Von neuen Ausstellungen in großen Museen bis zu Vernissagen in kleinen Galerien gibt es viel zu entdecken… bei den neuen Ausstellungen im Februar.
IN München präsentiert die Ausstellungs-Highlights des Monats.
Neue Ausstellungen im Februar
„Earth Matters“ in der Bergson Gallery
Die Schau rückt das komplexe Zusammenspiel von Mensch, Natur und Technik in den Mittelpunkt und macht mit analytischen und zugleich poetischen künstlerischen Ansätzen auf die Dringlichkeit eines bewussten Umgangs mit der Erde aufmerksam. Mit der Ausstellung setzt die Bergson Gallery ein Zeichen für die gesellschaftliche Relevanz zeitgenössischer Kunst und ihre Rolle bei der Reflexion globaler Herausforderungen. Mit Olaf Otto Becker, Andreas Greiner, Kathrin Linkersdorff, Maximilian Prüfer und Tamiko Thiel präsentieren fünf international renommierte Künstler:innen Werke, die zentrale Fragen unserer Zeit verhandeln: die Folgen der Industrialisierung, die Auswirkungen menschlichen Optimierungsdrangs und die nicht immer vorhersehbaren Konsequenzen technologischer Entwicklungen. Digitale Arbeiten, Fotografien, Skulpturen und die besondere Technik der Naturantypie eröffnen im Erd- und Zwischengeschoss der Bergson Gallery neue Perspektiven.
Bis auf weiteres.
„ORLAN – Artistic Intelligences“ im Muffatwerk
Intelligenz entsteht in der multimedialen Kunst der französischen Pionierin ORLAN immer durch den Dialog mit dem „Anderen“, seien es nun andere Menschen, Kulturen oder Technologien. Seit den sechziger Jahren künstlerisch aktiv, bringt sie mit hybriden Selbstportraits nomadische, sich wandelnde Identitäten zum Vorschein. Hier verschmelzen Körperbild und Bildkörper. Die Ausstellung im Muffatwerk zeigt neue Arbeiten aus dem Bereich Robotik. Highlight ist dabei der „Orlanoide“ – eine bewegliche, ihrem Ebenbild nachempfundene Skulptur, die mit ihrer Stimme spricht und mehrsprachig Fragen des Publikums beantwortet. Andere Werke umfassen künstliche Intelligenz und Augmented Reality, kritische Auseinandersetzungen mit plastischer Chirurgie und Biotechnologie sowie einen Querschnitt durch ihr Oeuvre mit Performances, Fotografie, Video, 3D-Animation, Collagen und Musikkompositionen, die zu mehr Körperkontakt und Slow Dancing animieren.
25.2.-15.3.2026, Eröffnung: 25.2., 19:00, Symposium: 1.3., 11:00–21:00, Eintritt frei.
„Max-Wolfgang Weber – The Show must go on“ im Schloss Blutenburg
Eine vergnügliche Präsentation im Stil der klassischen Moderne, die aber schnurstracks in die unmittelbare Gegenwart führt. Das Alltägliche birgt oft einen verborgenen, nicht sofort erkennbaren Hintergrund, der entdeckt werden will… Weber, Jahrgang 1939, ist in allen Techniken der Malerei zu Hause, beherrscht das klassische Repertoire, verwendet Kasein-Leim, Öl, Firnis und Pigment. Die Sujets seiner „erzählerischen Malerei“ findet er in der Vielschichtigkeit und den Kuriositäten unserer Zeit.
20.-22.2.2026, Eröffnung am 20.2., 19:00.
Ksenia Hnylytska – Ewigkeiten in der Halle 6
In ihrer Ausstellung zeichnet die ukrainische Künstlerin Ksenia Hnylytska die physische und mentale Reise jener nach, die ihr Land, ihr Zuhause, ihre Gemeinschaft, ihre Arbeit, ihre Sprache und ihre Fähigkeiten hinter sich lassen mussten – nicht aus freier Entscheidung, sondern weil es keine Alternative gab. Die gezeigten Werke, von denen einige vor Jahren in der Ukraine entstanden sind – zu einer Zeit, als Panzer und Militär noch weit vom Westen entfernt waren – machen sichtbar, warum die in München entstandenen Porträts von Freund*innen und Familienangehörigen nicht realistisch sein können. Sie zeigen, wie die Erinnerung an diese Menschen verschwimmt – wie fern und ungreifbar sie geworden ist, angesichts eines Lebens, das durch Zerstörung und Entwurzelung gezeichnet ist.
