Der Rosengarten München Untergiesing liegt versteckt zwischen Isar und Stadttrubel. Rund 200 Rosensorten blühen hier von Juni bis Juli. IN München hat alle wichtigen Infos zum Rosengarten für euch zusammengefasst.
Während um den Rosengarten München das Leben pulsiert, Menschen in der Isar baden, picknicken oder Rad fahren, verbirgt sich relativ unscheinbar hinter einem grünen, gusseisernen Gartentor am Isar-Dammweg eine kleine florale Parallelwelt. Etwas versteckt zwischen Schyrenbad und Isar beheimatet das 4.500 Quadratmeter große Areal, unweit der Wittelsbacherbrücke, tausende Pflanzen und einzigartige Rosen.
Rosengarten München Untergiesing

Betritt man die gewundenen Schotterwege, entfaltet sich die ganze Pracht des Rosengartens. Nach ein paar Schritten lustwandelt man entlang großflächiger Beete, spaziert unter umrankten Pavillons, vorbei an steinernen Statuen. Hier zeigt sich, dass die seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnete Zierpflanze nicht nur rot oder weiß sein kann, sondern vielfältig in ihrer Erscheinung ist. Von Perlmuttrosa, Zitronengelb und Apricot über Blutrot bis Purpur-Violett oder mit Farbübergängen in diversen Formen sind die Rosenbeete ein visuelles und nicht zuletzt auch olfaktorisches Erlebnis. Knapp 200 blühende Sorten mit rund 8.500 Blüten bilden im Rosengarten München Untergiesing ein wahres Kaleidoskop der Kulturrosen.



Zum Teil auch amüsant: Im Rosengarten München verweisen Sortenschilder etwa auf büschelblütige Beetrosen, wie die Sorten „Rosenprofessor Sieber“ oder „Isarperle“. Auch die großblütige Edelrose „Desiree“ oder die kurztriebige Zwergrose „teeny weeny poulsen“ ist vertreten. Diese erregen nicht nur mit ihren außergewöhnlichen Namen Aufmerksamkeit.
Der Rosengarten München zeigt sich im wahrsten Wortsinn auch als ein Nährboden der Biodiversität. In der Hochphase der Blüte von Juni bis Juli scheinen die Rosen mit all ihren chemischen Reizen um die Gunst der Bestäuber zu buhlen. So tummeln sich in dieser Zeit Honigbienen und Hummeln im bunten Blütenmeer und laben sich am süßen Nektar. Auch Schmetterlinge sowie diverse Vögel und Insekten sind Teil des artenreichen Ökosystems. Darüber hinaus erfüllt der Rosengarten in Untergiesing auch noch einen wichtigen Zweck für die Stadt München.
Historie des Rosengartens
Fakten
- Schaugärten an der Sachsenstraße: Der Rosengarten München ist Teil der Schaugärten an der Sachsenstraße. Diese beherbergen ebenfalls den Duftgarten, Tastgarten, Fliedergarten und Giftpflanzengarten.
- Rosengarten Gründung: Der Rosengarten München wurde 1955 gegründet.
- Größe: Das Areal des Rosengartens erstreckt sich über 4.500 Quadratmeter.
- Rosensorten: Knapp 200 Rosensorten beheimatet der Rosengarten in München Untergiesing.
- Anzahl der Rosen: Circa 8.500 Blüten kann man im Rosengarten an der Sachsenstraße betrachten.

Seit 1955 kultiviert die Stadt München im Rosengarten an der Sachsenstraße neue Rosensorten und testet ihre Eignung für das Münchner Klima. Nur robuste Sorten, die sich bewähren, werden anschließend in größerem Umfang in den Blumenbeeten der Stadt verwendet. Der Rosengarten ist einer von mehreren Themengärten auf der Anlage, die zusammengefasst die „Schaugärten an der Sachsenstraße“ bilden. Ihren Ursprung fanden die Gärten, als 1901 die Anlage der städtischen Baumschule Bischweiler geplant wurde. Die öffentlichen Themengärten umfassen den Rosengarten, Duftgarten, Tastgarten, Fliedergarten und Giftpflanzengarten.



