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Hofbräuhaus München – das Wirtshaus am Platzl

Schwemme unter Kreuzgewölben, Wirtsgarten unter Kastanien, Wirtshausmusik jeden Tag: das Hofbräuhaus am Platzl, 1589 als herzogliche Brauerei gegründet und seit 1828 für alle Münchner offen.

Das abends beleuchtete Hofbräuhaus am Platzl mit Erker, Leuchtschrift und Blumenschmuck vor blauem Himmel
Das Hofbräuhaus am Platzl, abends beleuchtet. © Hofbräuhaus München

Das Hofbräuhaus am Platzl ist eine der bekanntesten Adressen der Stadt. Herzog Wilhelm V. gründete es am 27. September 1589 als herzogliche Brauerei, die den bayerischen Hof mit Bier versorgte. 1828 öffnete König Ludwig I. das Haus für alle Münchner, 1896/97 wurde es zum heutigen Wirtshaus umgebaut. Neben Münchnern kommen Gäste aus aller Welt, die Speisekarte gibt es auf Deutsch, Englisch und Italienisch.

Herzstück ist die Schwemme im Erdgeschoss, wo früher gebraut wurde. Unter den Kreuzgewölben stehen lange Tische, an einigen sind seit 1897 Initialen und Sprüche eingeschnitten, in der Mitte steht die Musikbühne. In der Schwemme und im Wirtsgarten im Innenhof, unter alten Kastanien, setzt ihr euch einfach dazu. Im ersten Stock liegt das Bräustüberl mit Erker zum Platzl und Kachelofen, für Feiern gibt es den Festsaal mit neun Meter hohem Tonnengewölbe, außerdem Erkerzimmer, Erkerbar, Münchner Zimmer und Wappensaal.

Über 125 Stammtische mit rund 3.500 Stammgästen treffen sich im Haus. Viele bewahren ihren eigenen Maßkrug im Maßkrugtresor auf, der 616 Fächer hat; kaufen kann man sie nicht. Mit einem Bierzeichen, das einer Maß entspricht, zahlt ihr wie früher die Hofbediensteten mit ihren Marken.

Wirtshausmusik spielt jeden Tag, mittags und abends, nur an Karfreitag und Allerheiligen nicht. Die Obermüller Musikanten, die Bräuhaus Musikanten und Gastkapellen spielen bayerische und böhmische Volksmusik, im Bräustüberl kommt dienstags bis samstags Stubenmusik dazu.

Die Würstl und die Weißwürste kommen aus der hauseigenen Metzgerei, dazu stehen Schweinshaxe, Krustenschweinebraten, Obazda und Wurstsalat auf der Karte. Vegetarisch und vegan gibt es Käsespätzle, Kasnudeln und Paprikastrudel, zum Nachtisch Kaiserschmarrn. Ausgeschenkt werden Hofbräu Original, Dunkel, Münchner Weisse und Saisonbiere, das Original als halber Liter und als Maß.

Tische reserviert ihr nur fürs Bräustüberl, ab vier Personen und online. Im Erdgeschoss und im Garten gilt freie Platzwahl an den großen Tischen. Reisegruppen melden sich per Mail an, Hunde sind erlaubt. Vom Marienplatz sind es rund 500 Meter zu Fuß. Weitere Wirtshäuser findet ihr in unserer Rubrik Wirtshaus & bayerische Küche.

Reservierung

Nur im Bräustüberl (erster Stock), ab vier Personen online; Schwemme und Wirtsgarten ohne Reservierung, freie Platzwahl.

Draußen sitzen

Ja, Wirtsgarten im Innenhof, freie Platzwahl.

Anfahrt

U3/U6 und S-Bahn bis Marienplatz, rund 500 Meter zu Fuß; Parkhaus Hofbräuhaus, Einfahrt Thomas-Wimmer-Ring 9a.

Gut für

Gruppen und Feiern in den Sälen, Reisegruppen nach Anmeldung per Mail; Wirtshausmusik jeden Tag, außer Karfreitag und Allerheiligen. Hunde sind erlaubt.