Bayerische Staatsoper, Max-Joseph-Platz, 80539
München
Operette / Oper
Opernfestspiele München
Münchner Opernfestspiele 2027
Programm bis 31.7.2027
Die Bayerische Staatsoper hat das Programm der Opernfestspiele 2027 veröffentlicht. Der Festspiel-Gottesdienst findet am 20. Juni 2027 um 10:00 Uhr in St. Michael statt. Die Festspielpremiere von Richard Wagners Götterdämmerung ist am Sonntag, 27. Juni 2027, um 16:00 Uhr im Nationaltheater, am Prinzregententheater folgt die Premiere von Benjamin Brittens Death in Venice am 16. Juli 2027 um 18:00 Uhr. Das Festspielprogramm reicht laut Veranstaltungsliste bis zur Götterdämmerung am 31. Juli 2027 im Nationaltheater.
Kartenverkauf: Schriftliche Bestellungen sind über das Formular der Staatsoper möglich, die Bearbeitung beginnt am 1. Februar 2027. Der freie Verkauf online, telefonisch und an der Kasse startet am 25. März 2027.
Programm und aktuelle Infos unter https://www.staatsoper.de/festspiele
Rückblick: Münchner Opernfestspiele 2026
18.6.–31.7.2026
Spielzeit-Motto 2025/26: „Der Mensch ist, wozu er sich macht“ (Jean-Paul Sartre)
Nach dem großen Jubiläum im Jahr 2025 – 150 Jahre zuvor wurde mit dem sogenannten „Festlichen Sommer“ der Grundstein für die heutigen Münchner Opernfestspiele gelegt – war 2026 wieder die ganze Fülle von Musiktheater, Ballett und Konzert zu erleben. Der Bogen wurde dabei weit gespannt: von Barock – mit Georg Friedrich Händels Alcina als Festspielpremiere (13.7.) im Prinzregententheater – über Opernklassiker aus dem 19. Jahrhundert bis hin zum zeitgenössischen Musiktheater. Mit Brett Deans Of One Blood – ein Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper – kehrte die Uraufführungsproduktion der Spielzeit erneut ins Nationaltheater zurück. Ergänzend dazu erwachten im Electro(melo)drama »Techno Queen« von Francesco Micheli mit Ausschnitten aus Opern von Donizetti und Techno-Musik legendäre Königinnen zu neuem Leben (18.6., Brainlab Firmenzentrale). Mit der Premiere von Richard Wagners Die Walküre (25.6. Nationaltheater, 4.7. Oper für alle) setzten Tobias Kratzer und Vladimir Jurowski nach der umjubelten Rheingold-Inszenierung ihre Zusammenarbeit am neuen Münchner Ring des Nibelungen fort. Die Ballettpremiere Konstellationen (18.6. Prinzregententheater) präsentierte klassische und zeitgenössische Ballette, und in den Liederabenden und Kammerkonzerten gab es die Möglichkeit, Musik im intimeren Rahmen zu erleben.
Festspiel-Fokus 2026: Plädoyers
Eine Betrachtung der (Un-)Taten von Opern- und Ballettprotagonist*innen
Musiktheater lädt dazu ein, das individuelle menschliche Handeln der Figuren auf der Bühne nachzuvollziehen, sich als Zuschauende mit diesen zu identifizieren oder deren Taten abzulehnen – als Spiegelbild der eigenen Suche nach Identität und Sinn. Im Rahmen der Debattenreihe Festspiel-Fokus reflektierte die Bayerische Staatsoper unter dem Titel „Plädoyers“ über die Entscheidungen, die Freiheit und die Verantwortung ikonischer Opernfiguren vor den jeweiligen Vorstellungen. Vor dem Hintergrund von Recht und Unrecht näherte man sich aus verschiedenen Disziplinen nicht nur dem Machtkampf der beiden Königinnen Mary Stuart und Elizabeth I aus Of One Blood (ab 27.6.), der auf der Bühne in einer Gerichtsszene und einer Hinrichtung gipfelt. Dass sich Brünnhilde in Wagners Die Walküre (ab 28.6.) dem göttlichen Gebot des Vaters widersetzt, um die Zukunft Siegfrieds und damit letztlich der Menschheit zu gewährleisten, konfrontierte mit der Frage nach moralischer Verantwortung ebenso wie Leonores Selbstermächtigung in Ludwig van Beethovens Befreiungsoper Fidelio (ab 12.7.) oder in Carl Maria von Webers Der Freischütz (ab 26.7.) der Bund von Max mit teuflischen Kräften, um sich innerhalb eines überholten gesellschaftlichen Konstrukts zu behaupten.
Tradition bei den Opernfestspielen München seit 1875
Die Tradition der Opernfestspiele München reicht bis in das Jahr 1875 zurück, als zum ersten Mal ein »Festlicher Sommer« veranstaltet wurde. Diese Tradition wird auch unter der Intendanz von Serge Dorny fortgeführt.
Spielzeit-Highlights der Opernfestspiele München 2026 – Rückblick
Bei den Münchner Opernfestspielen 2026 wurden vom 18. Juni bis 31. Juli sämtliche Neuproduktionen der Spielzeit konzentriert zusammengeführt. Die Festspielpremieren 2026 waren »Alcina« von Georg Friedrich Händel und »Die Walküre« von Richard Wagner sowie das Auftragswerk »Of One Blood« von Brett Dean mit dem ergänzenden Electro(melo)drama »Techno Queen« und die Ballettpremiere »Konstellationen«.

