Viktualienmarkt München
© München Tourismus, Werner Boehm
Hier läuft einem schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammen: Der Viktualienmarkt mitten in der Münchner Altstadt ist einer der größten dauerhaften Lebensmittelmärkte Deutschlands. Zwischen Obst, Käse, Fisch und Blumen schlendert man genauso gern wie zum Biergarten, der mitten im Markt liegt.
Wir von IN München haben für euch zusammengefasst, wann die Stände geöffnet haben, was ihr im Biergarten beachten solltet und welche Geschichte hinter dem Markt steckt. Das Gelände liegt nur ein paar Schritte vom Marienplatz entfernt.
Fakten zum Viktualienmarkt München
| Am heutigen Standort | seit 1807, auf Anordnung von König Max I. Joseph | |
| Fläche | 18.591 Quadratmeter (laut Märkte München) | |
| Händler | über 100 Händlerinnen und Händler | |
| Feste Stände | seit 1870 | |
| Biergarten | seit 1970, mit Bieren der sechs Münchner Traditionsbrauereien | |
| Maibaum | erstmals aufgestellt am 4. Mai 1962 | |
| Brunnen | sechs Figurenbrunnen für Münchner Volkssänger und Komiker | |
| Immaterielles Kulturerbe | Markttradition seit 2014 im Bayerischen Landesverzeichnis |

Der Viktualienmarkt mitten in der Münchner Altstadt ist einer der größten dauerhaften Lebensmittelmärkte Deutschlands.
Geschichte und Name
Vom Bauernmarkt zum Viktualienmarkt: Geschichte seit 1807
Bis 1807 fand der Münchner Stadtmarkt auf dem heutigen Marienplatz statt. Weil dort bald kein Platz mehr war, ließ König Max I. Joseph Bauern und Händler auf das Gelände vor der Heilig-Geist-Kirche umziehen. Aus dem Bauernmarkt wurde über die Jahre das, was München heute als kulinarisches Herz der Stadt kennt. Die Schrannenhalle am südlichen Ende entstand 1852, seit 1870 gibt es hier feste Stände.
Der Name kommt vom Wort „Viktualien“, einem damals gebräuchlichen Begriff für Lebensmittel, den die Bildungsbürger im 19. Jahrhundert für den früheren „grünen Markt“ aufgebracht haben. Wer ihn gern wie die Münchner ausspricht, beginnt mit einem F.
Seit 2014 steht die gelebte Markttradition im Bayerischen Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Gewürdigt wird dort der Handelsbrauch, nicht ein Gebäude.
Einkaufen und Genießen
Über 100 Standl: Das gibt es auf dem Viktualienmarkt
Über 100 Händlerinnen und Händler verkaufen hier Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Gebäck, Gewürze, Käse, Wein, Kaffee und viele Delikatessen. Dazwischen sorgen neue, junge Standl für frischen Wind. Wer einfach nur schauen will, kommt am ruhigsten am Vormittag, rund um die Mittagszeit wird es voll.
Zwischen Wein, Obst und Gemüse beginnt der Marktbummel.
Biergarten
Der Biergarten: Bier der sechs Münchner Brauereien
Mitten im Markt, zwischen den Standln, liegt der Biergarten auf dem Viktualienmarkt, den es seit 1970 gibt. Ausgeschenkt werden nacheinander die Biere von Augustiner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Hofbräu, Paulaner und Spaten; nach fünf bis sechs Wochen übernimmt jeweils die nächste Brauerei. Wer gerade im Ausschank ist, steht an der Schänke.
Brotzeit mitbringen ist erlaubt, nur die Getränke kauft ihr vor Ort. Schmeckt euch das Bier, passt dazu, was die Standl nebenan hergeben: Käse, Wurst, Brezn oder Obatzda holt ihr euch einfach vom Markt.