5.-17.2.2026
Letzte Chance im Februar
„Micaiah Carter — Tender Heart“ im Amerikahaus
Mit „Tender Heart“ nimmt Fotograf Micaiah Carter den Betrachter mit auf eine persönliche und kollektive Reise. Die Ausstellung wechselt zwischen Archiv- und zeitgenössischen Fotografien, Familie und Fremden, häuslichen Interieurs und surrealer Stille und offenbart einen schwebenden Raum, in dem sich die Zeit dehnt und faltet. Dabei faszinieren seine Bilder durch die Kombination von zeitgenössischer Jugendkultur, bildender Kunst und Streetstyle und offenbaren Black Identity als ein Konstrukt, das sowohl fließend, als auch zart und widerstandsfähig ist und sich dabei ständig erneuert.
Bis 28.2.
„Out of Focus – Leonore Mau und Haiti“ im Lenbachhaus
Kann eine Ausstellung ein Bild von Haiti zeigen, das frei von Stereotypen ist? „Out of Focus“ überführt die Fotografien der deutschen Fotografin Leonore Mau (1916–2013) in ein multimediales Environment. In den 1970er Jahren reiste Mau mit Hubert Fichte nach Haiti, Teil ihrer Recherche zu afrodiasporischen Religionen. Ihr Nachlass zeigt Bilder von Alltag, Spiritualität und Diktatur, die zwischen Kritik und Schönheit oszillieren. Die Installation von U5 und ALIAS architects thematisiert Zeigen und Nichtzeigen und eröffnet mit Beiträgen von Gina Athena Ulysse, Madafi Pierre, Erol Josué u. a. einen dekolonialen Dialog über Repräsentation und Ethik.
Bis 15.2.
Christoph Scheuerecker: „Ereignis: Erzählung“ im Kunstraum in der Au
Nicht nur als Stadtimker dreht sich bei Christoph Scheuerecker alles um Bienen, auch in seinen Kunstwerken rückt er die faszinierende Lebenswelt der Bienen in den Mittelpunkt und schlägt dabei immer wieder den Bogen von der Honigbiene über ihre Umwelt und den Imker bis hin zur Kunst. Die Ausstellung im Kunstraum in der Au lädt dazu ein, in die poetische Welt der Formen und Farben von Christoph Scheuerecker einzutauchen. Präsentiert werden stilisierte Blüten von fünf verschiedenen Pflanzen, ergänzt durch farblich vielfältiges Bienenwachs sowie alte und neue Gussformen, in die das Wachs gegossen werden kann. Die Werke berühren durch ihre besondere Ästhetik und regen dazu an, die eigene Sicht auf Natur und Leben neu zu entdecken.
Bis 13.2.2026
„Helmut Newton: Polaroids“ im Kunstfoyer
In den 1960er Jahren revolutionierte das Polaroid-Sofortbild die Fotografie und war wegen seiner schnellen Verfügbarkeit fast schon ein Vorläufer der heutigen Digitalfotografie. Auch Starfotograf Helmut Newton war früh begeistert von den Möglichkeiten, die ihm die schnell entwickelten Bilder boten. Newton nutzte Polaroids oft als Ideenskizze für seine Modeshootings, für die richtige Licht- und Bildkomposition, widmete ihnen aber bereits 1992 ein eigenes Buch. Ab dem 15. Oktober 2025 zeigt das Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung in München die Ausstellung „Helmut Newton. Polaroids“. Die Ausstellung präsentiert ikonische Sofortbilder des berühmten Fotografen, die Newtons unverwechselbaren Stil in einem spontanen Medium einfangen.
