Namhafte Stars und junge Talente garantieren ein abwechslungsreiches Konzertprogramm im Mai
Stars and Rising Stars 2026 – Eröffnungskonzert: Elisabeth Leonskaja
Talent ist für eine Musik-Karriere absolute Grundvoraussetzung. Aber wie eine alte Weisheit schon sagt, braucht es dazu eben auch noch mindestens 20% Glück. Oder aber prominente Rückendeckung. Das Festival „Stars & Rising Stars“ hat genau dies vor zehn Jahren zu seinem Credo erklärt und dabei schon mehrfach einen guten Riecher bewiesen. Ein Rising Star der ersten Jahre war da beispielsweise Anna Handler, die jüngst von den Los Angeles Philharmonics als Conductor in residence berufen wurde. Beim Eröffnungskonzert 2026 begegnet man nun ihrer jüngeren Schwester, der Geigerin Laura Handler. Sie bildet mit Cellist Benjamin Kruithof und Pianist Julius Egensperger ein Trio, das in der Residenz an der Seite von Klavierlegende Elisabeth Leonskaja zu erleben ist. Gemeinsam mit ihrer prominenten Patin interpretieren die Nachwuchstalente dabei Musik von Franz Schubert und Georg Friedrich Händel. (2.5. Allerheiligen Hofkirche)
Paul Ben-Haim – Eine Konzert-Biographie
Eine Fortsetzung findet kurz danach auch die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Jewish Chamber Orchestra Munich und den Kammerspielen. Im Zentrum steht dabei diesmal der in München gebürtige Komponist Paul Ben-Haim, der nach seiner erzwungenen Emigration 1933 zu einer der prägenden Figuren des israelischen Musiklebens wurde. Seine von sephardischen und arabischen Melo- dien beeinflussten Werke werden dabei mit begleitenden Texten und choreografischen Elementen umrahmt. Sowie mit einem Auftragswerk der jungen israelischen Komponistin Danielle Lurie, die sich hierfür von Ben-Haim, aber auch von bayrischer Volksmusik inspirieren ließ. Es singt Annika Neugart, es rezitiert Walter Hess. Die Gesamtleitung hat JCOM-Chefdirigent Daniel Grossmann. (5.5. Kammerspiele)
Ksenija Sidorova & Signum Saxophone Quartett
Neue Hörerfahrungen verspricht ebenfalls ein Abend mit der Akkordeon-Virtuosin Ksenija Sidorova, die gemeinsam mit dem Signum Saxophone Quartet dem Prinzregententheater einen Besuch abstatten wird. Zusammengestellt haben die fünf dafür ein ebenso ungewöhnliches wie abwechslungsreiches Pro- gramm. Klassiker wie Bachs berühmte Toccata und Fuge in d-Moll und Strawinskys „Petruschka“-Suite stehen dabei Seite an Seite mit Musik von George Gershwin und Max Richter. Und zum großen Finale nehmen Sidorova und Co. uns mit auf eine Reise nach Südamerika. Mit Musik des argentinischen Tango-König Astor Piazzolla und dem „Danzón Nr. 2“ von Arturo Marquez. (8.5. Prinzregententheater)
Stars and Rising Stars 2026 – Trompetenglanz aus Norwegen mit Tine Thing Helseth
Zurück bei den „Stars und Rising Stars“ begegnet man im Werksviertel zwei jungen Herren, die beim letzten ARD-Musikwettbewerb die Jury und das Publikum im Fach Trompete begeistern konnten. Schon damals war es interessant zu beobachten, welch unterschiedliche Farben der erstplatzierte Robin Paillet und Silbermedaillen-Gewinner Sandro Hirsch ihren Instrumenten entlockten. Das freundschaftliche Rück-Spiel führt die beiden nun mit dem norwegischen Trompeten-Star Tine Tingh Helseth zusammen, die hierfür Musik von Fanny und Felix Mendelssohn ausgewählt hat. Und natürlich barocke Virtuosen-Stücke von Vivaldi. Begleitet werden die drei dabei von Amadeus Wiesensee am Flügel. (14.5. Technikum)
Stars and Rising Stars 2026 – Abschlussmatinée mit Daniel Hope
Zum Abschluss des Festivals lädt dann schließlich noch Geiger Daniel Hope zu einer Matinée nach Schwabing. Genauer gesagt ins Theater LEO17, wo man den Publikumslieb- ling mit Kammermusik von Dvořák, Beethoven und Mendelssohn erleben kann. Seinen Ritterschlag bekommen hierbei der chinesi- sche Cellist Yibai Chen, der unter anderem bereits beim renommierten Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerb auf sich aufmerksam machte. Sowie die Pianistin Marie Sophie Hauzel, die zuvor bereits von Rolando Villazón in seiner ZDF-Reihe „Stars von morgen“ einem breiteren Publikum vorgestellt wurde. (17.5. Theater LEO17)
Münchner Symphoniker mit Omar Massa
Wer bei Ksenija Sidorovas Akkordeon-Programm auf den Geschmack gekommen ist, erhält im Mai dann gleich nochmal die Chance, diese neue entdeckte Leidenschaft noch weiter zu pflegen. Denn die Münchner Symphoniker haben sich mit dem Argentinier Omar Massa einen Meister des Bandoneons eingeladen. Auch er widmet sich dabei der Musik seines Landsmannes Astor Piazzolla, während der „Danzón Nr. 2“ von Arturo Marquez diesmal in der vollen Orchester-Fassung erklingt. Abgerundet wird das von Dayner Aldair Tafur Díaz geleitete Konzert anschließend mit „typisch spanischen“ Werken, die pikanterweise alle drei aus der Feder französischer Komponisten stammen. Die „Carmen Suiten Nr. 1 & 2“, sowie Maurice Ravels „Boléro“. (20.5. Isarphilharmonie)
