16:00 Uhr – 17:15 Uhr
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Elektra Tonquartier, Am Bergson Kunstkraftwerk 2, 81245
München
Klassik
Alle Beethoven-Symphonien von Franz Liszt: Nr. 6 & 7
Sie sind vermutlich das Schwerste, was man auf dem Klavier spielen kann: die neun Symphonien von Ludwig van Beethoven in der Bearbeitung von Franz Liszt. Nur ein genialer Pianist, einer der größten Virtuosen aller Zeiten wie Franz Liszt, konnte es wagen, so große symphonische Werke auf das Klavier zu übertragen. Denn was sonst 60, 70 Musiker:innen spielen, müssen hier zehn Finger leisten. Und Liszt, der keine technischen Grenzen kannte, tobte sich entsprechend aus. Die enormen Ansprüche der Bearbeitungen sind der Hauptgrund, dass man quasi nie den gesamten Zyklus aller neun Symphonien erleben kann.
Trotz aller technischen Schwierigkeiten wollte Liszt nie brillieren. Sein Ziel war es, dass das Publikum vergisst, nur ein Klavier zu hören, und stattdessen das Orchester im Kopf entstehen lässt. Und so bietet dieser Zyklus in gewisser Weise immer zwei Konzerte in einem: Zum einen ist Beethoven zu hören und zugleich Liszt als genialer Übersetzer, der aus einem Klavier ein imaginäres Orchester macht. Gerade darin liegt bis heute die Faszination dieser Werke.
Anlässlich des 200. Todestags des Komponisten präsentiert das Bergson Kunstkraftwerk diese Rarität. Gespielt wird sie von den besten jungen Pianist:innen unserer Zeit: von Steinway Prizewinners, die großteils schon im Bergson gastiert haben und nun wiederkehren.
Steinway-Prizewinner Su Yeon Kim und Jae-Yeon Won spielen Nr. 6 und 7
Als Su Yeon Kim und Jae-Yeon Won 2025 zuletzt hier spielten, da waren sie frisch verheiratet. Jetzt gestalten die beiden hochdekorierten Eheleute aus Südkorea zwei Abende. Bevor sie im Juli an zwei Klavieren die Neunte spielen werden, teilen sie sich in diesem Konzert die 6. und 7. Symphonie auf.
Su Yeon Kim widmet sich der sogenannten „Pastorale”, die die Natur feiert und in gewisser Weise auch in Töne gießt. Allerdings nicht als musikalische Landschaftsgemälde, sondern vielmehr als Ausdruck der Empfindungen beim Erleben der Natur. Gerade diese traumschöne 6. Symphonie verlangt von der Pianistin außergewöhnliche Klangfantasie. Auf einem einzigen Instrument müssen Vogelrufe, murmelnde Bäche, Gewitter und die weiten Klangflächen eines Orchesters entstehen.
Die 7. Symphonie, die Jae-Yeon Won spielen wird, ist eine Feier des Tanzes. Jeder Satz hat einen eigenen rhythmischen Puls, gerade auch der berühmte 2. Durch diese immense Energie entfaltet gerade diese Symphonie eine ungeheure Sogwirkung. Für den Pianisten bedeutet das höchste Präzision. Die rhythmische Spannung darf niemals nachlassen, gleichzeitig müssen die vielen Stimmen klar voneinander unterscheidbar bleiben.
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Veranstaltungsort / Karte
Bergson Kunstkraftwerk / Bergson Elektra Tonquartier
Adresse: Am Bergson Kunstkraftwerk 2,
81245 München
