Im Wirtshaus am Viktualienmarkt wurden seit der Eröffnung 3,5 Mio. Liter Holzfassbier ausgeschenkt.
Und wieder keine Blaskapelle und keine Politprominenz: Man möchte einfach mit Weggefährten und Freunden des Hauses ein bisschen feiern, erklärt der Wirt Jürgen Lochbihler vorweg, aber natürlich waren auch Vertreter der Hacker-Pschorr-Brauerei, der Fassfabrik Schmidt aus München, Banken und die Münchner Schäffler als Ehrengäste zum Frühschoppen eingeladen. Der Anlass ist ein Jubiläum, das es in dieser Form nur in München geben kann: Der Pschorr am Viktualienmarkt zapft sein 100.000. Fass an. 3,5 Millionen Liter Bier wurden in dem Wirtshaus am Viktualienmarkt seit der Eröffnung 2005 mittlerweile ausgeschenkt.
Für Wirt Jürgen Lochbihler ist das nach dem letztjährigen 20. Jubiläum ein weiterer Grund zum Feiern. Wie er in seinen Begrüßungsworten sagt, hätte bei der Planung des Pschorr ca. 2003 eigentlich niemand an die Renaissance des Holzfasses gedacht – von der Zukunft mit Schankautomaten, wo die Servicekräfte selbst zapfen, war gar bei der Brauerei die Rede. Lochbihler, der damals den Schritt vom Hallen- und Clubbetreiber zum Wirt einer großen bayerischen Wirtschaft im Münchner Zentrum, direkt am Bauch der Stadt, dem Viktualienmarkt, wagte, glaubte jedoch an ein stangeneisgekühltes, immer frisch angeschlagenes Holzfass als Mittelpunkt seines Wirtshauses.
Im Gegensatz zur benachbarten Schrannenhalle, die viel Wechsel mit Höhen und Tiefen erlebte bis vor 10 Jahren Eataly einzog, legte der der damals frisch gebackene Wirtshauschef seit 2005 mit dem „Pschorr“ eine Münchner Erfolgsgeschichte hin und schuf Fakten, Preise und Auszeichnungen die über ein ständig gut besuchtes, zum Teil brechend volles Wirtshaus hinausgehen.
Georg Schwende, nationaler Verkaufsdirektor der Hacker-Pschorr-Brauerei, hatte in seinem Grußwort zum Holzfass-Jubiläum neben Respekt vor der Leistung auch noch ein paar schöne Zahlen in petto: Insgesamt wurde ca. 800 Stunden lang angeschlagen. Wenn man bedenkt, dass es pro Fass ja nur ein paar Sekunden dauert, ist das doch sehr beachtlich – 200.000 bis 300.000 Schläge wären dafür notwendig gewesen.
Und zu guter Letzt verkündet Jürgen Lochbihler, dass es wieder Jubiläumsgutscheine geben wird: Wer diese jetzt für 100, 200 oder 500 Euro erwirbt, kann im Januar und Februar 2027 zum halben Preis speisen und trinken bzw. bekommt dafür den doppelten Warenwert.
Hier geht’s zum Jubiläumsgutschein