Bis 22.02.2026
„Utopia: Chicks on Speed & Collaborators“ in der Villa Stuck
Alex Murray-Leslie und Melissa E. Logan nehmen 1995 als Studentinnen der Akademie der Bildenden Künste München an einem Malwettbewerb teil: Die eine malt, die andere schreibt Slogans und erstellt Collagen. Gemeinsam gründen sie das Performance-Kunst-Kollektiv Chicks on Speed. Bis zur Jahrtausendwende entwickelt das Kollektiv eine eigene Praxis, inspiriert von Dada, Fluxus, Situationismus und Queer-Feminismus, die Grenzen zwischen Kunstformen auflöst. Ihr erstes Projekt, die legendäre „Seppi Bar“, entstand mit dem Techno-Club Ultraschall und DJs aus München und Wien – der Beginn ihrer Soundcollagen. Die Ausstellung zeigt 30 Jahre Schaffen mit Werken von u. a. Anat Ben-David, Tina Frank und Kathi Glas. „Utopia“ begleitet das neue Album HEAR&NOWTopia und präsentiert das künstlerische Universum von Musik, Mode, Performance und Forschung.
„Die dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“ im Jüdischen Museum
Mehr als 80 Jahre nach der Schoa erleben wir heute das Sterben der letzten Zeitzeug*innen. Ihre Geschichte, aber auch ihr Trauma wurde an die Generationen der Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Ausgehend von einer Annäherung, was es bedeuten kann, der dritten Generation anzugehören, erkundet die Ausstellung verschiedene Strategien der Auseinandersetzung mit dem Erbe des Holocaust. Sie erzählt vor allem anhand künstlerischer Arbeiten vom Archivieren und Nicht-mehr-Schweigen-Wollen, von der Allgegenwärtigkeit der Schoa und den großen Lücken in den Familiengeschichten sowie den Versuchen, diese zu füllen.
Bis 1.3.2026.
Weitere Highlights
„Bayerischer Kunstförderpreis“ in der Galerie der Künstler*innen
Seit 1965 werden jedes Jahr junge Künstlerinnen und Künstler in Bayern für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit den Bayerischen Kunstförderpreisen ausgezeichnet. Wie der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume in München bekannt gab, gehen in diesem Jahr die Preise in der Sparte Bildende Kunst an Kim Ju Young aus München, Michael Mönnich aus München, Jonas Maria Ried aus Weitnau und Alexandru Șalariu / N’dru aus Nürnberg. Die Preise sind jeweils mit 7.000 Euro für Einzelpersonen und 12.000 Euro für Ensembles dotiert. Der Eintritt ist frei.
Bis 8.3.2026
„Symbiosis – Kunst zwischen Mensch und Natur“ im Zentrum für Gegenwartskunst
Im Fokus der Ausstellung im Augsburger Glaspalast stehen die komplexen Beziehungen zwischen Mensch und Natur, beleuchtet von vier ausgewählten, international tätigen Künstlerinnen und Künstler. Die räumliche Inszenierung in der Halle 1 erstreckt sich dabei über 1.100 Quadratmetern und integriert Malerei und Zeichnung von Christiane Löhr und Nathan Peter, Skulpturen von Paul Diestel, Installation und Videokunst der irischen Filmemacherin Clare Langan, um als multisensorisches Erlebnis alle Sinne anzusprechen.
Bis 21.06.2026
„Die Welt der Mumins“ im Literaturhaus
Bei den Mumins werden für viele lang verschollene Erinnerungen wach, sorgten doch die finnischen Trolle, ab 1977 im deutschen Fernsehen als Trickfilmserie für Begeisterung im Kinderzimmer. Aber die Geschichte der Mumins geht viel zurück: Erdacht von der finnischen Künstlerin Tove Jansson lebt die Bande seit 80 Jahren im Mumintal und ihre Geschichten sind auch heute noch ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. Die Ausstellung im Literaturhaus zeigt Originalillustrationen, Animationen und lädt bei interaktiven Stationen laden ein, die Welt der Mumins wieder neu zu entdecken.
Bis 12.4.2026
„Seeing the Unseen. Quantenphysik und Kunst als verschränkte Welten“ in der ERES Stiftung
Geheimnisvoll, rätselhaft und gegen die Intuition: Wer sich hineinwagt in die Welt der Quanten, muss oft über den eigenen Schatten springen. Teilchen, die zugleich Welle sind, Wahrscheinlichkeiten statt Gewissheiten, Wirklichkeiten, die sich erst durch Beobachtung manifestieren. Die ERES Stiftung lädt zu einer interdisziplinären Reise in die Quantenwelt ein. Hundert Jahre nach den Pionierleistungen von Niels Bohr, Werner Heisenberg und Co. treffen neueste wissenschaftliche Erkenntnisse auf zeitgenössische Kunst. In der Schau verschränken sich die Themen der Quantenphysik in den psychedelischen Lasershows von Elsa Garmire, überlagern sich in Tamiko Thiels Mixed-Reality-Installation und entfalten sich in dehnenden und schrumpfenden Räumen von Mehmet & Kazim oder in der malerischen Hommage von Tan Mu an die Kronleuchter-Schönheit goldener Quantencomputer. Dazu weitere Werke von u.a. Dara Birnbaum, Herbert W. Franke, Ayoung Kim, Alicja Kwade, Roman Lipski.
