzer, der aus einem Klavier ein imaginäres Orchester macht. Gerade darin liegt bis heute die Faszination dieser Werke.
Anlässlich des 200. Todestags des Komponisten präsentiert das Bergson Kunstkraftwerk diese Rarität. Gespielt wird sie von den besten jungen Pianist:innen unserer Zeit: von Steinway Prizewinners, die großteils schon im Bergson gastiert haben und nun wiederkehren.
Steinway-Prizewinner Jiaxin Min spielt Nr. 1 und 3
Programm
Ludwig van Beethoven / Franz Liszt (Bearbeitung für Klavier solo):
1. Sinfonie C-Dur op. 21
3. Sinfonie Es-Dur op. 55 „Eroica“
Jiaxin Min riss das Publikum 2025 beim Queen-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel zu Begeisterungsstürmen hin, vor allem dank ihres poetischen, klaren Spiels. Dieses kann die gebürtige Chinesin in Beethovens 1. Symphonie ideal zur Geltung bringen, die noch ganz vom „klassischen“ Geist Mozarts und Haydns inspiriert ist. Gerade die Transparenz der Ersten machte die Bearbeitung für Liszt schwierig, der hier die Leichtigkeit, den Witz und die Eleganz eines klassischen Orchesters auf das Klavier übertragen musste.
Die berühmte „Eroica“, die 3. Symphonie, kommt dagegen schon wesentlich klanggewaltiger daher, in die Romantik weisend, mit dem monumentalen Trauermarsch im 2. Satz.
Die „Eroica“ ist eine der technisch anspruchsvollsten Beethoven Transkriptionen Liszts. Gewaltige Akkorde, weit gespannte Sprünge und dichte Polyphonie verlangen der Pianistin nahezu Übermenschliches ab.
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Veranstaltungsort / Karte
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Elektra Tonquartier
Adresse: Am Bergson Kunstkraftwerk 2,
81245 München
