Kabarett-Highlights

Weitere Kabarett-Highlights im November

Veronika von Quast im Hofspielhaus

Veronika von Quast & Barbara Dorsch, Föhn & Schotter und Andreas Reber - die kommenden Wochen bieten eine ganze Menge Kabarett-Highlights in München

Severin Groebner, vielfach begabter Kabarettist aus Wien, kann gut schreiben. Aber auch im etwas ungewohnteren Metier bleibt er seiner Maxime treu – dem Tiefstapeln. So heißt seine Geisterbahnfahrt durchs aktuelle Abendland auch ganz bescheiden „Lexikon der Nichtigkeiten“. Täuschen lassen sollte man sich aber nicht: Groebner arbeitet das Alphabet des Irrsinns durch. (Vereinsheim, 9.11.)

Übermut ist es, was Veronika von Quast und die Passauer Legende Barbara Dorsch auszeichnet. Im gemeinsamen neuen Programm „Koa Brett vorm Kopf, koa Blatt vorm Mund“ stürzen sich die beiden in einen Strudel aus Musik, heimatlich lustige Texte und rotzfreche Lieder. Und sie verraten viel Privates über verblühte Schönheit und geliftete Geheimnisse. Vroni und Babsi sind immerhin schon seit fast 40 Jahren befreundet. Auch das hilft. (Hofspielhaus, 10.11.)

Wie ist München wirklich? Ist es die Föhnfrisur, der Aperol Spritz und die penibel eingehaltenen Rolltreppenregeln? Oder ist es nicht eher der triste Schotter auf der Wiesn, wenn die Fahrgeschäfte vom Oktoberfest längst wieder weitergezogen sind und sich streunende Wohlstandshunde auf abgerissene Dirndl-Mascherl erleichtern? Freiraum? Wohnraum? Alles zugebaut? Jetzt bitte in keine Novembermelancholie versinken. Immerhin gibt’s die geschmackvollen Fiesheiten von Föhn & Schotter – getreu der Devise: „Oh wie ich dich hasse, wie ich dich liebe, mein München!“ (Heppel & Ettlich, 10.11.)

Wer ein Herz hat und ein Hirn – sowie natürlich Humor – darf schließlich auch bei der alljährlichen Großen Matinée der Saubande nicht fehlen. Diesmal treten Stars wie Ilse Neubauer, Maria Peschek,Helmut Dauner, Bele Turba, das „Fünferl“ mit Johanna Bittenbinder, ihre Tochter Veronika, Ludwig W. Müller, Helmut A. Binser, Sven Kemmler, Andreas Reber sowie Senta Berger und Michael Verhoeven für den guten Zweck auf. Das Anliegen dabei: Das Andenken an Karl Valentin, Liesl Karlstadt und die Münchner Volkssänger zu mehren und das Valentin-Karlstadt-Musäum im Besonderen zu unterstützen. Wie sagte der Meister so treffend: „Sie san net auf uns angewiesen, aber mir auf Eahna.“ Durch den Vormittag führt Holger Paetz. (Volkstheater, 11.11.)

Unübersichtlich sieht die Lage auch bei Rolf Miller aus, der ausländerfeindliche Syrier, einen veganen Jäger sowie Achim, Jürgen und Rolf kennt, die wie immer zu viert im Sixpack auftreten. „“ warnt davor, nicht immer das zu glauben, was man denkt. (Lustspielhaus, 14.11.) Obacht Miller - Se return of se normal one

Vom seltsamen Weg vom Kind zum Menschen erzählt Muriel König in ihrem treffend betitelten „“-Programm. Und das enthält auch praktische Überlebenstipps. Natürlich bringt die Chips-Tüte nichts. Aber sie hilft. Unterwegs kreuzen drei Damen und ein Hund ihren Weg. Und auch ein Krokodil reißt den Schnabel auf. In schlimmster Verzweiflung singt König wilde Lieder und begleitet sich dazu beherzt am Akkordeon, an der Säge und der Pauke. Das haut rein! (Fraunhofer, 14./15.11.) Phantastisch!

Kaum einen Ball verschießt Timo Wopp, der sich derzeit „“ befindet. So auch sein aktueller Programmtitel. Darin hält er sich strikt an sein einziges Credo: #nofilter. Bei seiner Durchleuchtung einer geisteskranken Gesellschaft trampelt er angemessen feinfühlig auf allen Befindlichkeiten herum. Doch auch Wopp liebt es sportlich: Der ehemalige Weltklasse- Jongleur lässt auch auf der Bühne einiges fliegen. Warum? Weil er es kann. ( Lustspielhaus, 15.11.) Auf der Suche nach dem verlorenen Witz

Die Welt ist verrückt. Das Leben ist kompliziert. Und auch der Kaffee schmeckt irgendwie komisch. So viel ist im neuen Solo von Katinka Buddenkotte, dem selbsternannten „“, schon mal sicher. Sie weiß: Wer immer noch auf das niedliche Einhorn hofft, das vorbeitrabt und plötzlich wieder alles heile macht, liegt wirklich daneben. Dafür gibt es aber die Buddenkotte: Sie klaubt die gröbsten Brocken aus dem Weg, bevor sie den Feenstaub aus den Hirnen kärchert. ( Lach- und Schießgesellschaft, 15.11.) Liebling der Schwerkraft

So richtig zu beneiden ist Jens Heinrich Claassen nicht, auch wenn er aktuell betont: „“. Eben noch hatte der gute Mann, ein Mann zum Mäusemelken wohlgemerkt, eine tolle Freundin gefunden und das rosarote Leben genossen. Nun ist sie weg. Und die blöde Kuh hat ihn auch noch aus der gemeinsamen Wohnung geworfen. (Schlachthof, 21.11.) Ich komm schon klar

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