Bis 26.9.26
„Von Büchern und Bibliotheken.“ in der Villa Stuck
Im Zuge der Wiedereröffnung präsentiert das Museum erstmals den Besucher*innen die hauseigene Fachbibliothek. Im zweiten Obergeschoss der historischen Villa entsteht eine räumliche Anordnung, die zum Verweilen einlädt. Während der Öffnungszeiten des Museums können dort alle Bücher der Bibliothek durchgeblättert und gelesen werden. In Regalen und Kisten, auf Tischen und weiteren Möbeln sind die einzelnen Bände in bereits bestehenden Systematiken präsentiert. Dabei finden sich neben thematischen Handapparaten, nach Künstler*innen oder Institutionen gruppierten Sammlungen auch die Unordnungen der in den letzten Jahren kaum mehr gepflegten, aber konstant gewachsenen Bibliothek.
Bis 8.3.26
„Sweeter Than Honey. Ein Panorama der Written Art“ in der Pinakothek der Moderne
Die Written Art Collection ist in ihrem Sammlungsprofil einzigartig. Erstmals widmet die Sammlung Moderne Kunst den Werkbeständen aus skripturaler und textbasierter Kunst eine umfassende Sonderausstellung. Über 60 künstlerische Positionen laden die Besucher*innen in einem Parcours auf 1.200 qm Ausstellungfläche ein, das Panorama der Written Art zu entdecken und die Wechselbeziehung von Schrift und Bild in all ihren Facetten zu erkunden. Die Auswahl der Werke stellt Schrift als künstlerisches Medium und Material von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart vor. „Sweeter than Honey“ präsentiert einen spannungsreichen, gesellschaftspolitischen Dialog von Künstler*innen aus einer kulturübergreifenden, globalen Perspektive.
Bis 12.4.26
„The Fans Strike Back“ in der Alten Paketposthalle/Pineapple Park
Mitten in München durch eine weit, weit entfernte Galaxis reisen. Mit über 1000 Exponaten aus dem Star Wars Universum macht die von Fans für Fans gestaltete Ausstellung genau das möglich. Zu den Highlights zählen lebensgroße Figuren und ikonische Kostüme, mehr als 50 kunstvolle Skulpturen, ein halbmaßstäblicher Snowspeeder, Podracer, Speeder Bikes sowie eine umfangreiche R2-D2-Sammlung mit über 120 offiziellen Merchandise-Objekten. Dazu eine immersive VR-Experience, die mitten ins Herz der Saga versetzen soll.
Bis 12.4.2026
„Gladiatoren – Helden des Kolosseums“ in der Archäologische Staatssammlung
Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extremste Unterhaltung in größtmöglicher Öffentlichkeit, größten Ruhm und maximales Risiko. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“ – sie waren Männer des Schwertes, ihr Kampf ein Spektakel. Das Kolosseum in Rom bot als Symbol des römischen Imperiums die passende Bühne für das Schauspiel.
Highlights der Ausstellung sind originale römische Ausrüstungen von Gladiatoren aus der Gladiatorenschule von Pompeji. Ausgrabungen und Funde vom Limes in Bayern und Hessen zeigen, dass der Gladiatorenkampf jedoch auch die Bevölkerung an den fernen Grenzen des Imperiums in seinen Bann zog. Lebensechte Rekonstruktionen und Modelle, mediale sowie immersive Vermittlungsebenen entführen in die Welt der römischen Gladiatoren.