Brunnen und Maibaum
Brunnen, Maibaum und Münchner Originale
Auf dem Markt stehen sechs Figurenbrunnen für Münchner Volkssänger, Schauspieler und Komiker: Karl Valentin, Liesl Karlstadt, Weiß Ferdl, Roider Jackl, Ida Schumacher und Elise Aulinger. Der Karl-Valentin-Brunnen ist der bekannteste, an ihm treffen sich viele zum Fotografieren.

Der Karl-Valentin-Brunnen ist einer von sechs Figurenbrunnen auf dem Markt.
Schon von Weitem sieht man den blau-weißen Maibaum. Am 4. Mai 1962 ging die erste Stange in die Höhe, seither wird sie in mehrjährigen Abständen erneuert. Weil er so gut zu sehen ist, ist er ein beliebter Treffpunkt.
Feste und Bräuche
Das ganze Jahr Feste auf dem Viktualienmarkt
Am Faschingsdienstag zeigen die Marktfrauen beim Tanz der Marktfrauen ihre einstudierten Kostüm-Choreografien. Das Brunnenfest am ersten Freitag im August schmückt die Brunnen mit Blumen und bringt kostenlose Musik und Kabarett auf den Markt. In der Adventszeit leuchten die Standl beim Winterzauber auf dem Viktualienmarkt.
Am Faschingsdienstag tanzen die Marktfrauen in Kostümen.
Nicht verpassen
Die Highlights am Viktualienmarkt
Diese Orte und Momente solltet ihr bei einem Rundgang nicht auslassen:
- Biergarten
Bier der sechs Münchner Brauereien im Wechsel, eigene Brotzeit erlaubt. - Standl
Über 100 Händler mit Obst, Käse, Fisch, Gewürzen und Delikatessen. - Brunnen
Sechs Figurenbrunnen, allen voran der für Karl Valentin. - Maibaum
Das blau-weiße Wahrzeichen seit 1962 und beliebter Treffpunkt. - Marktfrauen-Tanz
Faschingsdienstag, mit Kostümen und Choreografie. - Winterzauber
Festlich beleuchtete Standl in der Adventszeit.
Weil er so gut zu sehen ist, ist er ein beliebter Treffpunkt.
Fragen & Antworten
FAQ zum Viktualienmarkt München
ÖPNV und Co.
Karte und Anfahrt: So kommt ihr zum Viktualienmarkt
Der Viktualienmarkt liegt in der Altstadt, die Adresse ist Viktualienmarkt 1, 80331 München. Am besten fahrt ihr mit der U- oder S-Bahn zum Marienplatz: Hier halten die U3, die U6 und alle S-Bahnen der Stammstrecke. Von dort geht ihr in wenigen Minuten zum Markt, der Ausgang „Viktualienmarkt/Tal“ führt euch fast direkt hin. Auch die Buslinien 52 und 62 halten an der Haltestelle Viktualienmarkt. Wegen einer Umleitung zwischen Blumenstraße und Sendlinger Tor entfällt der Halt aber derzeit in einer Fahrtrichtung, voraussichtlich bis Januar 2027, schaut deshalb vor der Fahrt in die Auskunft.
Mit dem Auto lohnt sich die Anreise kaum, weil die Altstadt zu großen Teilen autofrei ist. Die nächste Tiefgarage ist die Contipark-Garage am Rindermarkt 16.
Auf einen Blick
Wichtige Besucherinfos zum Viktualienmarkt
Adresse
Viktualienmarkt 1, 80331 München
Öffnungszeiten
Markt immer zugänglich; Standl Montag bis Samstag, meist ab ca. 8 Uhr, spätestens bis 20 Uhr; jeder Händler legt seine Zeiten selbst fest
Biergarten
Montag bis Samstag, Richtwert 9 bis 22 Uhr, wetterabhängig; bei schönem Wetter auch sonntags
Eintritt
Kostenlos
Nächste Haltestelle
U/S Marienplatz (U3, U6, alle S-Bahnen der Stammstrecke); Bus 52 und 62 (Umleitung beachten)
Parken
Contipark-Tiefgarage, Rindermarkt 16