Foto: »Of One Blood«, 2026 © M. Rittershaus
Aus dem Repertoire 2026
Die Münchner Opernfestspiele zeigten 2026 außerdem die Opern »Turandot« von Giacomo Puccini, »Macbeth« und »Rigoletto« von Giuseppe Verdi, »La Cenerentola« von Gioachino Rossini, »Fidelio« von Ludwig van Beethoven, »Norma« von Vincenzo Bellini, »Rusalka« von Antonín Dvořák, »Faust« von Charles Gounod sowie »Der Freischütz« von Carl Maria von Weber aus dem Spielplan des Opernhauses.
Oper für alle 2026: »Die Walküre« live auf dem Max-Joseph-Platz
Die Neuproduktion von Richard Wagners »Die Walküre« (Erster Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen), der zweite von vier Teilen des gewaltigen Musiktheater-Epos, wurde am 4.7.2026 ab 17:00 als audiovisuelle Live-Übertragung auf dem Max-Joseph-Platz gezeigt. Die Inszenierung ist von Tobias Kratzer. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters stand Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski. Moderiert wurde die Veranstaltung zum dritten Mal in Folge von Steven Gätjen. Der Eintritt war frei.
Zeitgenössischer Tanz und Ballett bei den Münchner Opernfestspielen 2026
Der sechsteilige Ballettabend »Konstellationen« mit Choreografien von Marius Petipa, Angelin Preljocaj, Sol León & Paul Lightfoot, Edward Clug, Simon Adamson-De Luca – Grand Pas Classique aus Paquita 1882, Un trait d’union 1989, Shutters Shut 2003, Subject to Change 2003, Pas de deux aus Radio and Juliet 2005, Shipwreck 2026 – feierte am 18.6.26 im Prinzregententheater seine Premiere bei den Opernfestspielen.
Das Bayerische Staatsballett zeigte darüber hinaus »Le Parc« (26.6.) von Angelin Preljocaj zur Musik von W.A. Mozart, John Neumeiers Ballettversion von »Die Kameliendame« (10.7.) zur Musik von Frédéric Chopin sowie die dreiteiligen Ballettabende »Common Ground« (14.7.) mit Choreografien von Alexander Ekman, Johann Inger, Jiří Kylián und »Waves and Circles« (19.7.) mit Choreografien von William Forsythe, Emma Portner, Maurice Béjart.

Foto: »Die Kameliendame« © S. Gherciu
Kammerkonzerte, Liederabende und Barockklänge 2026
Zahlreiche Kammerkonzerte, Liederabende sowie Barockkonzerte ergänzten das Programm.
Liederabende 2026: Jonas Kaufmann & Helmut Deutsch (13.07.), Asmik Grigorian & Lukas Geniušas (15.07.,) Ludovic Tézier & Julius Drake mit Wagner: „Wesendonck-Lieder“ & „Duparc-Lieder“ (20.07.), Diana Damrau & Helmut Deutsch mit Schubert, Salmhofer u.a. (22.07.), Christian Gerhaher & Gerold Huber – Othmar Schoeck: „Elegie“ (26.07.), Schubert: „Winterreise“ (27.07.)
Fünf Festspiel-Kammerkonzerte 2026: Marlene Gomes (03.07.), „Strauss’ fröhliche Werkstatt“ (10.07.), „Vielstimmiges mit Gesang“ (16.07.), Rheingold-Quartett (23.07.) & „Französische Kammermusik mit Harfe“ (29.07.).
Außerdem Festspielkonzerte 2026 mit Konstantin Krimmel „La Morte d’Orfeo“ (28.06.), zwei Festspiel-Barockkonzerte (19./27.07.) und Nachtkonzert Just Brass (22.07.), Hermann-Levi-Akademie (23.07.), ATTACCA (26.07.) sowie der Festspiel-Arienabend des Opernstudios (19.07.).
Veranstaltungsorte der Opernfestspiele München
Veranstaltungsorte: Nationaltheater, Prinzregententheater, Alte Pinakothek, Cuvilliés-Theater
Programm und aktuelle Infos unter https://www.staatsoper.de/festspiele

Foto: »Rigoletto« © Geoffroy Schied
Veranstaltungsort / Karte
Bayerische Staatsoper
Adresse: Max-Joseph-Platz,
80539 München