BIs 3. Mai 2026
„Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía“ im Haus der Kunst
Die chilenische Künstlerin Sandra Vásquez de la Horra (geb. 1967) vereint in ihrer multidisziplinären Praxis transnationale und indigene Perspektiven. Ihre erste europäische Überblicksausstellung „Soy Energía“ im Haus der Kunst widmet sich ihrem räumlichen und spirituellen Denken und zeigt Zeichnungen, Malerei, Film und Performance. Themen wie Selbstbestimmung, Frauenrechte, Unterdrückung und Migration prägen ihr Werk. Seit den 1980er-Jahren schafft sie in Bienenwachs getränkte Zeichnungen von Mischwesen aus Mensch, Tier und Pflanze, die moralische und historische Brüche thematisieren. Ergänzt wird die Schau durch frühe Video-Performances, die Einsamkeit, Trennung und Rassismus reflektieren und ihre vielschichtige Bildsprache eindrucksvoll erweitern.
Bis 17.5.
„Kindheit am Nil – Aufwachsen im alten Ägypten“ im Staatliches Museum Ägyptischer Kunst (SMÄK)
Die erste umfassende Schau zum Thema Kindheit in einer der ältesten Hochkulturen. Sie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und beleuchtet das Leben altägyptischer Kinder von 3.000 v. Chr. bis 500 n. Chr. im Spiegel heutiger Lebenswelten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Bildung, Rechte, Fürsorge und Gleichberechtigung. Rund 190 Originalobjekte aus internationalen Museen – darunter eigens restaurierte Gegenstände von Kinderbestattungen aus Matmar – zeigen Alltag, Schule, Freizeit, Religion und Kunst. Interaktive Stationen, ein Kinderpfad und Mitmachangebote wie Hieroglyphenschreiben, altägyptische Kleidung oder Duftstationen machen Geschichte erlebbar.
Bis 21.6.2026
„A Day with David Bowie“ in der Alten Paketposthalle/Pineapple Park
Die etablierte Reportage-, Kunst- und Porträtfotografin Christine de Grancy hatte 1994 die einmalige Gelegenheit, Bowie sehr privat mit der Kamera begleiten zu dürfen. Auf Einladung von André Heller besuchte er damals zusammen mit Brian Eno das Gugging Art Center bei Wien, nahm sich viel Zeit für die Kunstwerke und sprach mit den Künstler*innen. Sein Album Outside (1995) wurde in der Folge sehr von diesem Besuch inspiriert. Es war also kein inszenierter Starauftritt, kein übliches Promi-Shooting. Er war dort als interessierter, sensibler Beobachter und Zuhörer. Ebenso beobachtend und sehr diskret fing De Grancy mit ihrer Kamera Momente der Stille, Begegnung und Anteilnahme ein. Ihre Fotos sind reduziert, oft mit klaren Linien und Betonung auf Gestik, Raum und Beziehung zwischen Bowie, den Künstler*innen und dem Umfeld.
Bis 28.2.2026
„… damit das Geräusch des Krieges nachlässt, sein Gedröhn“ im NS-Dokuzentrum
Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem langen Nachwirken von Kriegen seit 1945. Internationale Künstler*innen reflektieren in ihren Werken Erfahrungen von Gewalt, Zerstörung und Wiederaufbau. Aus Perspektiven der Migration, von oder nach Europa, erzählen sie von Verlust, Flucht und Neuanfängen. Und sie berichten von der Herausforderung, weiterzuleben. Wie prägen Erfahrungen des Krieges das Leben künftiger Generationen in pluralen, (post-)migrantischen Gesellschaften? Was bleibt – und was wird weitergegeben?
Bis 12.6.2026
„making THEATRE. Wie Theater entsteht“ im Deutschen Theatermuseum
Das Theater ist ein vielschichtiger Kosmos, in dem Menschen in künstlerischen, handwerkli- chen und technischen Berufen gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten: den Premierenabend. In der großen Sonderausstellung 2025/26 betre- ten wir den Backstagebereich des Münchner Residenztheaters und begleiten die aktuelle Inszenierung von Shakespeares „Romeo und Julia“, die am 16. Mai 2025 Premiere feiert. Wie und unter welchen Bedingungen arbeiten die Menschen in der Dramaturgie, in den Werk- stätten oder auf der Probebühne zusammen? Die Ausstellung fragt, was die Theaterwelt be- wegt, heute, vor 50 oder 100 Jahren, zeigt dazu Highlights aus den historischen Sammlungen des Deutschen Theatermuseums, und lädt ein, über die Zukunft des Theaters zu diskutieren!
Bis 12.4.2026
