20:00 Uhr – 21:30 Uhr
St. Markus, Gabelsbergerstr. 6, 80333
München
Musik-Festspiele
J.S. Bach: „h-Moll-Messe“
Bachs „OPUS SUMMUM“ unter die Lupe genommen
KMD Michael Roth & Hansjörg Albrecht beleuchten im Rahmen der Bach-Festwoche München Bachs H-Moll Messe und stellen verschiedene Interpretationen und Aufnahmen gegenüber
Die H-Moll-Messe BWV 232 ist Bachs letztes großes Vokalwerk und gilt oft als „Opus summum“ seines geistlichen Schaffens. Bach stellte die Messe gegen Ende seines Lebens aus bereits früher komponierten Teilen zusammen, insbesondere aus der Missa brevis (Kyrie und Gloria) von 1733 und aus Kantatensätzen, die er parodistisch neu textierte. Das Werk umfasst das komplette Messordinarium (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei) und sprengt mit seiner Dauer von deutlich über zwei Stunden jeden üblichen liturgischen Rahmen, sodass es eher als monumentales Konzert‑ und Bekenntniswerk zu verstehen ist. Stilistisch bündelt Bach in der H‑Moll‑Messe nahezu sein ganzes kompositorisches Spektrum: vom „stile antico“ der strengen Polyphonie über prunkvolle und mit Trompeten & Pauken umrahmte Jubelchöre bis zu hoch virtuosen Arien mit obligaten Soloinstrumenten. Damit wird das Werk häufig als musikalische Summe seines Glaubens und seiner Kunst gelesen – eine Art „geistliche Gesamtschau“, in der lutherische Frömmigkeit und die Form der katholischen „großen Messe“ auf komplexe Weise zusammengedacht sind.
Termine
Eintritt frei
Veranstaltungsort / Karte
St. Markus
Adresse: Gabelsbergerstr. 6,
80333 München
