20:00 Uhr
Nationaltheater, Max-Joseph-Platz 2, 80539
München
Klassik
1. Akademiekonzert: Vladimir Jurowski
Eine stille Revolution war es, die Ludwig van Beethoven mit seinem vierten Klavierkonzert unternahm. Eine Revolution, weil er das Verhältnis des Einzelnen zum Ganzen veränderte, unter anderem indem hier das Klavier, anders als bis dahin üblich, als erstes das Wort ergreift; und still, weil es das zunächst mit leisen Tönen tut.
Mitsuko Uchida, eine der großen Pianistinnen unserer Zeit und als Beethoven-Interpretin weltweit verehrt, musiziert erstmals gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsorchester. Eine ähnlich intensive Äußerung ist die dritte Symphonie von Johannes Brahms. In ihr verband er eine große emotionale Bandbreite – ob dramatische Konflikte wie im ersten Satz oder verinnerlichter Sehnsucht wie im Allegretto – mit fast zyklischer Geschlossenheit; das Stück zielt nicht auf äußerliche Wirkung, alle vier Sätze verklingen im Piano. Brahms’ Weggefährten reagierten enthusiastisch, Clara Schumann etwa schrieb voller Begeisterung über die neue Komposition: „Welch ein Werk, welche Poesie, die harmonischste Stimmung durch das Ganze, alle Sätze wie aus einem Gusse, ein Herzschlag, jeder Satz ein Juwel!“ – und der jüngere Kollege Antonín Dvořák rühmte das Stück mit den Worten: „Welch herrliche Melodien sind darin zu finden! Es ist lauter Liebe, und das Herz geht einem dabei auf!“
Mitwirkende
Musikalische Leitung: Vladimir Jurowski
Klavier: Mitsuko Uchida
Bayerisches Staatsorchester
Programm
Modest Mussorgski
Vorspiel zu Oper Chowanschtschina (Arr. Dmitri Schostakowitsch)
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 op. 126
Hans Zender
Schumann-Phantasie
Einführung 45 Minuten vor Konzertbeginn im Capriccio-Saal.
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Veranstaltungsort / Karte
Nationaltheater
Adresse: Max-Joseph-Platz 2,
80539 München