Jeder dieser Gärten bietet ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein. Im Duftgarten wachsen Pflanzen mit besonders intensivem Odeur, darunter Wildrosen, Jasmin, Vanilleblumen oder mediterrane Gewächse. Der Tastgarten wurde speziell für blinde und sehbehinderte Menschen gestaltet. Dementsprechend sind die Hochbeete mit Pflanzen versehen, die eine besonders einprägsame Beschaffenheit haben und die man gut ertasten kann. Die Schilder sind in Brailleschrift gekennzeichnet. Im Fliedergarten blühen historische Fliedersorten, von denen viele aus französischen Züchtungen des 19. Jahrhunderts stammen. Der Giftgarten beherbergt, wie der Name bereits vermuten lässt, Giftpflanzen, die in Münchens Grünanlagen, Gärten oder im Wald vorkommen.
Rosenblüte im Rosengarten München Untergiesing
- Rosenblüte: Die Hochblüte der Rosen findet von Juni bis Juli statt.
- Magnolienblüte: Die Magnolienblüte liegt zwischen März und April.
- Wann lohnt sich ein Besuch? Von Ende Frühling bis Anfang Winter lohnt sich der Besuch.
- Weitere Highlights im Rosengarten München: Alter Baumbestand, das Freibadbächl sowie lauschige Sitzmöglichkeiten laden auch außerhalb der Hochblüte zum Verweilen im Rosengarten München ein.



Will man die beeindruckende Farbenpracht von Edel-, Strauch-, Busch-, Kletter- oder Miniaturrose erleben, sollte man den Rosengarten München zum Höhepunkt der Rosenblüte im Juni und Juli besuchen und Sorten wie die „Rose der Hoffnung“, die Beetrose „rhapsody in blue“ oder Edelrose „black baccara“ bestaunen. Auch ein Besuch zur Magnolienblüte lohnt sich. Diese liegt je nach Witterung zwischen März und April. Besonders ist auch das sogenannte Staudental, in dem die Stadt Rosen gemeinsam mit Stauden, Gräsern und Sommerblumen anpflanzt.



Aber auch außerhalb der Blütezeit kann man im Rosengarten München Untergiesing den alten Baumbestand bestaunen und sich auf die Suche nach besonderen Erscheinungen machen. Dazu zählen der Blauglockenbaum aus Mittelchina, der Taschentuchbaum aus China oder auch die vier angelegten Baum-Torbögen. Metallgartenbänke im viktorianischen Stil oder ruhige Schattenplätze auf der Wiese laden zum Verweilen ein.
Im Sommer ist für Kinder gerade das durch die Anlage fließende Freibadbächl ein Highlight. An anderer Stelle stehen in dem kleinen Bach aber auch Metallstühle, um die Füße im Wasser baumeln zu lassen. Zu der Anlage gehört auch das Areal des GreenCity Projekts „Essbare Stadt“. Dort können Münchner Hobbygärtner*innen Gemüse, Kräuter und weitere Pflanzen anbauen.
Rosengarten München: Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten
Den Rosengarten München findet ihr unter der Adresse Sachsenstraße 2, 81543 in München Untergiesing. Sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Rosengarten von der Sachsenstraße oder über den Isar-Dammweg bequem erreichbar und barrierefrei. Die Wege sind größtenteils eben und gut begehbar. Besonders der Tastgarten verfügt über Beschilderungen in Brailleschrift. Dank der langen Öffnungszeiten und des kostenlosen Eintritts eignet er sich für einen spontanen Spaziergang, eine kleine Auszeit im Grünen oder den entspannten Familienausflug mitten in der Stadt. Und das zu jeder Jahreszeit.
- Adresse: Sachsenstraße 2, 81543 München
- Öffnungszeiten:
April bis September:
Montag bis Freitag: 7:00–21:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 9:00–21:00 Uhr
Oktober bis März:
Montag bis Freitag: 7:00–18:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 9:00–18:00 Uhr - Eintritt: kostenlos
- Hunde: Hunde sind erlaubt, sollten jedoch aus Rücksicht auf andere Besucher und die Gartenanlagen an der Leine geführt werden.
- Barrierefreiheit: Die Wege sind größtenteils eben und gut begehbar. Besonders der Tastgarten wurde für blinde und sehbehinderte Menschen gestaltet und verfügt über Beschilderungen in Brailleschrift.
