19:30 Uhr
Residenztheater, Max-Joseph-Platz 1, 80539
München
Theater
Die Präsidentinnen
Theaterstück von Werner Schwab
Der österreichische Dramatiker Werner Schwab gilt als radikaler Erneuerer des Volksstücks und Sprachvirtuose. Für seine Komödie „Die Präsidentinnen“ schuf er mit Erna, Grete und Mariedl drei unverwechselbare Frauenfiguren, die mit böser Bauernschläue und rasanter Sprachakrobatik ihren bescheidenen Platz im Leben zu verteidigen suchen und dabei über ihren Größenwahn stolpern.
„Oft sind es die wenigen schönen Dinge im Leben, und kaum greift man diese schönen Sachen an, schon hat man schon wieder einen Scheißhaufen in der Hand.“ (Werner Schwab, „Die Präsidentinnen“)
Wir befinden uns in einer bescheidenen Wohnküche, der Fernseher läuft, es predigt der Papst. Erna, Grete und Mariedl, drei Damen unterschiedlichen Alters und Naturells, sind seine treuesten Anhängerinnen. Aber eigentlich finden sie es viel interessanter, über sich selbst zu reden. Dabei ziehen sie mit lustvoller Rhetorik über die Welt da draußen im Allgemeinen und über die jeweils anderen beiden im Speziellen her. Sie erfinden Fantasiewelten, in denen sie der Mittelpunkt, in denen sie die Stars sind. Darin feiern sich vor allem Erna und Grete, die sich an ihren mit Halbwissen und Doppelmoral gespickten Sprachpirouetten so lange selbst berauschen, bis die Jüngste, das Mariedl, sie unsanft aus ihren Träumen reißt und auf den Boden der Tatsachen zurückholt, was zu keinem guten Ende führt.

Foto: © Birgit Hupfeld
Der österreichische Dramatiker Werner Schwab – 1994 im Alter von nur fünfunddreißig Jahren verstorben – gilt als radikaler Erneuerer des Volksstücks und als Sprachvirtuose, der mit seinem „Schwabisch“ einen ganz neuen Bühnensound erfand. Gleich zu Anfang seiner Karriere schuf er in seiner Komödie „Die Präsidentinnen“, die zu seinen „Fäkaliendramen“ zählt, drei unverwechselbare Frauenfiguren, die mit Bauernschläue und Überlebenswillen ihren bescheidenen Platz im Leben zu verteidigen suchen und dabei über ihren Größenwahn stolpern.
Nach ihrer Inszenierung von Samuel Becketts „Warten auf Godot“ für einen „all male cast“ bringt Hausregisseurin Claudia Bauer Schwabs modernen Klassiker für drei Schauspielerinnen hochmusikalisch auf die Bühne.
Künstlerische Leitung
Inszenierung: Claudia Bauer
Bühne: Andreas Auerbach
Kostüme: Vanessa Rust
Komposition und Musikalische Leitung: Monika Roscher
Video: Jonas Alsleben
Licht: Gerrit Jurda
Dramaturgie: Constanze Kargl
Besetzung
Erna: Katja Jung
Grete: Myriam Schröder
Mariedl: Lisa Wagner
Termine & Tickets
Veranstaltungsort / Karte
Residenztheater
Adresse: Max-Joseph-Platz 1,
80539 München
